Chelsea wählt auf Trainersuche lächerlich leichten Weg
Klub-Weltmeister FC Chelsea ist auf der Suche nach einem neuen Teammanager offenbar fündig geworden. Wenige Tage nach dem Aus von Enzo Maresca soll sich Liam Rosenior, derzeit noch Trainer vom französischen Erstligisten Racing Straßburg, in London mit den Verantwortlichen von Chelsea getroffen haben. Wie sein Klub am Abend mitteilte, will sich der 41-jährige Engländer am Dienstagmorgen (9.30 Uhr) auf einer Pressekonferenz im Stade de la Meinau zu seiner Zukunft äußern.
Vieles deutet demnach darauf hin, dass Rosenior die Nachfolge von Maresca antritt, der an Neujahr nach einer Krisensitzung der Blues entlassen wurde. Bei Straßburg sei man bereits "hinter den Kulissen aktiv, um einen Ersatz für ihn zu finden", der "so schnell wie möglich" auf der Bank des Tabellensiebten der Ligue 1 Platz nehmen soll, hieß es in der Mitteilung. In der Zwischenzeit wurde das Training des elsässischen Vereins heute von Roseniors Assistenten Jean-Marc Kuentz und Filipe Coelho geleitet.
Chelsea und Straßburg gehören zum US-amerikanischen Konsortium BlueCo. Die Verhandlungen dürften also ähnlich hart sein wie bei Transfers zwischen Rasenballsport Leipzig und Red Bull Salzburg.
Ägypten rumpelt ins Viertelfinale des Afrika-Cups
Die ägyptische Fußball-Nationalmannschaft hat beim Afrika-Cup mit viel Mühe das Viertelfinale erreicht. Der Rekordsieger um Starstürmer Mohamed Salah gewann im Achtelfinale gegen Underdog Benin um den deutschen Trainer Gernot Rohr glanzlos mit 3:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung und trifft in der Runde der besten acht nun auf Titelverteidiger Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) oder Burkina Faso.
Marwan Attia (Al Ahly FC) brachte den haushohen Favoriten im marokkanischen Agadir mit einem Traumtor in Führung (69.). Benins Joker Jodel Dossou erzielte den Ausgleich und sorgte für die Verlängerung (83.), in der Attias Klubkollege Yasser Ibrahim (97.) und Salah (120.+4) den Turnier-Mitfavoriten schließlich zum schmeichelhaften Sieg schossen.
Millionenschwere Darts-Liga verzichtet auf Publikumsliebling
Die Darts-Premier-League muss in diesem Jahr ohne den zweimaligen Weltmeister Gary Anderson aus Schottland auskommen. Der 55 Jahre alte Publikumsliebling mit dem Spitznamen "The Flying Scotsman" ist kein Teil des achtköpfigen Teilnehmerfeldes, wie die PDC zwei Tage nach dem WM-Endspiel von London auf Sky Sports bekanntgab.
Stattdessen sind neben dem gesetzten Quartett (Weltmeister Luke Littler, Vize-Weltmeister Gian van Veen, Luke Humphries, Michael van Gerwen) auch die beiden Waliser Gerwyn Price und Jonny Clayton sowie der Engländer Stephen Bunting und Josh Rock aus Nordirland dabei. Die ersten vier Profis der Rangliste sind für die Millionenliga gesetzt, die weiteren vier erhalten von der PDC sogenannte Wildcards.
Anderson hatte während der WM, bei der er überraschend das Halbfinale erreichte, mehrere Male klargestellt, dass er für diese Belastung keine Kraft mehr habe. "Ich bin zu alt. 16 Wochen weg zu sein und dann für andere Turniere zurückzukommen, das schaffe ich nicht. Das geht einfach nicht mehr", sagte Anderson, der 2015 und 2016 Weltmeister war und die Nummer sechs der Rangliste ist.
Die Premier League beginnt am 5. Februar in Newcastle und macht am 26. März in Berlin Station. Das Finale der besten Vier steigt am 28. Mai in London.
