Donnerstag, 11. Februar 2021Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau, David Bedürftig & Till Erdenberger
21:15 Uhr

Rassismusvorfall: Uefa eröffnet Verfahren gegen Schiedsrichter

Nach dem Rassismusvorfall beim Champions-League-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Basaksehir Istanbul hat die Europäische Fußball-Union ein Verfahren gegen zwei rumänische Schiedsrichter eröffnet. Wie die UEFA mitteilte, werde gegen Sebastian Constantin Coltescu und Octavian Sovre wegen eines möglichen Verstoßes gegen Artikel 11 der Disziplinarregeln ermittelt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung durch den UEFA-Ethik- und Disziplinarinspektor. Weitere Informationen gebe es, sobald die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA "zu gegebener Zeit" eine Entscheidung getroffen habe.

Am 8. Dezember 2020 war das Spiel zwischen dem französischen Meister und dem türkischen Club abgebrochen worden. Der Vierte Offizielle soll den Istanbuler Co-Trainer Pierre Webo mit dem in Deutschland als "N-Wort" umschriebenen Begriff bezeichnet haben. Aus Protest hatten beide Mannschaften den Platz verlassen. Einen Tag später gewann Paris das Spiel mit 5:1.

19:42 Uhr

Klub-WM: Bayern-Gegner gewinnt Spiel um Platz 3

Der ägyptische Fußballverein Al Ahly ist bei der Klub-WM in Katar Dritter geworden. Im kleinen Finale setzte sich der Sieger der afrikanischen Champions League aus Kairo in Doha mit 3:2 im Elfmeterschießen gegen Copa-Libertadores-Gewinner Palmeiras Sao Paulo aus Brasilien durch. Nach 90 Minuten stand es 0:0; es gab keine Verlängerung.

18:58 Uhr

So viel Minus machte Werder Bremen noch nie

Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat die Corona-Saison 2019/2020 offenbar mit einem Rekordverlust von fast 24 Millionen Euro abgeschlossen. Diese Zahl nannte die "Bild"-Zeitung, Sport-Geschäftsführer Frank Baumann wollte dieses Bilanzergebnis auf Nachfrage im Detail nicht bestätigen. Noch in der Spielzeit 2018/2019 hatten die Hanseaten einen Überschuss von 3,5 Millionen Euro erwirtschaftet, das positive Eigenkapital war damit auf 7,6 Millionen Euro gestiegen. Auch für das Geschäftsjahr 2020/2021 müssen die Norddeutschen angesichts des weiterhin für Zuschauer gesperrten Weserstadions mit einem hohen Minus rechnen.

18:18 Uhr

Müller und Boateng sind abgereist - Sané, Süle und Hernández rücken rein

Nach dem positiven Corona-Test von Thomas Müller rückt Leroy Sané im Finale der Klub-WM in die Startformation des FC Bayern München. Der Fußball-Nationalspieler ist einer von drei neuen Profis in der Münchner Startformation im Vergleich zum 2:0 im Halbfinale gegen Al Ahly Kairo.

Neben Sané laufen ab 19 Uhr in Katar gegen Tigres UANL aus Mexiko auch Niklas Süle und Lucas Hernández auf. Süle ersetzt den abgereisten Jérôme Boateng in der Abwehr. Ebenfalls nicht mehr in der Startelf steht der Spanier Marc Roca.

Der positive Corona-Test von Müller hatte vor dem Spiel für Wirbel gesorgt. Weitere positive Befunde gab es bei einer weiteren Testtung der Münchner Mannschaft nicht. Boateng hatte zuvor wegen privater Gründe von Trainer Hansi Flick die Erlaubnis bekommen, die Club-WM vorzeitig zu verlassen.

17:58 Uhr

Britischer Fußball attackiert Facebook und Twitter

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Yan Dhanda ist nach der Niederlage gegen Man City im Netz rassistisch beleidigt worden.

(Foto: imago images/PA Images)

Führende britische Fußballfunktionäre haben von Facebook, Instagram und Twitter einen stärkeren Einsatz gegen Rassismus auf ihren Plattformen gefordert. In einem Schreiben an die Vorstandsvorsitzenden Mark Zuckerberg und Jack Dorsey warfen sie diesen Untätigkeit vor. "Wir haben im Laufe der Jahre viele Treffen mit Ihren Führungskräften gehabt, aber die Realität ist, dass Ihre Plattformen weiterhin Zufluchtsorte für Missbrauch sind", schrieben die Funktionäre um Premier-League-Boss Mark Bullingham. "Ihre Untätigkeit hat den Glauben der anonymen Täter geweckt, dass sie unerreichbar sind."

