Donnerstag, 08. November 2018: Der Sport-Tag bei n-tv.de

Heute mit Judith Günther, Christoph Wolf und Anja Rau

22:46 Uhr

"Hervorragende Arbeit": Hitzfeld nimmt Löw in Schutz

Hitzfeld und Löw kennen sich seit Langem.
Hitzfeld und Löw kennen sich seit Langem.(Foto: imago/Sven Simon)

Die Personaldebatte schwelt weiter: Ottmar Hitzfeld, der frühere Erfolgstrainer des FC Bayern München und von Borussia Dortmund, hat sich für Vertrauen in Fußball-Nationaltrainer Joachim Löw ausgesprochen.

  • "Ich finde, dass Joachim Löw hervorragende Arbeit geleistet hat mit der deutschen Nationalmannschaft", sagte der 69-Jährige in einem Interview des SWR.
  • "Er hat es sich verdient, dass man ihm vertraut, auch wenn es mal schlechter läuft."
  • Löw sei sehr akribisch und habe mit der Nationalmannschaft "einen schönen Stil entwickelt", sagte Hitzfeld. "Jetzt hat er gerade eine schwere Phase, aber ich denke, Joachim Löw hat die richtigen Weichen gestellt, indem er jetzt mehr auf junge Spieler setzt." Deutschland sei derzeit im Umbruch. Hitzfeld sei davon überzeugt, "dass wir in zwei Jahren bei der EM wieder eine entscheidende Rolle mitspielen können, denn das Potential ist da."
  • Löw war mit der DFB-Elf bei der WM in Russland bereits in der Vorrunde ausgeschieden, in der Nations League droht vor der Partie gegen die Niederlande am 19. November in Gelsenkirchen der Abstieg.
22:24 Uhr

Ehrhoff erteilt dem DEB eine Absage - vorerst

(Foto: imago/Hartenfelser)

Keine Option für den Eishockey-Bund: Olympia-Silbermedaillengewinner Christian Ehrhoff hat den Job als Generalmanager des Eishockey-Nationalteams ausgeschlossen.

  • Der 36 Jahre alte langjährige NHL-Spieler betonte am Rande des Deutschland Cups in Krefeld, erst einmal Abstand nehmen zu wollen. "Ich will es nicht grundsätzlich ausschließen. Ich möchte aber erst einmal ein Jahr Auszeit nehmen. Das werde ich auch tun", sagte Ehrhoff bei Sport1 und Telekomsport.
  • Der ehemalige Nationalmannschaftskapitän hatte nach den Olympischen Winterspielen seine Karriere beendet.
  • Als Nachfolger für den scheidenden Bundestrainer Marco Sturm kommt Ehrhoff nicht infrage, da er keine Trainerlizenz besitzt.
  • Verbandschef Franz Reindl hatte zuvor aber angedeutet, die Ämter des Generalmanagers und Bundestrainers womöglich zu trennen.
  • Seit 2015 hatte Sturm beides gemacht. Der 40-Jährige wechselt nach dem Deutschland Cup als Assistenztrainer zu den Los Angeles Kings in die nordamerikanische Profiliga NHL.
22:05 Uhr

Bayern Basketballer siegen überragend in Euro League

Läuft bei den Bayern.
Läuft bei den Bayern.(Foto: imago/Jan Huebner)

Dank einer überragenden Leistung hat der deutsche Basketball-Meister Bayern München in der EuroLeague den dritten Sieg im sechsten Spiel gefeiert. Der Bundesliga-Spitzenreiter setzte sich in einer Neuauflage des Euro-Cup-Halbfinales souverän mit 116:70 (54:35) gegen Darüssafaka Istanbul durch und hat nun eine ausgeglichene Bilanz in der Königsklasse.

Gegen die Türken, die bereits die vierte Niederlage in Folge kassierten, punkteten gleich fünf Bayern-Spieler zweistellig. Beste Werfer des Teams von Trainer Dejan Radonjic waren Devin Booker (18 Punkte), Nihad Dedovic (16) und Petteri Koponen (16). Am siebten Spieltag der EuroLeague sind die Münchner am 16. November (Freitag, 20.30 Uhr/Telekom Sport) gegen den russischen Spitzenklub ZSKA Moskau gefragt. Zuvor geht es am Sonntag in der Bundesliga gegen den Tabellenvierten EWE Baskets Oldenburg (18 Uhr/Telekom Sport).

