IOC warnt Box-Verband: Olympia-Aus möglich
Der Boxsport muss weiter um seine olympische Zukunft bangen. Da es "keine klar ersichtlichen Bemühungen" des Box-Weltverbands IBA um die von der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees geforderten Reformen gebe, finde Boxen weiter keine Aufnahme ins Olympia-Programm von Los Angeles 2028. Das teilte das IOC mit und sprach von "sehr ernsthaften Sorgen".
Hintergrund der Maßnahmen gegen die IBA sind Manipulationen von Kampfurteilen und das undurchsichtige Finanzgebaren des Verbands.
Die IBA habe bislang keine neuen Einkommensquellen gefunden und sei weiter abhängig von Geld des russischen Energieriesen Gazprom, befand das IOC.
Der Dachverband hatte die IBA bereits 2019 suspendiert und dem Boxverband jüngst erneut die Zuständigkeit für die Qualifikation und die olympischen Wettbewerbe bei den Sommerspielen 2024 in Paris entzogen.
Grausige Szenen im Kölner Block: Fans beschimpfen Hooligans
Vor dem Match zwischen dem 1. FC Köln und OGC Nizza kommt es im Stadion zu heftigen Krawallen. Handyvideos halten die aggressive Stimmung fest, Köln-Sprechchöre sind zu hören. Die Identifikation der Täter laufe zur Zeit, so die Polizei.
Deutschen Basketballern droht Ausfall eines Spielers
Die deutschen Basketballer bangen vor dem EM-Achtelfinale am Samstag (18 Uhr/MagentaSport und im ntv.de-Liveticker) gegen Montenegro weiter um den Einsatz von Nick Weiler-Babb. Den Profi von Bayern München plagen Schulterprobleme, seine Situation werde "jeden Tag" neu bewertet, sagte Bundestrainer Gordon Herbert nach dem Umzug nach Berlin.
Der gebürtige US-Amerikaner wird aktuell von seinen Münchner Vereinsärzten durchgecheckt, Herbert erwartet am Freitag mehr Klarheit. Weiler-Babb hatte bereits im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn (106:71) gefehlt. Herbert hatte zudem Kapitän Dennis Schröder und Daniel Theis geschont, beide sind aber für das K.-o.-Spiel in der Berliner Mercedes-Benz Arena am Samstag einsatzbereit.
"Mir fallen nur Schimpfwörter ein": FC-Geschäftsführer Keller will Randalierer "entsorgen"
Vor dem Europapokal-Match zwischen dem 1. FC Köln und OGC Nizza kommt es im Stadion zu schweren Randalen. Pyrotechnik fliegt, Menschen stürmen das Stadium, ein Köln-Fan fällt vom Oberrang der Tribüne. FC-Geschäftsführer Christian Keller ist sichtlich entsetzt.
"Serena verkörpert das Göttliche": Wie Petkovic über sich selbst urteilt
Serena Williams und Andrea Petkovic haben bei den diesjährigen US Open Abschied von der großen Tennis-Bühne genommen, doch sie werden auf höchst unterschiedliche Weise in Erinnerung bleiben - das zumindest glaubt Petkovic selbst. "Serena verkörpert das Göttliche. Das ist ihr Vermächtnis", schrieb die 34-Jährige in einer "Zeit"-Kolumne: "Ich verkörperte das durch und durch Menschliche."
Ihre 16-jährige Tenniskarriere hätte "aus Irrfahrten und Punktlandungen" bestanden, schrieb Petkovic: "Ich lebte, wie wir alle leben. Ich versuchte mein Bestes, Tag für Tag, und an den meisten Tagen scheiterte ich. Fiel in den Dreck, suhlte mich darin und im Selbstmitleid und stand am nächsten Morgen wieder auf und begann von vorn."
Ihr eigenes Vermächtnis komme ihr zwar "im Vergleich zu einer goldenen Superfrau mickrig" vor. Doch mit ihrer Grand-Slam-Abschiedsvorstellung bei den US Open, wo sie in der ersten Runde in drei Sätzen gegen Olympiasiegerin Belinda Bencic verlor, ist Petkovic zufrieden: "Am Tag meines letzten Matches erhob die Tennisspielerin in mir noch mal das Haupt."
