Deutscher Ski-Star sorgt für Überraschung
Lena Dürr ist erstmals in ihrer Karriere unter die Top Ten in einem Riesenslalom gefahren. Beim alpinen Ski-Weltcup in Copper Mountain fuhr die 34-Jährige auf den sechsten Platz. Nach dem ersten Lauf hatte sie noch auf Rang vier gelegen und damit sogar einen Podestplatz in Aussicht. Zum Auftakt des Olympia-Winters hatte Dürr im österreichischen Sölden noch den 14. Rang belegt.
Den Sieg im Riesenslalom im US-Bundesstaat Colorado sicherte sich überlegen die Neuseeländerin Alice Robinson. Nach zwei Läufen hatte sie 0,96 Sekunden Vorsprung auf die Österreicherin Julia Scheib, die das Auftaktrennen in Sölden gewonnen hatte. Rang drei ging an die Norwegerin Thea Louise Stjernesund. US-Superstar Mikaela Shiffrin kam bei ihrem Heimrennen überhaupt nicht zurecht und musste sich mit dem 14. Rang begnügen.
WM-Favoriten haben es eilig auf dem Weg in die Hauptrunde
Olympiasieger Norwegen hat bei der Handball-WM der Frauen in Deutschland und den Niederlanden souverän vorzeitig das Hauptrundenticket gelöst. Der Europameister gewann im zweiten Vorrundenspiel in Trier 41:16 (21:7) gegen Kasachstan, am Montag geht es gegen das punktgleiche Angola nur noch um den Gruppensieg und darum, ob der Topfavorit die volle Punktzahl mit in die Hauptrunde nimmt.
Ähnliche Ausgangssituationen erarbeiteten sich auch die Medaillenkandidaten Dänemark und Schweden. Dänemark besiegte in der Gruppe A in Rotterdam Kroatien mit 35:24 (16:10), Schweden feierte dank des 46:17 (25:9) in Stuttgart gegen Kuba ebenfalls den zweiten Sieg im zweiten Spiel wie auch die Schweizerinnen durch den 25:24 (14:13)-Erfolg in 's-Hertogenbosch gegen den Senegal.
Die besten drei Teams der acht Vierergruppen ziehen in die Hauptrunde ein. Dort geht es kommende Woche in vier Sechsergruppen weiter, Punkte gegen die ebenfalls qualifizierten Mannschaften werden mitgenommen. Die besten zwei Teams jeder Hauptrundengruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale (9./10. Dezember). Beide Halbfinals (12. Dezember), das kleine Finale sowie das Endspiel (beide 14. Dezember) finden in Rotterdam statt.
Zweitliga-Topspiel minutenlang unterbrochen
Kurz nach der Pause steht es zwischen 1. FC Magdeburg und 1. FC Nürnberg (jetzt live bei NITRO und auf RTL+) noch 0:0, da ruht das Spiel plötzlich wieder. Denn Schiedsrichter Felix Bickel und allen anderen auf dem Feld mangelt es an Durchblick: Pyrotechnik-Nebel zieht über den Rasen und schränkt die Sicht stark ein. Erst nach knapp 12 Minuten geht es weiter.
Zwei DFB-Stars schießen Premier-League-Dreierpack
Die deutschen Nationalspieler Malick Thiaw und Nick Woltemade haben Newcastle United in der Premier League zu einem Kantersieg geschossen. Die Magpies gewannen das Mittelfeld-Duell beim FC Everton mit 4:1 (3:0), dabei steuerte das DFB-Duo drei Treffer bei. Thiaw schoss nach 55 Sekunden erst das schnellste Tor der Saison in Englands Eliteliga, ehe er erneut per Kopf (58.) seinen ersten Karriere-Doppelpack bei den Erwachsenen perfekt machte.
