Red Bull München verhindert Playoff-Desaster torreich
Mit dem Rücken zur Wand hat Red Bull München im Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) den ersten Matchpuck der Adler Mannheim zum Endspieleinzug abgewehrt. Die Bayern feierten im vierten Duell der Best-of-seven-Serie nach Niederlagen in den ersten drei Begegnungen mit 5:1 (1:1, 1:0, 3:0) ihren ersten Sieg und wahrten damit ihre Chancen. Spiel fünf findet am Freitag in Mannheim statt.
Die Adler hätten im Falle eines weiteren Erfolgs mit einem Durchmarsch als erste Mannschaft die Endspiele erreicht. Zuletzt hatten die Kurpfälzer bei ihrer achten Meisterschaft vor sieben Jahren in einer DEL-Finalserie gestanden.
Wie nunmehr auch zwischen Mannheim und München fällt auch im zweiten Semifinale zwischen Titelverteidiger Eisbären Berlin und Hauptrundengewinner Kölner Haie frühestens im fünften Vergleich am Freitag (19.30 Uhr) eine Entscheidung. Berlin kann sich aufgrund seiner 2:1-Führung nach drei Begegnungen in Spiel vier morgen bei den Rheinländern durch einen weiteren Sieg insgesamt drei Matchpucks erspielen.
Dynamo kündigt Maßnahmen nach Skandalspiel an
Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden arbeitet das Skandalspiel gegen Hertha BSC an Karsamstag (0:1) auf und hat "infrastrukturelle Veränderungen" für seine Heimspiele angekündigt. Im Raum stehen diverse Maßnahmen, darunter Umbaumaßnahmen im Rudolf-Harbig-Stadion und ein überarbeitetes Sicherheitskonzept.
"Unser Stadion soll auch zukünftig ein sicherer Ort für alle sein. Den eingeschlagenen Weg, mit über 30.000 Zuschauern, die Woche für Woche für eine Gänsehautatmosphäre sorgen, werden wir uns nicht von Einzelpersonen kaputt machen lassen", sagte Sportgeschäftsführer Sören Gonther: "Es gilt jetzt schnellstmöglich die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, um ein deutliches Signal zu senden, dass wir für unsere Worte und Werte einstehen."
Nach Klubangaben prüft man derzeit etwaige Umbaumaßnahmen, um den Gästebereich weiter zu sichern und darüber hinaus auch den Sitzplatzbereich für Gästefans in Richtung des Stadioninnenraums sowie den angrenzenden Tribünen einzugrenzen. Bei Hochrisikospielen sollen zukünftig Mitarbeiter des Ordnungsdienstes auch vor dem Bereich des K-Blocks den Innenraum absichern. Darüber hinaus werden Polizeikräfte direkt im Stadion positioniert. Nach Rücksprache mit der Polizei werden zudem ab sofort die Pufferbereiche im Heimbereich rund um den Gästeblock erweitert.
Zverev kämpft sich weiter - Zauberschlag begeistert Fans
Erst wacklig, dann spektakulär: Zverev kämpft sich nach Satzverlust zurück und begeistert die Fans mit einem Zauberschlag im Tiebreak. Am Ende steht der Einzug ins Achtelfinale beim Heimturnier in München.
Welche Rolle Titel spielen: Neuer gibt Update zu seiner Zukunftsplanung
Manuel Neuer ist - wie im Hinspiel gegen Real Madrid jüngst bewiesen - auch mit seinen 40 Jahren noch ein wichtiger Bestandteil des FC Bayern. Auf der Pressekonferenz vor dem Rückspiel spricht er über seine Zukunftsplanung und ein mögliches Elfmeterschießen.
Kult-Coach Streich sicher: Freiburg macht Halbfinale klar
Der langjährige Trainer des SC Freiburg, Christian Streich, ist fest davon überzeugt, dass sein Herzensklub den Einzug ins Halbfinale der Europa League im Rückspiel bei Celta Vigo schafft. "Wenn der SC Freiburg die Intensität wieder so hochhalten kann – und das wird so sein – dann werden sie ins Halbfinale einziehen", sagte Streich im Interview mit RTL/ntv und sport.de. Die Freiburger hatten das Hinspiel zuhause mit 3:0 gewonnen, das Rückspiel findet am Donnerstag in Spanien statt.
