Donnerstag, 08. Dezember 2022Der Sport-Tag

21:31 Uhr

"Lohnt sich das noch?": Deutsche Weltklasse-Biathletin denkt an Rücktritt

Biathletin Franziska Preuß hat wegen ihrer andauernden Gesundheitsprobleme einmal mehr an ein Karriereende gedacht. "Im Sommer habe ich Phasen gehabt, da hatte ich schon Motivationsprobleme. Ich habe zu meinem Freund gesagt: 'Lohnt sich das Ganze noch, dass ich in sechs, sieben Wochen wieder dahänge und gar nichts mehr geht'", sagte Preuß in einem Sky-Interview.

Sie habe sich ernsthaft über ihren Körper Gedanken gemacht, "ob das noch Sinn macht, ob der überhaupt belastbar ist", ergänzte die 28-Jährige vor dem Weltcupstart in Hochfilzen. Den Auftakt in Kontiolahti hatte Preuß wegen eines Infekts verpasst. Bereits seit Jahren muss die Weltklasseathletin Rückschläge wegstecken. Schon mehrmals hatte sie deshalb laut die Sinnfrage gestellt.

21:13 Uhr

Reitsport-Weltverband erlaubt Müttern frühere Rückkehr in den Wettkampfsport

Der Reitsport-Weltverband FEI hat auf die Kritik an der Regelung für den Zeitraum des Mutterschutzes reagiert und eine neue Auslegung veröffentlicht. Wie der Verband am Donnerstag bekannt gab, müssen Athletinnen in Zukunft statt sechs nur noch mindestens drei Monate nach der Geburt ihres Kindes auf eine Rückkehr in den Wettkampf warten. Die maximale Babypause von zwölf Monaten bleibt bestehen.

Die Regelung der Ranglistenpunkte, wonach für den Zeitraum des Mutterschutzes 50 Prozent dieser bestehen bleiben, wurde an die neue Auslegung angepasst. Darüber hinaus können Reiterinnen früher aus den geplanten Pausen zurückkehren. Für die Dressur muss die Athletin dies vier Wochen, für das Springreiten zehn Wochen im Voraus bei der FEI anmelden.

Im vergangenen September hatte Dressur-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl ihr geplantes Comeback nach der Babypause unfreiwillig verschieben müssen. Nach der Geburt ihrer Tochter im August verweigerte die FEI der 36-Jährigen die Starterlaubnis beim Ludwigsburger Pferdefestival. Bredow-Werndl kritisierte die Auslegung der "Maternity Leave Rule" als "schlichtweg ungerecht".

20:54 Uhr

Katar prüft Tod von Gastarbeiter in Teamhotel

Der WM-Gastgeber Katar untersucht den Tod eines Gastarbeiters, der während des Turniers ums Leben gekommen sein soll. "Sollte die Untersuchung zu dem Schluss kommen, dass die Sicherheitsprotokolle nicht eingehalten wurden, wird das Unternehmen gerichtlich belangt und mit empfindlichen Geldstrafen belegt werden", sagte ein katarischer Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur AFP.

Zuvor hatte das Onlineportal The Athletic über den Tod des Mannes von den Philippinen berichtet. Demnach sei der Arbeiter während der Gruppenphase im Quartier von Saudi-Arabien von einer Plattform gestürzt, die von einem Gabelstapler in die Höhe gehoben worden war. In einem Krankenhaus sei er seinen Verletzungen erlegen.

Die philippinische Botschaft teilte AFP gegenüber mit, der Mann sei "während seiner Arbeit in einem Resort in Mesaieed" 57 Kilometer südlich von Doha gestorben. In dem Ort hatte Saudi-Arabien Quartier bezogen.

20:11 Uhr

PSG-Boss äußert sich zur Idee, Messi und Ronaldo in Paris zu vereinen

Cristiano Ronaldo zusammen mit Lionel Messi in einem Team beim französischen Meister Paris Saint-Germain? Für Präsident Nasser Al-Khelaifi ist diese Variante nicht vorstellbar. "Ich bewundere ihn. Er ist eine Legende, einer der besten Fußballer in der Geschichte überhaupt. Aber für uns ist das schwierig mit den drei Spielern, die wir haben (Messi, Neymar und Kylian Mbappé)", sagte der PSG-Boss dem TV-Sender Sky und sprach in höchsten Tönen vom Portugiesen, der jüngst seinen Vertrag bei Manchester United aufgelöst hat: "Er ist fantastisch und er ist immer noch ein großartiger Spieler."