Dazwischen hatte Woltemade mit einem sehenswerten Lupfer das zwischenzeitliche 3:0 erzielt (45.), Sekunden vor dem zweiten Treffer seines Nationalmannschaftskollegen ließ er noch eine weitere gute Gelegenheit liegen. Außerdem traf Lewis Miley (25.) für Newcastle, Kiernan Dewsbury-Hall (69.) betrieb für Everton nur noch Ergebnis-Kosmetik.
Flick und FC Barcelona retten Geburtstagsparty
Hansi Flick und der FC Barcelona haben sich zum 126. Vereinsjubiläum mit der Tabellenführung in La Liga beschenkt. Vier Tage nach dem bitteren 0:3 in der Champions League beim FC Chelsea verdrängte die Mannschaft des früheren Bundestrainers durch ein 3:1 (2:1) am 14. Spieltag gegen Deportivo Alaves zumindest vorübergehend Erzrivale Real Madrid von der Spitze.
Die Geburtstagsparty begann allerdings denkbar schlecht. Manche Fans hatten ihre Choreo-Fähnchen noch nicht beiseite gelegt, da brachte Pablo Ibanez die Gäste bereits nach 43 Sekunden in Führung. Barca schüttelte sich kurz, dann glich Supertalent Lamine Yamal (8.) aus. Der ehemalige Leipziger Dani Olmo (26.) drehte die Partie. Weitere Großchancen ließ Barcelona ungenutzt, Alaves bestrafte das aber nicht mehr. Stattdessen sorgte Olmo mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung (90.+3).
Mit dem zweiten Heimsieg im zweiten Spiel nach der Rückkehr ins neue Camp Nou liegt Flick mit seinem Team mit 34 Punkten an der Tabellenspitze, Real lauert mit 32 Zählern dahinter. Die Königlichen können am Sonntag (21.00 Uhr) mit einem Sieg beim FC Girona wieder vorbeiziehen.
Die sportlichen Schlagzeilen
Bayern-Fans provozieren "Pimmel"-Politiker
Die Innenministerkonferenz in der kommenden Woche prägt den deutschen Profifußball schon weit vor ihrem Beginn. Deutschlandweit schweigen Fans die ersten 12 Spielminuten über, um gegen drohende Rechtsverschärfungen und repressive Maßnahmen zu demonstrieren. Beim Auswärtsspiel des FC St. Pauli in München wendet sich die Südkurve des FC Bayern direkt an einen, der bei der IMK dabei sein wird: Hamburgs Innensenator Andy Grote.
"Grote schwingt wieder seinen Unverhältnismässigkeitspimmel" steht auf dem Spruchband, dazu eine Zeichnung des SPD-Politikers mit Überwachungskamera, Schlagstock und ähnlichem. Die "Pimmel"-Referenz spielt auf eine von mehreren Affären in Grotes Karriere an. Auf Twitter hatte jemand einen seiner Tweets mit "Du bist so 1 Pimmel" kommentiert, der Politiker reichte Strafantrag an und es kam zu einer Hausdurchsuchung. Weltweit berichteten Medien darüber. Und den Spitznamen hat er damals nachhaltig bekannt gemacht.
Grote hatte damals in seinem Ausgangstweet kritisiert, dass Menschen im Hamburger Schanzenviertel trotz Corona-Maßnahmen feierten. Was deshalb bemerkenswert war, weil er selbst 2020 wegen einer illegalen Feier zu einem Bußgeld von 1000 Euro verurteilt worden war.
Mainz verkündet Ausfall von Stammtorhüter
Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 muss im Abstiegskampf vorerst auf Stammkeeper Robin Zentner verzichten. Wie die Rheinhessen mitteilten, zog sich der 31-Jährige im Spiel der Conference League bei Universitatea Craiova eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich des linken Oberschenkels zu. Der Torhüter werde deshalb "in den nächsten Spielen nicht zur Verfügung stehen", eine genauere Prognose gab der Verein nicht ab.
Zentner war bei der 0:1-Niederlage in Craiova nach 24 Minuten von Lasse Rieß ersetzt worden, der entsprechend auch am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN und im Liveticker bei ntv.de) in Freiburg im Tor des Tabellenletzten stehen dürfte.
