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ThüringenProzess nach Anschlag auf Flüchtlingsunterkunft beginnt

22.04.2026, 03:32 Uhr
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Nach einem Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im Ilmenauer Ortsteil Gehren sind sechs Männer angeklagt worden. Nun startet der Prozess gegen sie.

Erfurt/Ilmenau (dpa/th) - Etwa ein halbes Jahr nach dem Anschlag auf eine Unterkunft für Flüchtlinge im Ilm-Kreis stehen ab Mittwoch (9.30 Uhr) sechs Männer vor dem Landgericht Erfurt. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat drei von ihnen wegen versuchten Mordes und die anderen drei wegen Beihilfe zum versuchten Mord angeklagt.

Bei der Tat Ende September 2025 wurde laut Staatsanwaltschaft eine Fensterscheibe des Hauses in Gehren – einem Ortsteil von Ilmenau – eingeschlagen und anschließend Feuerwerk in das Haus geworfen. In dem entsprechenden Zimmer lebte nach früheren Angaben eine dreiköpfige Familie.

Die Männer sollen laut Staatsanwaltschaft aus einem fremdenfeindlichen Motiv heraus gehandelt haben. Die Opferberatungsorganisation "ezra" zitierte im Vorfeld des Prozesses die Familienmitglieder mit der Aussage, der Anschlag habe ihr Leben verändert. "Es hat sich wie Krieg angefühlt."

Eine Sprecherin des Gerichts sagte, in dem Prozess seien bislang Verhandlungstermine bis Ende Mai angesetzt.

Quelle: dpa

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