Im September fallen die Trainer: VfL-Coach Reis redet "Schicksalsspiel" klein
Bochums Trainer Thomas Reis macht sich vor dem richtungweisenden Spiel beim FC Schalke 04 nach eigenen Angaben keine Sorgen um seinen Job. Er mache sich aus mehreren Gründen keine Gedanken, sagte der 48-Jährige am Donnerstag. "Zum Ersten ist noch keine Niederlage eingetreten. Zum Zweiten haben wir ganz deutlich gesagt, wie der weitere Ablauf ist: Dass wir uns im November zusammensetzen." Dass die Partie ein "Schicksalsspiel" sein soll, sei nicht vom Verein gekommen, sagte Reis.
Nach fünf Niederlagen in den ersten fünf Partien in dieser Saison in der Fußball-Bundesliga ist der VfL Bochum Tabellenletzter. Reis steht daher sportlich unter Druck. Zudem einigte er sich bisher nicht mit dem VfL auf eine Verlängerung seines 2023 auslaufenden Vertrags und soll Medienberichten zufolge im Sommer mit Schalke verhandelt haben. Die Vertragsgespräche in Bochum sollen laut Reis in der WM-Pause fortgesetzt werden.
"Wir haben in drei Jahren so viel aufgebaut", sagte Reis. "Das muss für uns auch ein großer Pluspunkt werden, dass wir gemeinsam aus dieser Misere, in der wir uns im Moment befinden, rauskommen. Da spielt mein Name keine Rolle. Es geht um den Verein. Wir haben einfach Bock und genießen einfach dieses Derby."
Randale in Nizza: Kölns Europapokal-Spiel steht offenbar auf Kippe
Das Spiel in der Europa Conference League des 1. FC Köln bei OGC Nizza steht offenbar auf der Kippe. Im Stadion gab es Schlägereien zwischen den Fan-Lagern, es flogen Böller und sogar E-Scooter. Ein FC-Fan ist zudem von der Tribüne gestürzt.
50 bis 100 Köln-Anhänger sollen Berichten zufolge in Richtung der Heim-Fans gestürmt sein, der Stadionsprecher drohte mit einer Absage des Spiels.
Noch ist nicht klar, ob das Spiel überhaupt angepfiffen wird.
Weltmeister Verstappen träumt von Krönung im Königlichen Park
Weltmeister Max Verstappen strebt in Monza seinen ersten Sieg beim Formel-1-Klassiker an. "Ich fahre immer gerne in Monza, ich denke, wir können dort konkurrenzfähig sein, und ich hoffe auf ein gutes Ergebnis", sagte der Red-Bull-Pilot vor dem Großen Preis von Italien (Sonntag, 15 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) auf der Hochgeschwindigkeits-Strecke im Königlichen Park.
"Wenn man sich das bisherige Jahr ansieht, waren wir auf den Geraden schnell, und ich denke, das wird auch an diesem Wochenende so sein", sagte Verstappen, der mit einem Sieg der Titelverteidigung wieder ein gutes Stück näher kommen würde. Der Niederländer hat die letzten vier Rennen gewonnen, bei zehn der bisher 15 Grand Prix stand er ganz oben auf dem Treppchen.
Verstappen hat mittlerweile 109 Punkte Vorsprung auf "Verfolger" Charles Leclerc (Ferrari). Das bedeutet, dass der 24-Jährige in den letzten sieben Rennen nur vier zweite Plätze und einen fünften Platz braucht, um seinen Titel zu verteidigen - vorausgesetzt Leclerc gewinnt jedes Rennen und holt die Bonuspunkte.
Lothar Matthäus schätzt deutsche EL- und ECL-Chancen ein
Mit Union Berlin, dem SC Freiburg und dem FC Köln reist viel deutsche Fußballtradition in die europäischen Wettbewerbe EL und ECL. Lothar Matthäus schätzt zum Start der Wettbewerbe ein, wie die Erfolgschancen der drei Klubs stehen.
Strafversetzung: Schumachers Chancen in Monza schwinden
Mick Schumacher hat noch vor dem ersten Formel-1-Training zum Großen Preis von Italien einen weiteren Dämpfer hinnehmen müssen. Im Haas-Rennwagen des 23-Jährigen muss das Getriebe ausgewechselt werden, wie sein Team erklärte.
Weil dies vor Ablauf der Frist von sechs aufeinanderfolgenden Rennwochenenden erfolgt, in denen mit demselben Getriebe gefahren werden muss, wird er mindestens fünf Positionen in der Startaufstellung zum Rennen am Sonntag (15 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) nach hinten rücken müssen.