Manuel Neuer spricht über Karriereende und WM 2026
Bayern-Torhüter Manuel Neuer hat Spekulationen um ein Nationalmannschafts-Comeback erneut zurückgewiesen und seine Zukunft über das Saisonende hinaus offen gelassen. "Fakt ist natürlich, dass ich absichtlich zurückgetreten bin. Für mich liegt der Fokus ganz klar auf dem Verein", betonte Neuer nach dem mühsamen 3:1 (1:1) gegen Abstiegskandidat FC St. Pauli beim TV-Sender Sky. Beim Gegentor hatte Neuer nicht zum ersten Mal in dieser Saison unglücklich ausgesehen.
Ob der 39-jährige Neuer beim FC Bayern ein weiteres Jahr dranhängt, ist offen. Das wisse er noch nicht, so Neuer, der eine Entscheidung wohl frühestens im März treffen will. "Entscheidend wird sein, wie ich mich fühle - gerade in der Rückrunde", sagte Neuer: "Ich muss mir schon meine Gedanken machen, wie es weitergeht."
Biathlon-Herren laufen knapp am Podium vorbei
Die deutsche Männerstaffel ist mit einem vierten Platz beim Biathlon-Weltcup in Östersund in den Olympia-Winter gestartet. Justus Strelow, Danilo Riethmüller, Philipp Nawrath und Philipp Horn leisteten sich insgesamt neun Nachlader und hatten im Ziel 55,7 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Weltmeister Norwegen. Platz zwei erkämpfte sich Frankreich vor Gastgeber Schweden. Dem Quartett des Deutschen Skiverbands fehlten nach 4 x 7,5 Kilometern 31,0 Sekunden zum ersten Podestplatz der Saison.
Der teilweise starke Wind sorgte für einige Probleme am Schießstand. Strelow brauchte fast zwei Minuten für sein Stehendschießen, weil er es ganz genau machen wollte. Zwar vermied der Sachse eine Strafrunde, fiel aber schnell weit zurück und übergab nur als 15. auf Riethmüller. Der Harzer brachte sein Team nach nur einem Nachlader auf Platz acht nach vorn. Nawrath war dann ohne Extrapatrone noch stärker - und stürmte vor dem letzten Wechsel sogar auf Rang drei. Diesen konnte der Thüringer Horn aber nicht halten.
Ausstiegsklausel? Eberl kündigt Gespräche mit Kane und Upamecano an
Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl hat erneut seinen Wunsch bekräftigt, die Verträge von Harry Kane und Dayot Upamecano verlängern zu wollen. "Harry weiß genau, was er will und wir haben mit ihm was vor. Wir würden gerne weitermachen. Wir können uns das sehr, sehr gut vorstellen, aber alles werden wir dann mit Harry im Grunde besprechen", sagte Eberl bei Sky vor dem Heimspiel in der Fußball-Bundesliga gegen den FC St. Pauli.
Auch bei Upamecano bestehe die Absicht zur weiteren Zusammenarbeit. "Wir wollen es unbedingt. Ich glaube, das haben wir hinreichend kommuniziert. Ich glaube, er fühlt sich sehr, sehr wohl", sagte Eberl. Er hoffe auf eine baldige Einigung, "aber ich kann nicht sagen wann."
Während der Vertrag des 27 Jahre alten Innenverteidigers bereits im kommenden Sommer ausläuft, ist Kane vertraglich noch bis Sommer 2027 an die Münchner gebunden. Allerdings verfügt der 32 Jahre alte Stürmerstar Berichten zufolge über eine Ausstiegsklausel. Zuletzt war über ein Interesse des FC Barcelona am englischen Nationalstürmer berichtet worden.
