"Man sieht seine Handschrift": Rummenigge mit Nagelsmann zufrieden
Bayern Münchens ehemaliger Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat dem neuen Trainer des deutschen Fußballrekordmeisters einen "sehr guten Start" attestiert. "Und es ist wichtig bei Bayern München, dass man einen guten Start hat, das erleichtert ein Stück die Dinge", sagte der 66-Jährige bei der Verleihung zum Deutschen Fußball-Botschafter in Berlin, wo er den Ehrenpreis für die Bayern stellvertretend entgegennahm, über die Bedeutung der ersten Wochen für Julian Nagelsmann als Coach der Münchner.
Leider sei zuletzt die Partie gegen Eintracht Frankfurt verloren gegangen, "aber die Mannschaft hat trotzdem, finde ich, einen sehr, sehr guten Fußball gespielt. Man sieht seine Handschrift", betonte Rummenigge, unter dessen Führung Nagelsmann vom Verfolger und Vizemeister RB Leipzig in diesem Sommer für eine zweistellige Millionensumme an die Isar gelotst worden war.
Er sei optimistisch, dass der FC Bayern "trotz des kleinen Ausrutschers am Sonntag wieder deutscher Meister wird", sagte Rummenigge.
14 Jahre sind es schon, 20 sollen es werden: Zweitliga-Trainer peilt deutschen Rekord an
Der aktuell mit großem Abstand dienstälteste Trainer des deutschen Profifußballs geht endgültig auf Rekordjagd. Der seit über 14 Jahren beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim tätige Frank Schmidt hat seinen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2027 verlängert, wie der FCH mitteilte. Sollte der 47-Jährige tatsächlich so lange durchhalten, wäre er am Vertragsende fast 20 Jahre Chefcoach des kleinen Klubs von der Ostalb und damit deutscher Rekordhalter. Die bisherige Bestmarke hält weiterhin Volker Finke, der ohne Unterbrechung 16 Jahre lang als Trainer des SC Freiburg gearbeitet hatte. Dazu fehlen Schmidt noch knapp zwei Jahre. Er hatte den damaligen Oberligisten im September 2007 übernommen und in den Jahren danach bis in die 2. Liga geführt.
FC Bayern reist in diesem Winter nicht nach Katar
Schnee und eisige Temperaturen statt Sommer und Sonne: Der FC Bayern wird in diesem Winter auf seine obligatorische Reise ins Trainingslager nach Katar verzichten und sich in München auf die Rückrunde vorbereiten. Das berichtet "Bild". Grund für den Verzicht ist der Zeitung zufolge der eng gestrickte Terminplan. Ihr letztes Spiel im Jahr 2021 bestreiten die Münchner am Wochenende vor Heiligabend. Schon am zweiten Januar-Wochenende (7. bis 9.) steht dann der Rückrunden-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Programm. Zu wenig Zeit, um die knapp zwei Wochen im Wüstenstaat optimal zu nutzen.
Schon im Sommer verzichtete der Rekordmeister auf die fast schon traditionelle Reise nach Doha. Und auch hier war der Terminplan die Ursache. Da die Europameisterschaft erst spät endete und die EM-Teilnehmer Sonderurlaub bekamen, blieb für die Stippvisite nach Katar keine Zeit. Im Vorjahr fiel sie wegen der Corona-Pandemie aus.
Sprücheklopfer Fury nennt Wilder "ein Stück Mist"
Die Box-Welt freut sich auf ein weiteres Duell der Superlative: In Las Vegas treffen die Giganten Tyson Fury und Deontay Wilder zum dritten Mal aufeinander. Schon im Vorfeld wird Fury seinem Ruf als Sprücheklopfer gerecht und wettert ordentlich gegen seinen Konkurrenten.
"Ist tot": Rummenigge nennt Super-League-Idee einen "großen Reinfall"
Bayern München früherer Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat erneut für eine Entschlackung des vollen Terminkalenders im Profifußball plädiert. "Wir müssen versuchen, dass wir diesen Fußballkalender, der viel zu vollgepackt ist, ein bisschen reformieren und rationalisieren", sagte Rummenigge im Rahmen der Preisverleihung der Initiative Deutscher Fußball Botschafter in Berlin.
"Die Spieler können nicht mehr leisten, als es im Moment schon von ihnen verlangt wird."