In Sachen Messi soll es nach der WM ein Gespräch über dessen auslaufenden Vertrag zum Saisonende geben. "Es gibt keine Entscheidung von ihm oder von unserer Seite", betonte Al-Khelaifi. Vor der WM hatte es auch Spekulationen gegeben, dass Messi womöglich in die USA zu Inter Miami wechselt.

19:33 Uhr

"Keinen Grund, nicht weiterzumachen": Mercedes-Teamchef über Hamilton

Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist von einer Vertragsverlängerung mit Formel-1-Superstar Lewis Hamilton überzeugt. "Absolut. Lewis ist Teil des Teams und das Team ist Teil von Lewis. Es gibt keinen Grund, nicht weiterzumachen", antwortete Wolff auf eine entsprechende Frage im Formel-1-Podcast "Beyond the Grid".

  • Hamilton begann seine Formel-1-Karriere 2007 bei McLaren. 2013 wechselte der Engländer als Nachfolger von Michael Schumacher zu Mercedes. Mit jeweils sieben WM-Titeln sind die beiden Fahrer Rekordhalter.
  • "Der Vertrag von Lewis ist eines der Themen, die wir über den Winter anpacken", sagte Wolff weiter. "Es gibt aber keine feste Frist." Hamiltons Vertrag ist noch bis Ende 2023 gültig. Er hat versichert, "noch eine Menge Benzin im Tank" zu haben. Nach Wolffs Einschätzung hat Hamilton noch weitere fünf Jahre in der Formel 1 in sich.
  • "Eine seiner Stärken ist, dass er immer hungrig ist", sagte der Österreicher über den 103-maligen Grand-Prix-Gewinner. Hamilton blieb in der vergangenen Saison erstmals in seiner Karriere ohne einen Sieg. Sein Teamkollege ist der englische Landsmann George Russell.
18:56 Uhr

Chef der Katar-WM regt sich über Frage nach Totem auf: "Tod ist Teil des Lebens"

In einem Interview wird der WM-Geschäftsführer Nasser Al-Khater nach dem Todesfall eines philippinischen Gastarbeiters befragt. Er weicht dem aus, bevor er verkündet, dass der Tod "ein Teil des Lebens sei" und sich über das "falsche Narrativ" in der internationalen Presse beklagt.

18:21 Uhr

Gewalt-Eklat: Serbische Hooligans erschüttern Österreichs Handball

Was zu einem freundlichen Handball-Fest werden sollte, endete in einem Szenario, das den Österreich-Klub Förthof UHK Krems in Schockstarre zurückließ. Beim European-Cup-Spiel gegen RK Vojvodina verbreiteten rund 50 serbische Anhänger Angst. Schon vor der Partie sollen die Serben durch lautes und aggressives Verhalten negativ aufgefallen sein. In der Halle sei die Situation dann eskaliert, wie UHK-Boss Alexander Hofmann gegenüber "meinbezirk.at" berichtete: "Es war sehr laut in der Halle. Kaum ging das Spiel los, spuckten die Gäste auf unsere Spieler, in Sekundenschnelle waren sie vermummt und schlugen Radau." Sie hätten blitzschnell agiert, sich ihre Kapuzen ins Gesicht gezogen und die Gürtel abgenommen. Mit den Schnallen gingen sie auf das Kremser Publikum los. Ordner und Funktionäre, die eingriffen und die chaotischen Szenen beenden wollte, seien angriffen und sogar verletzt worden. Erst die Polizei konnte die Situation beruhigen, indem sie die Hooligans aus der Halle warf und bis an die ungarische Grenze eskortierte.

17:48 Uhr

Hockey-Männer stolpern zum Start in die EM

Die deutschen Hockey-Männer sind zum Start in die Hallen-EM in Hamburg überraschend gestolpert. Der Titelverteidiger um Rekordnationalspieler Tobias Hauke kam trotz eines starken Comebacks nur zu einem 4:4 (1:4) gegen Belgien und steht am Abend gegen die Niederlande (19.30 Uhr/Sport1) bereits ein wenig unter Druck. Niklas Bruns (10.), Philip Schmid (33.), Paul Doesch (35.) und Henrik Mertgens (39.) erzielten die Treffer für die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB), die erst im vierten Viertel aufwachte und einen 1:4-Rückstand aufholte.