Bericht: 40-Millionen-Euro-Angebot für DFB-Angreifer abgelehnt
Der AFC Bournemouth soll bei den Verantwortlichen des VfB Stuttgart vorgefühlt haben, wie die Chancen auf eine Verpflichtung von Jamie Leweling stehen. Das berichtet Sky. Demnach ist man im Ländle allerdings keineswegs auf offene Ohren gestoßen, im Gegenteil: Die Stuttgarter sollen jegliche Avancen sofort abgewiesen haben. Ein Deal im Winter kommt angeblich trotz der kolportierten 40 Millionen Euro Ablöse nicht infrage.
Eine Einstellung, die absolut nachvollziehbar ist. Mit sieben Vorlagen und vier Toren in 24 Pflichtspielen zählt der 24-jährige deutsche Nationalspieler im Saisonverlauf zu den Leistungsträgern. Ein Verlauf könnte die eigenen sportlichen Ziele durchaus gefährden. Außerdem endet Lewelings Vertrag erst im Sommer 2029 und mit dem Last-Minute-Transfer von Nick Woltemade zu Newcastle United für bis zu 90 Millionen Euro stellte der VfB im Sommer die Weichen für eine finanziell entspannte Zukunft.
Traditionsklub schmeißt Trainer nach nur 32 Tagen wieder raus
Der schottische Fußball-Rekordmeister Celtic Glasgow hat sich nach nur 32 Tagen im Amt von Trainer Wilfried Nancy getrennt. Die sofortige Vertragsauflösung gab der amtierende Champion zwei Tage nach der 1:3-Pleite im "Old Firm" gegen die Glasgow Rangers um den deutschen Coach Danny Röhl bekannt.
Neben dem Franzosen müssen auch seine Assistenten Kwame Ampadu, Jules Gueguen und Maxime Chalier den Verein verlassen, zudem geht auch der Sportliche Leiter Paul Tisdale. Ein Nachfolger oder eine Interimslösung für den Trainerposten wurde zunächst nicht benannt.
Nancy hatte Celtic erst am 4. Dezember 2025 übernommen, er holte in acht Pflichtspielen jedoch nur zwei Siege. Am Samstagabend war es nach der Pleite im Derby vor dem Celtic Park zu massiven Protesten gegen den 48-Jährigen gekommen. In der Tabelle liegt der 55-malige Meister punktgleich mit den Rangers auf Rang zwei, der Abstand auf Überraschungs-Tabellenführer Heart of Midlothian beträgt sechs Punkte.
Bericht: FC Bayern schließt lukrativen "Geheim-Deal"
Der FC Bayern hat offenbar eine Lösung in der Transfer-Posse rund um HSV-Leihtorwart Daniel Peretz gefunden. "Bild" berichtet von einem lukrativen "Geheim-Deal" des deutschen Rekordmeisters, der nun unter Dach und Fach sein soll. Demnach stimme der HSV einer Auflösung der Peretz-Leihe zu. Entgegen der ursprünglichen Vereinbarung mit dem FC Bayern müsse der Bundesliga-Aufsteiger aber nichts für den letztlich nur sechsmonatigen Deal zahlen. Die Rede ist von einer Einsparung in Höhe von 400.000 bis 500.000 Euro.
Die Münchner wiederum reichen den 25 Jahre alte Nationalkeeper Israels wie geplant für die Rückrunde an den englischen Zweitligisten FC Southampton weiter - und kassieren nun mehr Geld, als bei einem HSV-Verbleib möglich gewesen wäre.
Die Einigung zwischen Peretz, dem FC Bayern und Southampton war schon vor einigen Tagen durchgesickert. Das Problem: Der HSV musste dem erneuten Wechsel noch zustimmen, weil es keine Klausel für einen Leih-Abbruch in Peretz' Vertrag gibt.