Wellinger springt stark - und dann wird der Wettkampf abgebrochen
Skispringer Andreas Wellinger hat sich beim Weltcup im finnischen Kuusamo mit seinem besten Saisonergebnis zurückgemeldet. Beim angesichts von starken Winden und aufkommenden Regens nach einem Durchgang abgebrochenen Wettkampf am Polarkreis kam der zweimalige Olympiasieger als bester DSV-Adler beim Sieg des Slowenen Anze Lanisek auf Rang sieben.
Wellinger, der im Vorjahr eines der beiden Springen auf der Rukatunturi-Schanze gewonnen hatte, zeigte mit 127,5 Metern (120,4 Punkte) seinen bislang besten Saisonsprung - zuvor hatte er nur einmal im Olympiawinter den ersten Durchgang überstanden. In Kuusamo war Wellinger 2014 als Teenager schwer gestürzt.
Lanisek lag beim Abbruch in Kuusamo mit 142,0 Meter (141,4 Punkte) deutlich vor dem Japaner Ren Nikaido (136,4) und dem Slowenen Domen Prevc (128,0). Hinter Wellinger überzeugten auch Routinier Pius Paschke, der im Vorjahr ebenfalls ein Kuusamo-Springen gewonnen hatte, als Neunter und Aufsteiger Felix Hoffmann als Elfter.
Gladbach-Kapitän formuliert vorsichtige WM-Ambitionen
Torjäger Tim Kleindienst hofft nach seiner sechsmonatigen Verletzungspause weiter auf eine WM-Teilnahme, will bei seiner Rückkehr aber nichts überstürzen. "Für mich geht es um einen vernünftigen Aufbau. Vielleicht bin ich Anfang Januar, Mitte Januar wieder so weit, dass ich zumindest mal eine Halbzeit oder wieder 60 Minuten bekomme", sagte der Gladbacher Kapitännach dem 0:0 gegen Rasenballsport Leipzig.
Kleindienst war zuletzt in Heidenheim (3:0) und am Freitag gegen Leipzig zu Kurzeinsätzen gekommen, nachdem er sich am Ende der vergangenen Saison schwer am Knie verletzt hatte. Er werde "alles dafür tun, um in irgendeiner Richtung eine Chance zu haben, überhaupt bei der WM dabei zu sein", sagte der 30-Jährige.
Das nächste Länderspiel steht am 30. März in Stuttgart gegen die Elfenbeinküste an. "Bis dahin habe ich Zeit", sagt er: "Und dann schauen wir mal, wo ich stehe. Deswegen hoffe ich natürlich, dass ich schnellstmöglich wieder fit werde, um einen fairen Konkurrenzkampf bieten zu können." Kleindienst hat bislang sechs Spiele für die Nationalmannschaft absolviert und dabei vier Tore erzielt.
THW Kiel verlängert nicht mit langjährigem Leistungsträger
Abschied nach einem Jahrzehnt: Rückraumspieler Nikola Bilyk wird Handball-Rekordmeister THW Kiel am Saisonende verlassen und im kommenden Sommer zum Schweizer Klub HC Kriens-Luzern wechseln. Der 29 Jahre alte Rückraumspieler unterschrieb bei den Eidgenossen einen Vertrag über drei Jahre. Das teilten die Norddeutschen mit. Der Österreicher war 2016 nach Kiel gekommen. Der Rechtshänder gewann mit dem THW unter anderem dreimal die deutsche Meisterschaft, viermal den DHB-Pokal sowie 2020 die Champions League. In bislang 390 Pflichtspielen für die Kieler erzielte Bilyk 1133 Tore.
"Er ist ein Musterprofi, den wir als Typ sehr vermissen werden. Leider hatte er zuletzt viel mit Verletzungen zu kämpfen, sodass er nicht mehr über einen längeren Zeitraum zeigen konnte, was in ihm steckt. Deshalb haben wir uns entschieden, den Vertrag nicht zu verlängern", sagte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi.
Bilyk bezeichnete seinen Abschied als "schade", aber "nach zehn Jahren THW Kiel ist es vielleicht auch gut, einmal etwas anderes kennenzulernen. Mit dem HC Kriens-Luzern habe ich mich für einen ambitionierten Klub entschieden, der Großes vorhat und mich mit seinem Konzept rundum überzeugt hat."
