Nach Sturz auf Personengruppe: Eintracht sorgt sich um schwer verletzte Fans
Eintracht Frankfurt sorgt sich um zwei schwer verletzte Fans. Beim 3:1 (2:0) gegen Holstein Kiel war ein Fan aus dem Mittelrang auf eine Zuschauergruppe im Unterrang gestürzt. Dabei wurden zwei Personen so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus mussten. Zwei weitere erlitten leichtere Verletzungen, teilte ein Sprecher der SGE mit.
Kurz nach Schlusspfiff war noch unklar, was vorgefallen war. Der Jubel über den Sieg fiel verhalten aus: Fans und Mannschaft hielten sich zurück, die Stadionregie verzichtete auf laute Musik.
"Wenn du das zu mir sagst ...": Sogar Flick äußert sich zu Bellinghams "Respektlosigkeit"
Jude Bellingham fliegt bei Real Madrids 1:1 gegen Osasuna vom Platz - weil er zum Schiedsrichter entweder "Fuck you!" oder - wie es der englische Nationalspieler selbst sagt -"Fuck off!" gesagt hat. Bis zum Platzverweis führte Real und hatte das wichtige Spiel im Griff, in Unterzahl steuerte der Tabellenführer der spanischen Liga dem Patzer entgegen. Und der machte die Tür für den FC Barcelona weit auf: Der große Rivale kann mit einem Heimsieg am Montagabend gegen Rayo Vallecano den Königlichen die Tabellenführung abjagen.
Barcas deutscher Trainer Hansi Flick äußerte sich vor dem Spiel zum Lapsus Bellinghams deutlich: "Wenn du das zu mir sagst, ist das nicht schön. Es ist für mich eine Respektlosigkeit. Aber ich habe es nicht zu entscheiden", sagte der ehemalige Bundestrainer. "Ich sage meinen Spielern immer: Warum verschwendet ihr Zeit und Energie dafür, um mit Schiedsrichtern über Entscheidungen zu diskutieren? Wir haben eine Person auf dem Platz, die mit dem Schiedsrichter reden und diskutieren darf: der Kapitän. Wir müssen das akzeptieren. Ich mag dieses Verhalten nicht."
Den Ausraster von Bellingham habe er für eine konkrete Ansprache an sein eigenes Team genutzt, berichtete Flick: "Ich habe es auch heute zu meinen Spielern gesagt, weil das für mich sehr wichtig ist. Am Ende ist es nicht gut für das Team, wenn du das machst und eine Rote Karte bekommst. Das ist eine Schwächung, die wir nicht wollen."
Schritt Richtung Durchmarsch: Energie Cottbus kämpft sich zurück in die Erfolgsspur
Aufsteiger Energie Cottbus hat seine Tabellenführung in der 3. Liga gefestigt. Im Heimspiel gegen den SC Verl feierte die Mannschaft von Pele Wollitz einen 1:0 (0:0)-Sieg und baute seinen Vorsprung zu Dynamo Dresden auf sechs Punkte aus. Der Verfolger ist im weiteren Verlauf des Sonntags noch gegen 1860 München (19.30 Uhr/MagentaSport) gefordert.
Für die Cottbuser war es der erste Sieg nach zuvor zwei Unentschieden in der Liga. Den entscheidenden Treffer machte der zur Halbzeit eingewechselte Energie-Stürmer Maximilian Krauß nach einem Konter (59.).
Zuvor hatte Schlusslicht SpVgg Unterhaching einen überraschenden 2:0 (2:0)-Heimerfolg gegen den drittplatzierten 1. FC Saarbrücken geholt. Für den ehemaligen Bundesligisten trafen Luc Ihorst (10.) und Fabio Torsiello (42.) zum ersten Sieg nach 19 Spielen.
Ter Stegen startet nach schwerer Verletzung mit dem Torwarttraining
Fußball-Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona macht in seinem Rehaprozess weiter Fortschritte. Der 32-Jährige, der den Katalanen und der DFB-Auswahl aufgrund eines Patellasehnenrisses im rechten Knie seit Mitte September fehlt, hat mit individuellem Torwarttraining begonnen und "verbringt viel Zeit auf dem Platz" am Trainingsgelände Ciutat Esportiva Joan Gamper, wie der Klub mitteilte.
