"Schon wieder schmerzfrei": Süle bald zurück beim BVB?
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hofft auf eine schnelle Rückkehr von Neuzugang Niklas Süle. Der Nationalspieler hatte sich im DFB-Pokalspiel beim Drittligisten 1860 München (3:0) eine Muskelverletzung im vorderen Oberschenkel zugezogen und fällt für den Saisonstart gegen Bayer Leverkusen am Samstag (18.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) aus. "Er ist schon wieder schmerzfrei. Wir hoffen, dass es nicht zu lange dauert", sagte Trainer Edin Terzic.
Neben Süle muss der BVB auch auf Sebastien Haller (Hodenkrebs), Tom Rothe und Felix Passlack (beide Hüftprobleme) verzichten. Der Einsatz von Salih Özcan (Fußprobleme) ist offen.
Der Vizemeister will im Topspiel gegen die Werkself ein "erstes Ausrufezeichen setzen", so Terzic: "Sie haben einige Waffen, die sie auf den Platz bringen. Wir aber auch."
"Wichtiger Teil unserer Mannschaft": Ex-Nationalspieler verlängert in Kiel
Lewis Holtby bleibt dem Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel längerfristig erhalten. Wie die Kieler mitteilten, haben sich der Verein und sein Mittelfeldspieler auf die vorzeitige Verlängerung des ursprünglich bis Sommer 2023 laufenden Arbeitspapieres um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2024 geeinigt.
"Lewis Holtby gehört zu den erfahrenen Säulen unserer Mannschaft", erklärte Sportchef Uwe Stöver. "Er übernimmt als Co-Kapitän und Mitglied des Mannschaftsrates Verantwortung und geht mit einer professionellen Einstellung und mit klarer Stimme voran. Wir sind überzeugt, dass Lewis auch über diese Saison hinaus als wichtiger Teil unserer Mannschaft helfen wird, unsere Ziele zu erreichen."
Der 31 Jahre alte Ex-Nationalspieler und frühere HSV-Profi war vor einem Jahr vom englischen Zweitligisten Blackburn Rovers nach Kiel gekommen. In der vorigen Saison absolvierte er 26 Partien, schoss ein Tor und bereitete fünf Treffer vor.
Ukrainischer Para-Boss: Russische Athleten sind "Element von Putins Krieg"
Waleri Suschkewitsch, der Präsident des ukrainischen Behindertensportverbandes, prangert das Verhalten vieler russischer Sportler und Trainer an. Diese seien "zum Element von Putins Propaganda geworden, zum Element von dessen Krieg", kritisierte Suschkewitsch in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Wenn uns russische Athleten und Trainer schreiben, dass wir unter die Erde gehören allesamt, weil wir es gewagt haben, uns zu widersetzen, dann sieht man, dass die Propaganda Putins nicht vereinzelt, sondern allumfassend ist."
Die russischen Para-Sportler ließen sich als Instrument von Putins Einfluss "missbrauchen" und tragen "zur Verbreitung von dessen furchtbarer Weltanschauung bei", sagte Suschkewitsch: "Deswegen ist es auch richtig, sie auszuschließen."
Als Teil seines Jobs versuche er, Kriegsversehrten eine Perspektive aufzuzeigen. "Wenn zu uns ein verletzter junger Mann gebracht wird, dem im Gefecht zwei Beine abgerissen wurden und der mir sagt, er würde nicht mehr leben wollen, dann zeige ich ihm einen Paraschwimmer, ebenfalls ohne Beine, aber mit einem durchtrainierten Oberkörper, mit einem gesunden Selbstbewusstsein."
"Wäre sehr schön und wünschenswert": BVB-Coach appelliert an Moukoko
Borussia Dortmunds Chefcoach Edin Terzic hat an Top-Talent Youssoufa Moukoko appelliert, dessen auslaufenden Vertrag beim Revierklub zu verlängern. "Ich bin überzeugt von seinen Qualitäten. Wir sind uns alle einig, dass er noch lange nicht fertig ist in seiner Entwicklung. Es wäre sehr schön und wünschenswert, ihn dabei noch weiter zu begleiten", sagte Terzic.
Die Verhandlungen des BVB mit dem 17-Jährigen stocken derzeit. Die Entwicklung Moukokos unter Terzics Vorgänger Marco Rose war auch bedingt durch einige Verletzungen ins Stocken geraten. "Wir hoffen, dass er jetzt nochmal zünden kann", sagte Terzic.