FC Bayern verabschiedet Klublegende nachträglich endlich ordentlich
Er war der Finalheld beim Champions-League-Triumph über seinen Heimatverein Paris Saint-Germain und zehn Jahre lang ein Münchner: Kingsley Coman hat seinen Platz in der Historie des FC Bayern sicher - heute wurde er vom deutschen Fußball-Rekordmeister auch ordentlich verabschiedet.
Vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli ehrte der Tabellenführer der Bundesliga den 29-Jährigen, der im Sommer für eine Ablösesumme von bis zu 35 Millionen Euro zu Al-Nassr nach Saudi-Arabien gewechselt war. Die Verantwortlichen um Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund überreichten einen Blumenstrauß und ein gerahmtes Erinnerungsbild. Der Verein und die Fans, sagte Coman, werden "immer in meinem Herzen bleiben".
Coman lief in 339 Pflichtspielen für den FC Bayern auf, bereitete 71 Tore vor und traf 72-mal selbst. Seinen wichtigsten Treffer erzielte er im Endspiel der Königsklasse vor etwas mehr als fünf Jahren gegen PSG (1:0) ungewöhnlich per Kopf. In München gewann Coman auch neun deutsche Meisterschaften und die Klub-WM. Außerdem triumphierte er dreimal im DFB-Pokal, sechsmal im deutschen Superpokal sowie einmal im europäischen Supercup.
Deutsche Biathlon-Staffel startet mit Debakel in Olympia-Saison
Die deutsche Frauen-Staffel um Franziska Preuß hat zum Auftakt des Olympia-Winters enttäuscht und das Podium deutlich verpasst. Das DSV-Quartett mit Gesamtweltcupsiegerin Preuß, Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz und Selina Grotian musste sich beim Biathlon-Weltcup im schwedischen Östersund mit Rang elf zufrieden geben.
Der Sieg im Rennen über 4x6 Kilometer ging an Frankreich (0+8) vor Italien (1+9/+13,8 Sekunden) und Tschechien (0+8/+30,8). Preuß und Co. (3+10) hatten satte 3:16,2 Minuten Rückstand. Grotian, an Position drei laufend, leistete sich im Liegendanschlag zwei Strafrunden. Auch Preuß als Schlussläuferin musste nach dem Stehendschießen einmal in die Runde. Für das deutsche Frauenteam war es das schlechteste Staffelergebnis seit dem zwölften Platz von Nove Mesto im März 2021.
Die Staffel der Männer über 4x7,5 Kilometer folgt um 16.55 Uhr (AD und Eurosport). Das deutsche Team startet mit Justus Strelow, Danilo Riethmüller, Philipp Nawrath und Philipp Horn. Am Sonntag stehen in Östersund die Single-Mixed-Staffel (14.00 Uhr) und die Mixed-Staffel (16.40 Uhr) auf dem Programm.
Bericht: Deutscher Ex-F1-Fahrer verhaftet
Der frühere Formel-1-Pilot Adrian Sutil steht wieder im Fokus der Öffentlichkeit - allerdings aus unerfreulichem Anlass. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wurde der 41-Jährige am Donnerstag festgenommen und befindet sich inzwischen in Haft.
Gegen Sutil lag demnach ein Haftbefehl vor, offenbar wegen des Verdachts auf Betrug. Polizeikräfte durchsuchten am Donnerstag drei Objekte in Monaco, in der Schweiz sowie im baden-württembergischen Sindelfingen. "Gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg wurden mehrere Objekte durchsucht", bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Sutil sei in Sindelfingen festgenommen und anschließend zum Amtsgericht Stuttgart gebracht worden, wo der Haftbefehl vollzogen wurde.