Trainerlegende fliegt in Las Vegas raus
Nach den Atlanta Falcons und den Cleveland Browns haben auch die Las Vegas Raiders auf ihre schwache NFL-Saison reagiert und ihren Headcoach entlassen. Wie die Franchise aus der US-amerikanischen Football-Profiliga mitteilte, ist Pete Carroll von seinen Aufgaben entbunden. Wenige Stunden zuvor wurde auch das Aus von Kevin Stefanski in Cleveland sowie von Raheem Morris in Atlanta bekannt.
Carroll hatte erst zu Saisonbeginn bei den Raiders übernommen, mit einer 3:14-Bilanz aber krachend die Playoffs als Schlusslicht der AFC West verpasst. "Wir schätzen ihn sehr und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute", sagte Raiders-Besitzer Mark Davis in einer Mitteilung. Demnach werden General Manager John Spytek und Miteigentümer und Quarterback-Legende Tom Brady nun alle Aktivitäten leiten, einschließlich der Suche nach einem Nachfolger.
Für Carroll (74), in dieser Saison der älteste Headcoach der Liga, könnte dies das jähe Ende einer langen Trainerkarriere sein. Seit 1973 coacht der US-Amerikaner auf College- und NFL-Ebene, ab 1994 als Headcoach. Seine erfolgreichste Zeit erlebte er von 2010 bis 2023 mit den Seattle Seahawks. In 14 Saisons mit dem Team erreichte Carroll eine Bilanz von 137 Siegen bei 89 Niederlagen und einem Unentschieden. Der Höhepunkt war der Gewinn des Super Bowl im Jahr 2013.
Tennis‑Profi steigt für Handschlag auf Stuhl
Tennis-Star Reilly Opelka überragt seinen Gegner Dane Sweeny - und das nicht nur auf sportlicher Ebene. Auf der ATP-Tour im australischen Brisbane sorgt nicht das Match, sondern eine Situation danach für Lacher: Für den obligatorischen Handschlag steigt Sweeny kurzerhand auf einen Stuhl.
Neues F1-Team holt sich Verstärkung von Ferrari
Wenige Tage nach seinem Aus bei Ferrari heuert Guanyu Zhou bei einem Formel-1-Konkurrenten an - und arbeitet dort wieder mit Routinier Valtteri Bottas zusammen. Wie erwartet übernimmt der 26 Jahre alte Chinese den Posten als Reservefahrer bei Neueinsteiger Cadillac.
"Ich freue mich sehr, dem Cadillac-Formel-1-Team als Reservefahrer vor seinem Formel-1-Debüt beizutreten", sagte Zhou, der von 2022 bis 2024 als Stammpilot an der Seite von Bottas für Alfa Romeo und Sauber in der Motorsport-Königsklasse fuhr. "Dies ist eines der größten und aufregendsten neuen Projekte, die der Sport je gesehen hat."
Neben Bottas kennt Zhou auch Cadillac-Teamchef Graeme Lowdon sehr gut. Er gehört zum Management des Rennfahrers. "Ich habe über viele Jahre in verschiedenen Funktionen mit Graeme und Valtteri zusammengearbeitet, daher fühlt sich der Einstieg ins Team wie eine Rückkehr zur Familie an", sagte Zhou, der zeitweise sogar als Kandidat für ein Stammcockpit bei Cadillac gehandelt wurde.
Wilde Bayern-Gerüchte um portugiesischen Nobody
Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern soll zu einer Reihe europäischer Klubs zählen, die die Entwicklung von Tiago Gabriel genau im Blick haben. Das berichtet Transfer-Experte Santi Aouna. Neben den Münchnern haben demnach der FC Barcelona sowie der Neom SC aus Saudi-Arabien ein Auge auf den 21-jährigen Verteidiger geworfen. Laut "Don Balon" sieht der Abwehrspieler seine Zukunft allerdings eindeutig in Europa. Das katalanische Portal prognostiziert ein Tauziehen zwischen Barça und den Bayern.