Gestochen scharf: Kurioser Feuerwehreinsatz wegen Bochums neuer Anzeigetafel
Ees ist ja immer gut, wenn ein Feuerwehreinsatz nicht in einer Katastrophe mündet, doch dieser Alarm in Bochum hat schon witzige Züge. Am Dienstagabend meldeten drei Anwohner, es seien Flammen im Stadion des VfL Bochum zu sehen. Ein Feuerwehrsprecher erklärte der "Bild": "Ein Löschzug rückte aus, nahm vor Ort aber keinen Rauch oder Brandgeruch war. Im Stadion klärte sich die Lage als skurriler Fehlalarm auf. Ein täuschend echtes Kaminfeuer loderte auf der Anzeigetafel."
Der VfL hatte für ein Event die Videoleinwände mit einem stimmungsvollen Hintergrund bespielen wollen. Das ging aber nach hinten los. Die neue Anzeigetafel war im Juni installiert worden.
Eintracht hat die Wahl: Auch Juve bietet um Kostić mit
Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin hat sein Bemühen verstärkt, Offensivspieler Filip Kostić von Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt unter Vertrag zu nehmen. Laut "Gazzetta dello Sport" bieten die Turiner zwölf Millionen Euro plus Boni, um den Serben zur Unterzeichnung eines Dreijahresvertrages zu bewegen.
Allerdings buhlt auch West Ham United aus der englischen Premier League um den 29-Jährigen. Die Engländer sollen sogar 15 Millionen Euro bieten. Der Serbe soll aber einen Wechsel nach Italien zu seinem Landsmann Dusan Vlahovic vorziehen. Der Kostic-Vertrag in Frankfurt läuft im Sommer 2023 aus. Er war von der UEFA zum besten Spieler der Europa-League-Saison 2021/22 gekürt worden.
Schalke verpflichtet offenbar Sohn von Schweden-Legende
Bundesliga-Aufsteiger FC Schalke 04 steht vor der Verpflichtung eines Stürmers mit prominentem Namen. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll der Sohn des früheren schwedischen Superstars Henrik Larsson, Jordan Larsson, bis zum Wochenende einen Vertrag beim Revierklub unterzeichnen.
Der 25 Jahre alte Schwede könnte demnach bereits am Freitag den Medizincheck auf Schalke absolvieren. "Bild" und Sport1 und beriefen sich dabei auf ausländische Quellen.
Larsson spielte zuletzt auf Leihbasis von Spartak Moskau für AIK Solna in seiner Heimat. Da der Vertrag mit Spartak, für die er in der vergangenen Saison 17 Spielen kein Tor erzielte, aufgelöst wurde, könnte Larsson ablösefrei wechseln.
Neapel-Boss sorgt mit Entgleisung über Afrikaner für Entsetzen
Mit einer rassistischen Entgleisung über afrikanische Fußballer hat der Präsident des SSC Neapel in Italien für Aufsehen und Empörung gesorgt. Aurelio de Laurentiis kündigte an, künftig Spieler aus Afrika nur noch unter bestimmten Bedingungen verpflichten zu wollen. Der 73-Jährige begründete dies damit, dass jene Profis wegen des Afrika-Cups alle zwei Jahre während der Saison mehrere Spiele ausfallen.
"Leute, kommt mir nicht mehr mit Afrikanern", sagte der Unternehmer. Er liebe jene Spieler, wolle sie künftig aber nur noch haben, wenn sie ihm schriftlich geben, auf eine Teilnahme am Afrika-Cup zu verzichten. De Laurentiis ergänzte in dem Video-Interview mit "Wall Street Italia", dass die Vereine die "Dummköpfe" seien, die die Spieler bezahlten, welche dann aber für andere auflaufen würden.
"Als Kapitän des Senegal muss ich sagen, dass es nicht richtig ist, so über eine afrikanische Mannschaft zu sprechen", sagte Abwehrspieler Kalidou Koulibaly, der jüngst von Napoli zum FC Chelsea gewechselt war.
"Der Präsident von Napoli hat keinen Respekt vor dem afrikanischen Fußball und unserem Kontinent", sagte der frühere Stürmerstar Roger Milla der italienischen Zeitung "Gazzetta dello Sport". "Warum Afrika? Warum immer Afrika?", fragte der 70-jährige Kameruner.