Ausgerechnet Rose: BVB-Trainer Terzic trifft auf Vorgänger und Nachfolger
Vizemeister Borussia Dortmund geht mit Vorfreude und Optimismus ins Duell mit seinem Ex-Trainer Marco Rose. "Ich freue mich, dass Marco zurück ist, dass er einen neuen Job gefunden hat. Mit so einem schnellen Wiedersehen haben wir wohl beide nicht gerechnet", sagte Trainer Edin Terzic vor dem Bundesliga-Duell bei RB Leipzig am Samstag.
Die bisher geleistete Vorbereitung auf das Spiel beim DFB-Pokal-Sieger ist damit allerdings nur noch die Hälfte wert. "Das verändert ein bisschen was. Die Videos habe ich geschaut, bevor Domenico Tedesco entlassen wurde", sagte Terzic. "Marco und ich haben uns immer sehr eng ausgetauscht. Wir werden uns stärker auf uns selbst konzentrieren."
Personell gibt es beim BVB noch nicht die erhoffte Entspannung. "Donyell Malen und Karim Adeyemi steigern jeden Tag ihr Pensum, sie absolvieren Teile des Trainings. Es geht bei ihnen darum, wie hoch das Risiko wäre, dass sie sich wieder schwerer verletzen", sagte Terzic. "Ähnlich sieht es auch bei Thorgan Hazard aus. Das wird für Samstag eng werden."
Startplatzstrafe: Hamilton erleidet Rückschlag schon vor Auftakt in Monza
Mercedes-Star Lewis Hamilton muss beim Formel-1-Klassiker in Monza (Sonntag, 15 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) wohl vom Ende des Feldes ins Rennen gehen. Am Silberpfeil des Rekordweltmeisters muss die Antriebseinheit gewechselt werden, wie der Rennstall mitteilte. Wie viele Startplätze der Brite genau verliert, ist noch offen.
Jedem Piloten stehen für die Saison drei Antriebseinheiten zur Verfügung - wer mehr benutzt, erhält eine Strafe. Da in Monza gleich mehreren Fahrern Strafen drohen, könnte es bei der Startaufstellung wie zuletzt Chaos geben.
Nach Aus bei US Open: Pegula trinkt Bier "auch gegen die Schmerzen"
Nach ihrer Viertelfinal-Niederlage bei den US Open hat sich Tennisspielerin Jessica Pegula bei der anschließenden Pressekonferenz einen Schluck aus einer Bierdose genehmigt.
"Ich versuche, für die Dopingprobe zu pinkeln", erklärte die US-Amerikanerin und fügte lächelnd an: "Obwohl es mir auch hilft, die Niederlage zu verschmerzen."
Die Veranstalter des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres posteten ein Video der Szene aus der Pressekonferenz auf Twitter und schrieben dazu: "Jessica Pegula ist wie wir alle nach einem harten Arbeitstag." Pegula hatte zuvor das Halbfinale durch ein 3:6, 6:7 (4:7) gegen die Weltranglisten-Erste Iga Swiatek aus Polen verpasst.
Wirbel um Sporthilfe: Bundesfinanzhof weist Klage eines Olympia-Teilnehmers ab
Fördergelder der Deutschen Sporthilfe an einen Leistungssportler können vom Finanzamt als gewerbliche Betriebseinnahmen besteuert werden. Der Bundesfinanzhof (BFH) wies mit diesem Urteil die Klage eines Olympia-Teilnehmers ab und bestätigte eine Entscheidung des Thüringer Finanzgerichts.
Wie der BFH mitteilte, hatte der Sportler 2014 als "Gewerbebetrieb" Betriebseinnahmen aus Sponsoren- und Ausrüsterverträgen in Höhe von 30.571 Euro und Betriebsausgaben von 12.369 Euro gemeldet. Die Zahlung der Deutschen Sporthilfe in Höhe von 6517 Euro als Prämie für seine Platzierung bei den Olympischen Spielen und die Kader-Förderung ordnete er dagegen den sonstigen Einkünften zu und stellte ihnen Werbungskosten in gleicher Höhe gegenüber. Das Finanzamt erkannte diese Werbungskosten jedoch nicht an. Das Thüringer Finanzgericht und der BFH bestätigten dies.