Der Portugiese schnürt seit dem Sommer die Schuhe für US Lecce, wo Tiago Gabriel bislang 18 von 19 Pflichtspielen über die volle Distanz bestritten und dabei nicht selten überzeugt hat. Lecce soll daher auch wenig daran gelegen sein, seinen Leistungsträger ziehen zu lassen. Um den Klub dennoch von einem Verkauf zu überzeugen, wäre angeblich ein "unwiderstehliches Angebot" vonnöten.
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Bayern-Boss sauer auf Fans: Wird die ganze Südkurve gesperrt?
Nach der Pyro-Strafe durch die Europäischen Fußball-Union UEFA könnte der FC Bayern München sein kommendes Heimspiel in der Champions League gegen Royale Union Saint-Gilloise aus Belgien vielleicht sogar vor einer komplett leeren Fankurve austragen. "Wir werden die Blöcke 111 bis 114 sperren müssen. Aber wir sind echt am Überlegen, ob wir die komplette Südkurve sperren. Das haben wir auch schon diskutiert, aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen", zitierte t-online den Münchner Vorstandschef Jan-Christian Dreesen bei einem Fanklubbesuch am Sonntag in Neufahrn in Niederbayern.
"Das Problem ist, wenn ich jetzt die Blöcke 111 bis 114 sperre, dann verteilt sich das ja und es trifft in Teilen die Falschen", sagte Dreesen weiter. "Wir könnten genauso sagen, wir sperren es komplett. Dann trifft es aber noch mehr Leute, die gar nicht beteiligt waren." Der Bayern-Vorstand bezog sich dabei auf die freie Blockwahl im Stehplatzbereich der Südkurve, die die Blöcke 109 bis 117 umfasst. Dort gilt das Prinzip "first come first serve": Wer zuerst da ist, bekommt einen Platz, bis die Blockkapazität erreicht ist. "Wir haben ja ganz viel gemacht in den letzten 14 Jahren, die freie Blockwahl eingeführt, die Zäune zwischen den Blöcken entfernt", erläuterte Dreesen. "Deshalb bin ich auch ein bisschen sauer."
Priester weiht das Spielfeld - Kicker versagen die Nerven
Vor dem Spiel zwischen den Pittsburgh Steelers und den Baltimore Ravens erhält das Heimteam eine ganz besondere Art der Unterstützung. Ein Priester weiht die Endzone der Hausherren. Kurz vor Schluss des Spiels kommt es dann, wie es kommen muss.
Paukenschlag in Manchester: Erstaunliche Gerüchte um Julian Nagelsmann
Erschüttert das Trainerbeben bei Manchester United auch die Fußball-Nationalmannschaft? Nicht ausgeschlossen, behauptet zumindest "The Independent" am Tage der Entlassung von Ruben Amorim. Der wurde am heutigen Montag nach nur 14 Monaten im Old Trafford vor die Tür gesetzt. Ein Nachfolger muss dringend her. Eine Liste existiert und genau dort soll sich ein Name befinden, der den DFB nervös machen könnte.
Der Name? Julian Nagelsmann. Die Geheimwaffe Uniteds? Sportdirektor Christopher Vivell, der Nagelsmann noch aus gemeinsamer Zeit bei RB Leipzig kennt. Doch ein Wechsel vor der WM ist so wahrscheinlich wie eine Meisterschaft der Red Devils in der laufenden Saison der englischen Premier League. Nach der WM 2026 aber, so vermutet die englische Zeitung, könnte sich das vielleicht ändern.
Top-Kandidat bleibt indes Oliver Glasner, der nach seinen Stationen beim VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt mittlerweile mit großem Erfolg bei Crystal Palace die Geschicke leitet.
Borussia Dortmund gibt den nächsten Spieler ab
Die TSG 1899 Hoffenheim leiht Offensivtalent Cole Campbell von Borussia Dortmund bis zum Saisonende aus. Die Kraichgauer haben sich nach eigenen Angaben zudem eine Kaufoption für den 19 Jahre alten US-Profi gesichert. Campbell war am Wochenende aus dem Trainingslager des BVB aus Marbella abgereist. Sein Vertrag in Dortmund läuft noch bis 2028. Der Rechtsaußen war 2022 aus Island nach Dortmund gewechselt und hatte 2024 einen Profivertrag erhalten. In der aktuellen Bundesliga-Saison kam er bislang nur zu einem 16-minütigen Einsatz beim 2:0 der Borussia in Heidenheim.