Von seinem Nachfolger Julian Schuster ist Streich begeistert. Schuster habe "die Mannschaft super geformt. Das wundert mich aber auch nicht", sagte der 60-Jährige über seinen ehemaligen Kapitän beim Sport-Club. Schon als er als Trainer aufgehört habe, sei er "sehr glücklich" gewesen, "dass Julian das mit seinen Mitarbeitern weiterführen kann. Das war die optimale Lösung."
An die Zuschauerrolle hat sich Streich indes noch nicht gewöhnt. "Es ist komisch von der Tribüne oben das Spiel zu sehen, ich war das 30 Jahre nicht gewöhnt. Ich würde am liebsten unten auf der Bank sitzen und würde mich verkleiden, sodass mich keiner erkennt und von dort das Spiel gucken."
Unfall auf Alkoholfahrt? Ex-DFB-Stürmer muss vor Gericht
Marvin Ducksch vom englischen Fußball-Zweitligisten Birmingham City muss sich nach einer angeblichen Trunkenheitsfahrt vor Gericht verantworten. Der 32 Jahre alte Stürmer, zuvor auch Profi bei Werder Bremen und Hannover 96, sei wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss angeklagt, teilte der Verein mit.
"Marvin möchte sich bei seinen Teamkollegen, dem Trainerstab und den Fans des Vereins entschuldigen und übernimmt die volle Verantwortung für sein Handeln. Der Fall wurde intern bearbeitet, und es werden zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Kommentare abgegeben", hieß es in dem Statement von Birmingham City.
Die Polizei von Warwickshire teilte mit, es sei am vergangenen Montag zu einer Kollision mit drei Autos gekommen. Ducksch muss sich demnach am 20. Mai vor Gericht für seine Fahrt unter Alkoholeinfluss verantworten. Der Angreifer verließ die Bundesliga im vergangenen Jahr. Im Herbst 2023 bestritt Ducksch auch zwei Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft.
Hier knackt Sprint-Wunderkind Gout Gout Bolts Jugendrekord
Usain Bolt ist noch immer der schnellste Mann der Welt. Doch einer ist ihm ganz dicht auf den Fersen: Gout Gout. Der 18-jährige Sprint-Shootingstar läuft in Sydney die 200 Meter in unter 20 Sekunden. Damit stellt er einen neuen U-20-Weltrkord auf - und knackt nebenbei den Jugendrekord von Lauf-Legende Bolt.
"Fachlich und menschlich": DFB-Star schwärmt von Union-Trainerin
Am Wochenende führt Marie-Louise Eta als erste Frau überhaupt eine Männermannschaft als Cheftrainerin in ein Bundesligaspiel, am Samstag empfängt Etas Union Berlin am Rande des Abgrunds den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr/ Sky und im Liveticker auf ntv.de). Einer, den Eta schon ganz früh ein Stück auf seiner Karriere begleitet hat, ist Nick Woltemade. Und der DFB-Star hat seine Ex-Trainerin in allerbester Erinnerung: "Loui ist fachlich und menschlich top", sagte der Stürmer RTL/ntv und sport.de. Und ist sich sicher: "Sie macht das schon!"
Eta hatte Woltemade in der U14 des SV Werder Bremen trainiert, dann trennten sich die Wege: Woltemade stieg in Bremen zum Bundesligaspieler auf, Eta machte ihren Weg über den DFB zu Union Berlin - und nun in die Geschichtsbücher: Noch nie arbeitete eine Cheftrainerin in den europäischen Topligen. Ihre Männer-Mission bei den "Eisernen", wo sie eigentlich zur neuen Saison das Frauenteam übernehmen soll, ist zunächst bis zum Saisonende befristet. Gelingt der Klassenerhalt, so hatte es Sportchef Horst Heldt jüngst signalisiert, ist auch ein längerfristiges Engagement nicht ausgeschlossen.
