Titelverteidigerin scheidet bei den US Open aus
Titelverteidigerin Sloane Stephens ist bei schweißtreibenden 32 Grad Celsius im Viertelfinale der US Open in New York ausgeschieden. Die Weltranglistendritte aus den USA unterlag der an Position 19 gesetzten Lettin Anastasija Sevastova 2:6, 3:6. Im vergangenen Jahr hatte die 25-jährige Stephens auf dem Weg zu ihrem ersten Grand-Slam-Triumph noch gegen Sevastova gewonnen.
Die 28-Jährige zog zum ersten Mal in ihrer Karriere ins Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers ein, bei den US Open ist sie die erste Lettin unter den besten Vier. Dort trifft sie am Donnerstag entweder auf die sechsmalige Siegerin Serena Williams (USA/Nr. 17) oder die Finalistin von 2016, Karolina Pliskova (Tschechien/Nr. 8).
DFL sieht e-Sport als "neue Form des Wettbewerbs"
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wird sich der Entwicklung im e-Sport nicht verschließen. "Es ist müßig, darüber zu sprechen, ob das Sport ist", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert beim Fußballgipfel des Wochenmagazins "Die Zeit" in Frankfurt am Main: "Es ist eine neue Form des Wettbewerbs. Dann müsste man auch darüber sprechen, ob Darts oder Schach Sport sind. Die trainieren Stunden - und das machen e-Sportler auch."
Es gehöre "zur unternehmerischen Verantwortung", sich dem Thema e-Sport zu stellen. "Es wäre völlig blauäugig zu glauben, dass heute zehn- oder zwölfjährige Mädchen oder Jungen in zehn oder 15 Jahren 90 Minuten vor dem Bildschirm sitzen und sich ein nervenaufreibendes 0:0 anschauen. Das wird nicht so sein. Deshalb müssen wir uns damit befassen", so Seifert.
Aus der Bundesliga unterhalten unter anderem Schalke 04, der VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen, RB Leipzig, der VfB Stuttgart und Werder Bremen eigene Teams. Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß sträubt sich bislang vehement gegen einen eSport-Einstieg der Fußball-Abteilung.
Werder Bremen verliert Testspiel trotz Sahin-Debüt
Ein Willkommensgeschenk sieht anders aus: Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat beim Debüt von Neuzugang Nuri Sahin eine Testspiel-Niederlage hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt verlor zu Beginn der Länderspielpause in Leer gegen den niederländischen Erstliga-Aufsteiger FC Emmen 1:2 (1:1).
Den einzigen Treffer für Werder erzielte der niederländische Nationalspieler Davy Klaassen (40.). Sahin, der kurz vor Ende der Transferperiode von Borussia Dortmund gekommen war, stand in der Startelf der Bremer, die aber nicht in Bestbesetzung antraten.
FC Ingolstadt lädt Rettungskräfte zum Heimspiel ein
Das ist eine nette Geste: Der Fußball-Zweitligist FC Ingolstadt bedankt sich bei den Einsatzkräften, die am vergangenen Samstag bei der schweren Explosion auf einem Raffineriegelände in der oberbayerischen Stadt im Einsatz waren. Der FC lädt die Helfer zum Heimspiel am 21. September (18.30 Uhr im n-tv.de Liveticker) gegen den FC St. Pauli in den Audi Sportpark ein.
Eingeladen von den Schanzern sind alle Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeikräfte sowie das Technische Hilfswerk. Bei der Explosion waren mehrere Menschen verletzt worden, 2000 Anwohner mussten in Sicherheit gebracht werden. "Ich wohne in unmittelbarer Nähe zum Unglücksort und habe die Katastrophe somit nahezu live miterlebt. Wie alle Anwohner bin auch ich überaus dankbar, dass die Helfer Schlimmeres verhindern konnten", sagte Thorsten Brieger, Leiter Marketing und Merchandising beim FCI.