Zu den genauen Umständen der Festnahme machten die Ermittlungsbehörden bislang keine Angaben. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich auch nicht zu den konkreten Vorwürfen. Nach Angaben von Ermittlern soll der Verdacht "des gemeinschaftlichen Betrugs im besonders schweren Fall und der gemeinschaftlichen Unterschlagung" bestehen.
Spannender Showdown: Rennsport-Legende schreibt Rallye-Geschichte
"Teilzeitkraft" Sébastien Ogier hat mit seinem neunten WM-Titel Rallye-Geschichte geschrieben. Dem Franzosen reichte zum Abschluss in Saudi-Arabien ein dritter Platz, um mit 293 Punkten seinen Toyota-Markenkollegen Elfyn Evans (289) in der WM-Wertung noch auf Rang zwei zu verdrängen. Der Waliser wurde am letzten Wochenende auch wegen einer Reifenpanne nur Sechster.
Ogier stellte mit seinem Titel den Rekord von Rallye-Legende Sébastien Loeb ein. "Was für eine unglaubliche Saison. Der Kampf mit Elfyn war wirklich großartig - große Champions brauchen große Rivalen. Er hat uns bis zum Schluss alles abverlangt", sagte Ogier, bevor er auf das Dach seines Autos kletterte und gemeinsam mit seine Co-Pioten Vincent Landais feierte.
Der Triumph ist umso bemerkenswerter, weil Ogier seit vier Jahren nur noch bei einem Teil der Rennen am Start ist. In diesem Jahr hatte er drei der ersten acht Rallyes ausgelassen. Erst im Sommer entschied er sich, das Projekt ernsthafter anzugehen. "Einen WM-Titel zu gewinnen, gehörte natürlich nicht mehr zu meinen Zielen", hatte er zuletzt gesagt.
Der 41 Jahre alte Ogier war als Gesamtzweiter nach Saudi-Arabien gereist, drei Punkte fehlten ihm zu Evans. Am Freitag war dem Waliser aber eine Reifenpanne zum Verhängnis geworden, Ogier zog im virtuellen Ranking vorbei - und ließ am Finaltag nichts mehr anbrennen.
Bundesliga hinkt weiter hinterher: Nächste Top-Liga sichert sich Milliardenregen
Die spanische Fußball-Liga hat einen neuen TV-Deal im Wert von 6,135 Milliarden Euro unterzeichnet. Wie La-Liga-Präsident Javier Tebas am Freitag bei X mitteilte, verlängerten die Streamingplattformen "DAZN" und "Movistar Plus+" ihre auslaufenden Verträge um fünf weitere Jahre. Ab der Saison 2027/28 steigt die jährliche Ausschüttung an die Klubs von 1,125 auf 1,227 Milliarden Euro.
Damit liegt die spanische Liga weiter vor der Bundesliga. In Deutschland erhalten die 36 Erst- und Zweitligisten seit dieser Spielzeit 1,121 Milliarden Euro pro Saison. Der finanzielle Abstand zur englischen Premier League ist aber weiter sehr groß: Auf der Insel kassieren die Vereine seit diesem Sommer umgerechnet 1,91 Milliarden Euro pro Spielzeit.
Lochner treibt Rivalen im deutschen Giganten-Duell zur Verzweiflung
Johannes Lochner hat Rekordweltmeister Francesco Friedrich ein weiteres Mal ausgestochen und auch das dritte Weltcup-Rennen der olympischen Bob-Saison gewonnen. Zum Auftakt des Rennwochenendes in Innsbruck-Igls gewann der 35 Jahre alte Gesamtweltcupsieger der vergangenen Saison im Zweier mit Anschieber Georg Fleischhauer mit hauchdünnem Vorsprung vor Friedrich und Alexander Schaller.
Wie schon beim Weltcup-Auftakt im Zweier auf der Olympia-Bahn in Cortina d'Ampezzo vergangene Woche sorgte Adam Ammour, diesmal mit Tim Becker im Schlitten, hinter den beiden Altmeistern für einen deutschen Dreifacherfolg.
