ThüringenNeue Schilder für den Rennsteig

Selfie-Punkte, digitale Schlösser für die Rasthäuser am Weg und neue Markierungen: Der Rennsteig bekommt ein modernes Update. Was Besucher künftig auf dem Kult-Wanderweg erwartet.
Schmalkalden/Meiningen (dpa/th) - Der Rennsteig, Deutschlands ältester und bekanntester Höhenwanderweg, soll für Wanderer und Radfahrer attraktiver werden. Landwirtschaftsstaatssekretär Marcus Malsch übergab dafür Fördermittel in Höhe von rund 720.000 Euro an den Regionalverbund Thüringer Wald.
Mit dem Geld soll der 169,7 Kilometer lange Wanderweg komplett neu beschildert werden. Ziel sei es, Orientierung, Komfort und Erlebnisqualität deutlich zu verbessern, sagte Malsch. Insgesamt kostet das Projekt rund 960.000 Euro. Es könne nun mit der Ausschreibung und Umsetzung begonnen werden.
Selfie-Punkte und neue Sitzgruppen
Geplant sind Markierungszeichen und eine einheitliche Kennzeichnung aller Weggabelungen, hieß es. Auch der Rennsteig-Radweg werde modernisiert und informativer gestaltet - unter anderem mit neuen Markierungen und zusätzlichen Tafeln zur Landschafts- und Kulturgeschichte.
Außerdem sollen den Angaben zufolge Selfie-Punkte und Sitzgruppen zum Verweilen einladen. Die Rennsteighäuser werden mit digitalen Schließsystemen ausgestattet, um den Gästen rund um die Uhr einen flexiblen Zugang zu ermöglichen. Am Rennsteighaus "Neue Ausspanne" in Tambach-Dietharz werde künftig eine Webcam einen ersten Vorgeschmack auf Wetter und Umgebung bieten.
"Der Rennsteig ist das Herzstück unseres Tourismus – aber sein Erfolg ist kein Selbstläufer", betonte die Geschäftsführerin des Regionalverbundes, Antonia Sturm. Im vergangenen Jahr zog es den Angaben nach mehr als 700.000 Gäste auf den Rennsteig, der von Hörschel bei Eisenach bis nach Blankenstein im Saale-Orla-Kreis führt.