Daher sei er auch "nicht dafür, dass eine Fußball-WM alle zwei Jahre stattfindet." Das Ziel müsse sein, die Qualität der Wettbewerbe und Spiele zu steigern, aber deren Anzahl zu reduzieren.
Dass es künftig einen erneuten Anlauf für eine Super League gibt, hält der 66-Jährige indes für ausgeschlossen. "Das Thema Super League ist erledigt, ist tot. Es wird nie wieder aufblühen, das ist völlig klar", sagte Rummenigge: "Es war ein großer Reinfall, das Votum der Fans war ja eindeutig."
Roglics Nummer 13 gelingt bei Mailand-Turin
Olympiasieger Primoz Roglic hat beim großen Kräftemessen der Radstars die 102. Auflage des Klassikers Mailand-Turin gewonnen. Der Slowene holte sich nach 190 Kilometern den Sieg vor dem Briten Adam Yates und hängte dabei am Schlussanstieg zur Basilica di Superga hinauf auch seinen Landsmann, den viertplatzierten Tour-de-France-Champion Tadej Pogacar und den französischen Weltmeister Julian Alaphilippe ab.
Für Vuelta-Sieger Roglic, der bei der Tour noch im Sturzpech war und aufgeben musste, war es bereits der 13. Saisonsieg. Keine Rolle spielten die deutschen Fahrer um den früheren Tour-Vierten Emanuel Buchmann. Roglic, der am Samstag auch schon den Giro dell Emilia gewonnen hatte, ist damit auch der Topfavorit für die Lombardei-Rundfahrt als letztem Höhepunkt der Straßenrad-Saison am Samstag.
Trauer um Strohband: Früherer Ullrich-Manager ist tot
Wolfgang Strohband, der langjährige Manager des früheren Tour-de-France-Siegers Jan Ullrich, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Tochter Nicola Repen der Deutschen Presse-Agentur. Demnach ist Strohband bereits am Sonntag an einem Krebsleiden gestorben. Er soll im kleinen Kreis beigesetzt werden.
Strohband, der zunächst als Gebrauchtwagenhändler tätig war, machte sich vor allem als Förderer und Manager von Ullrich einen Namen. Kurz nach dem Ende der DDR holte der Unternehmer Ullrich mit Trainer Peter Becker zur RG Hamburg.
Kurz danach nahm die Karriere des Rostockers richtig Fahrt auf. Ullrich wurde 1993 Amateur-Weltmeister, wechselte ins Profilager zum Team Telekom und gewann 1997 als bisher einziger Deutscher die Tour de France.
Immer an Ullrichs Seite war zu dessen aktiver Zeit Strohband, der auch Radrennen veranstaltete und Vorsitzender des Hamburger Radsport-Verbandes war.
Bierhoff sorgt sich um "Qualität des Fußballs"
Oliver Bierhoff sieht eine Verkürzung des WM-Intervalls sehr kritisch. Es dürfe im Fußball nicht nur um die Profitmaximierung gehen, so der Teammanager. Ein enger Terminkalender bedrohe die "Leidenschaft" der Spiele.
U21-Einsatz fraglich: Moukoko ist wieder verletzt
Antonio Di Salvo droht bei seinem Debüt als U21-Bundestrainer der Ausfall von Sturmjuwel Youssoufa Moukoko. "Leider hat er sich ein wenig verletzt, er ist gerade im MRT", sagte Di Salvo einen Tag vor der Partie gegen Island in der EM-Qualifikation (18.15 Uhr/ProSieben Maxx): "Er hat sich eine leichte Muskelverletzung zugezogen. Ich hoffe aber, dass es reicht."
Di Salvo unterstrich vor seiner besonderen Premiere in seiner Heimatstadt Paderborn die Wichtigkeit des 16 Jahre jungen Dortmunders: "Er ist ein herausragendes Talent. Er war für uns auch schon in den ersten Qualifikationsspielen wichtig."
Moukoko war bei seinem ersten Spiel im September in San Marino (6:0) zum jüngsten Spieler und Torschützen der U21-Geschichte geworden. Auch in der zweiten Partie in Lettland (3:1) traf der Linksfuß.
Für Di Salvo ist die Leitung der wichtigsten deutschen Nachwuchsmannschaft die erste Station als Cheftrainer. Seit 2016 stand der frühere Bundesliga-Profi seinem Vorgänger Stefan Kuntz als Assistent zur Seite, gemeinsam gewannen sie 2017 und 2021 die EM. Für Di Salvo gibt es deshalb "keinen Grund, viel zu ändern. Letztendlich geht es um Details, eine andere Ansprache und Humor."
