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ADAC erklärtFür wen lohnt sich eine mobile Wallbox?

29.08.2026, 08:00 Uhr
E-Auto-Laden-Bildausschnitt
E-Autos werden von Eigenheimbesitzern häufig direkt an der eigenen Wallbox geladen. Der ADAC erklärt, wann sich ein mobiles Gerät lohnt. (Foto: Imago / Fotostand)

Eine Wallbox muss nicht zwingend fest an der Garagenwand hängen. Mobile Modelle lassen sich mitnehmen und an verschiedenen Stromanschlüssen nutzen. Doch für wen lohnt sich diese Flexibilität wirklich? Der ADAC nennt einige klare Einsatzgebiete.

Elektroautos werden meistens dort geladen, wo sie ohnehin viele Stunden stehen. Für viele Besitzer bedeutet das, ihre Wagen in der Garage, unter dem Carport oder auf dem Stellplatz vor dem Haus mit neuem Strom zu versorgen. Eine fest installierte Wallbox ist dafür besonders für Eigenheim-Besitzer die klassische Lösung. Doch nicht jeder kann oder möchte eine Ladestation dauerhaft montieren lassen; und spätestens am Ferienhaus oder bei längeren Aufenthalten unterwegs bleibt die heimische Wallbox zurück.

Genau hier kommen mobile Wallboxen ins Spiel. Die tragbaren Ladegeräte passen in den Kofferraum und können je nach Modell und Adapter an unterschiedlichen Stromanschlüssen betrieben werden. Besonders interessant ist dabei eine rote CEE-Steckdose: Über einen dreiphasigen Anschluss können mobile Charger mit elf Kilowatt (kW) und teilweise sogar 22 kW laden. Die normale Haushaltssteckdose bleibt dagegen eher eine Notlösung. Der ADAC warnt ebenso wie der Verband der Elektrotechnik (VDE) vor der hohen Dauerbelastung beim regelmäßigen Laden über Schuko-Stecker.

Für wen lohnt sich eine mobile Wallbox wirklich?

Der ADAC hat sich mit dieser Frage beschäftigt und sieht mehrere sinnvolle Einsatzgebiete für mobile Varianten. Dazu gehören vor allem Vielreisende mit Elektroauto, Haushalte mit bereits vorhandener CEE-Steckdose sowie Nutzer, für die eine fest installierte Wallbox nicht infrage kommt. Auch wer dieselbe Ladeeinrichtung zu Hause und unterwegs einsetzen möchte, kann aus der tragbaren Bauweise Nutzen ziehen.

Besonders sinnvoll wird die mobile Wallbox also, wenn regelmäßig an verschiedenen Orten geladen wird, beispielsweise zu Hause, am Ferienhaus oder bei Verwandten. Voraussetzung ist allerdings immer ein geeigneter Stromanschluss. Der ADAC nennt hier etwa die roten CEE-Steckdosen, die bis zu 16 Ampere liefern können, sowie mit passenden Adaptern die auf Campingplätzen verbreiteten blauen CEE-Anschlüsse. Wer dagegen praktisch immer am selben Stellplatz lädt, gewinnt durch die Mobilität vergleichsweise wenig.

Mobile Wallbox von Dé: Bis zu elf kW für unterwegs

Eine vergleichsweise kompakte Möglichkeit bietet die Dé Mobile Wallbox mit elf kW. Sie wird über einen roten CEE-16A-Anschluss mit Strom versorgt und lädt Elektroautos mit Typ-Zwei-Anschluss dreiphasig mit maximal elf kW. Der Ladestrom lässt sich dabei zwischen sechs und 16 Ampere einstellen. Das fest angebrachte Typ-Zwei-Kabel ist sieben Meter lang.

Die hier vorgestellte Variante besitzt außerdem WLAN und lässt sich per App überwachen und steuern. Ein Display sitzt direkt an der Steuereinheit. Damit eignet sich das Modell sowohl als Ladegerät für eine bereits vorhandene CEE-Steckdose zu Hause als auch zum Mitnehmen.