James: "Ich möchte eine Generation anführen"
Der dreimalige NBA-Champion LeBron James hat erneut betont, dass er mehr als nur ein Basketball-Superstar sein will. "Ich möchte inspirieren und eine Generation anführen", sagte der 33-Jährige bei seinem Besuch in Berlin gegenüber spox.com.
James, Neuzugang der Los Angeles Lakers, engagiert sich in vielen Bereichen außerhalb des Sports. Er hat Hillary Clinton im Wahlkampf unterstützt, US-Präsident Donald Trump wiederholt öffentlich kritisiert und zuletzt eine Grundschule zugunsten benachteiligter Kinder eröffnet.
"Ich glaube, es ist nicht nur für Athleten sehr wichtig, sich nicht in eine bestimmte Rolle oder Schublade zwängen zu lassen, sondern zu realisieren, dass man mehr sein kann", sagte James: "Das gilt für jede Person, egal ob Athlet oder nicht."
Dass er mittlerweile für viele Menschen ein Vorbild ist, gefällt dem 14-maligen NBA-Allstar: "Es freut mich, und es ist eine riesige Ehre, wenn einige Kollegen und Jugendliche mich als diese Figur sehen, an der sie sich orientieren können."
DFB-Frauen dominieren Färöer und lösen WM-Ticket
Mit einem standesgemäßen Kantersieg auf den Färöern haben die deutschen Fußballerinnen ihr WM-Ticket unter Dach und Fach gebracht. Durch ein abschließendes 8:0 (3:0) beim völlig überforderten Schlusslicht sicherte sich das DFB-Team als Gruppensieger die Teilnahme an der Endrunde in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli 2019).
Drei Tage nach dem wichtigen 2:0 (1:0) in Island stellte Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch eine Bestmarke ein. Mit fünf Siegen in Serie egalisierte der 67-Jährige den Startrekord von Silvia Neid aus dem Jahr 2005.
Vor 651 Zuschauern in Torshavn schossen Lea Schüller (3.), Lina Magull (25./68.), Leonie Maier (27.), Carolin Simon (58./73.) und Alexandra Popp (71./90.+2) den siebten deutschen Erfolg im achten Qualifikationsspiel heraus.
Sachsenring weiter im Motorrad-WM-Kalender
Trotz der weiterhin ungeklärten Zukunft steht der Sachsenring im provisorischen Kalender für die neue Saison der Motorrad-WM. In der vom Motorrad-Weltverband FIM veröffentlichten Liste wird der Große Preis von Deutschland als eines von 19 Rennen geführt. 2019 gibt es demnach keine Veränderung zur aktuellen Saison.
Der ADAC hatte im Juli wenige Tage vor dem diesjährigen Grand Prix bekannt gegeben, dass der deutsche Lauf 2019 nicht mehr auf dem Kultkurs stattfinden werde, da keine Einigung mit der Sachsenring Rennstrecken Management GmbH (SRM) erzielt worden sei. Der ADAC hat mit dem WM-Vermarkter Dorna einen Vertrag bis 2021 für den Deutschland-GP, der ist aber an keine Strecke gebunden. Einen neuen Stand gibt es in der Sache nicht.
Nations League bekommt eine eigene Hymne
Musik ab: Die in diesem Jahr erstmals ausgetragene Nations League erhält analog zu den beiden Klubwettbewerben Champions League und Europa League ihre eigene Hymne. Das gab die Europäische Fußball-Union bekannt.
Und wie klingt diese? Die Hymne soll "die Energie und Dynamik der Nations League" widerspiegeln.
Die Hymne ertönt, wenn die Spieler den Tunnel verlassen und auf das Spielfeld laufen und endet kurz vor den Nationalhymnen der Länder.
Giorgio Tuinfort und Franck van der Heijden haben die Hymne komponiert, aufgenommen wurde sie unter Mitwirkung des Niederländischen Rundfunkchors und des Radiophilharmonie-Orchesters der niederländischen Stadt Hilversum.