Nagelsmann lobt Götze: "Für unser Spiel nicht überragend, weil er einfach gut ist"
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hat vor dem Bundesliga-Auftaktspiel der Münchner am Freitag (20.30 Uhr/Sat.1, DAZN und im ntv.de-Liveticker) in Frankfurt von Eintracht-Neuzugang Mario Götze geschwärmt. Der Rio-Weltmeister und Ex-Münchner sei ein "sehr guter Transfer" für den Europa-League-Sieger aus Frankfurt, der "der Bundesliga guttut", so Nagelsmann.
Der 35-Jährige bezeichnete Götze als "sehr intelligenten, netten Mann", der zudem ein "herausragender Fußballer" sei. "Für unser Spiel ist das jetzt nicht überragend, weil er einfach gut ist", scherzte Nagelsmann und ergänzte augenzwinkernd: "Ich wünsche ihm, dass er gut spielt, aber nicht überragend."
Götze war im Sommer nach zwei Jahren bei der PSV Eindhoven in der niederländischen Eredivisie zurück in die Bundesliga gewechselt. Zuletzt überzeugte er beim DFB-Pokal-Auftakt der Eintracht gegen den Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg (4:0) mit einer guten Leistung.
Nicht länger für DFB: HSV-Neuzugang will für Land seines Vaters spielen
HSV-Zugang Ransford Königsdörffer hofft auf eine Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Der 20 Jahre alte Angreifer, der eine deutsche Mutter und einen ghanaischen Vater hat, möchte am Jahresende für Ghana bei der Weltmeisterschaft in dem Emirat antreten. "Ich kümmere mich bereits um den ghanaischen Pass. Ich wäre froh, wenn ich bei den nächsten Länderspielen im September dabei sein könnte", sagte der Stürmer der "Bild"-Zeitung. "Ich wäre bereit, für Ghana zu spielen", fügte der einmalige U21-Nationalspieler und zweimalige U20-Nationalspieler des DFB hinzu.
"Zudem ist es dort vermutlich einfacher, A-Nationalspieler zu werden", betonte der Jungprofi, dessen Vater "sehr stolz auf mich" wäre, wenn diese Pläne aufgingen. Königsdörffer war in diesem Sommer für 1,2 Millionen Euro Ablöse von Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden zum Zweitligisten Hamburger SV gewechselt.
Ronaldo warnt Neymar: "Hoffentlich hält er sich zurück"
Für Brasiliens Fußball-Ikone Ronaldo ist der fünfmalige Weltmeister Topfavorit bei der WM-Endrunde in Katar (21. November bis 18. Dezember) und nennt auch einen triftigen Grund: Neymar! "Wenn er 100 Prozent fit und fokussiert ist, haben wir eine große Chance", sagte der Weltmeister von 1994 und 2002 bei einem Investoren-Event in São Paulo.
Doch der Klubboss von Spaniens Erstliga-Aufsteiger Real Valladolid und dem heimischen Zweitligisten EC Cruzeiro schickte gleich eine eindringliche Mahnung an den Stürmer von Paris St. Germain. "Hoffentlich hält er sich außerhalb des Feldes zurück", drückte der 45-Jährige seine Befürchtung aus, dass sein immer zwischen Superstar und Skandalnudel wandelnder Landsmann für Störfeuer auf Brasiliens Weg zum sechsten WM-Triumph sorgen könnte.
Bei der Endrunde vor vier Jahren zog Neymar mit theatralischen Rollen nach Fouls an ihm weltweit den Unmut auf sich. Wenige Tage vor der Copa America 2019 gehörten ihm ebenfalls die Schlagzeilen nach einer angeblichen Vergewaltigung in einem Pariser Hotel. Und auch seine nun fünf Jahre bei PSG sind voll zahlreicher Eskapaden auf und neben dem Platz.
Bleibt er der F1 erhalten? Vettel hat schon neues Job-Angebot
Sebastian Vettel beendet seine Karriere in der Formel 1, bekommt aber die Chance, sich eine weitere aufzubauen. Ein erstes Job-Angebot hat er bereits erhalten - von F1-Boss Stefano Domenicali.
"Sebastian wird immer mit der Formel 1 verbunden sein. Natürlich wollen wir, dass der Draht auch in Zukunft eng bleibt. Wenn er Interesse hat, Teil unseres Systems zu werden und die Ansätze zueinander passen, würde ich ihn natürlich hier begrüßen", betonte Domenicali.
Allerdings fügte der Manager an, dass Vettel alle Zeit der Welt für sich bekommen wird. "Wir wissen, dass er sich nach der Saison erst mal sortieren und die Zeit mit seiner Familie genießen will."
