Dienstag, 10. Januar 2023Der Sport-Tag

21:26 Uhr

Corona-Angst geht bei Handballern um

Die Titelträume der Favoriten vor der Handball-WM geraten in den Hintergrund. Unmittelbar vor Beginn des Turniers gehörten die Schlagzeilen wieder Corona. Durch einen positiven Befund bei Dänen-Star Mads Mensah Larsen wurden die 32 Teams am Tag vor dem Turnierstart in Alarmbereitschaft versetzt, das Eröffnungsspiel am Mittwoch (21 Uhr/Eurosport) zwischen Olympiasieger Frankreich und Co-Gastgeber Polen in Kattowitz interessierte nur am Rande.

"Es ist natürlich sehr frustrierend, nicht zu wissen, ob ich von Anfang an bei der WM dabei sein kann", sagte Mensah, der mit seiner Mannschaft in den kommenden Wochen eigentlich den dritten WM-Titel in Folge anstrebt: "Vor allem, wenn Corona weder hier zu Hause noch im Gastgeberland Schweden als kritische Krankheit gilt und ich mich völlig gesund fühle." Der Rückraumspieler der SG Flensburg-Handewitt begab sich sofort in Isolation und verpasste das Abschlusstraining seiner Mannschaft vor der Abreise. Ob Mensah beim dänischen Auftaktspiel am Freitag gegen Belgien (18 Uhr) mitwirken darf, sollen weitere Tests entscheiden. Das Reglement sieht für positiv getestete Spieler eine fünftägige Isolation vor.

20:52 Uhr

Einriss des Innenbands: Werder muss wochenlang auf Kreativzentrale verzichten

Fußball-Bundesligist Werder Bremen muss mehrere Wochen auf seinen Mittelfeldspieler Romano Schmid verzichten. Der 22 Jahre alte Österreicher zog sich während des Trainingslagers im spanischen Murcia einen leichten Einriss des Innenbands im Knie zu. Das bestätigten die Bremer kurz vor dem Rückflug nach Deutschland.

Schmid gehört zu den Stammspielern im Werder-Mittelfeld als kreativer Taktgeber. Seine Verletzung gut anderthalb Wochen vor dem ersten Spiel des neuen Jahres am 21. Januar beim 1. FC Köln trifft die Bremer deshalb so hart, weil Trainer Ole Werner am letzten Tag des Trainingslagers noch einmal den fehlenden Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders bemängelte. "Man sieht, dass wenn drei, vier wichtige Jungs nicht auf dem Platz stehen, es dann schwierig und etwas dünn bei uns wird", sagte Werner. "Unser Kader ist nicht riesig groß. Und in diesem Kader haben wir eine Menge Jungs, die noch nicht so wahnsinnig oft in der Bundesliga auf dem Platz standen oder teilweise noch gar nicht. Insofern können wir nicht sagen, dass wir 21 Feldspieler haben, die alle um einen Platz in der Startelf kämpfen."

20:13 Uhr

Rallye Dakar blickt auf turbulente erste Halbzeit zurück

Regenmassen verwandeln die Wüste in ein Matschbad, mehrere heftige Unfälle und ein Gewitter, dass eine Streckenverlegung nötig macht: Die Rallye Dakar hat von Beginn mit teils schweren Störungen zu kämpfen. Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah hält fest: "In der zweiten Woche müssen wir vorsichtig sein".

19:35 Uhr

RB Leipzig gewinnt 15:0

Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat vor der Abreise aus dem Trainingslager in den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Kantersieg gefeiert. Gegen eine Auswahl regionaler Teams und den örtlichen Zweitligisten Atletico Arabia siegte der DFB-Pokalsieger mit 15:0. Gespielt wurde im Modus 4x30 Minuten. Spielmacher Emil Forsberg erzielte drei Treffer. André Silva, Konrad Laimer, Aris Bayindir und Yannick Eduardo trafen doppelt.