Ob ter Stegen in dieser Saison noch sein Comeback feiern kann, ist jedoch fraglich. Trainer Hansi Flick zeigte sich zuletzt zufrieden mit den Fortschritten seines Kapitäns: "Alles läuft gut, wir sind glücklich. Er bessert sich sehr, auch mit seinem Körper. Alles ist auf dem richtigen Weg."
Kurz vor seiner Verletzung war ter Stegen von Bundestrainer Julian Nagelsmann nach über einem Jahrzehnt Wartezeit zur neuen Nummer eins im DFB-Tor ausgerufen worden, beim Rehaprozess hat er schon die WM-Saison 2025/26 im Hinterkopf. Sein großes Ziel ist das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko.
Doping-Experte: Mit Sinner-Urteil ist der Anti-Doping-Kampf "am Ende"
Experte Fritz Sörgel hat das internationale Anti-Doping-System in der Causa um Tennis-Star Jannik Sinner kritisiert. Für ihn sei das System mit der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada und dem Sportgerichtshof Cas "am Ende", sagte Sörgel. "Und zwar deswegen, weil die Wada jetzt schon öfter in solchen Fällen eingeknickt ist und weil das Cas die absolute Verantwortlichkeit des Sportlers für seinen Körper schon längst eigentlich ad acta gelegt hat", erklärte der Leiter des Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung in Nürnberg-Heroldsberg.
Aus Sicht von Sinner sei es legitim gewesen, "zu retten, was zu retten ist", so Sörgel. "Und zu retten sind natürlich in erster Linie die Grand Slams im Sommer. Das ist ja klar, also Paris und Wimbledon."
FC Bayern lehnt Glückwünsche entschieden ab
Nach dem großen Schritt in Richtung Meistertitel wollte Max Eberl von Glückwünschen noch nichts wissen. "Nein, solange es rechnerisch noch möglich ist, dass es noch andersrum sein könnte, nehme ich es nicht an", sagte der Sportvorstand des FC Bayern nach dem glücklichen 0:0 im Bundesliga-Gipfeltreffen bei Titelverteidiger Bayer Leverkusen bei Sky90: "Wir werden alles tun in den nächsten Wochen, um dann Gratulationen annehmen zu können."
Durch das Remis hielten die Münchner den Acht-Punkt-Vorsprung vor dem Dauerrivalen, zwölf Spieltage vor Saisonende steuert der Rekordmeister trotz des erschreckend schwachen Auftritts im Rheinland auf die Meisterschale zu. "Wir nehmen das Ergebnis mit und machen weiter", sagte Trainer Vincent Kompany. Die Bayern brachten in Leverkusen dabei nur zwei Schüsse auf das gegnerische Tor, so wenige wie noch nie seit Beginn der Datenerfassung 1992.
"Bauchklatscher" kostet deutsche Langläuferin die Siegchance
Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl hat nach einem Missgeschick den durchaus möglichen zweiten Weltcupsieg ihrer Karriere verpasst. Im letzten Rennen vor der WM in Trondheim war die Thüringerin in Falun in der letzten Runde des Freistil-Massenstarts über 20 Kilometer in einer kleinen Spitzengruppe unterwegs, stürzte dann aber wohl ohne Fremdeinwirkung. Carl verlor den Anschluss, musste einen Stock tauschen und wurde Fünfte.
"Keine Ahnung, was da passiert ist. Ich habe einen Bauchklatscher gemacht", sagte Carl im ZDF: "Auf jeden Fall habe ich ein Riesenloch in einem Ski." Dennoch stellte Carl rund anderthalb Wochen vor dem Saisonhöhepunkt in Norwegen (26. Februar bis 9. März) ihre starke Form unter Beweis. Am Samstag war sie über 10 Kilometer Klassik beim Heimsieg der Schwedin Ebba Andersson Dritte geworden und hatte den zweiten Platz in der Weltcup-Gesamtwertung zurückerobert.
Den Sieg bei der WM-Generalprobe am Sonntag sicherte sich die Weltcupführende Jessie Diggins aus den USA vor Heidi Weng (Norwegen/+0,7 Sekunden) und Andersson (+0,8). Carl erreichte völlig entkräftet mit 27,2 Sekunden Rückstand das Ziel. Als Siebte (+45,7 Sekunden) lief Pia Fink ein ganz starkes Rennen und empfahl sich für die WM-Staffel.