Am Vortag hatte sich der britische Fußball-Zweitligist Swansea City nach rassistischen Beleidigungen gegen seinen Spieler Yan Dhanda an die Polizei gewandt. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler ist nach Angaben des Klubs nach der 1:3-Niederlage gegen Manchester City im FA-Cup am Mittwochabend in sozialen Netzwerken beschimpft worden. "Yan hat unsere unerschütterliche Unterstützung in dieser Angelegenheit, da wir und die zuständigen Behörden bestrebt sind, dieses sinnlose Verhalten auszurotten", schrieb der Verein. Der Spieler twitterte: "Wie kann das noch im Jahr 2021 passieren?"

16:46 Uhr

Khedira winkt bei Stuttgart-Rückkehr die Bank

Herthas prominenter Winter-Neuzugang Sami Kehdira wird bei seiner Rückkehr in seine Heimat Stuttgart zunächst nur auf der Ersatzbank sitzen. Für das Auswärtsspiel des abstiegsgefährdeten Berliner Fußball-Bundesligisten am Samstag beim Neuling VfB hat Trainer Pal Dardai den von Juventus Turin geholten Weltmeister von 2014 als Einwechselspieler eingeplant. "Irgendwann kommt der Moment, wo er eine Halbzeit spielt oder noch mehr", sagte der von Hertha BSC reaktivierte Chefcoach am Donnerstag.

Nach der langen Wettkampfpause in Italien, wo Khedira im Juni 2020 sein letztes Pflichtspiel bestritten hatte, kommt die Partie bei seinem Ex-Club für einen Startelf-Einsatz zu früh. "Er ist einen Tick zu spät zu uns gekommen", erklärte Dardai. Khedira hatte von 1995 bis zu seinem Wechsel zu Real Madrid 2010 für den VfB Stuttgart gespielt und dabei mit der ersten Mannschaft der Schwaben 132 Pflichtspiele bestritten.

15:06 Uhr

Zu viel Schnee: Bundesligatabelle wird erst im März bereinigt

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Nix ging am vergangenen Wochenende in Bielefeld.

(Foto: dpa)

Das Nachholspiel in der Fußball-Bundesliga zwischen Arminia Bielefeld und Werder Bremen ist für den 10. März (18.30 Uhr) terminiert worden. Das teilte die Deutsche Fußball Liga heute mit. Bis dahin gibt die Bundesligatabelle nur ein verzerrtes Bild wider, vor allem über die Lage im Abstiegskampf: Arminia Bielefeld liegt derzeit vier Punkte vor dem FSV Mainz 05 auf dem Relegationsrang. Ein Sieg gegen Bremen würde die Situation deutlich entspannen.

Denn jetzt kommt es für den Aufsteiger knüppeldick: Am Montag muss Bielefeld beim FC Bayern München ran, dann kommt Champions-League-Aspirant Wolfsburg auf die "Alm", dann wartet Borussia Dortmund, danach kommt Union Berlin - und dann erst steht mit Werder Bremen wieder ein Gegner aus der eigenen Tabellenregion auf dem Plan.

Die ursprünglich für den vergangenen Sonntag vorgesehene Partie musste wegen des Wintereinbruchs und der Schneemassen in Ostwestfalen kurzfristig abgesagt werden.

14:21 Uhr

"Die Bundesliga ist voll mit Angsthasen"

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Ex-Werder-Stürmer Ailton teilt aus.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor dem Finale der Klub-WM zwischen dem FC Bayern München und seinem Ex-Klub Tigres UANL aus Mexiko hat sich der frühere Bundesliga-Star Ailton darüber beklagt, dass es die deutschen Klubs den Bayern in der heimischen Liga viel zu leicht machen würden. "Die Bundesliga ist voll mit Angsthasen, und das schadet ihr ungemein. Es ist ein Jammer", sagte der Brasilianer in einem Interview der Ippen-Gruppe. "Die Mannschaften sind schlecht, und in technischer Hinsicht ist die Liga sowieso eine Katastrophe." Gegen die Bayern-Mannschaft in ihrer aktuellen Form "hätte man doch eine Chance. Oder etwa nicht? Aber wo ist denn jetzt Borussia Dortmund? Oder Bayer Leverkusen? Richtig: nicht da! Wie in jedem Jahr."