18:42 Uhr

Nach Hodenkrebs-Diagnose: So lief das Comeback von BVB-Star Haller

Sébastien Haller hat 176 Tage nach der Schock-Diagnose Hodenkrebs sein erstes Spiel für Borussia Dortmund absolviert. Der 28-Jährige wurde im spanischen Marbella im Test gegen Fortuna Düsseldorf beim 5:1 (1:1)-Erfolg nach 74 Minuten eingewechselt. Haller war im Sommer 2022 als Nachfolger von Erling Haaland zum BVB gekommen, mit dem neuen Torjäger wollte Dortmund auch die Jagd auf Bayern München eröffnen. Doch nur zwölf Tage nach der Bekanntgabe des Transfers folgte im Trainingslager im Schweizer Bad Ragaz die Krebs-Diagnose.

Hallers nächstes Ziel ist es, am 22. Januar gegen den FC Augsburg sein Pflichtspiel-Debüt für den BVB zu geben. "Alles ist möglich. Ich setzte mir keine Grenze. Ich gebe mein Bestes, um dabei zu sein - in der besten Form, die möglich ist", hatte Haller am Montag gesagt. Die Tore für den BVB erzielten Felix Passlack (5.), Karim Adeyemi (32.), Nico Schlotterbeck (81.) und Donyell Malen (86., 88.). Düsseldorf kam durch Dawid Kownacki zum zwischenzeitlichen Ausgleich (7.).

17:56 Uhr

Nach Geburt zurück im Training: Leupolz verlängert bei Chelsea

Fußball-Nationalspielerin Melanie Leupolz wird auch in Zukunft für den englischen Meister FC Chelsea auflaufen. Wie der Verein mitteilte, verlängerte die Mittelfeldspielerin ihren Vertrag bis Sommer 2026. Die 28-Jährige war nach der Geburt ihres ersten Kindes erst vergangene Woche wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

"Ich habe hier eineinhalb Jahre gespielt und es fühlt sich so an, als ob ich noch nicht fertig wäre. Deshalb wollte ich verlängern", sagte Leupolz, die im Sommer 2020 von Bayern München zu Chelsea gewechselt war: "Ich will mehr Spiele mit dem Team, mehr Chancen, Titel zu gewinnen und ein großes Ziel ist es, die Champions League zu gewinnen."

Im März 2022 hatte Leupolz ihre Schwangerschaft bekannt gegeben, wegen der die Olympiasiegerin von 2016 auch die EM im vergangenen Sommer verpasst hatte. Ihr letztes Spiel für die Blues hat Leupolz vor über einem Jahr im Dezember 2021 bestritten.

16:58 Uhr

Kombinierer sagen zwei Weltcups innerhalb von 24 Stunden ab

Der für das kommende Wochenende geplante Weltcup der Nordischen Kombinierer im sächsischen Klingenthal ist wegen der hohen Temperaturen und des starken Regens kurzfristig abgesagt worden. Das teilte der Internationale Skiverband FIS mit. Erst gestern waren die Wettbewerbe im französischen Chaux-Neuve (20. bis 22. Januar) wegen Schneemangels gecancelt worden. Ob es einen Ersatztermin geben wird, will die FIS am Samstagmittag bekannt geben. Nach aktuellem Stand würde die Saison erst am 27. Januar mit dem Seefeld-Triple in Österreich fortgesetzt.

16:29 Uhr

Sorgenkind Preuß trainiert vier Wochen vor Biathlon-WM wieder

Biathletin Franziska Preuß hat nach einem erneuten Infekt leicht mit dem Training begonnen. Doch der Zeitpunkt für eine Rückkehr der 28-Jährigen, die beim Heim-Weltcup in Ruhpolding (11. bis 15. Januar) fehlt, ist offen. Bundestrainer Mark Kirchner sprach von einer "hartnäckigen Geschichte. Wir müssen von Tag zu Tag schauen, ob es besser wird."

Er bezog dies auch auf die ebenfalls erkrankte Vanessa Hinz. Beide seien auf jeden Fall "noch nicht so weit, dass eine Wettkampfbelastung möglich ist", ergänzte der DSV-Coach. Den beiden erfahrenen Biathletinnen läuft die Zeit bis zur Heim-WM in Oberhof (8. bis 19. Februar) immer mehr davon.