Danach könnte Vettel aber durchaus eine Laufbahn in der Sportpolitik einschlagen, heißt es weiter. Der 35-Jährige, der sich maßgeblich für die Umwelt einsetzt, könnte sich demnach grundsätzlich ein Engagement in der Formel 1 vorstellen, um die umweltschädlichen Auswirkungen zu verringern und die F1 in dieser Hinsicht voranzubringen. Noch gibt es dafür aber keine passende Position, diese müsste erst geschaffen werden.
"Sollten springen, wenn es Schnee gibt": Skisprung-Star regt sich über Verband auf
In diesem Jahr beginnt die Skisprung-Saison früher als gewohnt. Aufgrund der Fußball-WM in Katar wurde das Programm geändert. Diese Änderungen zwingen den Weltverband FIS und die Veranstalter der ersten Wettbewerbe zum Improvisieren. Das schmeckt Markus Eisenbichler überhaupt nicht.
Weil zum Beispiel nicht garantiert werden kann, dass beim Auftaktspringen im polnischen Wisla (ab 05. November) schon genug Schnee liegt, werden die Athleten auf den von den Sommer-Springen bekannten Plastik-Matten landen müssen.
"Wenn die Fußballer ihre WM unbedingt im Winter in Katar spielen müssen, dann sollen sie. Wir sind offensichtlich zu klein, um da mitreden zu können. Das ist definitiv keine perfekte Lösung für uns", sagte er dem Portal skijumping.pl.
Er sagte weiter: "Wir sind eine Wintersportart und sollten springen, wenn es Schnee gibt. Aber es wurde anders entschieden und niemand hat uns nach unserer Meinung gefragt. Es ist schade, dass wir als Athleten keinen Einfluss auf solche Entscheidungen haben", ärgerte sich Eisenbichler über den Alleingang des Verbandes, bei dem sich "alles um Politik" dreht.
Bayerns Defensiv-Neuzugang: Die meisten Probleme mit Sané
Das hat Leroy Sané bestimmt gefreut: Bayerns neuer Abwehrspieler Matthijs de Ligt hatte nicht mit Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi die größten Probleme auf dem Fußball-Platz, sondern mit seinem neuen Mitspieler Sané. "Cristiano Ronaldo und Lionel Messi sind natürlich Weltklasse. Aber der Gegenspieler, der mir bisher am meisten Probleme bereitet hat, war Leroy Sané in unserem Länderspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft", sagte der Niederländer dem "Kicker".
Im Freundschaftsspiel im März gab es in Amsterdam ein 1:1 zwischen Deutschland und den Niederlanden. "Ich musste ihn eins gegen eins über den ganzen Platz verteidigen, und er war einfach überall. Ich hatte gut zu tun. Das habe ich ihm hier auch schon gesagt", meinte de Ligt.
Der Niederländer ist für 67 Millionen Euro plus möglicher Boni von Juventus Turin nach München gekommen und hat bei den Bayern einen Fünfjahresvertrag unterschrieben. "Wenn du für Top-Klubs wie Bayern München spielst, hast du immer Druck. Ob du ablösefrei kommst oder nicht, das bleibt gleich. Für mich spielt es definitiv keine Rolle, weil ich von mir selbst immer so viel verlange, dass das schon Druck genug ist", sagte de Ligt.
Peinliche Panne: Stadion-Tribüne heißt wie eine eiskalte Killerin
Dass Tribünen (und Stadien sowieso) nach Prominenten, Idolen oder auch mal Sponsoren benannt werden – das ist nichts Neues. So auch in England. Doch wer eine der Stadion-Seiten umbenennt, sollte möglichst auch darauf achten, dass dies zu keinen Irritationen führt. Genau das ist jetzt aber im Ort Southend-on-Sea der Fall. Der Klub Southend United hat jüngst verkündet, dass die West-Tribüne des "Roots Hall"-Stadions nun "Gilbert & Rose West Stand" heißt. Die Namensrechte hatte sich der Immobilienmakler Gilbert & Rose gesichert. Nun ist die Sache so: So heißt auch eine Serienkillerin aus England, nämlich Rose West. Die heute 68 Jahre alte Frau hatte in den 70ern und 80ern mit ihrem Mann neun junge Mädchen gefoltert und getötet. Sie sitzt seit 1995 im Knast. Kleine Panne, großer Ärger. Einigen Fans passt es nicht, dass sie bald womöglich auf der "Serienkiller-Tribüne" sitzen. Sie fordern eine erneute Umbenennung. Was macht der Klub? Der sucht dringend nach einer Lösung. Ausgang? Noch unklar.