Lochner, der sein angekündigtes Karriereende bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo im Februar mit seinem ersten olympischen Gold krönen will, hatte den viermaligen Olympiasieger Friedrich in Italien im kleinen Schlitten überraschend deutlich geschlagen. Beim ersten Schlagabtausch in Innsbruck trennten die beiden Rivalen am Ende nur fünf Hundertstelsekunden.
Bericht: 26-Millionen-Mann will schnell wieder weg aus Frankfurt
Als große Sturmhoffnung wurde Elye Wahi im vergangenen Januar für rund 26 Millionen Euro Ablöse von Olympique Marseille zu Eintracht Frankfurt transferiert. Bislang blieb der Angreifer aber deutlich hinter den Erwartungen zurück, hat für die Hessen noch kein einziges Tor in der Bundesliga geschossen. Am liebsten will Wahi wohl wieder weg aus Frankfurt, so zumindest heißt es in einem jüngsten Medienbericht.
Wie die "Bild" nämlich vermeldete, soll sich der 22-Jährige mittlerweile "ganz aktiv" nach einem neuen Verein umschauen. Sollte sich ein Klub aus seiner französischen Heimat melden, könnte die Angelegenheit tatsächlich schnell konkret werden. Am wahrscheinlichsten wäre dann eine Leihe mit Kaufoption, wie es in der Zeitung weiter heißt.
Elye Wahi, einstiger französischer Juniorennationalspieler, wurde noch zu Jahresbeginn als eines der größten Sturmtalente gehandelt, hat in der Main-Metropole bis dato aber nicht den Durchbruch geschafft. In der Bundesliga steht er nach 18 Einsätzen für Eintracht Frankfurt noch ohne jeden Treffer da, sein einziges Pflichtspieltor im SGE-Dress gelang Wahi beim 5:0-Pokalsieg bei Amateurklub SV Engers.
Doppelte Bestmarke: Welches ist das schnellste Tor der Bundesliga-Geschichte?
Kategorien, in denen der BVB und der FC Bayern auf Augenhöhe agieren, gibt es nicht allzu viele. Beim schnellsten Gegentor der Bundesliga-Geschichte stehen beide Klubs aber gemeinsam ganz vorn an der Spitze.
Deutscher NHL-Star knipst mit seinem Team Megalauf gnadenlos aus
Eishockey-Nationalstürmer Nico Sturm hat den Erfolgslauf mit Minnesota Wild in der NHL fortgesetzt. Der Augsburger Angreifer, der nach einer Rückenoperation erst kürzlich in die Saison eingestiegen war und sein drittes Match bestritt, gewann mit seinem Team am Freitagabend 3:2 nach Penaltyschießen gegen Colorado Avalanche und beendete damit die Siegesserie des Gegners, der zuvor zehn Partien in Folge gewonnen hatte.
Für Wild war es der siebte Sieg in Folge. Sturm, der im vergangenen Spiel bei den Chicago Blackhawks sein erstes Tor verbucht hatte, blieb in rund sieben Minuten Eiszeit ohne Scorerpunkt.
Weniger erfolgreich verlief der Abend für die weiteren deutschen NHL-Profis: Tim Stützle unterlag mit den Ottawa Senators 3:4 bei den St. Louis Blues. John-Jason Peterka verlor mit den Utah Mammoth 3:4 bei den Dallas Stars, und auch Lukas Reichel hatte mit den Vancouver Canucks beim 2:3 bei den San José Sharks das Nachsehen. Das Trio konnte wie Sturm jeweils keine Scorerpunkte verbuchen.
"RIP, Kreuzband": Ski-Talent stürzt schwer
Das US-amerikanische Ski-Talent Lauren Macuga wird die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo verpassen. Wie der US-Skiverband mitteilte, zog sich die 23-Jährige im Training eine schwere Knieverletzung zu und muss operiert werden. Dies ist gleichbedeutend mit dem Saison-Aus.