Die Zuwendungen der Sporthilfe seien vom Leistungsniveau und der Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen abhängig gewesen und wiesen einen wirtschaftlichen Bezug zur betrieblichen Tätigkeit als Sportler auf. Die sportbedingten Aufwendungen seien bereits als Betriebsausgaben des Gewerbebetriebs steuerlich berücksichtigt worden, eine weitere Berücksichtigung in pauschaler Form gebe es nicht.
Nach Schock-Aus für Tuchel: Jetzt soll Potter Chelsea verzaubern
Der FC Chelsea hat einen Tag nach der Trennung von Trainer Thomas Tuchel laut einem Medienbericht schon einen Nachfolger gefunden. Wie der Sender Sky Sports berichtete, sind sich die Londoner mit dem Briten Graham Potter einig. Der 47-Jährige, der aktuell noch als Coach beim Premier-League-Konkurrenten Brighton & Hove Albion unter Vertrag steht, war am Mittwoch zu Gesprächen nach London gereist, nachdem sein bisheriger Arbeitgeber dafür Grünes Licht gegeben hatte.
Potter ist seit 2019 Trainer der "Seagulls", die in der Tabelle aktuell zwei Plätze und drei Punkte vor Chelsea liegen. Zuvor hatte der ehemalige Profi von Stoke City und West Bromwich Albion sieben Jahre den schwedischen Club Östersunds FK trainiert. Von 2018 bis 2019 war er Trainer von Swansea City. Nach Potters mündlicher Zusage muss sich Chelsea noch mit Brighton einig werden. Nach Informationen des "Mirror" liegt die Ablösesumme für den Wunschtrainer bei umgerechnet rund 23 Millionen Euro.
Chelsea hatte sich nach einem durchwachsenen Saisonstart am Mittwoch überraschend von Tuchel getrennt, der noch einen Vertrag bis zum Sommer 2024 hatte. Die Londoner hatten zuvor auch ihr Auftaktmatch in der Champions League verloren. Der Grund für die Trennung soll nach übereinstimmenden Medienberichten allerdings Tuchels angespanntes Verhältnis zur Clubführung und zu einigen Spielern gewesen sein.
Bundesliga-Klub fürchtet Bayern-Spiel: "Wir werden leiden müssen"
Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart stellt sich vor seinem Gastspiel beim Serienmeister Bayern München auf unangenehme 90 Minuten ein. "Wir werden leiden müssen", sagte Trainer Pellegrino Matarazzo mit Blick auf das Duell am Samstag.
Um darauf sowie auf die Sperren von Luca Pfeiffer und Josha Vagnoman zu reagieren, erwägt er einen Systemwechsel. "Es ist möglich, dass wir in der Defensive mit einer Viererkette spielen. Da haben wir diese Woche ein paar Sachen ausprobiert", sagte der Coach.
Grundsätzlich sei ein Spiel beim Rekordchampion aber immer auch eine "Chance zu zeigen, was wir draufhaben und dass wir in München bestehen können", betonte Matarazzo (44): "Jeder kann sich mit Weltklasse-Einzelspielern messen und zeigen, dass wir mithalten können."
Den Abgang von Weltfußballer Robert Lewandowski sieht Matarazzo nicht zwingend als Schwächung der Bayern. "Mit Sadio Mané sind sie vorne noch flexibler, das macht sie ein Stück variabler", sagte er, "das hat man auch gegen Inter gesehen."
RB Leipzig in Aufruhr: Neu-Trainer Rose baggert an Max Eberl
Der neue Trainer Marco Rose wünscht sich beim DFB-Pokal-Sieger RB Leipzig eine erneute Zusammenarbeit mit Manager Max Eberl. "Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Klub sich um ihn bemüht. Ich würde mich sehr freuen, wenn das funktioniert", sagte Rose bei seiner Vorstellung am Donnerstag. "Dann hätte ich einen Mann an meiner Seite, der mir und uns gut tun würde."
Rose und Eberl kennen sich aus Gladbacher Zeiten. Zunächst aber will der neue Leipziger Trainer RB aus der Lethargie rütteln. "Das ist die Kernaufgabe, mit viel Energie und Power die Stimmung umzudrehen und wieder Ergebnisse zu holen", sagte der 45-Jährige.
Eine neue Stabilität "heißt nicht, dass wir uns jetzt nur noch hinten reinstellen werden", betonte Rose, der den erst am Mittwoch entlassenen Domenico Tedesco ersetzt. "Die müssen wir uns über mehr Aktivität holen. Wir wollen hinten stabiler werden, indem wir vorne mehr Druck auf den Ball bringen."