Preuß trifft tadellos und sprintet zum WM-Titel
Bei der Biathlon-WM in Lenzerheide holt Franziska Preuß die Goldmedaille über zehn Kilometer Verfolgung der Frauen. Ohne einen Fehlschuss läuft die Deutsche mit großem Vorsprung ins Ziel und kürt sich zur Weltmeisterin.
Rangnick knöpft sich die BVB-Bosse vor
Ralf Rangnick hat in der sportlichen Krise von Borussia Dortmund die Kaderplanung des Klubs kritisiert. Der österreichische Nationalcoach war vor der Verpflichtung von Niko Kovač selbst ein Trainerkandidat beim BVB und sagte bei Sport Bild: "Man hat nicht das Gefühl, dass als Überschrift steht: Wie wollen wir eigentlich spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern nicht den Vorwurf machen. Sondern das liegt daran, dass über Jahre hinweg dieser Fixpunkt einer Spielidee nicht mehr verfolgt worden ist."
Der 66 Jahre alte Rangnick sagte in den vergangenen Monaten sowohl Borussia Dortmund als auch dem FC Bayern München ab, um in Österreich zu bleiben. Die Krise der Dortmunder hat seiner Meinung nach einen langen Vorlauf.
"Gehen wir mal in die Zeit zurück, in der der BVB am erfolgreichsten war in den letzten 20 Jahren. Das waren die sieben oder acht Jahre unter Jürgen Klopp", sagte Rangnick. "Damals hat man von Anfang an in der Kaderzusammenstellung darauf geachtet, dass die Spieler zu der gewünschten Spielweise von Jürgen Klopp passen." Inzwischen aber "haben sie den zehnten oder zwölften Trainer, seit Jürgen Klopp nicht mehr da ist. Aber man hat einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise den Kader zusammengestellt."
Jockey stirbt zehn Tage nach Sturz auf Galopprennbahn
Der britische Rennsport trauert um Michael O'Sullivan. Der irische Jockey erlag nach seinem schweren Sturz am 6. Februar auf der Galopprennbahn in Thurles seinen schweren Kopfverletzungen. O'Sullivan wurde 24 Jahre alt.
O'Sullivan war in einem Hindernisrennen kurz vor dem Ziel auf dem Favoriten Wee Charlie in einen Sturz verwickelt, bei dem mehrere Pferde zu Fall kamen. Er lag danach auf der Intensivstation des Cork University Hospitals im künstlichen Koma. "Michael ist leider in den frühen Morgenstunden im Kreise seiner liebevollen Familie im Cork University Hospital verstorben", teilte Jennifer Pugh, die Chefärztin des Irish Horseracing Regulatory Board (IHRB) mit.
Reporter überrascht mit klarer Ansage nach schwachem Bayern-Auftritt
Es war das Topspiel der beiden besten deutschen Fußballmannschaften aktuell. Und selten ist der FC Bayern München derart an die Wand gespielt worden, wie von der Mannschaft von Trainer Xavi Alonso. Doch das Unentschieden nützt vor allem dem FC Bayern, sagt ntv-Reporter Marc Gabel.
Ski-Star prügelt vor laufender Kamera auf seine Ausrüstung ein
Er war nach seinem WM-Aus komplett bedient: Der schwedische Skirennfahrer Kristoffer Jakobsen ließ nach dem für ihn frühen Ende im Slalom von Saalbach-Hinterglemm mächtig Dampf ab. Der 30-Jährige zerbrach seine beiden Ski-Stöcke - einen noch an der Strecke, einen im Ziel.
Jakobsen hatte im ersten Durchgang bei der ersten Zwischenzeit geführt, kurz später dann aber eingefädelt. Den Helm hatte er bereits abgezogen, als er völlig genervt den Hang noch hinunterfuhr. Im Ziel wütete er dann weiter - und knallte auch seinen Kopfschutz noch mit voller Wucht auf den Boden. Die hohe Ausfallquote ist schon länger ein Problem des Schweden. In vier der bisherigen neun Weltcup-Slaloms in dieser Saison kam Jakobsen nicht ins Ziel.