Die deutschen Frauen hingegen setzten ihren Erfolgslauf fort und fuhren auch im dritten Spiel einen Kantersieg ein. Gegen die Ukraine siegten die "Danas" mit 9:0 (2:0), Pia Maertens ragte bei der Mannschaft von Bundestrainer Valentin Altenburg mit vier Treffern heraus. Nach den deutlichen Erfolgen gegen Debütant Türkei (11:2) und Österreich (8:0) am Mittwoch haben die deutschen Frauen das Endspiel damit fest im Blick.

17:29 Uhr

Großes Gelächter: Oranje-Star verweigert Kuss auf van Gaals Mund

Louis van Gaal, Bondscoach der Niederlande, hat vor dem WM-Viertelfinale gegen Argentinien wieder einmal für einen Lacher gesorgt. Auf eine kritische Aussage des argentinischen Starspielers Angel Di Maria angesprochen, lieferte sich der Trainer bei der Pressekonferenz einen humorigen Dialog mit seinem neben ihm sitzenden Stürmer Memphis Depay.

"Es tut mir sehr leid, dass Angel Di María einmal gesagt hat, ich sei der schlechteste Trainer, den er je hatte", sagte van Gaal: "Hier neben mir ist Memphis. Er war auch in Manchester. Und jetzt küssen wir uns auf den Mund." Gelächter folgte im Pressekonferenzraum des Medienzentrums in Doha. Auch Depay, der den Kuss verweigerte, lachte laut los.

In seiner Zeit bei Manchester United von 2014 bis 2016 hatte van Gaal Di Maria sowie Depay trainiert und letzteren gar einmal für ein FA-Cup-Finale nicht berücksichtigt. "Das ist nicht schön, aber glauben Sie mir: Ein Trainer tut das nicht ohne Grund. Vielleicht war es eine falsche Entscheidung. Schauen Sie sich an, wie wir uns jetzt gegenseitig behandeln. Er will keinen Kuss auf den Mund, schade, aber auch schön", sagte van Gaal.

17:01 Uhr

"Jeder ist sauer, das ist normal": Ronaldo erhält Rückendeckung

Die Joker-Rolle von Kapitän Cristiano Ronaldo ist nach Aussage von Mittelfeldspieler Otávio innerhalb der portugiesischen Fußball-Nationalmannschaft kein großes Thema. "Alles war normal, es gab keinen Streit. Wir halten zusammen und fokussieren uns darauf, für Portugal zu spielen und zu gewinnen", sagte der 27-Jährige im portugiesischen WM-Quartier in Al-Schahania bei Doha. Wenig später trainierte Ronaldo erstmals seit seiner Startelf-Ausbootung wieder auf dem Platz. Lediglich Verteidiger Rúben Dias verpasste die Team-Einheit und arbeitete individuell im Kraftraum.

Ronaldo wurde von Nationaltrainer Fernando Santos beim 6:1 im Achtelfinale gegen die Schweiz in der 74. Minute eingewechselt, er stand erstmals seit 2008 bei einem großen Turnier nicht in Portugals Startelf. "Jeder ist sauer, wenn er nicht spielt, das ist normal", sagte Otávio, der dennoch Ronaldos Bedeutung für die Mannschaft hervorhob. "Er unterstützt das Team, egal ob er auf der Bank sitzt oder spielt", sagte der Profi des FC Porto über den Kapitän. "Er ist unser Kapitän und ein Vorbild, auch wenn er von der Bank kommt."

16:18 Uhr

Schweinsteiger hilft Niederlanden vor WM-Viertelfinale

Nein, über seinen SMS-Verkehr mit Bastian Schweinsteiger wollte Louis van Gaal nicht reden. "Das ist Privatsache", betonte der 71 Jahre alte Trainer der niederländischen Nationalmannschaft - und legte dann doch los. "Ich finde es großartig, was er tut. Und natürlich stelle ich ihm Fragen. Er war ein Spieler mit Gehirn und Fußball wird mit Gehirn gespielt", sagte van Gaal. Am Freitag (20 Uhr MEZ/ARD, MagentaTV und im Liveticker bei ntv.de) trifft die Niederlande im WM-Viertelfinale im Lusail Stadion auf Argentinien.

