"Unschöne Seiten des Profigeschäfts": Ginter spricht über sein Ende in Mönchengladbach
Fußball-Nationalspieler Matthias Ginter möchte seine Karriere bei seinem Jugendklub SC Freiburg beenden. "Das war schon immer ein bisschen mein Ziel, das hat sich auch nicht geändert", sagte der 28-Jährige in einem Interview des Fachmagazins "Kicker". Man solle niemals nie sagen im Fußball, "aber ich hoffe, dass es für beide Seiten gut funktioniert, dass ich nicht mehr wechseln muss". Ginter war nach der vergangenen Saison von Borussia Mönchengladbach in seine Geburtsstadt Freiburg zurückgekehrt, wo er von 2005 bis 2014 bereits für den SC gespielt hatte.
Selbstkritisch blickt Ginter auf das Ende seiner fünfjährigen Zeit in Mönchengladbach. "Ich habe es nicht geschafft, bei mir zu bleiben und mein Ding durchzuziehen", sagte er. Er habe "Nebenschauplätze, die gefühlt jede Woche im Hintergrund abliefen, was man mit mir gemacht hat und machen wollte", zu nah an sich herangelassen. Er habe sich sehr mit dem Verein verbunden gefühlt und er liege ihm "immer noch am Herzen". Trotz der "unschönen Seiten des Profigeschäfts", die er kennengelernt habe, gibt Ginter sich versöhnlich: "Ich bin wahnsinnig froh, so lange für diesen großen Traditionsverein gespielt zu haben."
Hochsprung-DM produziert zwei Meister - und einen Zwischenfall
Vier Jahre nach dem Europameistertitel an gleicher Stelle ist Mateusz Przybylko in Berlin zum fünften Mal deutscher Meister im Hochsprung geworden. Der Leverkusener meisterte im Olympiastadion 2,30 Meter und bewies nach einem schwierigen vergangenen Jahr und einer Fußverletzung stark ansteigende Form.
Przybylko teilt sich den Titel mit Vorjahresmeister Tobias Potye aus München, der ebenfalls 2,30 Meter überquerte und dank dieser persönlichen Bestleistung die Norm für die Europameisterschaften in München im August schaffte. Przybylko ist als Titelverteidiger automatisch startberechtigt. Für die WM im Juli in Eugene in den USA beträgt die Qualifikationshöhe 2,33 Meter.
Ein Zwischenfall hatte für eine kurze Unterbrechung des Wettbewerbs gesorgt. Zwei Personen drangen in den Innenraum ein und ketteten sich an die Hochsprung-Anlage an. Ihr Motiv war zunächst unklar. Beide wurden weniger später von Sicherheitspersonal weggeführt.
Dramatisches Finale, zweimal Golden Goal: Deutsche Beach-Handballerinnen sind erstmals Weltmeister
Deutschlands Beach-Handballerinnen sind zum ersten Mal Weltmeister. Die DHB-Auswahl setzte sich in Heraklion auf der griechischen Ferieninsel Kreta in einem dramatischen Endspiel gegen den EM-Dritten Spanien mit 2:0 (15:14, 22:20) durch. "Ein Jahr nach der Europa- auch die Weltmeisterschaft zu gewinnen, ist ein fantastischer Erfolg. Ich gratuliere Team, Trainer und allen, die diese Goldmedaille ermöglicht haben", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann. "Für den deutschen Beach-Handball ist das ein Meilenstein."
In beiden Sätzen stand es nach Ablauf der regulären zehn Minuten unentschieden, so dass jeweils das Golden Goal entscheiden musste. Beide Male hatten die deutschen Frauen um die starke Torfrau Katharina Filter das bessere Ende für sich und bejubelten nach dem Siegtreffer von Michelle Schäfer ausgelassen den WM-Triumph.