Kimmich kontert Reporter-Frage nach Bayern-Abgang schlagfertig
Joshua Kimmich hat mit großer Lockerheit und Humor auf Fragen zu seiner Zukunft beim FC Bayern reagiert. "Was wäre denn Ihr Ratschlag?" fragte der 30-Jährige im Interview ZDF-Reporter Boris Büchler, als dieser ihn nach dem 0:0 im Topspiel bei Titelverteidiger Bayer Leverkusen wegen einer möglichen Vertragsverlängerung löcherte. Als Büchler ihm zum Verbleib in München riet, lachte Kimmich: "Ich nehme den Ratschlag mit nach Hause."
Der Vertrag von Kimmich läuft beim deutschen Fußball-Rekordmeister im Sommer aus, die Münchner würden gerne verlängern - und sind in den Verhandlungen mit ihrem Anführer wohl auf einem guten Weg. Sportvorstand Max Eberl hatte bereits vor der Partie eine nahende Einigung angedeutet. Die Münchner müssten die Verlängerung "noch über die Ziellinie bringen", sagte Eberl bei Sky. Einen Tag nach der wegweisenden Vertragsverlängerung mit Offensivjuwel Jamal Musiala bis 2030 hoffe er, "dass wir den nächsten Sack zuziehen können".
Große Kulisse beim Drittliga-Handball
In der 3. Handball-Liga Süd-West hat das Niederrhein-Derby zwischen der HSG Krefeld Niederrhein und dem TV Korschenbroich 5.300 Zuschauer angelockt. Der Tabellenführer aus Krefeld, der das Spiel 37:26 (17:15) gewann, war eigens für das Spiel in die Yayla-Arena ausgewichen, in der sonst Eishockey-Zweitligist Krefeld Pinguine seine Heimspiele austrägt. Der abstiegsbedrohte Dorfklub aus Korschenbroich bot dabei lange harte Gegenwehr. "Heute möchte ich gar nicht groß über das Ergebnis sprechen, denn ich finde, dass wir heute ein Riesenspiel absolviert haben", sagte TVK-Coach Frank Berblinger. Knapp 500 Zuschauer hatten die Korschenbroicher mitgebracht.
Bericht: Hertha BSC wirft den Trainer raus
Fußball-Zweitligist Hertha BSC hat laut Medienberichten auf die Negativserie reagiert und sich von Trainer Cristian Fiél getrennt. Wie Sky berichtete, sollen die Vereinsverantwortlichen dem Coach die Entscheidung noch in der Nacht nach dem 1:2 (1:0) bei Fortuna Düsseldorf mitgeteilt haben. Nach Informationen des TV-Senders soll Stefan Leitl die Alte Dame übernehmen, der Verein befindet sich offenbar bereits in Gesprächen mit dem ehemaligen Trainer von Hannover 96.
Gestern hatte der taumelnde Hauptstadtklub in Düsseldorf die vierte Niederlage in Folge kassiert, nur noch fünf Punkte trennen die Hertha vom Relegationsplatz 16. Im Anschluss an die Partie hatte Sportdirektor Benjamin Weber ein Treuebekenntnis zu Fiél vermieden: "Es kommt gerade eine ganze Menge zusammen. Am Ende haben wir viel gesprochen und vier Spiele in Folge verloren. Wir werden jetzt nach Hause fahren, uns morgen hinsetzen und alles gemeinsam analysieren."
Formel-1-Star erhält gewaltiges, überraschendes Geschenk
McLaren-F1-Pilot Lando Norris fährt eine überragende Saison für sein Team in der Formel 1. Zum Dank bekommt er nun ein ganz besonderes Geschenk, das er sich allerdings leider nicht zum Beispiel zu Hause ins eigene Wohnzimmer stellen kann.
Straßer erarbeitet sich Medaillenchance - sonst droht Debakel wie zuletzt 2007
Linus Straßer kann am Schlusstag der alpinen Ski-WM auf eine Medaille hoffen. Der Münchner belegt im Slalom nach dem ersten Lauf den fünften Rang, sein Rückstand auf den drittplatzierten Norweger Atle Lie McGrath beträgt lediglich 0,13 Sekunden. In diesem Winter ist Straßer noch ohne Podestplatzierung.