DFB-Star schwärmt von England
Fußball-Nationalspielerin Rebecca Knaak gerät ins Schwärmen, wenn sie über die Bedingungen bei ihrem Verein Manchester City spricht. "Man merkt die Investition im Alltag sofort: eigenes Gym, eigene Köche und eigene Essensmöglichkeiten, dazu top Trainingsplätze und deutlich bessere Möglichkeiten rund um Medizin, Ernährung und Fitness", berichtete die 29-Jährige im Interview mit der "FAZ".
Das neue Trainingszentrum beim englischen Tabellenführer eigens für die Frauenabteilung sei "ein großer Schritt", sagte die Innenverteidigerin weiter, "weil solche Rahmenbedingungen am Ende mitentscheiden, ob man konstant auf hohem Niveau arbeiten und erfolgreich sein kann." Bei ManCity spielt seit diesem Sommer auch die Ex-Münchnerin Sydney Lohmann. Die Rahmenbedingungen in England generell seien "in der ersten Liga und inzwischen auch in der zweiten auf einem sehr hohen Niveau", selbst Teams aus dem unteren Tabellendrittel seien stark besetzt. Der größte Unterschied zu Deutschland ist für Knaak, die zuvor in der Bundesliga unter anderem beim SC Freiburg und in Schweden beim FC Rosengard gespielt hat, "dass praktisch alle unter Vollzeitbedingungen arbeiten".
Große Aufmerksamkeit - neue Trainerin startet bei Union
So viel ist auf dem Trainingsplatz von Union Berlin wahrscheinlich selten los. Etliche Reporter beobachten die erste Einheit der Interimstrainerin Marie-Luise Eta. Die scheint den Andrang der Presse jedoch ausblenden zu können.
Hauptstadt-Klub erleidet Verletzungsschock
Schock für die Eisbären Berlin: Inmitten der Playoff-Halbfinalserie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Kölner Haie hat beim Titelverteidiger erneut das Verletzungspech zugeschlagen. Wie der Hauptstadt-Klub mitteilte, fällt Angreifer Lean Bergmann aufgrund einer "schwerwiegenden Beinverletzung" für die restlichen Playoffs und für den Start der kommenden Saison aus.
Bergmann, vor allem wegen seiner Führungsfähigkeiten geschätzt, zog sich die Verletzung am Sonntag im Mitteldrittel im dritten Spiel gegen die Kölner zu. Der 27-Jährige ist neben Nationalverteidiger Korbinian Geibel sowie den Stürmern Blaine Byron und Patrick Khodorenko der vierte Berliner, der in dieser Saison verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz kommen kann. Bereits vor und während der Hauptrunde hatte der DEL-Rekordmeister immer wieder mit Verletzungspech zu kämpfen gehabt. Das vierte Halbfinalduell zwischen Berlin und Köln findet am Mittwoch (19.30 Uhr/MagentaSport) in der Domstadt statt. Die Eisbären führen in der Best-of-seven-Serie mit 2:1.
Italiens Zeitungen feiern Ex-Nationalspieler ab
Die italienische Presse schien sich in ihren Lobeshymnen auf Robin Gosens gegenseitig übertreffen zu wollen: "Gosens' Persönlichkeit und Charisma zerren AC Florenz zum Erfolg", würdigte ihn die "Gazzetta dello Sport", der "Corriere dello Sport" schrieb: "Gosens, mamma mia! Sein Treffer beschert Florenz den Sieg und wahrscheinlich auch den Klassenerhalt." Nachdem der 24-malige deutsche Nationalspieler am Montagabend laut der Zeitung den "wichtigsten Treffer der Saison" für Florenz erzielt hatte, war ihm die Anerkennung von allen Seiten sicher.
Mit einem Kopfballtor in der 28. Minute hatte der 31-Jährige den immens wichtigen 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen Lazio Rom sichergestellt und der AC Florenz im Abstiegskampf der Serie A somit wichtige Punkte beschert. Am zweiten Pfosten war Gosens am höchsten gestiegen, der Ball prallte vom Innenpfosten ins Netz. Für den Linksverteidiger war es der dritte Saisontreffer.
Gosens wurde in der 80. Minute unter großem Applaus ausgewechselt, nach der Partie zeigte er sich vollauf zufrieden: "Wir wussten, dass das eine große Chance ist und wollten sie nicht ungenutzt lassen. Wir haben den Sieg verdient. Er gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele", sagte er bei DAZN.