21:40 Uhr

Sturm-Abschied startet mit einer Niederlage

Verlässt das Team Deutschland: Trainer Marco Sturm.
Verlässt das Team Deutschland: Trainer Marco Sturm.(Foto: imago/ActionPictures)

Zum Auftakt des Abschiedsturniers für Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm ist die Revanche für das Olympia-Endspiel gegen Russland misslungen. Die deutsche Auswahl unterliegt 3:4 (0:1, 3:1, 0:1) nach Verlängerung in Krefeld beim Deutschland Cup gegen die nur noch mit einem Olympiasieger angetretene Sbornaja.

  • Tore der Silbermedaillengewinner Leo Pföderl (21. Minute/29.) und Frank Mauer (40.) sind zu wenig. Für Vorjahressieger Russland treffen Nikolay Dedimow (17.), Dimitri Judin (24.), Andrej Tschibissow (51.) und Artjom Semtschjonok in der Overtime.
  • Zuvor hatte die Schweiz die Slowakei mit 3:2 besiegt.
  • Gegen die Eidgenossen am Samstag (13.30 Uhr) und am Sonntag zum Abschluss gegen die Slowakei (14.30 Uhr/beide Sport1 und Telekomsport) wird Sturm das Nationalteam zum vorerst letzten Mal betreuen. Danach wechselt der 40-Jährige als Assistenztrainer zu den Los Angeles Kings in die nordamerikanische Profiliga NHL. Wer Nachfolger wird, ist noch unklar.
21:20 Uhr

Chelsea und Lazio folgen Frankfurt in K.-o.-Runde

Neben Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt haben in der Europa League auch Lazio Rom und der FC Chelsea die K.o.-Runde erreicht. Lazio siegte gegen Vorjahresfinalist Olympique Marseille 2:1 (1:0) und ist damit in Gruppe H als Zweiter mit neun Punkten hinter der Eintracht (12) sicher weiter. Die Treffer für Rom erzielte Marco Parolo (45.) und Joaquin Correa (55.), für OM war Florian Thauvin erfolgreich (60.).

Chelsea verbuchte in Gruppe L mit dem 1:0 (0:0) bei Bate Borisow den vierten Sieg im vierten Spiel. Das Tor des Abends markierte Weltmeister Olivier Giroud (52.).

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20:57 Uhr

Biathlon-Königin Dahlmeier kann wieder trainieren

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Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier hat rund drei Wochen vor dem Weltcup-Auftakt im Biathlon das Training aufgenommen. Ein auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichtes Video zeigt die 25-Jährige leicht joggend auf einem Laufband. "Die ersten Schritte zurück ins Training", schrieb Dahlmeier zu dem Clip.

  • Die Biathlon-Königin hatte Mitte Oktober mitgeteilt, wegen eines geschwächten Immunsystems auf unbestimmte Zeit mit dem Leistungssport aussetzen zu müssen. Wann die siebenmalige Weltmeisterin wieder voll belastbar sein wird, steht unverändert nicht fest.
  • Dahlmeier, die bei den Winterspielen in Pyeongchang Gold in Sprint und Verfolgung gewonnen hatte, erlitt im Juli bei einem Radunfall eine Schnittverletzung am Oberschenkel. Kurz danach musste sie wegen einer Weisheitszahn-OP kürzertreten, zuletzt setzte sie ein langwieriger Infekt außer Gefecht.
  • Klaus-Jürgen Marquardt, Mannschaftsarzt des Deutschen Skiverbandes, hatte im Oktober betont, dass die unterschiedlichen gesundheitlichen Probleme der vergangenen Monate zusammen dazu geführt hätten, dass Dahlmeiers Immunsystem ziemlich geschwächt sei. Hohe Intensitäten, große Trainingsumfänge oder Stress seien daher "absolut kontraproduktiv".
  • Das erste Rennen des Winters findet in gut drei Wochen im slowenischen Pokljuka (2. bis 9. Dezember) statt.
20:15 Uhr

Bayern-Boss Hoeneß spricht von Rückzug

(Foto: imago/VIADATA)

Umbruch in München? Der Präsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, bietet Platz für Spekulationen. Beim "sächsischen Wirtschaftsdialog saxxess" spricht er von seinem Rückzug, berichtet die "Bild".