"Wir wollten ein Stück komponieren, welches die Verbundenheit und auch die Emotionen verkörpert, die einen so bedeutsamen Wettbewerb begleiten", sagte Tuinfort. Mit dem Verständnis könnte es schwer werden: Der Text ist auf Latein.
Dortmund verzichtet auf Rode und Isak für Champions League
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat Sebastian Rode und Alexander Isak nicht für die Champions League gemeldet. Der Mittelfeldspieler und der schwedische Stürmer gehören nicht zum 25-köpfigen Kader, den der BVB laut uefa.com für die Teilnahme an der Königsklasse aufführte.
Falls die Dortmunder die Gruppenphase überstehen, dürfen sie bis zum 1. Februar bis zu drei Spieler nachmelden, wobei die Kaderstärke nicht verändert werden darf.
Der 2016 für zwölf Millionen Euro vom FC Bayern München verpflichtete Rode hatte im Vorjahr verletzungsbedingt nur im Supercup vor dem Saisonbeginn gespielt und gehörte nach ausgeheilter Verletzung in dieser Saison noch nicht zum Kader. Der mehr als acht Millionen Euro teure Isak (18) kam seit Januar nicht mehr bei den Profis zum Einsatz.
Spieler auf der sogenannten B-Liste dürfen bis 24 Uhr am Tag vor dem jeweiligen Spiel gemeldet werden. Zu dieser gehören am oder nach dem 1. Januar 1997 geborene Spieler, die seit dem 15. Geburtstag während zwei aufeinander folgenden Jahren für den betreffenden Verein spielberechtigt waren. Dies trifft beim BVB zum Beispiel auf den bisher nicht gemeldeten Dzenis Burnic zu.
Isak könnte ab Januar über die B-Liste nachrutschen, da er im Januar 2017 nach Dortmund wechselte.
Nach Boykott: Ex-HSVer Jensen ist Dänemarks Interimstrainer
Der frühere Hamburger Bundesligaprofi John Jensen wird nach dem Sponsorenstreit bei der dänischen Fußball-Nationalmannschaft als Interimstrainer fungieren. Das gab der Verband DBU bekannt. Laut Medienberichten soll zudem eine Aushilfsmannschaft mit Hallenfußballern das Länderspiel am Mittwoch in der Slowakei bestreiten.
Der dänische A-Kader tritt in der Slowakei nicht an, weil die Spieler sich mit dem Fußballverband über die Ausgestaltung ihrer Verträge streiten. Die Spieler wollen die Möglichkeit haben, individuelle Sponsorenverträge abzuschließen, auch wenn diese in Konkurrenz zum Teamsponsor stehen.
Sie hatten dem DBU angeboten, den alten Vertrag noch einen Monat weiterlaufen zu lassen und die Verhandlungen zu vertagen, damit das Testspiel am Mittwoch und das Nations-League-Spiel am Sonntag gegen Wales stattfinden können. Der Verband lehnte dies jedoch ab.
Kramer als Bankdrücker: "Habe einen Hals"
Nur Ersatzspieler bei Borussia Mönchengladbach - das gefällt Ex-Fußball-Weltmeister Christoph Kramer überhaupt nicht. "Natürlich sitze ich nicht gerne draußen und habe einen Hals", sagte Kramer der "Bild"-Zeitung: "Aber das ist ja auch normal: Wenn ich irgendwann auf der Bank sitze, mich nicht mehr aufrege und das Gefühl habe, das ist mir egal, dann höre ich wirklich mit dem Fußball auf."
Gleichzeitig versprach Kramer, der im WM-Finale 2014 in der Startelf stand, keinen Ärger zu machen. "Ich werde jetzt sicher kein Fass aufmachen, ich bleibe tiefenentspannt", erklärte er: "Der Trainer wird seine Gründe haben. Er entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. An den nächsten Spieltagen kann das alles schon wieder ganz anders aussehen." Der 27-Jährige kam in den bisherigen drei Pflichtspielen noch für keine Minute zum Einsatz. Im DFB-Pokal und beim Liga-Auftakt saß er 90 Minuten auf der Bank, am 2. Spieltag gehörte er nach einem grippalen Infekt nicht zum Kader.