Betrunkener Arturo Vidal rollt über seinen Ferrari
Inter-Profi Arturo Vidal lässt gerne mal die Korken knallen und macht dabei offenbar keine so gute Figur wie auf dem Fußballplatz. Ein neu aufgetauchtes Video zeigt, wie der Ex-Bayern-Spieler nach einem Partybesuch schwer angetrunken versucht, auf den Beifahrersitz seines Ferrari zu kommen.
"Nie ein Problem sein wollen": Mbappé zweifelte an Frankreich-Karriere
Frankreichs Starstürmer Kylian Mbappé hat im Sommer an seiner Karriere in der Fußball-Nationalmannschaft gezweifelt. "Ich habe die französische Nationalmannschaft immer über alles gestellt und werde sie auch immer über alles stellen", sagte Mbappé der Zeitung "L'Equipe". "Ich habe nie ein Problem sein wollen."
Von einem bestimmten Moment an aber habe er gespürt, dass er als ein Problem wahrgenommen werde und dass die Nationalmannschaft ohne ihn glücklicher sei.
"Die Botschaft, die ich erhalten habe, war, dass mein Ego uns verlieren ließ, dass ich zu viel Platz wollte, und dass man ohne mich vielleicht hätte gewinnen können."
In einem Gespräch mit Verbandspräsident Noël Le Graët sei es aber nicht um einen Rückzug aus der Nationalmannschaft gegangen, sondern alleine um die Frage, ob er ein Problem für die Mannschaft darstelle. Jetzt liege das alles hinter ihm. "Ich liebe die französische Mannschaft so sehr, dass ich das alles ignorieren kann", sagte der 22-Jährige.
Mit dieser Spezial-Lackierung tritt Red Bull in der Türkei an
Der Dienstwagen von Max Verstappen wird am kommenden Formel-1-Wochenende anders aussehen als sonst. Red Bull und das Schwesterteam Alpha Tauri kleiden ihre Renner für den Großen Preis der Türkei in ein neues Gewand. Damit zollen die Rennställe ihren Respekt für Motorhersteller Honda, der die Formel 1 nach der Saison verlassen wird.
Auf Twitter teilte der Rennstall ein kurzes Teaser-Video von dem neuen Look. Auf der überwiegend weißen Lackierung ist ein rotes RB-Logo zu erkennen. Auf den Heckflügeln der Alpha-Tauri-Boliden ist das Wort "arigato" (japanisch für danke) zu lesen.
Inspiriert ist der Türkei-Look vom Honda RA272, in dem Richie Ginther 1965 in Mexiko den ersten Sieg für ein japanisches Auto holte.
Die Lackierung sei eine "Hommage an Hondas bemerkenswerte Formel-1-Geschichte", so Teamchef Christian Horner. "Hoffentlich können wir den Fans an diesem Wochenende einen weiteren Sieg in diesen legendären Farben bescheren."
Schiedsrichter zeigt Linienrichter die gelbe Karte
Oft bleiben Szenen aus der Kreisliga im Gedächtnis, selten geht es um das Sportliche. So auch hier: Ein Schiedsrichter ist mit der Arbeit seines Linienrichters nicht zufrieden - und zurück prompt die gelbe Karte. Was auf den ersten Blick skurril erscheint, ist regeltechnisch absolut korrekt.
Nagelsmann sagte "großem deutschen Klub" dreimal ab
Julian Nagelsmann ist seit dieser Saison Trainer des FC Bayern München. Der deutsche Rekordmeister hatte den Oberbayern für eine zweistellige Millionensumme vom Ligakontrahenten RB Leipzig geholt. Er erhielt einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2026.
Klar ist ohnehin, dass er sich seinen Arbeitgeber aussuchen konnte, so beliebt ist der 34-Jährige. Doch das Angebot des erfolgreichsten deutschen Klubs habe er annehmen müssen, sagte er im Podcast "Einfach mal Luppen" von Toni und Felix Kroos. "Wenn man sich eine Karriere malt, dann wäre sicherlich noch mal ein Jahr oder zwei Jahre woanders nicht verkehrt gewesen. Aber jede Chance im Leben hat ein Verfallsdatum. Es gibt halt oft eine einmalige Chance, manchmal kommt noch eine zweite, aber selten auf dem Niveau - und die musst du einfach ergreifen", sagte Nagelsmann.