"Ich mache diesen Job noch zwei, drei Jahre und will meinem Nachfolger eine volle Kasse übergeben. Dann können sie mit dem Geld machen, was sie wollen", sagte Hoeneß, dessen Präsidiumsamt noch bis November 2019 läuft. Wer könnte sein Nachfolger werden? Namen nennt der 66-Jährige nicht, aber: "Der Nachfolger sollte jemand sein, der eine menschliche Seite hat. Und einer, der aus dem Fußball kommt."

Hoeneß fürchtet schwierige Entscheidungen: "Wir müssen die eierlegende Wollmilchsau suchen." Und fügt an: "Wenn ich wüsste, der oder der kann das, würde ich nächstes Jahr aufhören."

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19:53 Uhr

Everton muss für Transferregel-Verstoß blechen

Anreize für Nachwuchsspieler und deren Familien? Werden in der Premier League hart bestraft, wie der FC Everton nun zu spüren bekommt.

  • Die Toffees wurden mit einer Geldstrafe von 500.000 Pfund (rund 574.000 Euro) belegt, nachdem Klubverantwortliche einem Nachwuchsspieler und dessen Familie Anreize geboten hatten, um bei Everton zu unterschreiben.
  • Zudem darf der Klub aus Liverpool in den nächsten 18 Monaten keinen Akademiespieler eines anderen Klubs aus den oberen vier englischen Ligen verpflichten.
  • "Wir sind extrem enttäuscht über einige der Praktiken, die nicht mit den Werten des Everton Football Club vereinbar sind", teilte der Klub mit. Man habe bereits Maßnahmen getroffen, um zu verhindern, dass sich derartige Vorgänge wiederholen werden.
19:07 Uhr

Hamilton rechnet nicht mit Lauda-Comeback zum F1-Finale

(Foto: imago/LAT Photographic)

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton geht derzeit eher nicht von einer Rückkehr Niki Laudas an die Rennstrecke noch in diesem Jahr aus. "Wenn er dabei ist, dann wäre das natürlich toll", sagte der Mercedes-Pilot über Spekulationen, Lauda könne nach seiner Lungentransplantation eventuell schon beim Saisonfinale in Abu Dhabi (25. November) wieder dabei sein: "Aber ich erwarte es nicht, und das kann niemand von ihm erwarten." "Man tauscht nicht mal eben eine Lunge aus, Niki hat viel Gewicht verloren", fuhr Hamilton fort und sprach von einer "Nahtoderfahrung".

Der frühere Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte nach einem Telefonat mit Lauda zuletzt Gerüchte über die baldige Rückkehr des Aufsichtsratsbosses des Mercedes-Werksteams angeheizt. Lauda hatte sich wohl infolge einer verschleppten Sommergrippe am 2. August der Transplantation unterziehen müssen, seine Lunge war seit dem schweren Feuerunfall am 1. August 1976 auf dem Nürburgring schon schwer geschädigt. Im Oktober wurde Lauda aus dem Allgemeinen Krankenhaus (AKH) in Wien entlassen, die behandelnden Ärzte machten ihm dabei Hoffnung auf "eine fast normale Lebensqualität. Er wird wieder fliegen können, wieder zu Rennen fahren, Auto fahren", erklärte Dr. Peter Jaksch.

Der dreimalige Weltmeister muss allerdings Medikamente einnehmen und benötige weiterhin viel Geduld in der Reha. Lauda wird wie alle Transplantationspatienten weiter durch das Team des AKH betreut.