"Lauren Macuga ist am Freitagmorgen im Training gestürzt und hat sich am rechten Knie verletzt. Sie muss operiert werden und wird den Rest der Saison verpassen", hieß es in der Mitteilung des US-Verbands, der keine Diagnose bekannt gab. Macuga deutete diese auf Instagram aber mehr als deutlich an: "RIP, Kreuzband. Wir sehen uns alle nächstes Jahr wieder."
Die Speed-Spezialistin galt als Hoffnungsträgerin im US-Team und kämpfte im Weltcup unter anderem gegen Emma Aicher um Podestplätze. Im Januar hatte sie im Super-G von St. Anton ihren ersten Weltcupsieg gefeiert.
"Ganz wichtige Spieler": FC Bayern freut sich auf seine "Wintertransfers"
Der FC Bayern München strebt im Winter keine Neuverpflichtungen an. "Grundsätzlich habe ich im Fußball gelernt, nie etwas zu 100 Prozent auszuschließen. Aber ist nicht geplant, weil wir gut aufgestellt sind", sagte Sportdirektor Christoph Freund in einem Sky-Interview.
Wie Hiroki Ito kämen auch Alphonso Davies und Jamal Musiala als "ganz wichtige Spieler" nach Verletzungen zurück. "Das sind dann hoffentlich unsere Wintertransfers, und dann sind wir sehr gut aufgestellt", sagte Freund vor dem Bundesliga-Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) gegen den FC St. Pauli.
Ito gab bereits sein Comeback nach Mittelfußbruch, Davies ist nach seinem Kreuzbandriss mittlerweile wieder im Teamtraining. Der 22 Jahre alte Musiala, der sich bei der Klub-WM im Sommer eine schwere Unterschenkel- und Knöchelverletzung zugezogen hatte, trainiert mittlerweile auch wieder mit dem Ball.
"Dann sehe ich mich nicht weitermachen": Verstappen enthüllt Bedingung für seine F1-Zukunft
Max Verstappen macht die Fortsetzung seiner Formel-1-Karriere vom Spaßfaktor der anstehenden großen Regelreform abhängig. Die mögliche Einstellung des Titelrekords, gehalten von Lewis Hamilton und Michael Schumacher, treibt den 28 Jahre alte Niederländer jedenfalls nicht an. "Ich denke nicht darüber nach, sieben Titel zu gewinnen", sagte Verstappen der englischen Presseagentur PA.
Sein Vertrag bei Red Bull sei bis einschließlich 2028 gültig, bestätigte Verstappen, "aber es hängt von den neuen Regeln 2025 ab und so sie gut sind und Spaß machen. Wenn sie keinen Spaß machen, sehe ich mich nicht weitermachen".
Neben großen aerodynamischen Neuerungen kommt es vor allem zu massiven Veränderungen im Bereich der Hybridmotoren: 50 Prozent der Leistung werden durch die Batterie gewonnen.
"Du kannst keine Kuh trinken": Boniface spricht über seine Social-Media-Philosophie
Werder Bremens Angreifer Victor Boniface sieht die teilweise Verwunderung über seine Social-Media-Aktivitäten gelassen. Auch bei Bayer Leverkusen habe er ähnliche Posts abgesetzt wie nach seinem Wechsel an die Weser.
"Der Unterschied ist: Damals habe ich Tore geschossen und wir haben alles gewonnen", sagte Boniface dem Kölner Stadt-Anzeiger: "Niemand hat darüber gesprochen. Im Leben gibt es Hochs und Tiefs, gerade habe ich ein kleines Tief." Er poste "diese Sachen doch nur, um mich ein bisschen abzulenken von allen anderen Dingen". Es sei nichts Ernstes und er schade niemandem.
"Das Leben ist wie ein Schuh, du kannst keine Kuh trinken, weil die Erde eine Karotte ist", lautete einer der Posts des Werder-Starzugangs, der im grün-weißen Trikot noch nicht so richtig durchgestartet ist. Dennoch gebe er alles, sagte Boniface.