Der 47 Jahre alte Ailton wurde 2004 mit Werder Bremen deutscher Meister und spielte danach in der Bundesliga noch für Schalke 04, den Hamburger SV und MSV Duisburg. Bevor er 1998 nach Bremen wechselte, stand er bei den Tigres unter Vertrag.

13:41 Uhr

Hertha-Coach erklärt, warum er Lukebakio "ein Känguru" nennt

Bei seiner Vorstellung als neuer Hertha-Trainer bezeichnete Pal Dardai seinen Offensivspieler Dodi Lukebakio als Känguru. Vor dem Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart (Samstag 15:30 Uhr im ntv.de-Liveticker) erklärt der 44-Jährige nun, wie er das gemeint hat: "In Australien lebt das rote Känguru. Dieses Känguru kann neun Meter weit springen, drei Meter hoch springen und läuft mit 60 km/h. Gepard kann ich nicht sagen. Der Gepard ist das schnellste Tier in der Welt, aber Dodi ist nicht der schnellste Stürmer in der Bundesliga."

Weiter führt Dardai aus, woher seine Expertise in der Tierwelt kommt: "Ich wollte Tierarzt werden. Ich kenne die Tiere, alle Tiere kenne ich. Ob Haustiere oder Wildtiere, ihr könnt Fragen stellen. Ich werde eine sehr gute Antwort geben."

Mit Blick auf die kopfballstarken Stuttgarter hat der Hertha-Trainer auch das Training unter der Woche angepasst: "Wir sind die ganze Woche nur gehüpft. Sogar die Treppe hoch, wenn wir zum Essen gehen, dürfen sie nur hüpfen."

13:19 Uhr

"Nachvollziehbare Debatte": Hoeneß über Europacup-Reisen

Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß hält den Spielball in der Hand. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Hoeneß will "demütig" sein.

(Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild)

Trainer Sebastian Hoeneß von der TSG 1899 Hoffenheim hat Verständnis für die Kritik an den Europacup-Reisen des Profifußballs. "Im Endeffekt ist es so, dass wir in einer Blase leben. Trotzdem kann ich diese moralische Debatte nachvollziehen", sagte der 38-Jährige bei einer Online-Pressekonferenz des Bundesligisten am Donnerstag.

  • "Wir werden das so demütig wie möglich angehen", sagte Hoeneß vor dem Europa-League-Hinspiel am kommenden Donnerstag (21.00 Uhr) gegen Molde FK. Die Partie wird wegen der Einreisebeschränkungen in Norwegen im Stadion des FC Villarreal in Spanien stattfinden.
  • In der Europa League und Champions League sind aus ähnlichen Gründen mehrere Begegnungen in andere Länder verlegt worden. So spielen RB Leipzig gegen den FC Liverpool (16. Februar) und Borussia Mönchengladbach gegen Manchester City (24. Februar) in Budapest.
  • Die rege Reisetätigkeit der Klubs in der Corona-Pandemie ist umstritten. "Es liegt nicht an mir, das in irgendeiner Form zu bewerten", sagte Hoeneß. Man sei natürlich froh, spielen zu dürfen.
12:40 Uhr

Olympiasiegern droht das WM-Aus

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Wellinger findet seine Form nicht.

(Foto: imago/Eibner Europa)

Für Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger und Richard Freitag schwinden die Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme. Das Duo gehört auch am Wochenende beim Weltcup im polnischen Zakopane nicht zum Aufgebot von Bundestrainer Stefan Horngacher.

  • Die Heim-WM in Oberstdorf beginnt am 23. Februar, vorher steht nur noch ein letzter Wettkampf im rumänischen Rasnov (19. Februar) auf dem Programm.
  • Wellinger war nach langer Verletzungspause erst zu Saisonbeginn zurückgekehrt, blieb aber bislang ohne Weltcup-Punkt. Der formschwache Freitag hat einen 27. Platz als bestes Saison-Ergebnis zu bieten.
  • Horngacher nominierte für Zakopane Weltmeister Markus Eisenbichler, Severin Freund, Karl Geiger, Martin Hamann, Pius Paschke und Constantin Schmid, die auch im Kampf um das WM-Ticket die Nase vorne haben.
11:57 Uhr

Endlich Gold: Gut-Behrami ist Weltmeisterin

Lara Gut-Behrami ist Weltmeisterin im Super-G. Die Schweizer Skirennfahrerin wurde zum WM-Start in Cortina d'Ampezzo ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherte sich die erste Goldmedaille ihrer Karriere. Gut-Behrami gewann vor Teamkollegin Corinne Suter (+0,34 Sekunden) und Titelverteidigerin Mikaela Shiffrin aus den USA (+0,47).