Er verriet auch, dass ihn zuvor ein anderer "großer deutscher Klub dreimal" wollte. Und dreimal habe es "aus unterschiedlichen Themen nicht funktioniert." Es gilt als extrem wahrscheinlich, dass Nagelsmann damit auf den BVB angespielt hat.
Union ermittelt ersten Täter des Antisemitismus-Skandals
Nach den antisemitischen Vorfällen beim Europa-Conference-League-Spiel des 1. FC Union Berlin gegen Maccabi Haifa ist ein erster Täter ermittelt worden. Das teilte der Fußball-Bundesligist mit. Gegen den Täter, der bei der Partie eine Gruppe deutscher Fans von Maccabi Haifa attackiert hatte, sie ein Ausschlussverfahren aus dem Verein eingeleitet worden.
"Wir haben daher alle uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen eingeleitet, um diese Person aus unseren Reihen zu entfernen. Alle uns vorliegenden Informationen haben wir darüber hinaus an das ermittelnde Landeskriminalamt übermittelt", wird Union-Präsident Dirk Zingler in der Mitteilung zitiert.
Der identifizierte Täter erhält zudem ein unbefristetes Hausverbot sowie ein Zutrittsverbot zu allen Veranstaltungen des Vereins. Union beantragt beim Deutschen Fußball Bund zudem ein bundesweites Stadionverbot.
Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes ermittelt gegen mehrere Personen, unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung.
Ein Nachspiel droht dem Verein auch vonseiten der UEFA. Die Europäische Fußball Union hat eine disziplinarische Untersuchung eingeleitet.
Nach hoffentlich erfolgreicher WM-Quali: Löw bekommt Abschied im November
Der DFB wird Weltmeister-Trainer Joachim Löw beim WM-Qualifikationsspiel am 11. November in Wolfsburg gegen Liechtenstein verabschieden. Der langjährige Chefcoach der deutschen Fußball-Nationalmannschaft (2006 bis 2021) hatte sein Amt nach der EM im Sommer an Hansi Flick übergeben.
"Wir hatten zuerst den September im Blick", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff über das "Servus" für Löw, damals seien die Corona-Regeln der UEFA aber noch strenger gewesen. "Das wird jetzt in Wolfsburg passieren, dass wir da zum Jahresabschluss zusammenkommen und Jogi offiziell und im internen Kreis verabschieden", sagte Bierhoff.
Mit Löw sollen dessen einstige Zuarbeiter Andreas Köpke, Thomas Schneider und Urs Siegenthaler sowie DFB-Arzt Sepp Schmitt noch einmal für ihre Verdienste geehrt werden. Nach dem Duell mit Liechtenstein spielt die DFB-Elf zum Abschluss der WM-Quali drei Tage später in Armenien.
Für Hertha-Profis wird ungeimpft sein jetzt teuer
Fußball-Bundesligist Hertha BSC lässt seine ungeimpften Spieler die Kosten für die notwendigen PCR-Tests künftig selbst zahlen. Einen entsprechenden Bericht der "Bild" bestätigte ein Klub-Sprecher dem SID.
Das derzeit gültige DFL-Konzept sieht zwei Tests pro Woche vor. Hertha, die in der Vorsaison zwischenzeitlich in Quarantäne musste, testet sogar sechsmal pro Woche. Bis zuletzt war der Verein für die Kosten aufgekommen.
Geschäftsführer Fredi Bobic erklärte der "Bild", dass man im Team, dem Trainerstab und dem Team ums Team eine Impfquote von über 90 Prozent habe. "Und das ohne irgendeine Art von Zwang, sondern durch Überzeugung", so Bobic.
"Erwarte beste Euro aller Zeiten": Das ist das Logo der Heim-EM 2024
Kaum ist die Europameisterschaft 2021 Vergangenheit, steht bereits das nächste Turnier in den Startlöchern. Oliver Bierhoff und Philipp Lahm hoffen für die Heim-EM 2024 auf ähnliche Stimmung wie beim "Sommermärchen" 2006. Auch UEFA-Präsident Aleksander Čeferin scheint hohe Erwartungen zu haben.