18:32 Uhr

PSG räumt ethnisch diskriminierende Rekrutierung ein

(Foto: imago/ZUMA Press)

Beim französischen Fußball-Meister Paris Saint-Germain wurden über Jahre diskriminierende Formulare bei der Rekrutierung junger Talente verwendet. "Paris Saint-Germain bestätigt, dass zwischen 2013 und 2018 Formulare mit illegalem Inhalt von der Rekrutierungsabteilung verwendet wurden", schreibt der Klub. Zuvor hatte unter anderem die investigative Internetzeitung "Mediapart" im Rahmen der Football Leaks berichtet. Auf den Formularen, mit denen die Rekruter gearbeitet haben, waren Optionen wie "Französisch", "Maghrebinisch", "Westindisch" oder "Schwarz-Afrikanisch" vorgegeben. Nur: Die Erhebung ethnischer Daten von Personen ist in Frankreich verboten.

In der Mitteilung heißt es, dass die Formulare allein auf die Initiative der verantwortlichen Abteilung hin erstellt worden seien. PSG hat nach eigenen Angaben eine interne Untersuchung Anfang Oktober eingeleitet. Die Formulare seien ausschließlich außerhalb des Großraums Paris verwendet worden, so der Klub. Der Kampf gegen alle Formen der Diskriminierung sei eine grundlegende Verpflichtung von PSG, heißt es weiter.

18:03 Uhr
17:20 Uhr

Pogba verpasst ManUnited-Maschine und fliegt mit Fans zurück

Zu viel gefeiert? Ne, Pogba hat einfach zu wenig getrunken.
Zu viel gefeiert? Ne, Pogba hat einfach zu wenig getrunken.(Foto: imago/Insidefoto)

Autogramme, Selfies und dann auch noch eine Dopingkontrolle: Frankreichs Weltmeister Paul Pogba hat nach dem 2:1-Erfolg von Manchester United bei seinem Ex-Klub Juventus Turin den Rückflug mit der Mannschaft verpasst. Der Franzose flog daher eine Stunde später als geplant in einer Charter-Maschine auf die britische Insel, mit an Bord waren Offizielle und auch Fans des Traditionsklubs. Das Flugzeug landete noch in der Nacht in Manchester.

Vielleicht hätte es Paul Pogba trotz der zusätzlichen "Belastungen" noch rechtzeitig zum Flieger geschafft. Doch bei der Kontrolle konnte Pogba nicht "liefern". Erst nach mehreren Wasserrationen klappte es. Als er mit dem Taxi am Flughafen ankam, war es schon zu spät.

16:47 Uhr

Freiburgs Torgarantie fällt erneut aus

Weiter malade: Freiburg-Stürmer Nils Petersen.
Weiter malade: Freiburg-Stürmer Nils Petersen.(Foto: dpa)

Der SC Freiburg muss im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 ein weiteres Mal auf Nationalspieler Nils Petersen verzichten. "Dass Nils nicht spielen kann, tut weh", sagte Trainer Christian Streich am Donnerstag. Ob er am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Sturm wie beim 1:1 gegen den FC Bayern München auf Tim Kleindienst und Lucas Höler setzen wird, ließ Streich allerdings offen: "Tim und Lucas haben es in München gut gemacht, aber gegen Mainz wird es ein anderes Spiel, auch von der Herangehensweise."

Neben Petersen (muskuläre Probleme) werden auch Lukas Kübler (Muskelfaserriss) und Florian Niederlechner (Sprunggelenkverletzung) weiterhin fehlen.

16:10 Uhr

Videobeweis steht vor Blitzeinführung in Champions League

Bislang gibt es für die Champions-League-Schiedsrichter keine technischen Hilfen.
Bislang gibt es für die Champions-League-Schiedsrichter keine technischen Hilfen.(Foto: imago/ActionPictures)

Möglicherweise kommt der Videobeweis noch in dieser Saison erstmals in der Champions League zum Einsatz. Das berichtet die BBC und verweist darauf, dass die Europäische Fußball-Union (Uefa) schon seit Wochen darüber diskutierte den eigentlich erst für die kommende Saison geplanten Start vorzuziehen. Die Entscheidung könnte demnach schon Anfang Dezember bei der nächsten Sitzung des Uefa-Exekutivkomitees bekannt gegeben werden.

In der Königsklasse war es zuletzt zu mehreren Fehlentscheidungen gekommen. Erst am Mittwoch hatte Manchester City gegen Schachtjor Donezk einen Foulelfmeter erhalten, als Englands Nationalspieler Raheem Sterling nach einem Tritt in den Rasen zu Fall gekommen war.