Die Führung vor dem zweiten Lauf (13.15 Uhr/ZDF und Eurosport) hat Olympiasieger Clement Noel aus Frankreich inne, Straßer liegt 0,77 Sekunden hinter der Spitze. Praktisch keine Chance mehr auf eine erfolgreiche Titelverteidigung hat der Norweger Henrik Kristoffersen (+1,59). Straßer war den Lauf angriffslustig angegangen, im Steilhang unterliefen ihm aber zwei kleine Fehler. Dennoch war der 32-Jährige nicht unzufrieden. "Bis auf ein paar Passagen ist mir das sehr gut gelungen", sagte er: "Vor der Traverse bin ich ein bisschen zu gerade geworden, aber das ist letztendlich genau der schmale Grat, den man erwischen muss. Das ist mir gut gelungen, letztendlich ist es eine gute Ausgangsposition."
Straßer ist die letzte Hoffnung des Deutschen Skiverbandes auf eine Medaille in Saalbach-Hinterglemm. Zuletzt blieben Sportler des DSV bei einer Alpin-WM vor 18 Jahren ohne Edelmetall.
Der Wahnsinn geht weiter: Lauf-Weltrekord pulverisiert
Die winterliche Weltrekordflut in der Leichtathletik nimmt nicht ab: Heute hat Jacob Kiplimo aus Uganda die Weltbestmarke im Halbmarathon pulverisiert. Der 24-Jährige lief in Barcelona 56:42 Minuten und blieb damit satte 48 Sekunden unter der bisherigen Rekordzeit des Äthiopiers Yomif Kejelcha.
Kejelcha hatte im Oktober 2024 in Valencia in 57:30 Minuten seinem Rivalen Kiplomo (bis dahin 57:31) den Weltrekord abgenommen. Nun schlug der 10.000-Meter-Olympiadritte eindrucksvoll zurück. Auf dem Weg zur Halbmarathon-Bestzeit löschte Kiplimo die Weltbestzeit über 15 Kilometer aus - in 39:47 Minuten war er 40 Sekunden schneller als bei seiner eigenen Marke aus dem November 2021.
Leichtathletik feiert nächsten Weltrekord
Der zweimalige Geher-Weltmeister Toshikazu Yamanishi aus Japan hat den Weltrekord über 20 Kilometer deutlich verbessert. Bei den nationalen Meisterschaften in Kobe blieb Yamanishi einen Tag nach seinem 29. Geburtstag in 1:16:10 Stunden 26 Sekunden unter der bisherigen Bestmarke, die sein Landsmann Yusuke Suzuki im Jahr 2015 aufgestellt hatte. Yamansihi hatte sich 2019 und 2022 WM-Gold über 20 Kilometer gesichert, bei Olympia 2021 in Tokio gewann er Bronze.
Es ist der nächste Weltrekord in aufsehenerregenden Wochen für die Leichtathletik: In der Halle sind in diesem Jahr bereits die Bestmarken über 1500 Meter, die Meile, 3000 und 5000 Meter der Männer unter dem Hallendach geknackt worden.
TV-Panne macht Biathlon-Fans rasend
Norwegens Biathlon-Fans erzürnt eine TV-Panne. Das entscheidende letzte Schießen von Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bö im Sprint bei der Weltmeisterschaft in Lenzerheide war nicht live im Fernsehen zu sehen. Die internationale Regie verpasste es, das perfekte Stehendschießen des 31-Jährigen auf dem Weg zu seinem 21. WM-Gold rechtzeitig zu zeigen. "So ein Fehler darf natürlich nicht passieren", sagte Mediendirektor Christian Winkler vom Biathlon-Weltverband IBU zu der Panne im Weltbild.
Die Zuschauer verpassten auch Schießeinlagen des Weltcup-Gesamtführenden Sturla Holm Laegreid und Sebastian Samuelsson, weil andere Bilder gezeigt wurden. "Das grenzt an einen Skandal", sagte Kommentator Marius Skjelbaek bei der Übertragung des Senders TV2. "Sehr traurig" fand es der Schwede Samuelsson selbst, zeigte aufgrund des turbulenten Rennens aber auch Verständnis.
Im Namen der IBU entschuldigte sich Winkler stellvertretend für den Fauxpas. "Dass Johannes' letztes Schießen nicht gezeigt wird, kann nicht sein. Das ist nicht okay", sagte er dem TV-Sender NRK. Allerdings wurde das Schießen sehr schnell in der Wiederholung sofort nachgereicht.