"Cole ist ein sehr talentierter Flügelspieler mit großem Entwicklungspotenzial, den wir schon seit einiger Zeit intensiv beobachten", sagte Hoffenheims Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker über den amerikanischen U23-Auswahlspieler. "Auf den offensiven Außenbahnen ist er variabel einsetzbar. Wir sind überzeugt, dass er unserer Mannschaft zusätzliche Impulse geben kann."
Biathlon-Shootingstar rechtzeitig fit für Heim-Weltcup
Selina Grotian steht nach überstandener Krankheit wieder im Aufgebot der deutschen Biathletinnen für den Heim-Weltcup in Oberhof. Sie verdrängt Julia Kink, die im zweitklassigen IBU-Cup an den Start gehen wird, wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte. "Die Erkrankung hat letztlich etwas länger gedauert als zunächst gedacht oder erhofft", sagte die 21-jährige Grotian. "Inzwischen konnte ich jedoch wieder einen guten Formaufbau absolvieren."
Bei den Männern steht Johannes Kühn vor seinem ersten Weltcup-Einsatz in dieser Saison. Der Routinier habe sich wie auch Lucas Fratzscher durch starke Leistungen im IBU-Cup seine Rückkehr verdient, erklärte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling. Das Duo ersetzt Danilo Riethmüller und Simon Kaiser. Die vierte Station des Winters beginnt am Donnerstag mit einem Sprint der Männer über 10 Kilometer. Die Frauen sind einen Tag später dran.
Eva Lys verpasst Sensation - deutsche Pleite besiegelt
Eva Lys hat nach Alexander Zverevs erster Saisonniederlage eine faustdicke Überraschung verpasst: Die 23 Jahre alte Hamburgerin unterlag beim United Cup der sechsmaligen Grand-Slam-Siegerin Iga Swiatek trotz eines starken Auftritts. Lys musste sich der Weltranglistenzweiten 6:3, 3:6, 4:6 geschlagen geben und konnte die Chance auf ein dickes Ausrufezeichen zu Saisonbeginn nicht nutzen.
Damit ist die Niederlage der deutschen Mannschaft im zweiten Gruppenspiel perfekt, nach den beiden Einzeln steht es 0:2. Zverev hatte zuvor gegen Hubert Hurkacz in Sydney mit 3:6, 4:6 verloren. Vor allem der starke Aufschlag des lange verletzten, einstigen Weltranglistensechsten setzte Zverev zu. Hurkacz und Swiatek treffen mit Polen zum Abschluss auf die Niederlande, die Deutschland 3:0 geschlagen hatte. Die Gruppenersten und der pro Austragungsort beste Gruppenzweite schaffen den Sprung in die Runde der besten Acht.
Tränen in den Augen: Siegerin erzählt vom letzten Gespräch mit verstorbenem Biathleten
Mit Tränen in den Augen hat die Skilangläuferin Karoline Simpson-Larsen erstmals von ihrem letzten Gespräch mit dem kürzlich gestorbenen Biathleten Sivert Guttorm Bakken erzählt. "Der Tag vor Heiligabend war sehr hart", sagte sie dem Sender Viaplay. "Das Letzte, was Sivert am Tag davor zu mir gesagt hat, war, dass er zuversichtlich sei." Simpson-Larsen hatte am Sonntag die letzte Etappe der Tour de Ski gewonnen. Bakken habe eigentlich da sein und ihr zusehen wollen, sagte die Norwegerin im Interview. Das habe er ihr vor seinem Tod gesagt.