Video

15:42 Uhr

Ramos empört mit Ellenbogencheck - und entschuldigt sich

Entspannter Abend für Ramos - nicht so sehr für seinen Gegenspieler.
Entspannter Abend für Ramos - nicht so sehr für seinen Gegenspieler.(Foto: imago/Alterphotos)

Sergio Ramos und Ellenbogenschlag, das kommt einem doch irgendwie bekannt vor? Richtig. Diesmal ist allerdings eine Sache anders. Real Madrids Kapitän hat sich nämlich für seinen rüden Körpereinsatz im Spiel gegen Viktoria Pilsen (5:0) bei seinem Gegenspieler Milan Havel entschuldigt. "Fußball lehrt dich viele Dinge. Ich hätte heute nicht so in den Zweikampf gehen dürfen", schrieb der 32-Jährige auf Twitter und ergänzte: "Es war nicht meine Absicht, dich zu verletzen. Gute Besserung!"  Ramos hatte Havel in einem Laufduell mit dem Ellenbogen getroffen, der Tscheche ging daraufhin mit blutender Nase zu Boden und wurde kurz vor der Pause ausgewechselt. Schiedsrichter Deniz Aytekin ahndete die Situation nicht.

Ramos ist für seine harte Spielweise bekannt. Im Champions-League-Finale gegen den FC Liverpool (3:1) Ende Mai war Liverpools Offensivstar Mohamed Salah nach einem Sturz durch eine Ringkampf-Einlage des Spaniers zunächst ausgewechselt worden, der deutsche Keeper Loris Karius erlitt später durch einen Ellenbogenschlag von Ramos eine Gehirnerschütterung.

15:10 Uhr

Biathlon-Weltcup boykottiert Russland bis 2022

Nach dem Skandal um mutmaßliches russisches Staatsdoping werden bis mindestens 2022 keine Biathlon-Wettkämpfe in Russland stattfinden. Das gab der Weltverband IBU bei der Veröffentlichung der Wettkampfkalender für die Saisons 2020/2021 und 2021/2022 bekannt. Auch in der Ende November beginnenden neuen Saison gibt es keine russischen Austragungsorte. Die IBU vergibt Wettkämpfe nur an Länder, die dem Code der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada entsprechen. Das ist bei den Russen nach wie vor nicht der Fall. Nach dem Dopingskandal hatte der russische Verband RBU im Dezember 2017 den Status als ordentliches IBU-Mitglied verloren, wird seitdem als provisorisches Mitglied ohne Stimm-, Wahl- und Vorschlagsrecht geführt. Zuletzt waren die Russen beim IBU-Kongress im September mit ihrem Bestreben nach einer vollumfänglichen Rückkehr gescheitert.

14:35 Uhr

IOC-Ehrenmitglied zittert vor Olympia-Referendum

Mit großer Sorge blickt IOC-Ehrenmitglied Gian Franco Kasper auf das schleppende Bewerberverfahren um die Olympischen Winterspiele 2026. "Ich hoffe, dass wir am Ende noch einen Kandidaten haben", zitierte die "Neue Zürcher Zeitung" den Schweizer: "Ich habe vor jedem neuen Referendum Angst", sagte Kasper mit Blick auf die Bürgerbefragung am kommenden Dienstag in Calgary, die über die Fortsetzung der Bewerbung um die Spiele 2026 entscheidet. Calgary, Gastgeber der Winterspiele von 1988, bewirbt sich neben Stockholm und Mailand mit Cortina d'Ampezzo um die Spiele 2026. Auch die Kampagnen aus Schweden und Italien gelten als unsicher.

Deshalb brachte Kasper einen Notfallkandidaten ins Gespräch. Demnach erwägt das IOC laut Kasper, mangels Alternativen erneut auf Salt Lake City zurückzugreifen, den Ausrichter von 2002. Einer möglichen Not-Bewerbung aus Argentinien räumt der Präsident des Ski-Weltverbandes FIS keine Chancen ein. Das dortige Nationale Olympische Komitee erstellt derzeit eine Machbarkeitsstudie für eine Bewerbung mit Buenos Aires und Ushuaia in Feuerland.