Der FC Bayern öffnet nach anderthalb Jahren wieder seine Tore
Der FC Bayern München hat erstmals seit über anderthalb Jahren wieder öffentlich trainiert. Während der Großteil der Münchner Profis auf Länderspielreise ist, schuftete am Mittwoch eine kleine Gruppe um Kingsley Coman und Omar Richards an der Säbener Straße. Nach langer Pause wegen der Corona-Pandemie waren gut hundert Fans mit dabei - deutlich weniger, als die vom Fußball-Bundesligisten zugelassenen 1000 Zuschauer.
Grund für den geringen Andrang dürfte auch die Abwesenheit der FCB-Topstars um Thomas Müller, Serge Gnabry und Leon Goretzka gewesen sein, die sich aktuell mit der Nationalmannschaft auf die Spiele gegen Rumänien und Nordmazedonien vorbereiten. Zugang zum Training erhielten nur Geimpfte, Genesene und Getestete, dazu bestand Maskenpflicht.
"Muss man so klar sagen": HSV-Torwart spricht über ein echtes "scheiß Gefühl"
Daniel Heuer Fernandes hat mit dem Hamburger SV sportliche Höhen, durch die mehrmals verpasste Bundesliga-Rückkehr vor allem aber auch einige Tiefen durchgemacht. "Ich habe in den vergangenen Jahren erlebt, wie es sich anfühlt, wenn man den Aufstieg nicht schafft: Es ist ein scheiß Gefühl, das muss man klar so sagen", erklärte der 28 Jahre alte Torhüter des Fußball-Zweitligisten der "Sportbild".
Der Schlussmann war 2019 von Darmstadt 98 an die Elbe gekommen und hat den angepeilten Aufstieg mit den Hanseaten seither zweimal verpasst. Trotz eines keineswegs optimalen Saisonstarts hofft er, dass es der 2017 abgestiegene HSV mit dem neuen Trainer Tim Walter im vierten Anlauf zurück in die erste Liga schafft. "Wir haben eine gewisse Konstanz, sind seit sechs Spielen ungeschlagen, aber mit der Punkteausbeute nicht zufrieden", sagte Heuer Fernandes über den aktuellen Tabellensiebten. Allerdings fehlen den Hanseaten nur drei Zähler zum Relegationsplatz.
"Hängt von seinen Vorlieben ab": BVB-Legende wird Trainer - oder Spielertrainer
Der ehemalige Bundesliga-Fußballer Nuri Sahin ist überraschend Trainer beim türkischen Erstliga-Klub Antalyaspor geworden. Laut Berichten türkischer Medien gab der Klub dem 33-Jährigen einen Fünfjahresvertrag und stellte es dem ehemaligen Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund und Werder Bremen frei, seine aktive Karriere zu beenden oder als Spielertrainer zu arbeiten. "Das hängt von seinen Vorlieben ab", zitierte "Haber Global" Antalyaspor-Präsident Aziz Çetin.
Nach nur acht Punkten an den ersten acht Spieltagen und einer 1:2-Niederlage gegen Aufsteiger Adana Demirspor war der Ex-Klub von Lukas Podolski als Tabellen-14. in die Länderspielpause gegangen und trennte sich am Montag nach knapp einem Jahr von Trainer Ersun Yanal.
Sahin war 2020 von Werder Bremen in die Türkei gewechselt und hat nun seinen ersten Cheftrainerposten. Mit Dortmund hatte Sahin den DFB-Pokal und die deutsche Meisterschaft geholt, in Spanien gewann er mit Real Madrid den Titel in der Primera Divison.
"War klar, dass er die Kurve nicht kriegt": Ex-Nationalspieler kritisiert Löw und den DFB
Der frühere Bundesliga-Profi Steffen Freund macht für die zuletzt enttäuschenden Leistungen der Nationalmannschaft unter Joachim Löw vor allem auch den Deutschen Fußball-Bund verantwortlich. "Nach der missratenen WM 2018 in Russland hatte ich bereits gesagt, dass Joachim Löw als Bundestrainer entlassen werden muss, weil die Zukunft von Fußball-Deutschland in Gefahr ist. Es war klar, dass er die Kurve nicht mehr kriegen kann. Es fehlte da aber ein starker Präsident beim DFB, der eine Entlassung durchsetzt", sagte der 51-Jährige dem "Sportbuzzer" (Mittwoch).