Die Tipps des heutigen ARD-Experten Schweinsteiger waren hilfreich für van Gaal. "Ich lerne Dinge, die meine Scouts nicht herausgefunden haben. Und jetzt, wo Deutschland ausgeschieden ist, ist er für die Niederlande", sagte der Coach. Van Gaal war bei Bayern München und Manchester United Vereinstrainer von Schweinsteiger. Der Weltmeister von 2014 hatte berichtet, dass er mit van Gaal regelmäßig schreibe.

15:38 Uhr

Herrmann-Wick sprintet in Hochfilzen zum Weltcup-Sieg

Denise Herrmann-Wick hat zum Auftakt des Biathlon-Weltcups im österreichischen Hochfilzen den Sprint gewonnen und mit ihrem neunten Weltcuperfolg dem deutschen Team den ersten Sieg des Winters beschert. Die 33-Jährige blieb beim Schießen fehlerfrei und verwies nach 7,5 Kilometern die mit einer Strafrunde belastete Tschechin Marketa Davidova mit 18,1 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritte wurde Julia Simon aus Frankreich (1 Fehler/+ 20,1 Sekunden). 

15:14 Uhr

Flick als Bundestrainer rauswerfen? Was Watzke zu dieser Idee sagt

Für den Deutschen Fußball-Bund und Hansi Flick stand eine Trennung als Reaktion auf das Vorrunden-Aus bei der WM in Katar nie zur Debatte. Das betonte DFB-Vize Hans-Joachim Watzke einen Tag nach der Dreierrunde mit dem Bundestrainer und Präsident Bernd Neuendorf. "Es stand überhaupt nicht zur Diskussion, dass eine Trennung von Hansi Flick auf der Tagesordnung stand, daran haben wir nicht eine Sekunde gedacht", sagte Watzke in Neu-Isenburg. Dort war das Trio am Vortag zusammengekommen und hatte sich gegenseitig das Vertrauen ausgesprochen.

"Es ging einfach darum, intern zu analysieren, was war gut und was war schlecht", sagte Watzke und betonte: "Es war nicht alles schlecht, wenn du die ganzen Daten mal auswertest, aber am Ende war es auch nicht gut genug." Das Gespräch sei "sehr konstruktiv" und "immer mit sehr viel Vertrauen unterlegt" gewesen, die Atmosphäre "wirklich gut. Am Ende haben wir ganz klar festgelegt, dass wir an einem Strang ziehen. Das hat mir auch Hoffnung und Kraft gegeben."

14:43 Uhr

Zverev mit erfolgreichem Comeback: Sieg gegen Kumpel Thiem

Alexander Zverev hat 188 Tage nach seiner schweren Knöchelverletzung sein Comeback gefeiert. Bei dem durchaus umstrittenen Showevent in Diriyah/Saudi-Arabien besiegte der Olympiasieger seinen österreichischen Kumpel Dominic Thiem mit 10:8, 10:7 in einem Matchtiebreak-Format. Der deutsche Topspieler hatte seit seiner schweren Knöchelverletzung am 3. Juni im Halbfinale der French Open zuvor kein Match mehr absolviert.

  • Gegen Thiem, dem er 2020 im Finale der US Open nur knapp unterlag, spielte Zverev mit getaptem Fuß, bewegte sich aber gut. Insbesondere bei eigenem Service strahlte er die Dominanz aus, die ihn bis auf den zweiten Rang der Weltrangliste geführt hatte.
  • Weiter geht es für ihn im Viertelfinale gegen Daniil Medwedew. Das Match wird noch am Donnerstag ausgetragen.
  • Seinen ersten Comeback-Versuch hatte Zverev im September kurz vor der Davis-Cup-Gruppenphase in seiner Heimatstadt Hamburg abgebrochen. Ein Knochenödem zwang den 25-Jährigen zum vorzeitigen Saisonende, er fiel erstmals seit fünf Jahren aus den Top Ten.
  • Beim finanziell lukrativen Turnier in Saudi-Arabien sind fünf der aktuell zehn besten Spieler am Start. Menschenrechtsorganisationen kritisieren immer wieder, dass in dem Land grundlegende Rechte nicht beachtet würden.
13:12 Uhr

Aus im Achtelfinale: Spanien schmeißt Trainer raus

Nach dem Aus im Achtelfinale der WM in Katar ist Luis Enrique nicht länger Spaniens Fußball-Nationaltrainer. Wie der spanische Verband RFEF mitteilte, habe sich die sportliche Leitung gegen eine Verlängerung des Vertrags entschieden und werde stattdessen einen neuen Weg einschlagen.