Preuß war schon bei den Wettkämpfen auf der Pokljuka/Slowenien in der vergangenen Woche und zu Saisonbeginn in Kontiolahti jeweils wegen eines Infekts ausgefallen. Nur in Hochfilzen und Le Grand Bornand konnte sie starten. Schon seit Jahren erlebt Preuß immer wieder gesundheitliche Rückschläge. Im Sommer hatte sie deshalb an ein Karriereende gedacht. Hinz hat in diesem Winter wegen Problemen in der Vorbereitung noch gar keinen Weltcup bestritten.

15:58 Uhr

"Aufs Verteidigen konzentriert": Bayern-Star will ab sofort mehr Tore schießen

Matthijs de Ligt sieht sich noch nicht an seiner Leistungsgrenze bei Bayern München angekommen. "Ich bin zufrieden mit meinem ersten halben Jahr bei Bayern", sagte der Niederländer im Trainingslager in Doha/Katar, "ich glaube aber, dass ich mich noch verbessern und mein Niveau erhöhen kann. Im ersten halben Jahr habe ich mich vor allem auf das Verteidigen konzentriert."

De Ligt war vor der Saison von Juventus Turin gekommen, zu seiner festen Ablöse von 67 Millionen Euro können bis zu 10 Millionen hinzukommen. "Mit dem Ball kann ich etwas mehr machen", sagte de Ligt zu seinen Vorhaben für die zweite Hälfte der Saison, der 23-Jährige erhofft sich unter anderem mehr Tore bei Standardsituationen. "Das ist etwas, wo ich mich verbessern kann."

15:22 Uhr

DAZN muss mit Klage wegen Preiserhöhung rechnen

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) will mit einer Sammelklage gegen die stark gestiegenen Abonnementkosten des Internet-Sportsenders DAZN vorgehen. "Die saftigen Preiserhöhungen" bei DAZN seien für Sportfans nicht nur ärgerlich, sondern ohne Zustimmung auch rechtlich nicht zulässig, hieß es in einer vzbv-Erklärung.

Die Preiserhöhungsklausel in den Verträgen der Bestandskunden ist nach Ansicht des Bundesverbands "intransparent" und "deshalb unwirksam". Nun sucht der vzbv nach DAZN-Kunden, die von der Preiserhöhung während eines laufenden Vertrags betroffen sind. Durch die Klage sollen Betroffene ihr Geld zurückbekommen.

Der Streamingdienst DAZN teilte auf Anfrage mit, bereits im Mai vergangenen Jahres ein Schreiben des vzbv erhalten zu haben. "DAZN ist nach wie vor davon überzeugt, dass seine AGB mit dem geltenden Recht in Einklang stehen." Der seit 2016 in Deutschland tätige Streamingdienst hat mehrfach die Preise erhöht, für Bestandskunden zuletzt im Sommer 2022. Die Kosten für ein Monats-Abonnement hatten sich praktisch verdoppelt und waren von 14,99 auf 29,99 Euro gestiegen.

14:45 Uhr

Nur ein Sieg seit September: Nadal macht sich keine Sorgen

Sein schwacher Saisonstart bereitet Titelverteidiger Rafael Nadal vor Beginn der Australian Open keine Sorgen. "Es stimmt, dass ich in den letzten Monaten nicht viel Tennis spielen konnte, und ich zu Saisonbeginn zwei Matches in Sydney verloren habe, aber ich bin ehrlich gesagt nicht unzufrieden mit der Vorbereitung", sagte der spanische Tennisstar eine knappe Woche vor dem Auftakt des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison der australischen Zeitung "The Age" zufolge in Melbourne. "Ich muss sicher Matches gewinnen. Aber die Vorbereitung läuft ziemlich gut. Ich trainiere viel, und ich denke, ich bin in einer guten Form."