13:57 Uhr

WM-Entwarnung: Zverevs Schulter spielt mit

Trotz seiner jüngsten Schulterbeschwerden rechnet Tennisprofi Alexander Zverev für die ATP-WM in der kommenden Woche in London nicht mit Problemen. "Ich hoffe nicht. Ich denke nicht", sagte der 21 Jahre alte Tennisprofi aus Hamburg dem "Münchner Merkur" und der "Berliner Zeitung" auf die Frage, ob die jüngste Verletzung seinen Start bei den ATP World Tour Finals gefährden könne. Beim Masters-Series-Turnier in Paris hatte Zverev in der vergangenen Woche im Viertelfinale gegen den Russen Karen Chatschanow 1:6, 2:6 verloren und danach über Schmerzen geklagt. Während der Partie musste er minutenlang behandelt werden.

In der WM-Gruppenphase trifft der Weltranglisten-Fünfte auf den Serben Novak Djokovic, den Kroaten Marin Cilic und John Isner aus den USA. In der anderen Gruppe spielen Roger Federer (Schweiz), Kevin Anderson (Südafrika), Dominic Thiem (Österreich) und Kei Nishikori (Japan). Zverevs Ziel für den Saisonabschluss: "Einfach noch mal gutes Tennis zeigen, und wenn ich gut spiele, dann ist alles möglich."

13:20 Uhr

Matthäus wirft Bayern-Bossen schwere Fehler vor

(Foto: imago/Team 2)

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus führt die aktuellen Probleme bei Bayern München auf Fehler der Bosse zurück und vermisst eine klare Handschrift von Trainer Niko Kovac. Der deutsche Fußball-Rekordmeister habe sowohl in der Mannschaft, als auch in der Führungsriege einen Umbruch versäumt, sagte er im Interview dem Sport-Informationsdienst.

  • Die Münchner hätten "in der Chefetage einen Jüngeren einbauen sollen mit größerer Verantwortung als sie Hasan Salihamidzic hat", sagte Matthäus. Borussia Dortmund, am Samstag (18.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) im Bundesliga-Topspiel Gegner der Bayern, biete in vielerlei Hinsicht das Gegenbild zu seinem früheren Verein. "Dortmund hat im Sommer die richtigen Veränderungen vorgenommen, auf dem Platz und außerhalb", sagte Matthäus: "Viele haben ja gelacht oder zumindest geschmunzelt über die Verpflichtung von Matthias Sammer oder Sebastian Kehl, aber da ist hoher Sachverstand dazugekommen." Beide seien "Glücksgriffe".

Mehr zur Matthäus-Analyse lesen Sie gleich auf n-tv.de. Außerdem haben wir hier noch die Einschätzung vom Reporterkollegen Gabel:

Video

 

12:38 Uhr

Sterling erntet nach dreister Schwalbe Hohn und Spott

(Foto: REUTERS)

Der englische Fußball-Nationalspieler Raheem Sterling hat sich für seine Schwalbe im Champions-League-Spiel von Manchester City gegen Schachtjor Donezk entschuldigt. "Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich habe keinen Kontakt gespürt und möchte mich beim Schiedsrichter entschuldigen", sagte der 23-Jährige nach dem 6:0-Sieg seiner Citizens bei BT Sport.

Sterling war in der 24. Minute beim Stand von 1:0 auf das Tor zugelaufen, trat mit seinem linken Bein in den Rasen und ging daraufhin zu Boden. Schiedsrichter Viktor Kassai gab einen Elfmeter, den Gabriel Jesus sicher verwandelte. Sterling musste in den sozialen Netzwerken Hohn und Spott über sich ergehen lassen. "Kann Sterling seine Karriere nach dem Brutalo-Foul überhaupt noch fortsetzen?", fragte ein Nutzer, ein anderer meinte: "Böses Foul vom ungemähten Rasen."