Auch das noch, BVB: Max Kruse verhöhnt Niko Kovac
Nein, dass Max Kruse in diesem Leben noch einmal Weltmeister im Vergeben wird, steht nicht mehr zur Debatte. Der ehemalige Nationalspieler, der einst beim VfL Wolfsburg von Trainer Niko Kovac mit unfreundlichen Worten aussortiert wurde, ist ein nachtretender Geist: "Er ist mein Favorit für Dortmund, damit der Verein auch mal merkt, was Krise eigentlich wirklich bedeutet", hatte der inzwischen in der Berliner Kreisliga kickende Ex-Profi schon vor Kovac' Dienstantritt bei Borussia Dortmund gepestet. "Da wird Friede, Freude, Eierkuchen vorbei sein. Jeder, der sich das antun möchte, kann das machen. Dass es von Erfolg gekrönt ist, bezweifle ich ganz stark."
Nun bejubelte der einstige Wolfsburger (und Berliner und Bremer und Freiburger und Gladbacher und St. Paulianer und Paderborner und und und) das peinliche 0:2 des BVB bei Tabellenschlusslicht VfL Bochum ausgiebig. "Oh, Niko Kovac. Oh, Niko Kovac. Quatsch", sang der ehemalige DFB-Stürmer in Richtung seines Fernsehers, wo das Spiel des abgestürzten Ex-Meisterschaftskandidaten lief - und teilte seinen Glücksmoment via Instagram. Nur wenige Tage nach einem phasenweise begeisternden Champions-League-Spiel bei Sporting Lissabon (3:0) liegt der BVB wieder am Boden. Und Max Kruse hat daran seinen Spaß.
"Hopfen und Malz verloren": Hamann vernichtet Borussia Dortmund
Dietmar Hamann hat die Profis von Borussia Dortmund angesichts der nächsten Enttäuschung schwer kritisiert und personelle Konsequenzen gefordert. "Die Dortmunder spielen wie eine Jugendmannschaft. Professionalität, Seriosität, Leidenschaft - nicht zu sehen", sagte der frühere Fußball-Nationalspieler nach dem 0:2 beim VfL Bochum als Sky-Experte. "Da ist Hopfen und Malz verloren. Alles, was Grundvoraussetzung sein sollte, das zeigen sie nicht. Die brauchen keinen Trainer, die brauchen einen Zauberer."
Als Tabellenelfter hat der BVB bereits acht Punkte Rückstand auf den angestrebten Champions-League-Platz. Auch der Wechsel von Trainer Nuri Sahin zu Niko Kovac hat bislang keine Besserung gebracht, auch wenn die Dortmunder in der Champions League vor dem Einzug ins Achtelfinale stehen.
Hamann kritisierte besonders Julian Brandt und attestierte dem 28-Jährige eine "unterirdische" Leistung. "Der ist jetzt Ende 20, ewig im Verein und einer der Spieler, an denen du dich aufrichten musst", sagte Hamann. "Du musst irgendwann mal den Spielern wie Brandt oder (Marcel) Sabitzer sagen: "Es ist genug" und diese Spieler ersetzen. Es geht nicht anders."
Spektakuläre Show: Nobody gelingt, was selbst Michael Jordan nicht schaffte
Mac McClung hat als erster Basketballer zum dritten Mal in Serie den Slam-Dunk-Wettbewerb im Rahmen des All-Star-Wochenendes der NBA gewonnen. McClung zeigte vier spektakuläre Dunks und erhielt jedes Mal die Höchstpunktzahl 50,0. Der 26-Jährige sprang unter anderem über einen Freund sowie ein Auto und hämmerte den Ball rückwärts in den Korb.
McClung ist aktuell bei den Orlando Magic unter Vertrag. Er spielt aber in der Entwicklungsliga G-League für das Farmteam Osceola Magic, wo er im Vorjahr zum besten Spieler der Liga gekürt wurde. McClung war 2023 der erste G-League-Spieler, der beim Slam-Dunk-Wettbewerb der NBA mitmachen durfte - nun gewann er ihn zum dritten Mal. Unter anderem Legende Michael Jordan hatte den Wettbewerb zweimal in Serie gewonnen.