Hürdenläufer wird angegriffen, verletzt und läuft danach zur WM
Bei den französischen Leichtathletik-Meisterschaften in Caen ist der Hürdenläufer Wilfried Happio kurz vor seinem Rennen von einem Unbekannten attackiert und im Gesicht verletzt worden. Wie die Sportzeitung "L'Equipe" berichtete, wurde der 23-Jährige gestern beim Aufwärmen für das Finale über 400 Meter Hürden von einer noch unbekannten Person angegriffen. Kurz danach rannte Happio mit einem Pflaster am linken Auge und einem darüber gezogenen Stirnband zum Sieg. Dabei knackte er sogar die Norm für die Weltmeisterschaften vom 15. bis 24. Juli in Eugene/USA.
"Schaue, wie die Sanktionen aussehen werden": Kaymer spielt weiter umstrittene Serie
Golfprofi Martin Kaymer hat auch nach Sanktionen weitere Starts bei der umstrittenen LIV Golf Invitational Series bekräftigt und hofft, auch künftig in München abschlagen zu dürfen. "Ich werde die ganzen LIV-Turniere mitspielen bis Ende des Jahres und mal schauen, wie die Sanktionen danach wieder aussehen", sagte der frühere Weltranglistenerste am Sonntag bei der BMW International Open in Eichenried bei München. Dort konnte er nicht in den Kampf um die Topplätze eingreifen.
Kaymer sprach von einer "offenen Geschichte". "Man möchte auch nicht jede Woche irgendeine Sanktion bekommen, weil man ein Turnier irgendwo anders mitgespielt hat", sagte der 37-Jährige. Man müsse schauen, wie sich die Situation entwickele, sich auf seinen Status und Kalender auswirke.
Wegen der Teilnahme an dem mit Millionen aus Saudi-Arabien finanzierten LIV-Auftaktturniers in London wurde der Sportler aus Mettmann von der DP World Tour (ehemalige European Tour) wie Kollegen mit einer Geldstrafe von 100.000 englischen Pfund (etwa 116.000 Euro) belegt. Dazu wurden die World-Tour-Spieler für drei bestimmte Turniere gesperrt.
Die LIV-Serie steht wegen des Millionen-Investments aus Saudi-Arabien in der Kritik. Hintergrund ist, dass das wegen Menschenrechtsverletzungen kritisierte Land mit lukrativen Sportveranstaltungen versucht, sein Ansehen aufzubessern. Kaymer sprach von einer "sehr anstrengenden Woche aufgrund vielerlei Sachen" in München. "Es wäre sehr schade, wenn ich kein deutsches Turnier mehr spielen könnte in der Zukunft. Ich hoffe, dass alle Beteiligten auf das große Ganze schauen."
Politt fährt als Deutscher Meister zur Tour de France
Nils Politt hat sich im Sauerland zum ersten Mal den Titel des deutschen Straßenradmeisters gesichert. Der 28 Jahre alte Kölner holte sich nach 189 anspruchsvollen Kilometern von Neheim nach Winterberg den Sieg vor Mitausreißer Nikias Arndt. Platz drei ging an Simon Geschke.
Politt ist damit Nachfolger von Maximilian Schachmann. Der gebürtiger Berliner konnte aufgrund einer Corona-Infektion nicht an den Titelkämpfen im Sauerland teilnehmen. Am Freitag hatte sich Bora-hansgrohe-Profi Lennard Kämna in Marsberg erstmals in seiner Laufbahn den Titel im Zeitfahren gesichert.
"Wahnsinnsspieler": Gómez lobt seinen Ex-Klub und ist gespannt
Ex-Nationalspieler Mario Gómez hat den FC Bayern München für die Verpflichtung von Sadio Mané in höchsten Tönen gelobt. "Man kann Bayern dazu nur beglückwünschen", sagte Gomez in einem Interview dem "Kicker" und fügte an: "Mané ist ein Wahnsinnsspieler mit einzigartigen Fähigkeiten, soll charakterlich einwandfrei sein, stellt sich komplett in den Dienst der Mannschaft."
Allerdings stellt sich der ehemalige Nationalstürmer, der in 78 Länderspielen für Deutschland 31 Tore schoss, auch die Frage, wie es beim deutschen Fußball-Rekordmeister weitergeht. Er sei "gespannt, wo und in welcher Konstellation Mané bei den Bayern spielen wird und was mit Lewandowski passiert".
