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Achtung, Abzocke! Touristenfallen im Restaurant meiden

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Biergarten in Berlin-Mitte am Hackeschen Markt, mit Blick auf den Fernsehturm: Hier sitzen vermutlich nur Touristen.

(Foto: imago/Jochen Tack)

Im Urlaub wollen Touristen auch leckeres Essen in schönem Ambiente genießen. Doch dabei sollten sie immer darauf achten, nicht in die typischen Fallen zu tappen. Ein paar Tipps, damit es auch ein entspannter Abend wird.

Wie stellt sich der Urlauber die perfekte Auszeit vor? Er will sich erholen, vielleicht das eine oder andere Abenteuer erleben und gut essen. Das ist aber gar nicht so leicht, denn an vielen Ecken lauern Touristenfallen. Pappige Pommes und unverschämte Preise hinterlassen da nicht nur einen faden Beigeschmack, sondern manchmal auch ein riesiges Loch im Geldbeutel. Musement hat dazu ein paar Tipps zusammengestellt.

Aufdringliche Kellner

Einen schlecht gelaunten Kellner wünscht sich niemand. Noch lästiger ist allerdings einer, der lautstark Passanten ins Restaurant locken will. In Marktschreiermanier versucht er, Ahnungslosen das Angebot im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft zu machen. Ehe man sich's versieht, hat man quasi schon die Vorspeise bestellt. Ein höfliches, aber bestimmtes "Nein, danke" ist hier angebracht.

Abseits von den Hauptmeilen essen

In der Altstadt reiht sich oft ein Restaurant an das andere. Selten kann so eine "Fressgasse" mit kulinarischen Highlights aufwarten. Geschönte Bilder in den aushängenden Menükarten können ein Hinweis auf die minderwertige Qualität der Speisen sein. Abseits der belebten Straßen in kleinen Gassen lohnt sich der genauere Blick in die Speisekarte schon eher. Dabei sollte man sich nicht davon abschrecken lassen, dass die Karte nicht mit sämtlichen Sprachen aufwartet. Die Chancen, hier einheimische Küche und eine gewisse Kulinarik zu genießen, stehen stattdessen gar nicht schlecht. Außerdem schmeckt eine originale "zuppa pavese" viel besser ohne schlechte Übersetzung.

Apropos Original: Auch in der Gastronomie gilt das Sprichwort "Nomen est omen". Allerwelts-Bezeichnungen wie "Pizzeria Roma" oder "Taverna Athene" klingen nicht nur wenig spannend, sondern lassen auch wenig Einfallsreichtum und Originalität bei den Speisen vermuten. Kleine Lokale mit besonderen und persönlichen Namen haben hier oft mehr zu bieten.

Auf Touristen achten

Wirkt der Name ansprechend und stimmen Lage und Angebot, gilt es einen letzten Check zu machen. Wer sitzt im Restaurant? Ein schneller Blick auf die anderen Gäste zeigt, ob sich ein Besuch wirklich lohnt. Denn eine Touristenfalle erkennt man - natürlich - auch an Touristen! Kommt der Dresscode der Gäste eher praktisch, bequem und lässig daher und wird nicht in der Landessprache parliert, ist es eindeutig: Einheimische gibt's hier nicht! Möchte man partout nicht auf den Cappuccino am Markusplatz in Venedig verzichten, macht das auch nichts. Der fantastische Ausblick auf die Lagune dürfte über die bescheidene Qualität des Getränks hinwegtäuschen - nicht aber über die gesalzene Rechnung am Ende.

Quelle: n-tv.de, sgu/spot

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