Simpson-Larsens und Bakken sind befreundet, ihr Lebensgefährte Johan-Olav Botn hatte Bakken am 23. Dezember tot in dessen Hotelzimmer gefunden. Bei seinem Auffinden trug er eine Höhentrainingsmaske. Die Todesursache steht noch nicht fest. Nach dem Tod des Freundes bei der Tour de Ski anzutreten sei schwieriger gewesen, als sie gedacht hätte, sagte Simpson-Larsen. Mit einem Sieg habe sie absolut nicht gerechnet. "Ich hoffe, das zeigt, dass ich stark bin, und man einfach weiterkämpfen muss, egal was passiert", sagte die Norwegerin. "Sivert war jemand, der nicht aufgegeben hätte, und dieser Gedanke hat mich motiviert."
Afrika Cup: Fan stirbt auf dem Weg zum Spiel
Der senegalesische Fußball trauert um eine Anhängerin, die auf dem Weg zum Achtelfinale des Afrika Cup am Samstag gegen den Sudan (3:1) tödlich verunglückt ist. Der Verband sprach den Angehörigen in einer offiziellen Stellungnahme das Beileid der gesamten senegalesischen Fußball-Familie aus. Der Verkehrsunfall hatte sich laut Verband auf der Strecke zwischen Rabat und Kenitra zugetragen. Die Anhängerin war unterwegs nach Norden zum Grand Stade de Tanger. Die Nachricht vom Unfall erreichte den Verband erst am Sonntagabend.
Der Senegal mit dem Bayern-Profi Nicolas Jackson gehört zu den Mitfavoriten auf den Gewinn des Afrika Cups. Am Freitag spielt das Team von Trainer Pape Thiaw erneut in Tanger im Viertelfinale gegen Mali.
"Nicht mal gejubelt": Verwirrung um Wirtz-Tor
Für Florian Wirtz war der Fall klar. "Ich war sicher, dass es Abseits war. Deshalb habe ich nicht mal gejubelt", sagte der Fußball-Nationalspieler über seinen zweiten Treffer im Trikot des FC Liverpool zum zwischenzeitlichen 1:1 beim 2:2 (0:1) beim FC Fulham. Und Wirtz war mit seiner Meinung nicht alleine. "Mir ging es genau so, vielen Leuten im Stadion ging es so", sagte Fulhams Teammanager Marco Silva. Liverpool-Legende Jamie Carragher meinte noch nach dem Spiel: "Ich verstehe immer noch nicht, warum das kein Abseits ist."
Tatsächlich legten die TV-Bilder eine Abseitsstellung nahe - und in der Bundesliga hätte das Tor von Wirtz so auch nicht gezählt. Dass es in der Premier League nach VAR-Prüfung Anerkennung fand, lag an einer etwas anderen Handhabung des halbautomatischen Systems. Während die höchsten Spielklassen in Deutschland, Spanien und Italien bei Abseits millimetergenau entscheiden, hielt die Premier League bei Einführung des Systems eine gewisse Toleranz bei. Diese wird im Zweifel zugunsten des Angreifers ausgelegt. Grund dafür sind Restzweifel daran, ob die Technologie fehlerfrei ist.
Teammanager schickt Warnung an Klub-Führung
Teammanager Ruben Amorim vom englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United hat die Vereinsführung scharf kritisiert und vor weiterer Einmischung in seine Arbeit gewarnt. "Ich kam hierher, um Manager von Manchester United zu sein - nicht, um nur der Coach zu sein", sagte der Portugiese nach dem enttäuschenden 1:1 (0:0) bei Leeds United und betonte: "Ich weiß, dass ich nicht Tuchel, Conte oder Mourinho heiße, aber ich bin der Manager von Manchester United!"
Der 40-Jährige deutete damit erneut Spannungen hinter den Kulissen an. Bereits vor der Partie hatte er sich geweigert, Fragen zu Transferplänen zu beantworten. Danach betonte er: "In jeder Abteilung - die Scouting-Abteilung, der Sportdirektor - muss jeder seinen Job machen. Ich mache meinen für 18 Monate, dann gehen wir weiter." Wenn der Klub nicht besser mit der Kritik von außen umzugehen lerne, "müssen wir ihn ändern", ergänzte er. Amorim reagierte damit auf Berichte, wonach Uniteds Chefscout Christopher Vivell ihn zu taktischen Anpassungen aufgefordert habe. Mit Sportdirektor Jason Wilcox soll es Meinungsverschiedenheiten über Transferziele geben.