Und hier gibt’s die Entstehung des Witzelfmeters noch einmal zum Anschauen:

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11:55 Uhr

Schock für FC Bayern: Supertalent Batista verletzt sich schwer

(Foto: imago/foto2press)

Kennen Sie Oliver Batista Meier? Nein? Nun, spätestens in ein bis zwei Jahren dürfte der 17-Jährige den meisten Lesern ein Begriff sein. Der Deutsch-Brasilianer gilt als Riesentalent und soll eines Tages bei den Profis mitkicken. Nun muss der Youngster aber erst einmal einen herben Rückschlag wegstecken.

Beim 2:0-Erfolg der Bayern-Nachwuchsspieler in der Youth League gegen AEK Athen erlitt Meier nach Informationen von Sport1.de einen Knöchelbruch. Er sei bei einem Schussversuch von seinem Gegenspieler am Sprunggelenk des linken Beins erwischt worden, heißt es weiter. Er sollte noch gestern Abend operiert werden.

Meier hatte im Juli 2017 die Fritz-Walter-Medaille in Silber in der U17-Kategorie erhalten und spielte in dieser Saison bereits im Regionalliga-Team mit.

11:18 Uhr

Leno kritisiert "Vollidioten" und Kritik an Investoren

Leno hat spätestens seit seinem Wechsel in die Premier League einen anderen Blick auf das Thema Investoren.
Leno hat spätestens seit seinem Wechsel in die Premier League einen anderen Blick auf das Thema Investoren.(Foto: imago/PA Images)

Nationaltorhüter Bernd Leno vom englischen Erstligisten FC Arsenal hat den in Deutschland fehlenden Respekt gegenüber Investoren im Fußball bemängelt. "Ja, hier denke ich: Wie blöd sind wir eigentlich, dass wir in Deutschland die ganze Zeit nur von Werksklub, Kommerz, RB, Bayer oder Hopp in Hoffenheim reden?", sagte der 26-Jährige im Interview mit dem "Kicker".

  • In England gebe es gefühlt in jedem Klub einen oder mehrere Investoren und trotzdem keine derartigen Diskussionen. Jeder Mensch dürfe zwar seine eigene Meinung zu Entwicklungen haben, "aber es geht um Respekt, und der ist teilweise komplett verloren gegangen", sagte Leno, der vor der Saison von Bayer Leverkusen nach London gewechselt war und dort seit der Verletzung von Stammtorhüter Petr Cech zwischen den Pfosten steht.
  • Als positives Beispiel für einen Investor führte Leno den verstorbenen Klubbesitzer von Leicester City, Vichai Srivaddhanaprabha, an. "Ihn haben beispielsweise alle geliebt und falls nicht, dann respektiert", sagte der gebürtige Bietigheimer. Einen ähnlichen Umgang mit generösen Geldgebern wünscht sich Leno auch in Deutschland.
  • "In Deutschland meinen einige Vollidioten, die für mich keine Fans sind, in jedem Spiel gegen Hoffenheim Dietmar Hopp aufs Übelste beleidigen zu müssen. Einen Mann, der mit extrem viel Geld soziale Projekte und die Gesellschaft fördert. Das ist einfach nur schade", sagte Leno.
10:45 Uhr

Gab es bei Man City schmutzige Gehaltsdeals mit Al Jazira?

(Foto: imago/LaPresse)

Football Leaks, die … wievielte eigentlich? Egal. Es gibt neue Enthüllungen und einen alten Bekannten: Manchester City. Wie der "Spiegel" berichtet, hat sich Roberto Mancini als Teammanager des Klubs offenbar Teile seines Gehalts über einen Klub in Abu Dhabi auszahlen lassen.

  • Der heutige italienische Nationaltrainer schloss demnach an einem Tag gleich zwei Verträge ab: einen als City-Coach, einen als Berater des Al Jazira Sports and Cultural Club in der Arabian Gulf League. Hinter beiden Klubs stand Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan.
  • "Wir haben hier ein paar Zahlungen, die von Al Jazira getätigt werden müssen", schrieb dem Bericht zufolge ein City-Mitarbeiter im September 2011 an seine Kollegen: "Wir müssen die Gelder an ADUG überweisen, und ADUG wird es dann an Al Jazira weiterleiten." Hinter dem Kürzel ADUG verbirgt sich die Abu Dhabi United Group, Citys Holding.
  • Der Spiegel schließt daraus, dass Mancini sich "zu diesem Zeitpunkt also offenbar einen Teil seines Trainergehalts auf Umwegen über Al Jazira bezahlen" ließ und das angebliche "Consulting" des arabischen Vereins womöglich nur ein Vorwand war.
  • Man City, das keine Fragen zu dem Thema beantworten wollte, erklärte in einem Statement, dass der Klub die Fragen nicht kommentieren werde und sprach von einem "organisierten und eindeutigen Versuch, den Ruf des Vereins zu schädigen".
10:06 Uhr