  • Verbandspräsident Luis Rubiales und Sportdirektor José Francisco Molina teilten dem 52-Jährigen die Entscheidung mit. Es solle ein "neues Projekt für die spanische Nationalmannschaft auf den Weg gebracht werden", das auf der Arbeit von Enrique und seinen Mitarbeitern aufbaue, hieß es in einer Pressemitteilung.
  • Enrique hatte seine Zukunft zuvor nach dem 0:3 im Elfmeterschießen gegen den afrikanischen Außenseiter Marokko offen gelassen. Der Verband würdigte seine Arbeit seit 2018, mit der Enrique der Furia Roja neuen Schwung verliehen habe.
  • Einen großen Erfolg verpasste der langjährige Profi des FC Barcelona aber, bei der EM 2021 scheiterte seine Mannschaft im Halbfinale an Italien.
  • Laut spanischer Medienberichte könnte U21-Nationaltrainer Luis de la Fuente auf Enrique folgen.
12:36 Uhr

"Macht ist kein Kriterium": Watzke wehrt sich gegen Vorwurf der "Machtfülle"

DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke hat sich angesichts seiner Ämter im deutschen Fußball gegen den Begriff "Machtfülle" gewehrt. "Ich habe sehr viel gelesen von der Machtfülle, die ich nun innehabe", sagte Watzke. "Das ist ein Wort, mit dem ich persönlich überhaupt nichts anfangen kann, Macht ist für mich kein Kriterium." Er wolle hervorheben, dass er zwar mehrere Ämter habe, aber davon nur eines angestrebt habe. "Das des Aufsichtsratsvorsitzenden der DFL", sagte der 63-Jährige.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Borussia Dortmund ist aufgrund seines Postens in der Deutschen Fußball Liga gleichzeitig auch 1. Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes. Nach der Trennung von der bisherigen DFL-Geschäftsführerin Donata Hopfen übernehme er nun interimsweise die Postion des Sprechers des DFL-Präsidiums, sagte Watzke.

12:04 Uhr

"Ich bin frei": Skandal-Basketballer überklebt trotzig seinen Ex-Sponsor

Auf den Verlust seines millionenschweren Sponsorendeals mit Nike hat der umstrittene Basketballstar Kyrie Irving in der NBA mit einer trotzigen Botschaft reagiert. Der 30-Jährige von den Brooklyn Nets überklebte vor dem Spiel gegen die Charlotte Hornets (122:116) auf seinen Schuhen das Logo des Sportartikelriesen mit schwarzem Klebeband und griff zum Stift: "Ich bin frei" und "Logo hier" war in goldfarbenen Buchstaben zu lesen.

  • Irving, der in den vergangenen Jahren zunächst durch krude Verschwörungstheorien und schließlich als Impfgegner aufgefallen war, hatte in den Sozialen Medien den Link zu einem Film mit klar antisemitischen Inhalten geteilt. Die Nets hatten Irving danach vorübergehend suspendiert.
  • Nike hatte den Vertrag als Reaktion auf die Geschehnisse zunächst ruhen lassen und dann die Partnerschaft beendet. Irving soll zuletzt mehr als elf Millionen Dollar im Jahr kassiert haben, seine Schuhmodelle gehörten zu den Topsellern im Basketball-Bereich.
11:20 Uhr

Abreise-Drohung? Verband reagiert empört auf Ronaldo-Gerücht

Portugals Fußball-Verband hat Berichte über eine angebliche Abreise-Drohung von Superstar Cristiano Ronaldo wegen dessen Reservisten-Rolle zurückgewiesen. Der Verband stellte klar, dass Ronaldo "zu keinem Zeitpunkt damit gedroht hat, die Nationalmannschaft in Katar zu verlassen", hieß es in einer Mitteilung.