Biathlon-Olympiasieger Ustjugow bestreitet Dopingvorwürfe
Doping? Damit will der russische Biathlon-Olympiasieger Jewgeni Ustjugow angeblich nichts zu tun haben. "Ich weiß, dass alle meine Medaillen sauber sind. Ich werde mich verteidigen. Wenn es sein muss vor allen möglichen Gerichten", sagte der 33-Jährige dem russischen Sender match.tv.
Alle seine bisherigen Dopingproben seien negativ gewesen. Die Vorwürfe seien eine "Schande, mit der die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada internationale Föderationen benutze, um ihre politischen Probleme zu lösen".
Er und Olympiasiegerin Svetlana Slepzowa gehören laut russischen Medienberichten zu den vier russischen Biathleten, die vergangene Woche vom Weltverband IBU des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln beschuldigt wurden. Die Namen veröffentlichte unterdessen die IBU nicht, auch über mögliche Strafen ist noch nichts bekannt.
Ustjugow hatte 2010 in Vancouver Gold im Massenstart gewonnen und 2014 in Sotschi mit der Staffel. Er hat seine Karriere beendet. Auch Slepzowa, Staffelsiegerin in Vancouver 2010, ist nicht mehr aktiv.
Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten die deutschen Skijäger profitieren. Die Männerstaffel war vor vier Jahren Zweiter hinter Russland geworden und könnte bei einer Verurteilung Ustjugows womöglich noch nachträglich Gold bekommen.
Medien: Mourinho akzeptiert Bewährungsstrafe
Der portugiesische Star-Trainer José Mourinho hat offenbar in Spanien eine einjährige Gefängnisstrafe auf Bewährung wegen Steuerhinterziehung akzeptiert. Außerdem ist eine Geldbuße von 1,9 Millionen Euro fällig. Das berichtet die Zeitung "El Mundo Deportivo".
Es geht um eine Summe von 3,3 Millionen Euro, die der Teammanager von Manchester United in den Jahren 2011 und 2012 am Fiskus vorbeigeschleust hat.
Mourinho befindet sich in bester Gesellschaft, denn auch Weltfußballer Cristiano Ronaldo (jetzt Juventus Turin) und dessen argentinischer Rivale Lionel Messi (FC Barcelona) haben Steuerprobleme in Spanien. Messi wurde schon zu 21 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.
Alle Gefängnisstrafen unter zwei Jahren werden in Spanien normalerweise zur Bewährung ausgesetzt.
Im Juni 2017 war Mourinho wegen Steuerhinterziehung angeklagt worden. Zu diesem Vorwurf hatte der 55-Jährige im November 2017 vor einem Gericht in Madrid ausgesagt.
Videobeweis: Viererpack lässt Den Haag jubeln
später_Drei Traumtore und ein Elfmeter
Das Spiel gegen Excelsior Rotterdam dürfte Abdenasser el Khayati nicht so schnell vergessen. Gleich viermal trifft der Mittelfeldexperte von ADO Den Haag in den gegnerischen Kasten - und das durchaus sehenswert.
Gehirnerschütterung: Hübner darf nicht mal Videos gucken
Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim muss weiter auf die Genesung seines verletzten Innenverteidigers Benjamin Hübner warten. Der 29-Jährige kämpft seit Wochen mit einer offenbar besonders schweren Gehirnerschütterung, die er sich bereits vor einem Monat zugezogen hat.
"Es stagniert bei ihm wieder. Groß was machen können wir mit ihm nicht. Er darf auch keine Videos schauen", sagte Trainer Julian Nagelsmann mehreren Medien.
Hübner werde nun mit Nadeln behandelt, berichtete der Coach.