Als einzige deutsche Athletin verpasste Kira Weidle die vorderen Plätze klar - sie rangiert nach 30 Starterinnen auf Platz 19. Das eigentlich für Dienstag geplante Rennen war wegen schlechten Wetters verschoben worden. Am Nachmittag (13.00 Uhr) steht der Männer-Super-G an.

11:47 Uhr

NHL-Goalie geht plötzlich vom Eis: "Dachte, wir liegen zurück"

NHL-Torhüter Tukka Rask von den Boston Bruins hat seine Mannschaftskollegen mit einem schweren Aussetzer erstaunt. Im Spiel der Eishockey-Profiliga gegen die New York Rangers ging der Finne im Schlussdrittel vor Ablauf der Zeit plötzlich vom Eis. "Ich dachte ehrlich gesagt, wir liegen 1:2 zurück", sagte Rask. Er wollte Platz für einen zusätzlichen Stürmer machen, doch es stand 2:2.

"Wir sind in der Unterhaltungsbranche", scherzte Rask später: "Wir wollen doch die Fans unterhalten. Ich bin mir sicher, dass die Leute erstmal geschockt waren. Hoffentlich konnten sie auch lachen. Ich jedenfalls schon." Sein Teamkollege Charlie McAvoy habe zu ihm gesagt: "Hey Kumpel, es steht 2:2." Boston gewann das Spiel mit 3:2 nach Verlängerung.

11:08 Uhr

40-minütige Halbzeit: FC Bayern entnervt Zwickau

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Immerhin der rote Ball war vorrätig.

(Foto: imago images/kolbert-press)

Trainer Joe Enochs von Fußball-Drittligist FSV Zwickau hat nach der 2:3-Niederlage beim FC Bayern München II die schlechte Organisation der Gastgeber kritisiert. Weil für die Linien des schneebedeckten Spielfeldes im Stadion an der Grünwalder Straße keine farbige Kreide verfügbar war, hatte die Halbzeitpause am Mittwochabend 40 Minuten gedauert.

  • "Ich habe nicht ganz verstanden, warum die keine rote Farbe für die Linien hatten. Wenn die hier keine rote Farbe haben nach dem Wetterbericht, dann können wir das nächste Mal aus Zwickau welche für die Bayern mitbringen", sagte Enochs nach der Partie bei "MagentaSport".
  • Bereits vor dem Anpfiff sei die schlechte Sichtbarkeit der Linien Thema gewesen: "Ich habe gefragt, warum wir keine roten Linien haben. Sie haben gesagt: Nein, hier in München schneit es nicht so oft."
  • Als Ursache für die Niederlage führte Enochs aber ausschließlich die Leistung seiner Mannschaft an. Zwei der drei Gegentreffer waren Eigentore, dazu lag der FSV nach einer Viertelstunde bereits mit 0:2 hinten.
10:53 Uhr

Formel 1 reserviert den Moment vor dem Start

Die Formel 1 will sich auch in der kommenden Saison öffentlichkeitswirksam für gesellschaftliche Belange einsetzen. "Vor dem Start jedes Rennens" soll die "gemeinsame Unterstützung wichtiger Themen" demonstriert werden, das teilte die Königsklasse mit.

  • Angeführt von Rekordweltmeister Lewis Hamilton hatte die Rennserie im vergangenen Jahr bereits einen Moment vor jedem Rennen der Black-Lives-Matter-Bewegung und dem Kampf gegen Rassismus gewidmet.
  • Wie das Programm in der am 28. März in Bahrain startenden Saison aussehen kann, soll zeitnah mit Fahrern und Teams diskutiert werden.
  • Die Aktion ist Teil der größeren Initiative #WeRaceAsOne (sinngemäß: Wir fahren vereint), die die Formel 1 im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hatte. Diese soll fortgeführt werden und die Themenkomplexe Nachhaltigkeit, Vielfalt und Inklusion sowie Gemeinschaft aufgreifen.
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Platz für Demonstrationen.