  • Leistung: bis 11 kW, dreiphasig

  • Anschluss: CEE 16 A, 400 V

  • Fahrzeuganschluss: Typ 2

  • Ladestrom: 6 bis 16 A einstellbar

  • Kabel: 7 Meter, WLAN/App und Display

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Mobile Wallbox: Vorteile und Nachteile

Die Stärke einer mobilen Wallbox liegt auf der Hand: Eine einzige Ladestation kann an unterschiedlichen Orten zum Einsatz kommen. Ist bereits eine geeignete CEE-Steckdose vorhanden, entfallen zudem die Montage einer Wallbox an der Wand und möglicherweise ein Teil der damit verbundenen Installationskosten. Adapter können den Einsatzbereich zusätzlich erweitern. Im ADAC-Test 2024 überzeugten mehrere mobile Charger außerdem bei Sicherheit und Funktion.

Ganz ohne Aufwand funktioniert die mobile Lösung allerdings nicht. Fehlt eine geeignete CEE-Steckdose, muss auch diese fachgerecht installiert werden. Zudem gelten für mobile Ladegeräte ähnliche Meldepflichten wie für stationäre Wallboxen. Laut Bundesnetzagentur müssen mobile Ladeeinrichtungen bis einschließlich elf kW vor der erstmaligen Nutzung in der jeweiligen elektrischen Anlage beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden.

Oberhalb von elf kW ist sogar dessen Zustimmung für den Betrieb erforderlich. Seit 2024 fallen mobile Ladeeinrichtungen mit mehr als 4,2 kW außerdem grundsätzlich unter die Regelungen für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach Paragraf 14a EnWG. Das bedeutet, dass für hohe Ladeströme im Haus Smart Meter und eine Steuereinheit vorhanden sein müssen, mit denen der Netzbetreiber die Wallbox bei Bedarf dimmen kann.

Alternative: Feste Wallbox für den heimischen Stellplatz

Wer das Elektroauto ohnehin fast ausschließlich zu Hause lädt, benötigt den mobilen Vorteil dagegen kaum. Eine Alternative ist die WityCharge Wallbox mit elf kW, die für die dauerhafte Wandmontage vorgesehen ist. Sie arbeitet ebenfalls dreiphasig und besitzt ein acht Meter langes Typ-Zwei-Kabel. Die Versorgung erfolgt über einen CEE-16A-Anschluss.

Zusätzlich bietet das Modell eine App-Steuerung und RFID-Karten zur Freigabe des Ladevorgangs. Der Ladestrom lässt sich zwischen sechs und 16 Ampere regulieren, auch ein zeitversetzter Ladestart ist möglich. Damit ist die Wallbox stärker auf einen festen Ladeplatz zugeschnitten. Wichtig: Auch diese Lösung muss beim Netzbetreiber angemeldet werden.

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Fazit: Mobil lohnt sich vor allem bei mehreren Ladeorten

Eine mobile Wallbox ist weniger Ersatz für jede stationäre Ladestation als vielmehr eine Lösung für bestimmte Alltagssituationen. Wer regelmäßig zwischen mehreren Ladeorten wechselt, viel mit dem Elektroauto unterwegs ist oder bereits über geeignete CEE-Anschlüsse verfügt, kann von der Flexibilität deutlich profitieren. Genau diese Gruppen hebt auch der ADAC hervor.

Steht das Auto dagegen fast jede Nacht am gleichen Stellplatz, ist eine stationäre beziehungsweise dauerhaft montierte Wallbox meist die bequemere Lösung. Vor dem Kauf sollte deshalb nicht nur die maximale Ladeleistung zählen, sondern vor allem die Frage, wie oft die mobile Wallbox tatsächlich an unterschiedlichen Orten genutzt wird.

Quelle: ntv.de