Besonders schwer wiegt der Ausfall des Stammspielers deshalb, weil mit Kasim Adams (Sprunggelenkverletzung) und Kevin Akpoguma (Augenhöhlenbruch) derzeit weitere Innenverteidiger ausfallen.
Schon in der Vorwoche hatte Nagelsmann die Situation bei Hübner als "dramatisch für den Jungen" beschrieben. Eine Rückkehr ins Training ist nach wie vor nicht absehbar.
Grindel: Özil-Affäre hat keinen Einfluss auf EM-Bewerbung
Die Fußball-EM 2024 soll nach Möglichkeit in Deutschland stattfinden. Da sind Nebengeräusche nur störend. Wie gut, dass DFB-Präsident Reinhard Grindel bekräftigt, dass der Knall-Rücktritt von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft seiner Meinung nach keine Auswirkungen auf die deutsche Bewerbung haben wird.
Er habe "großes Vertrauen", dass die Entscheidungsträger in der Europäischen Fußball-Union (Uefa) Özils Rassismus-Vorwürfe einschätzen und "relativieren" können, sagte Grindel der Nachrichtenagentur AFP: "Ich denke, es wird keinen Einfluss haben."
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) konkurriert bei der Vergabe durch das Uefa-Exekutivkomitee am 27. September mit der Türkei.
"Ich denke, es ist gut für den Fußball in Europa und für die Uefa, einen Ausrichter zu haben, dessen politische und ökonomische Lage stabil ist", sagte Grindel, der die Erfahrung Deutschlands in der Ausrichtung großer Turniere betonte.
Ex-Nationalspieler Gerwien ist tot
Der frühere Fußball-Nationalspieler Klaus Gerwien ist tot. Der langjährige Spieler von Eintracht Braunschweig starb nach Angaben des Vereins am Montag nach langer schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren.
Gerwien gehörte zu jener Braunschweiger Mannschaft, die 1967 überraschend deutscher Meister wurde. Schon 1963 bestritt er sein erstes von sechs Länderspielen. Einer der größten Momente seiner Karriere war, als er im Dezember 1968 per Fallrückzieher das 2:2 für die deutsche Nationalmannschaft in einem Länderspiel in Rio de Janeiro gegen Brasilien erzielte.
Nach Schiri-Wut: FCK-Fans wollen dem DFB Cornflakes schicken
Dürfen wir es schon Cornflakes-Affäre nennen? Jan Löhmannsröben vom 1. FC Kaiserslautern hat sich nach dem Spiel gegen den FSV Zwickau den Frust über den Schiedsrichter von der Seele geredet. Nun gut, freundlich war das nicht gerade, was er bei Telekom Sport sagte: "Wenn das kein Foulspiel ist. Ja leck mich am Arsch, Alter ehrlich. Man sieht, dass der Ellbogen ganz klar reingeht, dass ich ihn ins Gesicht kriege. Also wenn das ein Schiri ist, Digga. Soll der Cornflakes zählen gehen." Gestern griff dann der DFB ein - der Kontrollausschuss ermittelt gegen den Defensivspieler. Daraufhin entschuldigte sich Löhmannsröben für seine Wutrede - jedenfalls so ein bisschen: "Vielleicht war meine Wortwahl nicht optimal."
Doch die Geschichte geht noch weiter: Denn Lautern-Fans wollen nun Cornflakes an die DFB-Zentrale schicken. Das geht aus einem Schreiben der Initiatoren Peter Hammerschmidt und Matthias Gehring hervor: "Wir rufen euch auf, bis Dienstag, 11. September, möglichst viele Cornflakes-Packungen zu kaufen und diese am selben Tag bis 15 Uhr an die DFB-Zentrale nach Frankfurt zu senden." Wie der DFB darauf wohl reagieren wird? Ob Boss Reinhard Grindel vielleicht einfach eine Tüte Milch spendiert?