Dem Weltranglisten-Zweiten war der Auftakt ins Jahr 2023 mit zwei Niederlagen beim neuen United Cup gegen den Australier Alex de Minaur und den Briten Cameron Norrie misslungen. Seit seinem Achtelfinal-Aus bei den US Open Anfang September gewann Nadal, der auch 2022 mit Verletzungen kämpfte, nur eine Partie.

13:37 Uhr

Platzsturm, Torwart verletzt, Spielabbruch: Rekordstrafe nach schweren Ausschreitungen

Die australische Fußball-Liga hat gegen den Klub Melbourne Victory eine Rekordstrafe nach den schweren Ausschreitungen im Dezember während des abgebrochenen Stadtderbys gegen Melbourne City verhängt. Der Verein wurde mit einer Strafe von 550.000 australischen Dollar (rund 350.000 Euro) belegt. Außerdem droht dem Klub für den Zeitraum bis zum Ende der Saison 2025/26 einen Zehn-Punkte-Abzug im Falle eines weiteren Vorfalls. Dazu gibt es diverse Zuschauerbeschränkungen für die restlichen Heim- und Auswärtsspiele in der laufenden Saison. Das abgebrochene Spiel soll im April beim Stand von 1:0 für City in der 22. Minute fortgesetzt werden.

Beim Aufeinandertreffen im Dezember waren rund 150 Fans auf das Spielfeld des AAMI Stadiums gestürmt. Dabei wurde City-Torhüter Tom Glover aus kurzer Distanz von einem Metalleimer am Kopf getroffen, wie auf einem Video in den sozialen Medien zu sehen war.

13:03 Uhr

FC Bayern bindet Nationalspielerin

Die deutsche Fußball-Nationalspielerin Carolin Simon bleibt Bayern München erhalten. Die 30 Jahre alte Verteidigerin unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2024, wie der Klub mitteilte. Simon, die 2019 von Olympique Lyon an die Isar gewechselt war, kam bislang zu 94 Pflichtspieleinsätzen und gewann mit dem FCB 2021 die Meisterschaft. Für Deutschland absolvierte Simon bislang 21 Partien, für die EM 2022 war sie jedoch nicht nominiert worden.

12:25 Uhr

"Riesige Wertschätzung": Flick verliert nach Bierhoff nächsten engen Mitarbeiter

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Tim Meyer und Oliver Bierhoff sind nicht mehr fürs DFB-Team tätig.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach sechs Weltmeisterschaften und 21 Jahren hört Tim Meyer als Teamarzt der deutschen Männer-Nationalmannschaft auf. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte, geschieht dies auf Wunsch des 55 Jahre alten Sportmediziners von der Universität Saarbrücken. Nach dem WM-Debakel von Katar und dem Rücktritt von DFB-Direktor Oliver Bierhoff verliert Bundestrainer Hansi Flick damit einen langjährigen Mitarbeiter.

"Meine Wertschätzung für den Menschen und den Mediziner Tim Meyer ist riesig. Seine Expertise und sein Know-how haben mich immer wieder verblüfft. Er wird uns fehlen als Arzt - und auch als Ratgeber sowie interessanter und kluger Gesprächspartner", sagte Flick.

"Es war eine tolle Zeit, für die ich dem Deutschen Fußball-Bund und allen Bundestrainern, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, unheimlich dankbar bin", sagte Meyer in der Verbandsmitteilung. Er gehörte schon zur DFB-Auswahl unter Teamchef Rudi Völler, dann unter Jürgen Klinsmann, Joachim Löw und Flick und war bei 289 Länderspielen dabei.

11:44 Uhr

"Das bleibt auch so!": Eintracht-Manager hat gute Nachrichten für Anhänger

Eintracht Frankfurts Sportchef Markus Krösche will auch bei hohen Millionen-Offerten aktuell keinen Star wie Stürmer Randal Kolo Muani abgegeben. "Nein. Wir haben klar gesagt, dass wir keinen Leistungsträger verkaufen wollen. Dafür gibt es keinen Grund. Das bleibt auch so", bekräftigte der Manager des Fußball-Bundesligisten im Interview des TV-Senders Sky im Trainingslager in Dubai. Der französische Vizeweltmeister hat noch einen Vertrag bis 2027 bei der Eintracht.

