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ThüringenThüringen fördert Batteriezug-Werkstatt

15.07.2026, 12:12 Uhr
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Auch ohne Oberleitung sollen künftig batterieelektrische Bahnen in Thüringen unterwegs sein. Wie EU-Gelder bei dem Vorhaben helfen sollen.

Erfurt (dpa/th) - Thüringen fördert den Ausbau des Bahn-Nahverkehrs mit batterieelektrischen Fahrzeugen. Das Energieministerium stellt für die Modernisierung der DB Regio-Werkstatt in Erfurt rund 2,64 Millionen Euro aus europäischen Fördermitteln bereit. Mitarbeitende sollen dort künftig batterieelektrische Züge warten und instand halten, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Energieministerium und DB Regio. Auch eine Ladeinfrastruktur für die Akku-Züge soll dort entstehen.

Hintergrund ist der geplante erstmalige Einsatz von batterieelektrischen Fahrzeugen im Thüringer Bahnnetz: Zum 15. Dezember 2028 soll laut Deutscher Bahn (DB) und Energieministerium das Mittelthüringer Akkunetz in Betrieb gehen. Künftig sollen damit 13 Prozent des Thüringer Streckennetzes elektrisch und somit umweltfreundlicher als über die bisherige Diesel-Variante betrieben werden.

Wo die Akku-Züge rollen sollen

Zum Mittelthüringer Akku-Netz gehören die Linien von Erfurt nach Ilmenau, Saalfeld, Nordhausen und über Döllstädt nach Heilbad Heiligenstadt sowie die Linien Fröttstädt-Friedrichroda und Gotha-Bad Langensalza.

Bislang gehöre Thüringen zu den Bundesländern mit dem geringsten Anteil elektrifizierter Bahnstrecken, sagte Energieminister Tilo Kummer (BSW). "Mit dem neuen Ansatz fördern wir die Umstellung auf elektrischen Fahrbetrieb auch ohne Oberleitung."

Früheren Angaben zu dem Projekt nach hat die Regionalleitung DB Regio Südost 19 batterieelektrische Triebzüge für Thüringen bestellt. Diese können nach Angaben des Herstellers bis zu 80 Kilometer ohne Oberleitung fahren, bieten etwa barrierefreie Einstiege und WLAN.

Der Vertrag mit der Bahn-Nahverkehrstochter DB Regio AG umfasst früheren Angaben des Infrastrukturministeriums zufolge ein jährliches Leistungsvolumen von rund 3,6 Millionen Fahrplankilometern und läuft von Dezember 2028 bis Dezember 2043.

Quelle: dpa

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