Thomas Müller mit Pferde-Geständnis: "Stilistisch ist das zu hinterfragen"
Nationalspieler und Pferdezüchter Thomas Müller hält sich selber für keinen besonders guten Reiter. "Ich kann mich auf einem Pferd halten, aber stilistisch ist das Ganze noch deutlich zu hinterfragen", sagte der Fußball-Star des FC Bayern München dem "Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt" im Interview.
Bei der Dressur wiederum reizt Müller "die Suche nach Perfektion in der Kommunikation zwischen Pferd und Reiter. Dass das schön aussieht und trotzdem mit enormer Körperspannung funktioniert. Das miteinander zu erarbeiten, das fasziniert mich. Und beim Springen kann ich mir vorstellen, dass das einen gewaltigen Adrenalinkick gibt. Da brauchst koan Espresso vorher", sagte der 32-Jährige, dessen Frau Lisa Dressurreiterin ist.
Das Paar lebt auf Gut Wettlkam im Süden Münchens. "Als Züchter bin ich noch sehr jung, die besten Pferdezüchter sind meistens Mitte 80 und das hat seinen Grund. Erstens mal die Erfahrung, und zweitens braucht es Zeit, um seine Vorstellungen dann auch umsetzen zu können", sagte Thomas Müller.
Sensations-Comeback und US-Open-Rekord: Alcaraz steht in New York im Halbfinale
Carlos Alcaraz trennen nach einem sensationellen Comeback-Sieg nur noch zwei Erfolge von seinem ersten Grand-Slam-Coup und dem sicheren Sprung an die Spitze der Weltrangliste. Das 19 Jahre alte spanische Toptalent entschied ein Viertelfinale auf Weltklasse-Niveau gegen den Italiener Jannik Sinner mit 6:3, 6:7 (7:9), 6:7 (0:7), 7:5, 6:3 in 5:14 Stunden für sich. Dabei wehrte Alcaraz im vierten Satz einen Matchball ab.
Die Partie sorgte für großes Aufsehen und auch für einen Rekord. Erst um 2:50 Uhr Ortszeit war sie beendet - später als jedes Match bei den US Open zuvor.
Für Alcaraz stand bisher die Bestmarke bei Majors beim Erreichen des Viertelfinals - sowohl in New York im vergangenen Jahr als auch in diesem Sommer in Paris schaffte er dies. Nun geht es dank seiner herausragenden Kämpferqualitäten am Freitag im Duell mit Publikumsliebling Frances Tiafoe aus den USA um den Finaleinzug.
Was für ein Gerücht: Bei McLaren verabschiedet, bei Mercedes der neue Hamilton?
Die "Silly Season" der Formel 1 ist eigentlich schon vorbei, das Fahrer-Roulette in diesem Jahr sorgt aber weiterhin für wilde Gerüchte. Das neuste: Mercedes liebäugelt mit einer Verpflichtung von Daniel Ricciardo. Wie die britische "Daily Mail" exklusiv erfahren haben will, denken Toto Wolff und Co. darüber nach, den Australier nach der Formel-1-Saison 2022 unter Vertrag zu nehmen. Ricciardo wurde vor wenigen Wochen von McLaren vor die Tür gesetzt und wäre demnach verfügbar.
Hinter einer möglichen Ricciardo-Verpflichtung steckt dem Bericht zufolge ein größerer Plan. Demnach soll der 33-Jährige für die Saison 2023 zunächst "nur" als Reservefahrer verpflichtet werden. 2024 könnte er dann das Cockpit von Lewis Hamilton übernehmen, sollte sich der Rekord-Weltmeister zu einem Rücktritt entscheiden.
Laut einer namentlich nicht genannten Quelle, die von der "Daily Mail" zitiert wird, würde Ricciardo den Silberpfeilen quasi als eine Art Absicherung dienen, damit das Team von einem Hamilton-Rücktritt nicht kalt erwischt wird und plötzlich ohne zweiten Fahrer dasteht.
Dass sich Ricciardo selbst mit einer Rolle als Ersatzfahrer anfreunden könnte, erklärte der Routinier zuletzt in Zandvoort. "Ich will nicht zu stolz sein und sagen, dafür bin ich zu gut", sagte der Noch-McLaren-Pilot. Er wolle sich "alles anhören" und dann schauen, "was Sinn macht".