Nach Müller-Wohlfahrt-Hilfe: Leichtes Aufatmen bei deutschem Eis-Superstar
Der deutsche Eishockeystar Leon Draisaitl ist kurz vor dem Start der NHL-Playoffs wieder ins Training der Edmonton Oilers eingestiegen. Ob der Torjäger nach längerer Verletzungspause rechtzeitig zur heißen Saisonphase einsatzbereit ist, bleibt unklar. "Ich weiß es nicht, wir werden sehen", sagte der Kölner in einer Medienrunde: "Wir gehen es Spiel für Spiel und Tag für Tag an, hoffentlich klappt es."
Draisaitl hatte sich am 15. März im Spiel gegen die Nashville Predators nach einem harten Hit eine nicht näher definierte Unterkörperverletzung zugezogen, zum Einsatz kam der Nationalspieler seitdem nicht mehr. Auch ohne Draisaitl schafften die Oilers den Einzug in die Playoffs, die für den Stanley-Cup-Finalisten der vergangenen beiden Jahre am Wochenende beginnen. "Ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmte", sagte Draisaitl. "Ich bin nicht unbedingt ein Spieler, der bei jedem kleinen Zwicken sofort vom Eis geht, ich hatte das Gefühl, dass es etwas Ernstes war." Zur Behandlung war Draisaitl unter anderem nach München geflogen, wo er sich bei Promi-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt untersuchen ließ.
Kollaps während Bundesliga-Partie: BVB-Fan im Krankenhaus gestorben
Der Fan, der im Stadion des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund am Samstag reanimiert und dann ins Krankenhaus gebracht wurde, ist noch am selben Tag verstorben. Das bestätigte das Klinikum Dortmund den Ruhr Nachrichten.
Der Fan war auf der Südtribüne während des Heimspiels gegen Bayer Leverkusen (0:1) kollabiert. Nach wenigen Minuten der zweiten Halbzeit stellten daraufhin beide Fanlager zunächst die Unterstützung der Mannschaften ein, am Ende sangen sie gemeinsam "You'll never walk alone". Im Stadion gab es eine Durchsage, auch der BVB hatte verkündet, der Fan sei nach Reanimation auf der Tribüne auf dem Weg ins Krankenhaus.
Wer trägt Schuld am Tod von Maradona? Neuer Prozess startet
Mehr als fünf Jahre nach dem Tod der argentinischen Fußballikone Diego Maradona beginnt in San Isidro ein neuer Gerichtsprozess. Rund 120 Zeugen sollen aussagen, es geht dabei wieder um die Frage, ob Maradonas Ärzteteam für seinen Tod verantwortlich ist. Das Verfahren soll voraussichtlich bis Juli andauern.
Maradona war am 25. November 2020 im Alter von 60 Jahren während seiner Reha nach einer Hirnoperation in seiner Privatresidenz gestorben. Offiziell wurden Herzversagen und ein akutes Lungenödem als Todesursache genannt. Sein siebenköpfiges Ärzteteam wurde später wegen der Umstände des Todes angeklagt. Den ersten Prozess hatte das Gericht in San Isidro, nördlich von Buenos Aires gelegen, im Mai 2025 nach zweieinhalb Monaten für ungültig erklärt. Zuvor war Richterin Julieta Makintach aufgrund von Befangenheitsvorwürfen zurückgetreten. Mehrere Verteidiger hatten ihre Unparteilichkeit in Zweifel gezogen.
DFB-Legende schießt gegen "Schwachköpfe"
Für die Pionierin Inka Grings ist die erste Cheftrainerin in der Fußball-Bundesliga der Männer längst überfällig gewesen. "Das ist ganz großartig! Ein Riesenschritt vom Verein Union Berlin, in der Stärke und der Außendarstellung ist das ein richtiger, logischer Schritt, der mich als Frau sehr, sehr freut", sagte die langjährige Nationalspielerin dem SID.