Beim Verband mangele es derzeit an starken Personen. "Davon gibt es kaum welche beim DFB, der in seiner Führungskrise doch fast am Zusammenbrechen ist. Der Verband muss sich wieder bessere Strukturen verschaffen, damit eine klare Linie reinkommt", forderte Freund. Unter Weltmeistertrainer Löw sei vieles aus seiner Sicht nicht optimal gelaufen. "Ich weiß, wie er arbeitet, war selber sechs Jahre lang beim DFB als U-Nationaltrainer tätig. Es gab keinen Kontakt zu den U-Nationaltrainern, auch nicht zu dem damaligen Nachwuchs-Sportdirektor Matthias Sammer. Wenn es da keine Zusammenarbeit gibt, ist es doch klar, dass es irgendwann schwierig wird", sagte der frühere Nationalspieler.
"Schon erstaunlich": Flick spricht sehr deutlich über seinen Nachfolger
Fußball-Bundestrainer Hansi Flick gönnt seinem Nachfolger Julian Nagelsmann den gelungenen Start beim FC Bayern München. Der 34-Jährige ist an diesem Freitag 100 Tage im Amt beim deutschen Rekordmeister. In München hatte Nagelsmann am 1. Juli das schwere Erbe des Allesgewinners Flick angetreten. "Ich finde, Julian ist ein toller Trainer, ein Top-Trainer. Gerade in seinen jungen Jahren ist das schon sehr erstaunlich. Er macht eine herausragende Arbeit", sagte Flick.
Flick hatte in nur anderthalb Jahren als Chefcoach sieben Titel mit den Bayern gewonnen, darunter 2020 das Triple. Dass Nagelsmann in München gelandet ist, überrascht den 56-Jährigen dabei nicht. "Es war konsequent, dass er Trainer von Bayern München wird", sagte Flick zu dem im Sommer vom Rekordmeister für eine zweistellige Millionensumme bei RB Leipzig abgelösten Fußballlehrer und bekennenden Bayern-Fan.
Union-Fanclubs wollen Antisemiten "hart bestraft" sehen
Die antisemitischen Vorfälle während des Conference-League-Spiels gegen Maccabi Haifa dürften für den Bundesligisten 1. FC Union Berlin ein Nachspiel haben. Die UEFA leitete eine disziplinarische Untersuchung ein. Am vergangenen Donnerstag war es laut Berichten von Augenzeugen und Betroffenen in einem Fan-Block des Olympiastadions beim 3:0-Sieg der Berliner zu Beleidigungen und Angriffen gegen Anhänger des israelischen Meisters gekommen. Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes ermittelt gegen mehrere Personen unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung.
45 eingetragene Fanclubs des Bundesligisten verurteilten die antisemitischen Vorgänge in einem Schreiben an die Vereinsführungen beider Klubs. "Den Fans und Verantwortlichen von Maccabi Haifa können wir nur sagen, dass uns die Vorfälle sehr leid tun und wir diese keinesfalls tolerieren!", hieß es. "Diese Einzelpersonen sind zu ermitteln und mit allen, dem Verein zur Verfügung stehenden Mitteln, hart zu bestrafen. Die EUFCs (Eingetragene Union-Fanclubs, Anm.) erklären ihre uneingeschränkte Bereitschaft, bei der Aufklärung zuzuarbeiten und mitzuhelfen."
Sollte "nicht am schlechtesten verdienen": Nagelsmann findet es gut, wenn Trainer ein "bisserl" was kosten
Julian Nagelsmann findet es "relativ normal", dass mittlerweile auch für Fußball-Trainer Ablösesummen gezahlt werden. Zwar könne man über die Höhe diskutieren, aber "dass ein Trainer Ablöse kostet, finde ich nicht verkehrt", sagte der Trainer des FC Bayern München im Podcast "Einfach Mal Luppen" mit Felix und Toni Kroos. Wenn ein Trainer ein "bisserl" was koste, würde sich der Verein auch mit dem Background, seiner Philosophie befassen und sehen, ob es passt und treffe "nicht einfach eine Entscheidung ins Blaue. Die Auswahl des Trainers passiert auf einer besseren Basis, wenn man auch ein paar Euro dafür zahlen muss", argumentierte Nagelsmann. Auch für das Ansehen gegenüber den Spielern sei es nicht "zwingend förderlich", wenn der Coach "am schlechtesten verdient und am wenigsten gekostet hat".