Der 33-jährige Lewandowski hatte erklärt, den FC Bayern trotz seines bis zum 30. Juni 2023 laufenden Vertrags unbedingt verlassen zu wollen. Wahrscheinliches Ziel ist der FC Barcelona. Vorstandschef Oliver Kahn und andere Club-Verantwortliche hatten einen Wechsel kategorisch ausgeschlossen. Gomez ist seit dem 1. Februar als Technischer Direktor bei Red Bull für die Standorte Leipzig, New York und Brasilien zuständig.
Nicht (nur) Ronaldo: Tuchels FC Chelsea soll an mehreren Top-Transfers arbeiten
Der FC Chelsea mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel ist Berichten zufolge an einer Verpflichtung der beiden Top-Stürmer Ousmane Dembélé und Raheem Sterling interessiert. Das schrieb die englische Zeitung "Daily Mail". Mit Dembélé hatte Tuchel einst erfolgreich bei Borussia Dortmund zusammengearbeitet. Der französische Weltmeister wäre ablösefrei zu haben, da sein Vertrag beim FC Barcelona ausläuft.
Sterling hat noch einen Vertrag bis 2023 beim englischen Meister Manchester City. Im Gespräch ist eine Ablösesumme von 60 Millionen Pfund. Bei Chelsea gibt es im Angriff Bedarf, da vermutlich Romelu Lukaku den Club Richtung Inter Mailand verlässt.
Zuletzt hatte es Berichte gegeben, dass der neue Chelsea-Boss Todd Boehly auch mit dem Berater von Superstar Cristiano Ronaldo gesprochen haben soll. Jorge Mendes und Boehly sollen sich vergangene Woche in Portugal getroffen haben, wie "The Athletic" am Samstagabend berichtete. Ob beide Seiten konkret über die Zukunft des 37 Jahre alten Fußball-Superstars oder einen möglichen Wechsel gesprochen haben, blieb zunächst offen.
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"Ein Traum oder etwas mehr": Spekulationen um Ronaldo-Wechsel werden wild und bunt
Die Transfergerüchte um Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo reißen nicht ab. Nun hat ein italienischer Medienbericht einen möglichen Wechsel des 37-jährigen Portugiesen zur AS Rom ins Spiel gebracht. Die Hypothese stehe im Raum, sei aber fast unmöglich, schränkte das Sportblatt "Gazzetta dello Sport" online aber selbst bereits ein.
Grund für die Annahme schien unter anderem zu sein, dass Ronaldos Berater Jorge Mendes auch der Manager von Roms Trainer José Mourinho ist. Die "Gazzetta" gab allerdings zu bedenken, dass ein Transfer des teuren Ronaldos zurück in die Serie A - vorher spielte er bei Juventus Turin - finanziell für den Verein schwierig wäre. "Deshalb bleibt diese Ehe ein Traum oder etwas mehr. Aber was gibt es schöneres als einen Sommertraum?"
Um Ronaldo ranken sich indes weitere Spekulationen etwa um einen Wechsel von den Red Devils zu Chelsea. Der neue Boss der Blues, Todd Boehly, soll bei der Suche nach Verstärkungen einem Medienbericht zufolge auch mit Ronaldo-Berater Mendes gesprochen haben. Bundesliga-Rekordmeister FC Bayern München wurde ebenfalls schon genannt. Sportvorstand Hasan Salihamidzic hatte dazu aber beim Sender Sky gesagt: "Das Gerücht, das im Umlauf ist, ist allerdings ein Gerücht, an dem nichts dran ist." Auch Ronaldos Heimatverein Sporting Lissabon wurden schon Ambitionen zugeschrieben, an einer Rückkehr des einst abgewanderten Superstars zu arbeiten.
Knapp am schlimmen Crash vorbeigerast: Rallye-Star zeigt Beinahe-Unfall mit Zebra
Das war knapp! Mit hoher Geschwindigkeit raste der neunmalige Weltmeister Sebastien Loeb in seinem Rallye-Wagen über einen eher schmalen Weg durch die afrikanische Savanne. Plötzlich tauchte rechts ein Zebra auf. Loeb ich geistesgegenwärtig aus mit einem leichten Linksbogen, das verschreckte Tier drehte gleich wieder ab. "Das ist die Safari Rallye Kenia", schrieb der 48 Jahre alte Franzose Loeb bei Twitter zum kurzen Filmchen von dem glücklicherweise folgenlosen Vorfall. In sichererem Abstand überquerte auch noch eine Giraffe den Weg.
