Der Sport-TagDFB-Legende schießt gegen "Schwachköpfe"
Für die Pionierin Inka Grings ist die erste Cheftrainerin in der Fußball-Bundesliga der Männer längst überfällig gewesen. "Das ist ganz großartig! Ein Riesenschritt vom Verein Union Berlin, in der Stärke und der Außendarstellung ist das ein richtiger, logischer Schritt, der mich als Frau sehr, sehr freut", sagte die langjährige Nationalspielerin dem SID.
Bei Union wird bis zum Ende der Saison Marie-Louise Eta (34) auf der Bank sitzen. Grings, 2019 beim SV Straelen erste Trainerin eines Männervereins der obersten vier Ligen, darf sich als Wegbereiterin sehen. Die zweimalige Europameisterin (96 Länderspiele) erwartet für Eta keine geschlechtsbedingten Konflikte mit Spielern. "Diese Problematik wird nicht bestehen", sagte sie: "Ohnehin haben die Spieler das zu machen, was der Trainerstab vorgibt - sonst spielen halt die anderen." Den Sexismus gegen Eta auf Social-Media-Plattformen findet Grings widerwärtig. "Die Schwachköpfe, die diese Äußerungen tätigen, interessieren mich wenig. Dumme Sprüche aus der Ferne sind immer einfach. Es ist aber schockierend und zeigt ein Bild unserer Gesellschaft - zum Glück nur eines kleinen Teils."