Bei Union wird bis zum Ende der Saison Marie-Louise Eta (34) auf der Bank sitzen. Grings, 2019 beim SV Straelen erste Trainerin eines Männervereins der obersten vier Ligen, darf sich als Wegbereiterin sehen. Die zweimalige Europameisterin (96 Länderspiele) erwartet für Eta keine geschlechtsbedingten Konflikte mit Spielern. "Diese Problematik wird nicht bestehen", sagte sie: "Ohnehin haben die Spieler das zu machen, was der Trainerstab vorgibt - sonst spielen halt die anderen." Den Sexismus gegen Eta auf Social-Media-Plattformen findet Grings widerwärtig. "Die Schwachköpfe, die diese Äußerungen tätigen, interessieren mich wenig. Dumme Sprüche aus der Ferne sind immer einfach. Es ist aber schockierend und zeigt ein Bild unserer Gesellschaft - zum Glück nur eines kleinen Teils."
Freundin an Leukämie erkrankt: Bundesliga-Profi sucht Stammzellenspender
Die Bundesligisten SC Freiburg und 1. FC Heidenheim machen gemeinsame Sache für "eine Mission, die weit über den Fußballplatz hinausgeht". Die Breisgauer und die Ostwürttemberger suchen einen "Lebensretter" für die an Leukämie erkrankte Freundin von Profi Eren Dinkci,
. Dinkci (24) ist aktuell von Freiburg an Heidenheim ausgeliehen, wo er bereits in der Saison 2023/24 gespielt hatte.
Mit der Diagnose bei Cinja habe die Welt für das Paar "von einem Moment auf den anderen" stillgestanden, heißt es in einer Mitteilung der Klubs. "Es beginnt ein Weg, den man sich so nie hätte vorstellen können", beschreiben Cinja und Eren ihre Situation. Da in der Familie kein passender Spender gefunden worden sei, sei Cinja möglicherweise - wie so viele andere Patienten auch - auf eine Stammzellspende durch einen anderen Menschen angewiesen. Vor dem Bundesliga-Duell der beiden Klubs am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) in Freiburg können sich potenzielle Spenderinnen und Spender innerhalb weniger Minuten kosten- und schmerzlos registrieren lassen und so vielleicht mithelfen, Leben zu retten. Der FCH wiederholt die Aktion, die gemeinsam mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) durchgeführt wird, vor seinem Heimspiel gegen den FC St. Pauli am 25. April.
Eta legt überpünktlich und mit klaren Ansagen los
Überpünktlich um 10.56 Uhr hat Marie-Louise Eta ihre historische Trainer-Mission bei Fußball-Bundesligist Union Berlin begonnen. Vier Minuten zu früh betrat die neue Cheftrainerin der Eisernen am Vormittag vor den Augen von rund 40 Journalisten den Platz in Berlin-Köpenick, auf dem ihre Spieler bereits warteten. Die Stimmung bei ihrer ersten Einheit war gelöst.
Immer wieder lachte Eta gemeinsam mit ihrem Trainerteam, ehe sie die Mannschaft mit den Worten "Okay Jungs, kommt zusammen!" in einen Kreis beorderte und bei Nieselregen eine Ansprache hielt. Die ersten Übungen, die noch vom Athletiktrainer geleitet wurden, beobachtete Eta zunächst vom Rand. Nach dem Aufwärmen übernahm die neue Chefin, mit lauten und klaren Ansagen trieb sie die Profis an.
Die bisherige U19-Trainerin Eta hatte am Samstagabend Steffen Baumgart beerbt, der nach dem 1:3 beim 1. FC Heidenheim entlassen worden war – und ist damit die erste Cheftrainerin in der Geschichte der Männer-Bundesliga. Bislang ist geplant, dass die 34-Jährige das Team für die finalen fünf Spieltage betreut und zur neuen Spielzeit das Frauenteam in der Bundesliga übernimmt. Ihr Debüt als hauptverantwortliche Trainerin der Männer gibt Eta am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den VfL Wolfsburg.
Platzwunde, genähte Augenbraue: Angeschlagener Mbappé im Real-Kader gegen Bayern
Real Madrid kann seine notwendige Aufholjagd im Champions-League-Rückspiel gegen den FC Bayern nach den aktuellen Vorzeichen mit Stürmerstar Kylian Mbappé angehen. Der französische Fußball-Nationalspieler zählt zum 23 Spieler umfassenden Kader, den der spanische Topklub vor dem Flug nach München am Vormittag veröffentlichte.