"Er ist so süß": Serena Williams erweist Rafael Nadal eine tierische Ehre
Superstar Serena Williams fühlt sich nicht nur sportlich von ihrem Tennis-Kollegen Rafael Nadal inspiriert. "Ich war immer ein Rafa-Fan. Ich habe meinen Hund nach ihm benannt", erzählte die 40 Jahre alte Amerikanerin beim Rasen-Klassiker in Wimbledon und sagte mit einem Lächeln über ihren Hund: "Er ist so süß. Ich vermisse den kleinen Kerl."
In ihrer Karriere hat Williams bislang 23 Grand-Slam-Titel gewonnen, einen mehr als der vier Jahre jüngere Spanier. "Ich habe immer zu Rafa gehalten. Es war wirklich inspirierend, was er dieses Jahr getan hat. Und er hat noch viel mehr vor." Nadal hat diese Saison bislang die Australian Open und French Open gewonnen und zählt auch in Wimbledon trotz chronischer Fußprobleme zu den Mitfavoriten.
Impfung ausgeschlossen: Djokovic sieht drohendes US-Open-Aus als "Extra-Motivation"
Tennis-Star Novak Djokovic will sich auch im Falle eines weiter bestehenden Einreiseverbots in die USA nicht gegen das Coronavirus impfen lassen und würde damit auch auf die US Open verzichten. "Ich würde sehr gerne in die Staaten fliegen. Aber zum heutigen Zeitpunkt ist das nicht möglich", sagte der 35 Jahre alte Serbe kurz vor Beginn des Rasen-Klassikers in Wimbledon (27. Juni - 10. Juli). "Es gibt nicht viel mehr, was ich machen kann. Es liegt wirklich an der US-Regierung, eine Entscheidung zu fällen, ob sie ungeimpfte Menschen in das Land lassen oder nicht." Auf die zweimalige Nachfrage, ob er eine Impfung für sich ausgeschlossen habe, antwortete Djokovic zweimal mit: "Ja."
Dass er deswegen voraussichtlich nicht bei den US Open, die am 29. August beginnen, teilnehmen kann, sei "eine Extra-Motivation" für Wimbledon, sagte der sechsmalige Sieger.
Deutsche Beach-Handballerinnen spielen um WM-Gold
Deutschlands Beach-Handballerinnen spielen bei der Weltmeisterschaft um den Titel. Die DHB-Auswahl setzte sich in Heraklion auf der griechischen Ferieninsel Kreta im Halbfinale gegen die Niederlande souverän mit 2:0 (18:10, 25:16) durch. Im Endspiel trifft der Europameister heute um die erneut starke Torhüterin Katharina Filter auf den EM-Dritten Spanien.
Cheeseburger und Pancakes als Belohnung: McLaughlin läuft neuen Weltrekord
Die Amerikanerin Sydney McLaughlin hat ihren Weltrekord über die 400 Meter Hürden noch einmal verbessert. Die 22 Jahre alte Leichtathletin gewann bei den US-Meisterschaften in Eugene in 51,41 Sekunden. Damit verbesserte die Olympiasiegerin ihre eigene Bestmarke von den Spielen im Tokio im vergangenen Jahr nochmals. Damals hatte McLaughlin in 51,46 Sekunden die Goldmedaille gewonnen und ihre vorherige Bestmarke das erste Mal selbst unterboten.
Drei Wochen vor den Weltmeisterschaften an gleicher Stelle hofft McLaughlin noch auf eine weitere Steigerung. "Ich denke, dass noch ein bisschen mehr im Tank ist und wir ihn komplett leer machen können, wenn es an der Zeit ist", sagte McLaughlin, die zur Feier des Tages ankündigte: "Ich werde mal was Richtiges essen außer Gemüse. Einen Cheeseburger oder so, ein paar Pancakes."