Zverev zertrümmert frustriert seinen Schläger und bringt Deutschland in Bredouille
Alexander Zverev hat beim United Cup die erste Niederlage dieser Tennis-Saison kassiert. Der Weltranglistendritte verlor im Duell des deutschen Teams mit Polen gegen den aufschlagstarken Hubert Hurkacz in Sydney mit 3:6, 4:6. Dabei zertrümmerte der 28 Jahre alte Hamburger völlig frustriert nach dem Break zum 3:4 im zweiten Satz einen Schläger. Hurkacz kehrte nach einer Pause von mehr als einem halben Jahr wegen einer Knieoperation zurück, zeigte aber keine Anlaufschwierigkeiten und servierte 21 Asse. Zverev konnte sich nur eine Breakchance in der kompletten Partie erarbeiten und musste sich nach 82 Minuten geschlagen geben. Schnell verschwand er mit der Tasche über der Schulter in der Kabine.
Durch die Niederlage von Zverev steht die deutsche Auswahl gegen den Vorjahresfinalisten Polen unter Druck. Nur mit einem Sieg von Eva Lys gegen die Weltranglistenzweite Iga Swiatek wäre der zweite Sieg im zweiten Vorrundenspiel beim United Cup noch möglich. Sollte es nach den Einzeln 1:1 stehen, bringt das abschließende gemischte Doppel die Entscheidung. Zum Auftakt hatten Zverev & Co. mit 3:0 gegen die Niederlande gewonnen.
Lisa Müller über Thomas: Hätte ihn nicht nach Kanada begleiten können
Für Ehefrau Lisa war ein Umzug nach Kanada nach dem Wechsel des langjährigen Bayern-Profis Thomas Müller nach Vancouver keine Option. "Es wäre gar nicht möglich gewesen, ihn zu begleiten. Ich reite Turniere, das ist mein Beruf. Die Pferde müssen auch zwischen den Turnieren trainiert werden, und es muss einer im Betrieb nach dem Rechten schauen", erklärte die 36 Jahre alte Dressurreiterin der "Süddeutschen Zeitung".
Thomas Müller war zu den Vancouver Whitecaps in die nordamerikanische Profiliga MLS gewechselt, nachdem der FC Bayern den Vertrag des Weltmeisters von 2014 nicht mehr verlängert hatte. Mit den Whitecaps erreichte der 36-Jährige das Endspiel um den MLS Cup. Lisa Müller sagte, sie äußere sich zu ihrem Privatleben gar nicht mehr. "Dann würde ich mich rechtfertigen und außerdem, egal, was man sagt, sie drehen es hin, wie sie es haben wollen", erklärte sie.
Skisprung-Chef schlägt Zukunfts-Alarm
Die 74. Auflage der Vierschanzentournee legt ein Kardinalproblem im deutschen Skispringen offen: Es mangelt den DSV-Adlern an Nachwuchsspringern, die das Zeug haben, im Weltcup ein Wörtchen mitzureden. Sportchef Horst Hüttel schlägt Alarm. "Das beschäftigt uns enorm, das kann uns nicht zufriedenstellen, definitiv", sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel nach der Enttäuschung in Innsbruck. Es müssten "da ein paar Dinge bei uns intern hinterfragt werden". Hüttel wurde konkret: "Was ist da passiert? Warum ist es uns nicht gelungen, in den letzten Jahren jüngere Leute so in eine Ausgangsposition zu bringen wie den Felix im Moment. Da müssen wir mit Nachdruck intensiv analysieren und schauen, dass wir so schnell wie möglich hier in den nächsten Jahren die Situation verbessern."