Der 27-Jährige ist im Viertelfinal-Rückspiel am Mittwoch (21 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) in der Allianz Arena für die Königlichen elementar wichtig. Beim verlorenen Hinspiel vor einer Woche in Madrid erzielte er das Tor zum 1:2-Endstand, Mbappé war der einzige Real-Profi, der den im Bernabéu-Stadion herausragend haltenden Bayern-Kapitän Manuel Neuer überwinden konnte. Der Stürmer hatte sich am Wochenende in der spanischen Liga beim 1:1 von Real gegen den FC Girona eine blutige Wunde am Kopf zugezogen. Er konnte aber bereits am Montag wieder trainieren. Dabei hatte er ein großes Pflaster an der rechten Augenbraue, die genäht worden war.
Bericht: Real Madrid kann Schlotterbeck kaufen
Nico Schlotterbeck hat seinen Vertrag bei Borussia Dortmund zwar bis 2031 verlängert, kann den BVB dank einer Klausel bei einer bestimmten Ablöse aber verlassen, sofern einige bestimmte Vereine ein Angebot machen. Zu diesen gehört offenbar auch Real Madrid. Wie Sky berichtet, können die Königlichen die Transferklausel für den 26-jähirgen Innenverteidiger ziehen.
Die Exit-Option hat sich Schlotterbeck in seinen neuen Vertrag schreiben lassen, um trotz Verlängerung zu einem absoluten Topklub wechseln zu können. Der BVB verhinderte dadurch einen 2027 drohenden ablösefreien Abgang des Nationalspielers und kassiert im Fall der Fälle eine hohe Ablöse.
Insgesamt sollen "eine Handvoll Teams" im Anschluss an die Endrunde in Kanada, den USA und Mexiko theoretisch Zugriffsrecht auf Schlotterbeck haben, heißt es weiter. Der FC Bayern zählt demnach nicht dazu.
Gladbach schafft seltenen "Kicker"-Spagat
In der langen Geschichte des "Kicker" gab es das zuvor nur 13-mal: Borussia Mönchengladbach wird am vergangenen Bundesliga-Spieltag im Fachmagazin eine unrühmliche Ehre zuteil. Die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski schafft es bei der 0:1-Niederlage gegen Leipzig tatsächlich, in einer Startelf die "Kicker"-Noten 1 und 6 zu vereinigen.
Dabei stach Torwart Moritz Nicolas mit einer starken Leistung hervor, während Außenverteidiger Lukas Ullrich wegen einiger Wackler schon vor der Halbzeit ausgewechselt wurde. Der DFB-Junior war mit dem starken Leipziger Yan Diomande überfordert. Das letzte Mal, dass ein Team dieses "Kicker"-Spagat geschafft hatte, war übrigens Hertha BSC im Mai 2023. Bei der 2:5-Niederlage gegen den 1. FC Köln sahen Dreiviertel der Viererkette die Note 6, während der damalige Torwart Oliver Christensen mit seinen Paraden überzeugt.
Joshua oder nix - Fury "droht" mit nächstem Rücktritt
Kaum hat Tyson Fury seinen Comeback-Kampf gegen den Russen Arslanbek Makhmudov gewonnen, da kokettiert der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister schon wieder mit Rücktritt. "Wenn als nächstes nicht Anthony Joshua kommt, habe ich kein Interesse am Boxen. Ich werde 1000 Ostereier essen und auf 500 Pfund aufblähen. Dann bin ich raus, ich bin nicht interessiert. Er - oder ich bin wieder weg", sagte Fury. Ranglisten und WM-Gürtel seien ihm egal, so der 37-Jährige. "Mir geht es nur um AJ. Dieser Kampf, das ist der Kampf, der das britische Boxen definiert."
Fury hatte sich am Samstag in London mit einem Punktsieg über Makhmudov nach eineinhalb Jahren Ringpause zurückgemeldet. Im Anschluss forderte er seinen Erzrivalen Joshua, der in Reihe eins saß, zum Duell. Der stieg allerdings nicht darauf ein. "Du sagst mir nicht, was ich tue. Ich bin der Boss", antwortete Joshua.