Drees: Strittige Videobeweis-Szenen im Stadion zeigen
Der künftige Videobeweis-Projektleiter Jochen Drees würde strittige Szenen gerne als Video in den Stadien der Fußball-Bundesliga zeigen. "Wir als Schiedsrichter wären da sehr dran interessiert, um einfach auch die Entscheidung transparent zu machen", sagte Drees in der Sendung "Heimspiel!" des Hessischen Rundfunks.
Der Unterschied zur Fußball-WM in Russland, als alle kontrollierten Entscheidungen im Bewegtbild auf den Leinwänden gezeigt wurden, sei aber, dass dies technisch nicht in allen deutschen Stadien möglich sei, so Drees. "Bei der WM war das so: Da hatte die Fifa direkten Zugriff auf die Leinwände. Das haben wir hier in Deutschland leider nicht. Aber das muss der Weg sein", erklärte der 48-Jährige.
Seit dieser Spielzeit werden Stadionbesucher auf den Anzeigetafeln mit Textbausteinen informiert. "Das kann nur der Anfang sein", verdeutlichte Drees.
Ronaldo-Transfer treibt Serie-A-Gehälter in die Höhe
Weltfußballer Cristiano Ronaldo ist Schuld: Sein Transfer von Real Madrid zu Juventus Turin hat die Gehälter in der italienischen Serie A in die Höhe getrieben. Die Kosten für Spieler-Gagen werden in der Saison 2018/19 ein Rekordhoch von 1,129 Milliarden Euro erreichen. Das geht aus einer Studie der "Gazzetta dello Sport" hervor.
In der Saison 2017/18 hatten die Serie-A-Klubs noch 955 Millionen Euro für die Spieler ausgegeben, in der Saison 2014/15 waren 849 Millionen Euro aufgebracht worden.
31 Millionen Euro netto soll CR7 pro Spielzeit bis Ende seines Vertrags bei Juve 2022 einstreichen. Er führt das Ranking der bestbezahlten Serie-A-Kicker mit deutlichem Vorsprung an.
Dahinter folgt AC-Mailand-Neuzugang Gonzalo Higuain, der nach der Trennung von Juventus von den Mailänder 9,5 Millionen Euro netto pro Saison erhalten soll. Platz drei belegt Juves Starstürmer Paulo Dybala mit geschätzt sieben Millionen Euro.
DBB-Kapitän Benzing verlässt Würzburg
Nationalmannschaftskapitän Robin Benzing wechselt zum türkischen Basketball-Erstligisten Besiktas Istanbul. Das gab Lumani 10.7, die Agentur des Forwards, bei Facebook bekannt. Benzing hatte in der vergangenen Saison für den Bundesligisten s.Oliver Würzburg gespielt und eine Option zum Ausstieg aus seinem Vertrag genutzt.
"Ich freue mich auf die Herausforderung, mit Besiktas Istanbul den nächsten Schritt in meiner Karriere zu gehen. Es wird ein spannendes Jahr mit hohen Ambitionen in der türkischen Liga und natürlich auch in der Champions League", sagte der 133-malige Nationalspieler.
Der 29-Jährige fehlt wegen des Wechsels am Wochenende beim Supercup in Hamburg. Benzing bedankte sich bei den Verantwortlichen des Deutschen Basketball Bundes (DBB), die es ihm ermöglicht hätten, "schnell zu reagieren und nach Istanbul zu reisen, um meinen neuen Job anzutreten".
DFL-Boss schließt Bundesliga-Spiele außerhalb Deutschlands aus
Gute Nachricht für Fußball-Fans: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat die Verlegung von einzelnen Bundesliga-Partien ins Ausland ausgeschlossen. "Wir werden niemals ein Punktspiel außerhalb Deutschlands spielen", sagte der 49-Jährige beim Fußballgipfel des Wochenmagazins "Die Zeit" in Frankfurt am Main.
Zuletzt hatte die spanische La Liga angekündigt, ein Spiel pro Saison in den USA austragen zu wollen. Dabei geht es vor allem um die Steigerung der Vermarktungschancen.