(Foto: Pool via REUTERS)

10:20 Uhr

Thomas Müller positiv auf Corona getestet

Thomas Müller ist am Mittwoch in Katar nach dem Training positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das berichtet der TV-Sender Sky. Demnach fällt er für das Finale der Klub-WM aus. Eine offizielle Bestätigung des FC Bayern gibt es noch nicht. Der Fußballrekordmeister war vergangenen Freitag von Berlin aus in den Wüstenstaat gereist und hatte im Halbfinale der Klub-WM Al-Ahly Kairo geschlagen. Im Endspiel wartet nun Tigres UANL aus Mexiko.

09:50 Uhr

Fußballer schieben Krankenwagen vom Spielfeld

Kuriose Szene im Hinspiel des portugiesischen Pokal-Halbfinales: Beim Duell zwischen dem SC Braga und dem FC Porto verletzt sich Bragas David Carmo nach einem Zweikampf in der 66. Minute am Knöchel und muss minutenlang behandelt werden.

  • Weil die Verletzung offenbar so schwer ist, kommt sogar der Krankenwagen direkt auf den Platz gefahren.
  • Doch die schlechten Platzverhältnisse machen Ärger: Der Wagen steckt fest.
  • Die clevere und effektive Idee der Fußballer: Sie schieben den Krankenwagen vom Spielfeld.
  • Nach sieben Minuten Unterbrechung kann weitergespielt werden. Die Partie endet 1:1.
09:35 Uhr

Sexismus-Skandal kostet Olympia-Chef den Job

Der Vorsitzende des Organisationskomitees der Olympischen Sommerspiele in Tokio, Yoshiro Mori, beugt sich nach seinen sexistischen Aussagen offenbar dem öffentlichen Druck und tritt zurück. Wie japanische Medien übereinstimmend berichten, soll der 83-Jährige seinen Rückzug am Freitag offiziell verkünden.

  • Mori hatte Medienberichten zufolge in der vergangenen Woche in einer Sitzung des japanischen Olympia-Komitees (JOC) gesagt, Frauen würden Sitzungen in die Länge ziehen, weil sie "Schwierigkeiten haben, sich präzise auszudrücken". Treffen mit vielen Teilnehmerinnen würden daher "viel Zeit in Anspruch nehmen".
  • Der Ex-Premierminister hatte wenig später für die Aussagen um Entschuldigung gebeten, dabei aber auch erklärt: "Ich höre diese Dinge häufig. Ich spreche in letzter Zeit nicht viel mit Frauen, also weiß ich das nicht."
08:53 Uhr

Magath zürnt: "Was soll dieser Schwachsinn?"

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Magath mag den VAR nicht.

(Foto: imago images/foto2press)

Felix Magath hat den derzeit in der Fußball-Bundesliga praktizierten Videobeweis scharf kritisiert. "Der VAR in der jetzigen Umsetzung ist eine Katastrophe und muss in dieser Form weg", sagte der frühere Meister-Trainer dem "Kicker". "Ich war stets für den Videobeweis, hatte mir aber nie vorgestellt, dass der Referee damit vorgeführt wird. Ich dachte, dass da einer als Helfer im Stadion vor einem Bildschirm sitzt und nur bei einer eindeutigen Fehlentscheidung dem Schiedsrichter einen Impuls gibt. Und dann muss dieser entscheiden."

Magath sagte weiter: "Beim Handspiel muss natürlich die Absicht den Ausschlag geben - und ob damit ein Tor verhindert wurde. Aber wie kann ich Elfmeter pfeifen, wenn bei einer Flanke kurz vor der Torauslinie der Abwehrspieler, der zwanzig Zentimeter im Strafraum steht, den Ball an den Arm bekommt? Was soll dieser Schwachsinn?"

08:13 Uhr

Wieder Wade: Huntelaar-Coup gerät zu Huntelaar-Tragödie

Angreifer Klaas-Jan Huntelaar vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 plagt sich mittlerweile mit einer neuen Wadenverletzung. Wie Trainer Christian Gross bestätigte, habe der 37-Jährige mittlerweile muskuläre Probleme an der anderen Wade. "Vielleicht durch Fehlbelastung, das kann in solch einer Situation schon mal passieren", sagte der Coach dem "Kicker".

