Der Sport-Tag

Der Sport-TagSkisprung-Chef schlägt Zukunfts-Alarm

05.01.2026, 08:28 Uhr

Die 74. Auflage der Vierschanzentournee legt ein Kardinalproblem im deutschen Skispringen offen: Es mangelt den DSV-Adlern an Nachwuchsspringern, die das Zeug haben, im Weltcup ein Wörtchen mitzureden. Sportchef Horst Hüttel schlägt Alarm. "Das beschäftigt uns enorm, das kann uns nicht zufriedenstellen, definitiv", sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel nach der Enttäuschung in Innsbruck. Es müssten "da ein paar Dinge bei uns intern hinterfragt werden". Hüttel wurde konkret: "Was ist da passiert? Warum ist es uns nicht gelungen, in den letzten Jahren jüngere Leute so in eine Ausgangsposition zu bringen wie den Felix im Moment. Da müssen wir mit Nachdruck intensiv analysieren und schauen, dass wir so schnell wie möglich hier in den nächsten Jahren die Situation verbessern."

Eine Mammutaufgabe, die da auf den neuen Bundestrainer wartet. Amtsinhaber Horngacher hatte vor Saisonstart angekündigt, am Ende des Olympia-Winters aufzuhören. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Die Zeiten deutscher Skisprung-Shootingstars liegen lange zurück. Hoffmann ist diesen Winter erstmals in die Weltspitze vorgedrungen, hat aber schon 28 Lenze auf dem Buckel. Auch Raimund, der sich als einziger Jüngerer im A-Kader etabliert hat, ist mit 25 kein Skisprung-Küken mehr. Paschke (35), Geiger (32) und Wellinger (30) sehen indes am Horizont schon das Karriere-Ende.

Quelle: ntv.de