Vielmehr möchte Krösche auch die Ende Juni auslaufenden Kontrakte mit Mittelfeldspieler Daichi Kamada und Verteidiger Evan Ndicka verlängern. "Man wird in den nächsten Wochen sehen, wie sie sich entscheiden", sagte Krösche. "Ich verstehe, dass es für beide Spieler wichtige Zeitpunkte ihrer Karriere sind. Sie benötigen Zeit. Die bekommen sie von uns auch." Drängen wolle er sie aber nicht: "Ich bin kein Freund von Ultimaten und werde den beiden Spielern auch kein Ultimatum setzen."

10:56 Uhr

Rot für Podolski: Kultfußballer fühlte sich vom Schiri "verarscht"

Kultfußballer Lukas Podolski hat sein Meckern vor dem Platzverweis bei seinem eigenen Benefiz-Hallenfußballturnier in Gummersbach mit Frust über den Schiedsrichter begründet. "Meine Mannschaft wurde glasklar benachteiligt, das war schon krass. Und solche Ungerechtigkeiten spreche ich an. Respektvoll, aber auch deutlich", sagte der 37-Jährige der "Bild". Für ihn sei es egal, ob es sich um ein Pflichtspiel, einen Freundschaftskick oder um ein Charity-Turnier handele. "Wenn ich auf dem Platz stehe, gebe ich 100 Prozent."

"Poldi" hatte am Sonntag bei einem Spiel seines polnischen Teams Górnik Zabrze eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert und anschließend wegen seiner Äußerungen gegen den Schiedsrichter auch noch die Rote Karte gesehen. "Ich habe den Schiedsrichter weder beleidigt, noch bin ich ihm gegenüber handgreiflich geworden, so wie es einige geschrieben haben. Ich hatte die Uhr im Blick und eine zweiminütige Zeitstrafe sicher. Ein guter Moment, dem Schiri zu sagen: Wir fühlten uns von Dir verarscht." Nach Angaben Podolskis kamen bei dem Turnier 100.000 Euro für einen guten Zweck zusammen.

10:04 Uhr

Hanning hofft: Handballer sollen Renommee für deutschen Sport zurückerobern

Handball-Manager Bob Hanning sieht für seine Sportart bei der am Mittwoch beginnenden WM die Chance, "den Fußball in den Schatten zu stellen". Nach dem in vielfacher Hinsicht desolaten Auftritt des DFB-Teams bei der WM in Katar könne der Handball beim Turnier in Polen und Schweden viele neue Anhänger gewinnen und verloren gegangenes Renommee für den deutschen Sport zurückerobern, schrieb der frühere Vizepräsident des Deutschen Handballbundes Hanning in einer Kolumne für die "Bild".

"Die Menschen in Deutschland sind des Fußballs, das zeigten nicht zuletzt die abgestürzten TV-Quoten, ein Stück weit überdrüssig. Sie lechzen nach authentischen und nahbaren Profisportlern, die ohne Effekthascherei die große Bühne bei ARD und ZDF entern." Der Handball könnte dabei aus Sicht von Hanning ein Gegenstück zum Fußball bieten. "Handballer, das muss ungeachtet des sportlichen Abschneidens deutlich werden, sind kernige Typen. Ohne Maulkorb. Und mit unbändiger Gier nach neuen Erfolgen."

09:29 Uhr

"Bei uns gab es so was nicht": DHB-Kader startet nach Absagen dezimiert in die WM

Der DHB bereitet sich auf die WM vor und größtes Gesprächsthema sind die Spieler, die nicht dabei sein werden. Mal wieder muss sich Bundestrainer Alfred Gislason mit einer Reihe von Absagen arrangieren. Dementsprechend vorsichtig werden die Ziele für das Turnier formuliert.

09:04 Uhr

Tim Stützles Punkteserie in der NHL reißt

Nach sieben aufeinanderfolgenden Spielen mit je mindestens einem Scorerpunkt ist die Serie von Stürmer Tim Stützle in der Profiliga NHL gerissen.