Vom "Battle of Britain" träumen Boxfans seit einem Jahrzehnt. Immer wieder scheiterte der Kampf an finanziellen Streitigkeiten. Obwohl Fury und Joshua ihre beste Zeit hinter sich haben, ist das britische Duell noch immer der größte Kampf, der sich derzeit machen lässt.
"Aktueller Wunschkandidat"? FC Bayern wohl an Woltemade-Kollegen interessiert
Der FC Bayern soll bei der Suche nach neuem Personal für Offensive in England fündig geworden sein. Der deutsche Fußball-Rekordmeister erwägt angeblich, einen Teamkollegen von Nationalspieler Nick Woltemade unter Vertrag zu nehmen. Wie der TV-Sender Sky berichtet, sei Anthony Gordon von Newcastle United "aktuell der absolute Wunschkandidat der Bayern". Gorden präsentierte sich in der Champions-League-Saison äußerst treffsicher: In zwölf Partien traf er zehnmal.
Ein Transfer würde den FC Bayern laut Sky etwa 60 Millionen Euro Ablöse kosten, heißt es weiter bei Sky. Gordons Vertrag endet in Newcastle erst im Sommer 2030. Beide Seiten hätten bereits "sehr konkrete Gespräche" geführt, heißt es weiter. Mit Newcastle soll hingegen noch kein direkter Austausch erfolgt sein. Genau das könnte sich jedoch als erhebliche Hürde erweisen, denn Newcastle soll kein Interesse daran zeigen, seinen Leistungsträger ziehen zu lassen. Unmöglich ist der Transfer aber nicht: Newcastle könnte als Tabellen-14. das internationale Geschäft verpassen.
Mehr über die Welt des FC Bayern lesen Sie auch bei sport.de.
Bundestrainer war von deutschen Biathleten "überrascht"
Bundestrainer Tobias Reiter sieht den fehlenden Glauben an die eigene Stärke als "größte Baustelle" der deutschen Biathleten. "Ich war überrascht, wie schlecht das Selbstvertrauen war", sagte der 40-Jährige nach seiner ersten kompletten Saison als Männer-Coach im Podcast "Extrarunde". Bei seinem Amtsantritt im März 2025 sei "absolut kein Selbstvertrauen dagewesen. An den Trainingstagen zu den Wettkämpfen hin wurde von Tag zu Tag die Qualität schlechter, weil die Angst vor dem Wettkampf wieder größer wurde. Da war ich enorm überrascht und habe versucht, sehr viel zu intervenieren."
Die deutschen Skijäger hätten "nur noch erzählt, wie toll die Norweger und Franzosen alles gemacht haben. Aber sie konnten gar nicht mehr einschätzen, was sie selbst alles Gutes können und was wir selbst in Deutschland für ein gutes System haben und wie gut wir sind", führte Reiter aus: "Da gibt es einen schönen Spruch: Gewinner schauen auf Gewinner und Verlierer schauen nur auf die Gewinner. Wir müssen es schaffen, dass wir mehr auf uns schauen, auf uns vertrauen und unseren Weg mit Überzeugung gehen." Vor dem deutschen Team liege noch "ein Weg, den wir gehen müssen". Dieser werde "steinig" und es warte "knüppelharte Arbeit", so der Chefcoach.
Nicht Joachim Löw: Ghana findet doch noch WM-Trainer
Der Portugiese Carlos Queiroz führt Ghanas Fußball-Nationalmannschaft bei der WM im Sommer. Wie der Verband GFA am späten Montagabend mitteilte, folgt der 73-Jährige bei den Black Stars auf den kurz nach der Niederlage gegen Deutschland (1:2) entlassenen Otto Addo und betreut die Mannschaft beim XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada. Am Karfreitag kursierte für einige Stunden das Gerücht, dass Weltmeistertrainer Joachim Löw übernehmen könnte. Das würde aber flott dementiert.