  • Zuvor hatte die portugiesische Zeitung "Record" berichtet, Ronaldo habe mit einer Abreise von der WM gedroht, nachdem er von seiner Startelf-Ausbootung im Achtelfinale erfahren hatte.
  • Nationaltrainer Fernando Santos soll Ronaldo demnach vor dem 6:1 gegen die Schweiz in einem "angespannten Gespräch" mitgeteilt haben, dass der Superstar zunächst auf der Bank sitzen werde. Es war das erste Mal seit 2008, dass der Offensivspieler in einer Partie Portugals bei einem großen Turnier nicht zur Anfangsformation gehörte.
  • Es habe sich eine heftige Diskussion entwickelt, in deren Verlauf Ronaldo damit gedroht habe, Katar zu verlassen, berichtete "Record". Der 37-Jährige habe seine Meinung dann aber geändert.
10:42 Uhr

Formel 1 macht Verstappen glücklich: Heimrennen des Doppel-Weltmeisters bleibt

Die niederländischen Formel-1-Fans dürfen sich bis mindestens 2025 weiterhin auf Rennen in Zandvoort freuen. Wie die Motorsport-Königsklasse am Donnerstag bekannt gab, wird der Grand Prix auf dem Dünenkurs auch in den beiden Jahren nach der kommenden Saison zum Programm gehören.

  • Nach der Rückkehr im vorigen Jahr und der Austragung in dieser Saison ist das Heimspiel für Weltmeister Max Verstappen vom Red-Bull-Team für 2023 auf den 27. August terminiert und bereits ausverkauft.
  • "Der Grand Prix der Niederlande hat sich im Kalender schnell als Favorit der Fans etabliert", sagte Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali in einer Mitteilung. Das Rennen habe die Messlatte in Sachen Organisation, Unterhaltung und Nachhaltigkeit in den vergangenen beiden Jahren angehoben und für unglaubliche Energie und eine tolle Fan-Erfahrung gesorgt.
  • "Wir sind höchst erfreut, dass wir unsere Beziehung verlängern können. Wir können es nicht erwarten, im nächsten Sommer zurückzukehren", sagte Domenicali.
10:10 Uhr

England-Star will nach Einbruchs-Schock zur WM zurückkehren

Der aus familiären Gründen abgereiste Raheem Sterling peilt einem Medienbericht zufolge eine Rückkehr ins englische Team bei der WM in Katar an. Der 28-Jährige soll dies dem Fußballverband FA bereits mitgeteilt haben, berichtete die BBC unter Berufung auf das Umfeld des Chelsea-Profis.

  • Sterling war nach einem Einbruch in sein Haus vor dem WM-Achtelfinale gegen Senegal (3:0) vorzeitig abgereist, hielt sich eine Rückkehr aber offen. Nun könnte er rechtzeitig für das Viertelfinale am Samstag (20 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) in Al-Khor gegen Frankreich zurück sein.
  • Eine Entscheidung über Sterlings Rückkehr ins Teamquartier nach Al-Wakra südlich von Doha soll an diesem Donnerstag fallen. Es gilt als fraglich, ob der eigentlich bei Trainer Gareth Southgate gesetzte Offensivspieler nach mehreren verpassten Trainings direkt wieder von Anfang an spielt. Auf links hat sich zuletzt Phil Foden von Manchester City empfohlen.
  • Sterling würde gegen den Weltmeister eher in einer Jokerrolle erwartet.
09:27 Uhr

Ballack: "Flick hat dieses Standing noch nicht"

In Frankfurt trifft sich die DFB-Spitze zur Krisensitzung. Auch der Job von Bundestrainer Hansi Flick steht dabei auf dem Prüfstand - er darf jedoch bleiben. Möglicherweise hat der Trainer sogar ein Mitspracherecht bezüglich der Nachfolge des Sportdirektors Oliver Bierhoff.

08:44 Uhr

"FC Bayern wird sich sehr aktiv einbringen": Bayern-Boss über DFL-Situation

Nach dem vorzeitigen Abschied der bisherigen DFL-Geschäftsführerin Donata Hopfen hat Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer ein starkes Engagement von Oliver Kahn angekündigt. Der frühere Nationaltorwart ist Vorstandsvorsitzender des deutschen Rekordmeisters. Die Deutsche Fußball Liga hatte mitgeteilt, dass Hopfen die DFL nach nur einjähriger Amtszeit wieder verlässt.

