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Positiv überraschtNie wieder feuchtes Klopapier? Die Alternative kennen viele aus dem Urlaub

26.10.2026, 10:51 Uhr
Toilettengang
Toilettenpapier gehört für die meisten zum Alltag. Doch es gibt eine Alternative, die sogar hygienischer sein kann. (Foto: IMAGO / imagebroker)

Wasser statt Feuchttücher: Was in vielen Urlaubsländern längst zum Badezimmer-Alltag gehört, könnte auch hierzulande frischen Wind auf das stille Örtchen zaubern.

Ein bisschen Wellness für den Po? Klingt zunächst ungewöhnlich, ist aber in vielen Ländern völlig normal. Ob im Italienurlaub, in Japan oder in zahlreichen asiatischen Ländern: Dort gehört die Reinigung mit Wasser für viele Menschen ganz selbstverständlich zum Toilettengang. Die Rede ist vom Bidet. Und dafür braucht es längst kein zweites Keramikbecken neben der Toilette mehr. Moderne Bidet-Aufsätze lassen sich an vorhandenen WCs nachrüsten, während mobile Po-Duschen sogar in die Reisetasche passen.

Wasser marsch! Was bringt ein Bidet eigentlich?

Das Prinzip ist denkbar einfach: Statt den Intimbereich ausschließlich mit Toilettenpapier zu reinigen, kommt ein gezielter Wasserstrahl zum Einsatz. Anschließend wird die Haut vorsichtig trocken getupft.

Das kann besonders angenehm sein, wenn die Haut empfindlich oder bereits gereizt ist. Im Gegensatz zu manchen feuchten Toilettenpapieren kommt die Reinigung mit klarem Wasser außerdem ohne Duftstoffe oder Konservierungsmittel aus.

Ein weiterer Vorteil: Wer Wasser nutzt, benötigt möglicherweise weniger Toilettenpapier. Ganz ohne Papier oder ein separates Handtuch geht es allerdings meist nicht, denn nach der Reinigung muss die Haut noch getrocknet werden.

Der Bidet-Aufsatz für die eigene Toilette

Wer das Bidet-Gefühl dauerhaft ins Badezimmer holen möchte, kann einen Blick auf den nicht elektrischen Bidet-Aufsatz von Samodra werfen. Das Modell wird unter dem vorhandenen Toilettensitz montiert und an die Kaltwasserleitung angeschlossen. Ein zusätzlicher Stromanschluss ist laut Anbieter nicht nötig.

Besonders praktisch: Über einen seitlichen Regler lässt sich der Wasserdruck anpassen. Zwei Düsen ermöglichen unterschiedliche Reinigungspositionen.

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Nicht-elektrischer Bidet-Aufsatz von Samodra
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Der größte Vorteil liegt im Komfort: Ist der Aufsatz einmal installiert, steht die Wasserreinigung bei jedem Toilettengang zur Verfügung. Allerdings ist der Einbau nicht bei jedem WC gleichermaßen unkompliziert. Vor dem Kauf sollten Toilettenform, Platz unter dem Sitz und Wasseranschluss geprüft werden.

Der Haken: Wer warmes Wasser bevorzugt, dürfte sich mit dem reinen Kaltwasserbetrieb vor allem im Winter erst einmal anfreunden müssen.

Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Die Po-Dusche für zu Hause und unterwegs

Keine Lust auf Montage? Dann könnte eine mobile Po-Dusche die unkompliziertere Lösung sein. Die Aqua Home von Mybidet funktioniert nach einem simplen Prinzip: Wasser einfüllen, die Flasche zusammendrücken und den Wasserstrahl gezielt zur Reinigung nutzen. Mit einem Fassungsvermögen von 300 Millilitern ist die graue Intimdusche kompakt genug, um auch im Reisegepäck Platz zu finden. Laut den vorliegenden Amazon-Angaben wurde sie im vergangenen Monat mehr als 200-mal gekauft und zählt zu den Bestsellern ihrer Kategorie.

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Gerade für Menschen, die ein Bidet erst einmal ausprobieren möchten, kann eine mobile Variante sinnvoll sein. Sie benötigt weder Strom noch einen festen Wasseranschluss und lässt sich mit angenehm temperiertem Wasser befüllen.

Der Nachteil: Die Wassermenge ist begrenzt. Außerdem muss die Flasche vor jeder Nutzung aufgefüllt und anschließend hygienisch gereinigt und getrocknet werden. Auch der Wasserdruck hängt davon ab, wie kräftig die Flasche zusammengedrückt wird.

Die fest installierte Handbrause

Eine dritte Möglichkeit ist die Bidet-Handbrause von Weidmax. Anders als beim fest montierten Aufsatz wird hier ein kleiner Brausekopf in die Hand genommen und der Wasserstrahl selbst geführt. Das Modell besteht laut Produktbeschreibung aus einem Edelstahl-Sprühkopf, einem rund 124 Zentimeter langen Schlauch, einer Halterung und einem T-Adapter für den Wasseranschluss.

Das macht die Handbrause flexibel: Sie lässt sich nicht nur zur Körperreinigung, sondern je nach Einbausituation auch für andere Reinigungsarbeiten im Bad verwenden.

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Bidet-Handbrause von Weidmax
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Allerdings sollte die Installation sorgfältig erfolgen. Nicht jeder Wasseranschluss ist ohne Weiteres geeignet. Entscheidend sind eine fachgerechte Montage, die erforderliche Absicherung des Trinkwassers gegen Rückfließen und die Vorgaben des Herstellers. Bei Unsicherheit hilft ein Sanitärfachbetrieb.

Ist ein Bidet hygienischer als Toilettenpapier?

Ja, ein Bidet kann hygienischer sein als herkömmliches Toilettenpapier. Der Grund: Wasser entfernt Stuhlreste in der Regel gründlicher, während trockenes Papier Verschmutzungen hauptsächlich abwischt. Gleichzeitig ist die Reinigung mit einem sanften Wasserstrahl oft schonender für empfindliche Haut, da weniger Reibung entsteht. Auch auf Duftstoffe und andere Zusätze, die in manchen feuchten Toilettenpapieren enthalten sind, kann verzichtet werden.

Allerdings kommt es auf die richtige Anwendung an. Ein zu starker Wasserstrahl oder übermäßiges Reinigen können die Haut reizen. Außerdem sollten Bidet-Düsen regelmäßig gesäubert und der Intimbereich anschließend vorsichtig trocken getupft werden. Ein Bidet ist also eine hygienische Alternative, aber kein Muss: Auch mit gewöhnlichem Toilettenpapier ist eine ausreichende Reinigung möglich.

Quelle: ntv.de