Queiroz hatte zuletzt die Nationalmannschaft Katars trainiert und verfügt über umfangreiche WM-Erfahrung: Der Portugiese führte sein Heimatland 2010 in Südafrika bis ins Achtelfinale, 2014 und 2018 trainierte er bei den Endrunden den Iran. Auf Vereinsebene arbeitete er unter anderem bei Real Madrid (2003-2004). Addo war Ende März nach der vierten Niederlage in Folge und noch in der Nacht nach dem 1:2 in Stuttgart gegen das DFB-Team entlassen worden. Der frühere Bundesligaspieler Addo war seit März 2024 im Amt gewesen. Ghana spielt bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) in einer Gruppe mit England, Kroatien und Panama.
Spätes Geständnis: Trainer fälschte Corona-Zertifikat für Olympia
Einen Monat vor der Heim-WM hat der Schweizer Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer mit einem späten Geständnis für Aufsehen gesorgt. Der 50-Jährige gab zu, dass er 2022 mit einem gefälschten Corona-Zertifikat zu den Olympischen Spielen nach Peking gereist war.
"Vor den Olympischen Winterspielen in Peking bin ich unter Verwendung eines nicht gültigen Covid-Impf-Zertifikats nach China eingereist. Die Swiss Ice Hockey Federation, Swiss Olympic sowie mein Umfeld hatten davon keine Kenntnis", sagte Fischer in einer Mitteilung des Schweizer Eishockey-Verbandes. Er habe sich in einer außergewöhnlichen persönlichen Notlage befunden, da er sich nicht impfen lassen wollte. "Ich erkenne, dass ich in dieser Angelegenheit einen schweren Fehler gemacht habe. Ich stehe dafür gerade und übernehme die volle Verantwortung."
Luis Figo über Bayern-Star: "Ich liebe ihn"
Der frühere portugiesische Star Luís Figo sieht in Michael Olise vom FC Bayern einen künftigen Weltfußballer. "Ich liebe ihn als Spieler. Wenn er so weitermacht, wird er immer ein Kandidat für den Ballon d'Or sein", sagte der 53-Jährige bei einer Veranstaltung eines seiner Werbepartner (betfair) vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen seinem Ex-Klub Real Madrid und Olises Münchnern am Mittwoch (21 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker).
Im Hinspiel, das die Bayern in Madrid 2:1 gewannen, habe Olise "fantastisch" gespielt, meinte Figo, und schwärmte: "Er hat unglaubliche Qualitäten. Er ist momentan als Flügelspieler einzigartig." Wäre der französische Nationalspieler auch einer für die Königlichen? Ja, sagte Figo. "Er hat die Qualität, für jeden Verein der Welt zu spielen - egal ob Real Madrid oder irgendein anderer." Seinem Ex-Klub traut er in München eine Aufholjagd zu. Zwar sei der Rückstand "schwer" wettzumachen, "aber wenn es eine Mannschaft gibt, die die Größe und Qualität besitzt, das zu schaffen, dann ist es Real Madrid".
So nicht geplant: Einmaliger Elfmeter haut gleich mehrere Spieler um
Dieser Treffer könnte sich zum Tor des Jahres mausern. In der ersten Fußball-Liga in Paraguay wird ein vergeigter Elfmeter zum kuriosen Treffer und sorgt beim Stürmer Sebastian Ferreira vermutlich für einen brummenden Schädel.
Manchester United stolpert überraschend über deutschen Trainer
Manchester United ist auf seinem Weg zurück in die Champions League überraschend gestrauchelt. Die Red Devils verloren ihr Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten Leeds United mit dem deutschen Teammanager Daniel Farke 1:2 (0:2) und konnten ihr Polster im Kampf um die Königsklasse sechs Spieltage vor Saisonende nicht weiter ausbauen. Die Ausgangslage des Tabellendritten bleibt bei sieben Punkten Vorsprung auf Rang sechs allerdings weiter komfortabel.
Noah Okafor (5., 29.) schockte das in der ersten Halbzeit desolate Team von Michael Carrick mit einem Doppelpack, für das ohne den deutschen Nationalspieler Anton Stach angetretene Leeds - Lukas Nmecha blieb auf der Bank - waren dies die ersten Ligatreffer seit dem 21. Februar und vier torlosen Partien.