  • Mit seinen Ottawa Senators unterlag der frühere Mannheimer den Nashville Predators zu Hause 0:3.
  • Stützle hatte in den vorherigen sieben Einsätzen insgesamt acht Tore und vier Assists verbucht. Zuletzt waren dem 20-Jährigen am vergangenen Samstag gegen die Seattle Kraken (4:8) vier Scorerpunkte gelungen.
  • Auch die übrigen deutschen NHL-Cracks gingen leer aus. Starspieler Leon Draisaitl verlor mit den Edmonton Oilers 3:6 bei den Los Angeles Kings, John-Jason Peterka kassierte mit den Buffalo Sabres in eigener Halle ein 0:4 gegen die Philadelphia Flyers.
08:32 Uhr

FC Bayern offenbar in Sorge: Ist Neuer schwerer verletzt als befürchtet?

Der FC Bayern muss die restliche Saison auf Manuel Neuer verzichten. Der Mannschaftskapitän hatte sich nach der Fußball-WM bei einem Skiunfall schwer verletzt. Wie lange muss der Torhüter wirklich pausieren? Wie "Sport1" berichtet, herrscht beim FC Bayern die Befürchtung, dass Neuer "an einer Schaftfraktur am rechten Schienbein länger ausfallen könnte als bislang prognostiziert". Welche Ausfallzeit dem 36-Jährigen in diesem Fall drohen würde, darüber macht der TV-Sender keine konkreten Angaben. Zuletzt hatte Neuer in den Sozialen Medien Optimismus verbreitet. Münchens Vorstandschef Oliver Kahn will den Weltmeister von 2014 noch nicht abschreiben. "Wir kennen Manuel: er wird alles dafür geben, um in Topform zurückzukommen. Und ein Manuel Neuer in Topform ist nach wie vor absolute Weltklasse", sagte der 53-Jährige gegenüber "Bild".

08:05 Uhr

BVB-Star Haller über Chemo-Folgen: "Symptome waren unangenehm"

Der an Hodenkrebs erkrankte Dortmunder Fußballprofi Sébastien Haller hat Einblicke in die Zeit während seiner vier Chemotherapie-Zyklen gewährt. "Jedes Mal musste ich mehrere Tage im Krankenhaus und im Bett verbringen. Die Symptome waren unangenehm. Ich habe jedes Mal viel Flüssigkeit verloren, habe dadurch auch einige Kilo weniger gewogen. Ich hatte Schluckauf und Magenprobleme, das Essen konnte ich eine Zeit lang nicht richtig schmecken", sagte der 28 Jahre alte Stürmer in einem Interview der "Bild". Der Neuzugang von Ajax Amsterdam hatte vor Saisonbeginn die Diagnose Hodenkrebs erhalten und konnte deshalb noch kein Pflichtspiel für den BVB absolvieren. Vor allem seine Familie habe ihm nach der Krebs-Diagnose geholfen, erklärte Haller. "Als ich nach Hause gekommen bin, hatte meine Frau ein paar kleine Plakate vorbereitet mit den Nachrichten meiner Familie. Mama, Papa, Bruder, Schwester. Das war eigentlich das emotionalste."

07:33 Uhr

James verletzt, Schröder schwach: Lakers verlieren

Ohne ihren angeschlagenen Superstar LeBron James haben die Los Angeles Lakers um Dennis Schröder in der NBA nach fünf aufeinanderfolgenden Siegen wieder eine Niederlage kassiert. Bei den Denver Nuggets unterlag der dezimierte Rekordmeister mit 109:122.