"Im Moment erwarte ich gar nichts": Hertha-Trainer ahnt schon, was jetzt kommt
Cristian Fiél droht bei Hertha BSC nach der nächsten Niederlage in der 2. Fußball-Bundesliga der Rauswurf - und der Trainer verzichtete am Samstagabend auf jegliche Durchhalteparolen. "Im Moment erwarte ich gar nichts", sagte der 44-Jährige nach dem unglücklichen 1:2 (1:0) bei Fortuna Düsseldorf bei Sky: "Wir sind alle lange genug im Fußball unterwegs. Wenn die Ergebnisse so sind, wie im Moment, dann hilft es auch nicht, dass die Mannschaft lebt. Ergebnisse sind entscheidend, und da waren wir die letzten Wochen einfach nicht gut."
Ob der Verein nun kurzfristig eine Entscheidung in der Trainer-Personalie fällen werde, "wird man sehen", sagte Fiél: "Wenn du von fünf Spielen vier verlierst, dann hast du nicht viele Argumente. Das ist auch die Wahrheit."
Nach der Partie hatte Herthas Sportdirektor Benjamin Weber bereits ein Bekenntnis zu Fiél vermieden. "Es kommt gerade eine ganze Menge zusammen", sagte Weber angesichts der Negativserie und kündigte an: "Wir werden nach Hause fahren und uns morgen hinsetzen. Wenn es soweit ist, werden wir uns äußern."
"Das hasse ich an Biathlon": Deutsche sind nach Desaster völlig frustriert
Nach ihrem schlimmen WM-Sprint verabredeten sich die deutschen Biathleten zum Frustessen, stürzten sich auf den verbliebenen Geburtstagskuchen von Philipp Nawrath. Den wolle man "killen zum Aufbauen", sagte Nawrath: "Ein oder zwei Stunden kann man sich ärgern, dann müssen wir es einfach abhaken". Der seit Donnerstag 32-Jährige war mit zwei Strafrunden als 18. noch der Beste des schwachen Quartetts des Deutschen Skiverbandes (DSV).
Besonders frustriert war Philipp Horn nach vier Fehlern und Platz 44. "Ich habe mich so gefreut, auf der ersten Runde richtig gut gefühlt und schnell gewesen. Und dann stehst du vom Liegendschießen auf und weißt eigentlich, die WM ist gelaufen. Verfolger ist verkorkst, Massenstart ist dahin. Es ist einfach gerade scheiße", stöhnte der Thüringer mit Tränen in den Augen: "Das hasse ich an Biathlon, weil es einfach so viel mehr Enttäuschungen als schöne Gefühle bringt." Er habe "ein bisschen die Nase voll".
Es gebe "nichts schönzureden, das war nix", kritisierte Sportdirektor Felix Bitterling. Er habe sich den Auftakt der Männer "anders vorgestellt". Schießserien mit zwei oder drei Fehlern seien "einfach nicht gut genug in dem Feld und bei den Verhältnissen. Da brauchen wir nicht lang drüber reden." Es gebe sicher Redebedarf und werde auch Einzelgespräche geben. Allerdings sei er "nicht der Erste, der den Abgesang einläutet".
"Tatsache war, dass ...": Eberl verrät überraschendes Detail zum Musiala-Poker
Der FC Bayern hatte in den Vertragsverhandlungen mit Jungstar Jamal Musiala nach eigener Darstellung schon seit geraumer Zeit Klarheit. "Tatsache war, dass wir mit Jamal schon direkt nach Weihnachten fast durch waren und dass wir im Januar schon die Zusage hatten. Und dann ging es ja noch darum, die ganzen Verträge zu formulieren, die Verträge zu schreiben", sagte Eberl beim TV-Sender Sky am Rande des Topspiels bei Meister Bayer Leverkusen.
Die Münchner hatten am Freitag die Vertragsverlängerung mit Musiala bis 2030 bekanntgegeben. Der 21-jährige Musiala darf sich zudem über einen Gehaltssprung freuen, mit dem er in den Kreis der Topverdiener aufsteigt. "Ich wusste schon von Anfang, dass ich hier bleiben will. Die Gespräche waren alle positiv. Ich bin jetzt glücklich. Wir alle haben Ziele und wollen Sachen gewinnen", sagte Musiala nach dem 0:0 in Leverkusen.