Eine Mammutaufgabe, die da auf den neuen Bundestrainer wartet. Amtsinhaber Horngacher hatte vor Saisonstart angekündigt, am Ende des Olympia-Winters aufzuhören. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Die Zeiten deutscher Skisprung-Shootingstars liegen lange zurück. Hoffmann ist diesen Winter erstmals in die Weltspitze vorgedrungen, hat aber schon 28 Lenze auf dem Buckel. Auch Raimund, der sich als einziger Jüngerer im A-Kader etabliert hat, ist mit 25 kein Skisprung-Küken mehr. Paschke (35), Geiger (32) und Wellinger (30) sehen indes am Horizont schon das Karriere-Ende.
Schwerer Krankheitsfall in Familie: Ex-NBA-Star verlässt FC Bayern
Der deutsche Meister FC Bayern München Basketball hat den bis Saisonende laufenden Vertrag mit Ex-NBA-Star Spencer Dinwiddie aufgelöst. Wie der Verein mitteilte, wurde diese einvernehmliche Entscheidung aus persönlichen Gründen getroffen. Der 32-jährige Dinwiddie war aufgrund eines schweren Krankheitsfalls in seiner Familie und mit dem Einverständnis der Sportlichen Leitung kurz vor Weihnachten in die USA gereist.
"Leider bin ich jedoch nicht in der Lage, zu spielen", wurde Dinwiddie in der Vereinsmitteilung zitiert. Er bedankte sich beim Klub, dem Team und den Fans. "Trotz der zuletzt nicht einfachen Saisonphase habe ich mich in München sehr wohlgefühlt", erklärte der Profi. Der frühere NBA-Profi war erst im vergangenen Oktober nach München und damit erstmals zu einem europäischen Klub gewechselt. "Manchmal sind andere Dinge eben doch wichtiger als Sport. Gesundheit steht über allem und wir hoffen sehr, dass sich für Spencer und seine Familie in 2026 alles zum Guten fügt", sagte Bayern-Sportchef Dragan Tarlac.
"Es ist unglaublich": Harry Kane schwärmt von FCB-Fans und glänzt am Tischkicker
Top-Stürmer Harry Kane zu Gast in der bayerischen Provinz: Ein Fanklub-Besuch verschlägt den englischen Nationalspieler nach Denkendorf. Er schwärmt von der Unterstützung, die er in München genießt, und deutet eine Vertragsverlängerung an.
Fan stirbt bei Premier-League-Spiel
Ein Fan von Premier-League-Klub Leeds United ist nach einem medizinischen Notfall im Stadion gestorben. Das teilte der Verein mit. Zu dem Notfalleinsatz war es gestern vor dem Heimspiel gegen Manchester United (1:1) gekommen. "Die Gedanken aller im Verein sind in dieser außergewöhnlich schweren Zeit bei der Familie und den Freunden des Fans", schrieb der Erstliga-Aufsteiger. Zu den Hintergründen machte der Klub von Trainer Daniel Farke keine Angaben.
Nicht für immer beim FC Bayern: Shootingstar Karl verrät Traumverein
Shootingstar Lennart Karl sieht sich offenbar nicht dauerhaft bei Bayern München. "Der FC Bayern ist ein sehr großer Verein. Es ist ein Traum, dort zu spielen", sagte der 17-Jährige als Gast beim "FC Bayern München Fanclub Burgsinn 1980": "Aber irgendwann will ich auf jeden Fall mal zu Real Madrid. Das ist mein Traumverein, aber das bleibt unter uns. Natürlich ist Bayern etwas sehr Besonderes."
Karls Vertrag bei den Münchnern läuft bis Ende Juni 2028, er gehört zu den Entdeckungen in dieser Saison beim Rekordmeister. In 13 Bundesligaspielen erzielte er drei Tore, auch in der Champions League war er dreimal erfolgreich. Der Offensivspieler gilt als ein Kandidat für die WM im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko, bislang war er jedoch noch nicht bei der Nationalmannschaft.
Karl spielt seit Juli 2022 für die Münchner, damals war er von Viktoria Aschaffenburg zur FCB-Jugend gekommen.