  • Der Niederländer war schon mit einer Wadenverletzung von Ajax Amsterdam zu den Königsblauen gewechselt und nach seinem Debüt in Bremen Ende Januar erneut ausgefallen.
  • "Er ist noch nicht zu 100 Prozent belastbar – mental schon, keine Frage, aber muskulär ist noch nicht alles so, wie es sein soll", sagte Gross. Spätestens in der kommenden Woche im Derby gegen Borussia Dortmund soll Huntelaar in den Kader zurückkehren.
  • Trotz mittlerweile neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz glaubt Gross weiter fest an den Klassenerhalt. "Mein Optimismus ist weiterhin ungebrochen. Aber klar: Wir haben nicht mehr viel Zeit."
07:50 Uhr

Hymnenpflicht: NBA durchkreuzt Mavericks-Vorstoß

Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA hat den Alleingang der Dallas Mavericks kassiert, vor Heimspielen auf das Abspielen der US-Nationalhymne zu verzichten. "Da die NBA-Teams nun dabei sind, in ihren Arenen wieder Zuschauer willkommen zu heißen, werden alle Teams die Nationalhymne abspielen, wie es der langjährigen Politik der Liga entspricht", teilte die NBA in einem Statement mit.

Mavericks-Klubchef Mark Cuban sagte kurz darauf dem Magazin "The Athletic", er respektiere "die Leidenschaft der Menschen für die Hymne und unser Land. [...] Aber wir hören auch die Stimmen derer, die sich von der Hymne nicht repräsentiert fühlen. Wir haben das Gefühl, dass auch sie respektiert und gehört werden müssen, weil sie nicht gehört wurden." Vor den bisherigen 13 Heimspielen hatte sein Klub auf das Abspielen von "The Star-Spangled Banner" verzichtet.

07:08 Uhr

Ohne verletzten Götze scheitert Eindhoven an Ajax

Ohne den weiterhin verletzten Mario Götze ist der niederländische Fußball-Erstligist PSV Eindhoven im KNVB-Pokal gescheitert. Bei Rekordmeister Ajax Amsterdam unterlag die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt im Viertelfinale mit 1:2 (0:2).

  • Der frühere Frankfurter Stürmer Sebastien Haller (19., 24.) erzielte beide Tore für den Eredivisie-Tabellenführer im Prestigeduell mit dem Verfolger.
  • Die PSV mit Nationalspieler Philipp Max sowie dem früheren Schalke-Keeper Lars Unnerstall in der Startelf konnte nur durch das Eigentor von Jurrien Timber (58.) verkürzen.
06:40 Uhr

Super-Bowl-Gigant Brady gelingt perfekter Wurf bei Siegerparade

Da kann der Kommentator kaum hinsehen: Amerikas Football-Idol Tom Brady hat drei Tage nach dem Super-Bowl-Triumph auch seinen wichtigsten Pass souverän an den Mann gebracht. Bei der Siegesparade der Tampa Bay Buccaneers warf der siebenmalige Champion die 3,5 Kilogramm schwere und 55 Zentimeter hohe Vince Lombardi Trophy am Mittwoch spektakulär zu seinem Kumpel und Mitspieler Rob Gronkowski - über sechs Meter von Boot zu Boot.

Die Showeinlage in Tampa auf dem Hillsborough River wurde am Ufer von Tausenden Fans bejubelt, die Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten mussten. Während des Heim-Super-Bowls hatte Brady, der beste Quarterback der NFL-Geschichte, "Gronk" noch normal "gefüttert": Der Tight End fing beim 31:9 gegen die Kansas City Chiefs zwei Touchdown-Pässe.

05:58 Uhr

Sorge um Neymar überschattet Sieg von PSG

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Das sah nicht gut aus.

(Foto: REUTERS)

Paris St. Germain hat glanzlos das Sechzehntelfinale des französischen Fußball-Pokals erreicht, sorgt sich aber erheblich um seinen Superstar Neymar. Beim 1:0 (0:0) beim Zweitligisten SM Caen musste der Brasilianer in der 60. Minute angeschlagen vom Feld.

  • Ob Neymar am Dienstag (21.00 Uhr) im Achtelfinale der Champions League beim Duell mit seinem Ex-Klub FC Barcelona auflaufen kann, erscheint fraglich.
  • Nach zwei härteren Fouls innerhalb kurzer Zeit verließ Neymar den Platz augenscheinlich unter Schmerzen, während das Spiel lief, und ging direkt in die Kabine. Erst bei der nächsten Unterbrechung konnte Trainer Mauricio Pochettino Weltmeister Kylian Mbappé für seinen Superstar einwechseln.
  • Vor seiner Verletzung hatte Neymar das 1:0 durch Moise Kean (49.) aufgelegt. Ex-Weltmeister Julian Draxler stand am Mittwochabend ebenso wie Thilo Kehrer in der Startelf.