Für Seifert wäre eine ähnliche Entscheidung der Deutschen Fußball Liga (DFL) ein Zeichen "mangelnden Respekts" den Fans und der US-Liga (MLS) gegenüber. "In den USA brauchen sie niemanden, um den Fußball zu promoten", sagte Seifert: "Das ist eine Grenze, die wie nicht überschreiten werden."
Müller: "Bewusster vor Ilkay Gündogan stellen"
Mehr #zsmmn: Fußball-Nationalspieler Thomas Müller hat seinem in der Erdogan-Affäre in die Kritik geratenen Teamkollegen Ilkay Gündogan die volle Unterstützung zugesagt. "Gerade jetzt wollen wir noch mehr das Zeichen setzen, dass wir zusammenhalten, und deswegen wollen wir uns noch bewusster vor Ilkay Gündogan stellen", sagte Müller bei Sport1.
Man habe bei Gündogan "ja gesehen, dass ihn das Ganze mitgenommen und verunsichert hat - auch auf dem Platz", führte der Profi des FC Bayern weiter aus: "Wir als Mannschaft wollen ihn noch mehr unterstützen, sodass er seine unglaubliche Qualität und Kreativität, die er letztes Jahr in der Premier League und auch die Jahre zuvor gezeigt hat, auch bei uns in der deutschen Nationalmannschaft zeigen kann."
Deutschlands Hochsprung-Europameister plant Zweitkarriere
Da hat sich einer etwas vorgenommen: Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko will künftig auch im Weitsprung starten.
"Ich werde versuchen, im Weitsprung die deutsche Qualifikationsweite von 7,40 Metern für die Hallen-DM anzugreifen. Ich werde im Winter viel für den Weitsprung trainieren", sagte der 26-Jährige aus Leverkusen dem Sportbuzzer.
Auf die Frage, ob das nicht seine Ziele im Hochsprung gefährde, antwortete Przybylko: "Ich glaube, dass ich im Hochsprung davon profitieren werde. Andere Sportler haben das auch gemacht. Das andere Training, die andere Sportart lenkt ab." Er müsse sich "auf andere Sachen konzentrieren und habe nicht mehr nur das Eine im Kopf. Ich glaube, dass ich so auch Fortschritte im Hochsprung mache", sagte Przybylko.
Bei der EM in Berlin hatte er vor gut drei Wochen den Titel geholt und am Sonntag beim Istaf ebenfalls im Olympiastadion mit Platz zwei seine Freiluft-Saison beendet.
Sein großes Ziel bleibe aber der deutsche Hochsprung-Rekord von 2,38 Metern. "Das ist ein Muss! Wenn ich irgendwann mit den Legenden des Sports genannt werde, wäre das geil. Dann hätte ich wirklich was geleistet", so Przybylko.
Federer-Sensation und DFB-Neustart - das wird heute wichtig
Guten Morgen, werte Leserinnen und Leser!
Es ist die Überraschung des Morgens: Roger Federer scheitert schon im Achtelfinale der US Open. Der Titelfavorit unterliegt dem australischen Außenseiter John Millman. Ebenfalls Endstation Achtelfinale heißt es für Philipp Kohlschreiber. Der Deutsche, der sensationell seinen jüngeren Teamkollegen Alexander Zverev bezwungen hatte, verliert gegen den Japaner Kei Nishikori.
Gestern Abend hätte es fast eine Fußball-Premiere gegeben: Den ersten Sieg des 1. FC Magdeburg in der 2. Bundesliga. Doch daraus wurde nichts, weil Gegner Holstein Kiel spät aufdrehte und noch mit 2:1 gewann.
Und heute so?
DFB-Team: Bei der Pressekonferenz vor dem Nations-League-Auftakt gegen Frankreich stellen sich heute Manuel Neuer, Thomas Müller und Julian Brandt den Fragen (12.30 Uhr im n-tv.de Livestream sowie bei den TV-Kollegen von n-tv).