  • James konnte wegen Problemen am linken Knöchel nicht auflaufen, dazu fehlt weiterhin Schlüsselspieler Anthony Davis (Fußverletzung).
  • Bester Werfer der Kalifornier war Russell Westbrook mit 25 Punkten, bei Denver gelang dem zweimaligen MVP Nikola Jokic mit 14 Punkten, 16 Assists und 11 Rebounds das elfte Triple-Double der Saison.
  • Starter Schröder traf nur drei von 13 Würfen aus dem Feld, alle fünf Dreierversuche gingen daneben. Am Ende standen 14 Punkte zu Buche. LA ist im Westen mit 19 Siegen und 22 Niederlagen Tabellenzwölfter.
07:04 Uhr

Frankreichs Rekordspieler tritt aus Nationalmannschaft zurück

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Hugo Lloris spielte 145 Mal für Frankreich.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Rekordspieler Hugo Lloris hat seinen Rücktritt aus der französischen Fußball-Nationalmannschaft erklärt. Das sagte der 36 Jahre alte Torhüter und Kapitän in einem Interview mit der "L'Equipe". Lloris war im WM-Viertelfinale gegen England mit seinem 143. Länderspiel am früheren Weltmeister Lilian Thuram vorbeigezogen. Insgesamt trug er 145 Mal das Trikot der Equipe Tricolore. Bei seinem englischen Klub Tottenham Hotspur hat Lloris noch einen Vertrag bis 2024. "Es ist nicht leicht, das anzukündigen. Aber nach 14 Jahren, in denen ich dieses Trikot verteidigt habe, das ich mit großer Freude, mit Stolz, Pflicht und Verantwortungsbewusstsein getragen habe, glaube ich, dass ich am Ende angekommen bin", sagte Lloris und ergänzte: "Ich ziehe es vor, an der Spitze abzutreten, nachdem ich Frankreich zu einem Weltmeisterschaftsfinale verholfen habe."

06:24 Uhr

Krebskranker Lobinger gibt Update: "Hindernislauf an Behandlungen"

Tim Lobingers Krebs ist nicht nur zurück - er ist so aggressiv, dass es für den einstigen Stabhochspringer wohl keine Hoffnung auf Heilung gibt. Nachdem er im Herbst öffentlich über seine Erkrankung und seine Genesungschancen sprach, wurde es plötzlich still um ihn. Jetzt, nach vielen Wochen Funkstille, meldet sich der Ex-Profisportler aber mit einem Update zurück. "Die letzten Wochen und Monate waren holprig und eine Herausforderung. Ein Hindernislauf an Arbeit und Behandlungen, der mich atemlos gehalten hat", schreibt er bei Instagram. "In meinem Leben ist schon immer mehr Aufbruchstimmung angesagt. Rückblicke müssen passen und dürfen keine Kraft kosten."

Lobingers Kampfgeist ist bemerkenswert – und so konzentriert er sich vor allem auf das Positive. "Doch es sind so schöne Dinge passiert, die mir erneut viel Kraft gegeben haben. Dankbarkeit füllt mein KRAFTWERK", stellt der Familienvater klar. Dazu teilt er ein Bild von einem Raclette-Abend, das womöglich an Silvester entstanden ist. Denn abschließend heißt es: "Auf geht's im Jahr 2023."

05:55 Uhr

Missbrauch im US-Fußball: Vier Trainer lebenslang gesperrt

Nach den Ermittlungen wegen der Missbrauchsvorwürfe im US-Frauenfußball sind vier ehemalige Trainer der National Women's Soccer League lebenslang gesperrt worden. Wie die Profiliga um NWSL-Chefin Jessica Berman am Montag bekannt gab, wurden die Ex-Coaches Paul Riley, Christy Holly, Rory Dames und Richie Burke dauerhaft von der Teilnahme am Ligawettbewerb ausgeschlossen. Im vergangenen Monat hatte eine unabhängige Untersuchung zu den Missbrauchsvorwürfen im US-Frauenfußball den meisten Vereinen der NWSL "anhaltendes Fehlverhalten" bescheinigt. Die jüngste Studie, die 14 Monate lang Beschwerden analysierte, deckte systemische Versäumnisse auf, die physischen und emotionalen Missbrauch von Spielerinnen zuließen. Zwei Spielerinnen hatten in einem Artikel des Internet-Portals "The Athletic" im Oktober 2021 mutmaßliche sexuelle Übergriffe ihres Ex-Trainers Riley geschildert und damit die umfassenden Untersuchungen ausgelöst.

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