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Internetnutzung in den Ferien Deutsche sind auch im Urlaub ständig online

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Für viele ist das Smartphone im Urlaub unverzichtbar.

imago/Westend61

Auch im Urlaub nutzen die Deutschen regelmäßig ihr Smartphone. Das ist das Ergebnis einer aktuellen GfK-Umfrage. Viele Befragten nutzen sogar mehrere mobile Endgeräte täglich. Entspannung hat für viele offenbar nur wenig mit "offline sein" zu tun.

Eine neue GfK-Studie im Auftrag von Auto Europe zeigt, dass die Deutschen zu 93 Prozent ein oder sogar mehrere mobile Endgeräte während ihrer Urlaubszeit nutzen. Lediglich sieben Prozent der Teilnehmer gaben an, komplett auf Smartphones, Tablets, Laptops oder Mobiltelefone zu verzichten. Befragt wurden die rund 1000 Studienteilnehmer in den Altersgruppen von 14 bis über 60 Jahren vom Marktforschungsunternehmen GfK.

Erwartungsgemäß ist das Smartphone das favorisierte Mobilgerät unter den Befragten: 81 Prozent benutzen es für E-Mails, Surfen und Fotografieren im Urlaub. Bei den Jüngeren sind es 93 Prozent. Auf den Plätzen folgen Tablet, Laptop und Mobiltelefon.

Immerhin zwei Prozent gaben an, ihr Smartphone oder Ähnliches im Urlaub mehr als zehn Stunden täglich zu nutzen. Die meisten Studienteilnehmer beschäftigen sich zwischen einer und zwei Stunden täglich mit ihren Geräten. Bei der Surfdauer haben Frauen und Männer fast dieselben Durchschnittswerte.

Wofür benutzen die Deutschen die Geräte?

Für 76 Prozent der Befragten dient das Gerät der privaten Kommunikation mit Familie und Freunden, 68 Prozent nennen Fotografieren an erster Stelle, auf Platz drei folgten Nachrichten, danach die Reiseplanung mit 44 Prozent. Am fünfthäufigsten wurde mit 36 Prozent die Social-Media-Nutzung angegeben.

Konkret wurde in der GfK-Studie auch danach gefragt, ob die Mobilgerätenutzung ihres Partners im Urlaub sie stört. Das Ergebnis: Fast niemand empfindet das wirklich als lästig. Insgesamt sagten 65 Prozent, dass sie sich nicht oder nur wenig gestört fühlen. Immerhin knapp jeder Fünfte fühlte sich durch die Smartphonenutzung des Partners im Urlaub beeinträchtigt, davon fünf Prozent sehr.

Weniger Entspannung als früher?

Ein Viertel der Befragten findet Urlaub heute weniger entspannend als noch vor Beginn des Smartphone-Zeitalters. Darunter sind mehr Frauen: Knapp ein Drittel von ihnen empfindet Urlaub heute als weniger erholsam. Bei den Männern sind dies 22 Prozent. Verblüffend: Die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen, die Mobilgeräte am meisten nutzt, fühlt sich mit 40 Prozent in ihren Ferien am meisten gestört.

Wer dagegen glaubt, dass die Generation der sogenannten "Silver Surfer" in der Gruppe 50-59 Jahre im Urlaub auch von den Mobilgeräten lässt, täuscht sich. Für 89 Prozent von ihnen spielen sie auch auf Reisen eine wichtige Rolle.

Quelle: n-tv.de, sgu/spot

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