Hoeneß spricht über Bayern-Arroganz und Wut-PK

Video

So, aus dem vorangehenden Eintrag sind wir Ihnen noch die Auflösung schuldig: Wie arrogant ist der FC Bayern? Bitte, Uli Hoeneß: "Wir sind nicht so arrogant, wie ihr alle glaubt. Die Meisterschaft würden wir immer gerne haben, aber wenn es mal nicht so ist, wird der FC Bayern auch nicht untergehen."

So, so. Nach dem Spiel in der Champions League gegen AEK Athen sagte der Präsident außerdem, er habe mit einem Jahr ohne Titel wirklich überhaupt keine Probleme. Im Vergleich zur Beschimpfungspressekonferenz vor wenigen Wochen legte Hoeneß also eher leise Töne an den Tag. Das ändert allerdings nichts daran, dass er seinen Auftritt jederzeit in der Form wiederholen würde. Einzige Abstriche: Die Wortwahl. "Das ein oder andere Wort, das ich gebraucht habe, würde ich nicht noch einmal machen. Das hat mir sehr leidgetan. Juan Bernat beleidigt zu haben, seine Spielweise in einem Spiel. Das würde ich so nicht mehr machen", so Hoeneß.

Mehr zum Bayern-Kick und Hoeneß lesen Sie übrigens hier.

09:25 Uhr

Buli-Klubs in der EL, wie arrogant ist der FC Bayern?

Hallo und willkommen zum Sport-Tag.

Hoeneß startet sowas wie eine Charme-Offensive.
Hoeneß startet sowas wie eine Charme-Offensive.(Foto: imago/Thomas Frey)

Der FC Bayer hat sich gestern Abend in Richtung K.-o.-Runde gerumpelt - zwei Tore von Robert Lewandowski sorgen dafür, dass der deutsche Fußball-Rekordmeister einigermaßen entspannt dem Liga-Gipfel gegen Borussia Dortmund entgegenblickt. In Anbetracht der nicht wirklich "Bayern-like"-Leistung der vergangenen Wochen backt Präsident Uli Hoeneß trotzdem (und womöglich vorsorglich) ungewohnt kleine Brötchen. Er verrät außerdem, warum der FC Bayern gar nicht so arrogant ist wie alle immer behaupten. Mehr dazu gleich.

Wir blicken vorher kurz auf die Europa League, in der drei deutsche Vertreter antreten:

Um 18.55 Uhr spielt Eintracht Frankfurt gegen Apollon Limassol, um 21 Uhr geht es dann quasi nahtlos weiter mit den Partien zwischen RB Leipzig und Celtic Glasgow sowie mit Bayer Leverkusen gegen den FC Zürich.

Weil ansonsten sportlich wirklich nicht so viel los ist, verraten wir Ihnen noch, dass der FC Bayern in der Basketball-Europa-League spielt, und zwar gegen Darussafaka Istanbul (20 Uhr). Im Eishockey startet zudem der Deutschland-Cup, los geht’s mit dem Match gegen Russland (19 Uhr).

Außerdem lege ich Ihnen die Geschichte des Kollegen Heiko Oldörp ans Herz. Der hat aufgeschrieben, wie ein Vater seinen Sohn auf die NFL-Karriere trimmte. Dringende Leseempfehlung - und spätestens wenn "EQ" St. Brown den ersten Touchdown fängt, werden wir herausgefunden haben, wie genau man eigentlich Equanimeous ausspricht. Versprochen. In dem Sinne: Kommen Sie gut durch den (Sport)-Tag.