  • Für den FC Bayern München, für die ganze Bundesliga sei eine starke DFL "sehr, sehr wichtig", sagte Hainer im Streamingdienst DAZN und kündigte an: "Da müssen wir uns alle zusammenschließen, und der FC Bayern wird sich da sehr aktiv, vor allem Oliver Kahn in der Person als Vorstandsvorsitzender, einbringen in den Prozess, die DFL weiter zu stärken."
  • Heute wird sich Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der DFL zur weiteren Entwicklung bei der Dachorganisation äußern.
  • Der Aufsichtsrat hatte am Mittwoch auf seiner Sitzung das Aus für Hopfen beschlossen. Sie hatte erst Anfang des Jahres die Nachfolge von Christian Seifert angetreten.
07:09 Uhr

Bewiesen, dass er erfolgreich sein kann: Bayern-Boss überzeugt von Flick beim DFB

Klub-Präsident Herbert Hainer vom FC Bayern München glaubt an eine erfolgreiche Zukunft der Nationalmannschaft unter Hansi Flick. Die Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes zur weiteren Zusammenarbeit mit dem Bundestrainer sei eine gute, sagte Hainer bei DAZN. Flick habe "bereits beim FC Bayern bewiesen, dass er eine Mannschaft erfolgreich trainieren kann. Er hat mit uns viele Titel gewonnen."

  • Flick war 2019 bei den Bayern vom Co-Trainer zum Chefcoach aufgestiegen. Bis 2021 gewann er sieben Titel, darunter die Champions League und zweimal die deutsche Meisterschaft.
  • Trotz des enttäuschenden Vorrunden-Aus bei der WM in Katar traut Hainer dem 57-Jährigen auch mit der DFB-Auswahl weiterhin Großes zu. "Ich bin überzeugt davon, dass er das auch mit der Nationalmannschaft schaffen kann."
  • Mit Blick auf die EM 2024 in Deutschland fügte er an: "Wir haben die Heim-EM vor der Nase, da heißt es jetzt: Schulterschluss und Kräfte bündeln, damit wir da nach vorne kommen."
06:39 Uhr

"Er ist das Zentrum": Brasiliens Trainer schwärmen von Neymar

Brasiliens Nationaltrainer Tite hält Fußball-Superstar Neymar mit Blick auf den angepeilten Gewinn des sechsten WM-Titels für unverzichtbar. "Er ist der technische Anführer dieser Mannschaft", lobte der 61-Jährige den Angreifer nach dessen Comeback beim Turnier in Katar. "Jeder Spieler hat eine herausragende Eigenschaft, er ist das Zentrum, der die anderen noch besser macht." Das soll der 30-Jährige auch im morgigen Viertelfinale (16 Uhr im ntv.de-Liveticker) gegen Kroatien zeigen.

Neymar war nach mehrtägiger Verletzungspause im Achtelfinale gegen Südkorea (4:1) in die Startelf der Seleção zurückgekehrt. In der 13. Minute hatte er einen Foulelfmeter verwandelt. "Ohne Zweifel, er macht den Unterschied", meinte auch Co-Trainer César Sampaio. "Er schafft es, die Stärken unserer Stürmer noch besser zu machen. Ich habe schon gesagt, dass wir uns sehr auf seine Rückkehr freuen." Auch gegen Kroatien wird Neymar darum in der Startelf stehen.

05:57 Uhr

"Tragödie": FIFA bestätigt Tod eines Arbeiters während der WM

Ein offenbar von den Philippinen stammender Arbeiter hat während der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar sein Leben verloren. Der Mann sei infolge eines Unfalls bei Reparaturarbeiten im Teamhotel der saudi-arabischen Delegation gestorben, berichtete die US-Sportnachrichtenseite "The Athletic". Die FIFA bestätigte den Bericht.

  • Der Weltverband sei "zutiefst betrübt über diese Tragödie", die "Gedanken und unser Mitgefühl sind bei der Familie des Arbeiters", teilte ein Sprecher mit. Weitere Aussagen über den Unfall könne man erst treffen, wenn mehr Informationen bekannt seien.
  • "The Athletic" zufolge ermittelte in dem Fall die katarische Regierung.
  • Die Sportnachrichtenseite hatte berichtet, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Mann namens Alex handele, der auf Anfang 40 geschätzt wird. Er soll demnach in einen Unfall mit einem Gabelstapler verwickelt gewesen sein. Beim Sturz von einer Rampe sei er mit dem Kopf auf Beton aufgeschlagen, heißt es weiter. Einen Sicherheitsgurt habe der Mann nicht getragen - warum, sei nicht bekannt.
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