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Mick Schumacher schiebt Frust: "Wird ein hartes Wochenende"
Mick Schumacher rechnet sich beim Formel-1-Klassiker in Monza (Sonntag, 15 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) kaum Chancen auf die nächsten WM-Punkte aus. "Es wird ein hartes Wochenende, aber es gibt nun mal diese Art von Strecken, auf denen unser Auto nicht so gut funktioniert, wie wir es gerne hätten", sagte der Haas-Pilot mit Blick auf den Großen Preis von Italien.
Schumachers Rennstall erwartet starke Leistungen und Punkte für einen neuen Vertrag in der kommenden Saison. In Zandvoort zuletzt fuhr Schumacher stark, doch zwei völlig verpatzte Boxen-Stopps brachten ihn um jede Chance auf eine Top-Ten-Platzierung. In Monza sind die Voraussetzungen ganz andere, die Strecke wird dem VF-22 wohl nicht liegen.
"Alle Hochgeschwindigkeits-Rennstrecken mit geringem Abtrieb liegen unserem Auto nicht. In diesem Jahr sind wir nicht in der Lage, auf diesen Rennstrecken zu kämpfen", sagte Teamchef Günther Steiner. Aber: "Wir versuchen immer, unser Bestes zu geben, man weiß ja nie, ob es nicht vielleicht doch regnet. Man muss immer 100 Prozent geben, man kann nie sagen, dass es ein schlechtes Rennen sein wird. Wenn wir wissen, dass es eine Herausforderung sein wird, arbeiten wir härter."
Lewandowski kann nur historisch: Champions-League-Rekord!
Robert Lewandowski ist bereit für die Rückkehr zu den Bayern - und wie! In seinem ersten Champions-League-Spiel für den FC Barcelona schoss der Pole sich mit einem Dreierpack (34. Minute/45.+3/67.) für das Duell mit den Münchnern am nächsten Dienstag warm. Lewandowski glänzte am Mittwochabend beim lockeren 5:1 der Katalanen gegen Viktoria Pilsen.
Der 34-Jährige ist damit nun der erste Spieler in der Geschichte der Königsklasse, dem für drei verschiedene Vereine jeweils mindestens ein Dreierpack geglückt ist. Zuvor hatte er das schon für den FC Bayern und Borussia Dortmund geschafft.
"Robert ist unersättlich", schwärmte sein Trainer Xavi nach der Partie. "Mir gehen die Lobeshymnen aus, weil es nicht nur die Tore sind. Auch wie er spielt, wie er das Tempo des Spiels beherrscht." Die Bayern dürften also spätestens jetzt gewarnt sein. In seinen ersten fünf Pflichtspielen für Barça hat Lewandowski nun acht Tore erzielt. Die weiteren Tore gegen Pilsen schossen übrigens Franck Kessié (13.) und Ferran Torres (71.).
Philipp Lahm beendet Katar-Boykott
Philipp Lahm würde unter bestimmten Bedingungen doch zur umstrittenen Fußball-WM Ende des Jahres nach Katar reisen. "Ich bin nicht in der Delegation des DFB, also habe ich nicht den Auftrag, und als Tourist werde ich nicht hinreisen. Wenn ich aber eine Funktion habe, eine klare Agenda oder eine Aufgabe als Turnierdirektor der EM 2024, dann werde ich nach Katar reisen", sagte der Weltmeister-Kapitän von 2014 im Interview der "Schwäbischen Zeitung". "Wenn es meinem Job hilft, dann werde ich hinreisen. Wenn es einen bestimmten Grund gibt, weil es mir als Turnierdirektor hilft, dann werde ich das auch tun."
Lahm hatte vor wenigen Wochen noch eine Reise zur WM ausgeschlossen. Er sei "nicht scharf darauf, als Fan hinzufliegen", hatte er dem "Kicker" gesagt: "Da verfolge ich das Turnier lieber von Zuhause aus." Katar steht wegen der umstrittenen Menschenrechtssituation und der Arbeitsverhältnisse auf den WM-Baustellen in der Kritik.
Lahm ist bei der Heim-EM 2024 Turnierdirektor. "Die Welt schaut vier Wochen auf Deutschland und diese Aufmerksamkeit müssen wir nutzen. Wir als demokratisches Land müssen vier Wochen lang klar unsere Werte, für die wir einstehen, zeigen", sagte Lahm. "Das ist unsere Aufgabe. Wenn ich mir heutzutage die Lage in Europa anschaue, dann ist das eine große Möglichkeit."