DFB-Frauen: In der WM-Qualifikation hat die Mannschaft von Interimstrainer Horst Hrubesch gerade nochmal so den Kopf aus der Schlinge gezogen. Heute geht's gegen die Auswahl der Färöer (17 Uhr).
Fußball: Beim Uefa-Trainerforum trifft sich ab 14 Uhr die Elite - mit dabei sind etwa Thomas Tuchel, Carlo Ancelotti und José Mourinho.
Handball: Am 3. Bundesliga-Spieltag kommt es zu folgenden Duellen DHfK Leipzig - SG BBM Bietigheim, HSG Wetzlar - SC Magdeburg, Füchse Berlin - SG Flensburg-Handewitt und THW Kiel - TBV Lemgo Lippe (alle ab 19 Uhr)
Mein Name ist Anja Rau, lassen Sie uns gemeinsam in den Sport-Tag starten. Auf die Plätze, fertig, los!
Olympia in Japan - Angst vor brutaler Hitze
Olympia bei brutaler Sommerhitze? Eine Debatte über die Einführung der Sommerzeit zwingt Japans Organisatoren der Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu Alternativen.
Sollte sich die Regierung aus Sorge über die brutale Sommerhitze für eine Zeitumstellung um zwei Stunden entscheiden, würden die Wettbewerbe entsprechend früher beginnen als bislang geplant.
Um auf diesen Fall vorbereitet zu sein, werde man zwei Zeitpläne erstellen, sagte Sport-Direktor Koji Murofushi bei einem Vorbereitungstreffen der internationalen Presse in Tokio.
Auslöser der laufenden Debatte ist eine Hitzewelle, der in diesem Jahr mehr als 130 Menschen zum Opfer fielen. Zehntausende mussten in Krankenhäuser gebracht werden.
Die Olympischen Spiele in Tokio finden vom 24. Juli bis zum 9. August 2020 und damit genau inmitten der heißesten Zeit des Jahres statt. Eine Umstellung der Uhren um zwei Stunden so kurz vor den Spielen würde einen gigantischen technischen und logistischen Aufwand in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt bedeuten.
Kritiker befürchten zudem, dass die Japaner dann nicht nur am frühen Morgen, sondern auch noch bis in den späten Abend hinein arbeiten und sich die ohnehin schon langen Arbeitszeiten in Japan damit noch mehr ausweiten würden.
NFL-Protestauslöser Kaepernick wird Nike-Werbestar
Der frühere Football-Quarterback Colin Kaepernick, der vor gut zwei Jahren die Nationalhymnen-Proteste im US-Sport ausgelöst hatte, ist Teil der neuesten Werbekampagne des Sportartikelherstellers Nike.
Wie der US-Sportsender ESPN berichtete, ist der 30-Jährige einer von mehreren Athleten, mit denen Nike das 30. Jubiläum des Markenmottos "Just Do It" (Mach es einfach) feiern wird.
Kaepernick, der zuletzt 2016 für die San Francisco 49ers in der amerikanischen Profi-Liga NFL spielte, postete ein Foto der neuen Werbekampagne auf seinen sozialen Kanälen. Das Foto zeigt eine Nahaufnahme von Kaepernicks Gesicht mit dem Werbeschriftzug: "Glaube an etwas, auch wenn das heißen sollte, alles andere zu opfern".
Neben dem ehemaligen NFL-Spieler sind unter anderem auch Odell Beckham Jr. (American Football), Serena Williams (Tennis) und LeBron James (Basketball) Teil der Kampagne. Kaepernick wird seit 2011 von Nike gesponsert.
"Wir glauben, Colin ist einer der inspirierendsten Sportler seiner Generation, der die Plattform Sport dazu nutzte, um die Welt zu verbessern", sagte Gino Fisanotti, der nordamerikanische Marken-Vizepräsident für Nike, dem Sender ESPN.