So viel hat Italien für Olympia investiert
Italiens Verkehrs- und Infrastrukturminister Matteo Salvini hat einen Teil der Baukosten für die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar) offengelegt. Der neue Eiskanal in Cortina, der gegen den Willen des Internationalen Olympischen Komitees umgesetzt und letztlich in weniger als einem Jahr fertiggestellt wurde, habe 124,8 Millionen Euro gekostet, berichtete Salvini. Im Zuge dessen seien 850 Bäume gefällt, aber 10.000 gepflanzt worden.
Weitere Investitionen flossen laut dem 52-Jährigen in Anlagen für Freestyle-Ski (5,4 Millionen Euro), den Snowpark in Livigno (35,8 Millionen) sowie in die Modernisierung der Langlaufanlagen am Tesero-See in Trentino (17,7 Millionen). Insgesamt waren laut Salvini 340 italienische Unternehmen an der Vorbereitung auf die 25. Olympischen Winterspiele beteiligt. 51 Verkehrsprojekte und 47 Sportanlagen sollen auch nach den Spielen erhalten bleiben. Erwartet werden rund zwei Millionen Besucher vor Ort, dazu drei Milliarden Zuschauer via TV oder Internet. Tourismusministerin Daniela Santanché zeigte sich deswegen überzeugt, dass die Winterspiele Italien auch als Urlaubsland neue Impulse verleihen werden.
Vizeweltmeister lässt bei EM überraschend Federn
Der frühere Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson muss mit Vizeweltmeister Kroatien mit null Punkten in die Hauptrunde der Europameisterschaft starten. Der Isländer, der vor zehn Jahren in Polen die DHB-Auswahl zum EM-Titel geführt hatte, und sein Team verloren das letzte Vorrundenspiel gegen den ebenfalls bereits qualifizierten Co-Gastgeber Schweden mit 25:33 (13:17). Die besten Werfer in Malmö waren Zvonimir Srna (sieben Tore) aufseiten der Kroaten und der Kieler Bundesligaprofi Eric Johansson (fünf) bei Rekord-Europameister Schweden.
In Hauptrundengruppe 2 warten auf beide Teams nun Duelle mit Geheimfavorit Island, Ungarn, Slowenien und der Schweiz. Schweden, Slowenien und Island nehmen dabei zwei je Punkte mit - nach Siegen gegen die ebenfalls qualifizierten Vorrundengegner.
Die Hauptrundengruppe 1 mit dem Spielort Herning/Dänemark ist mit dem Olympia-Zweiten Deutschland, Weltmeister und Olympiasieger Dänemark, Europameister Frankreich, dem einstigen WM-Zweiten Norwegen, dem WM-Vierten Portugal und Ex-Weltmeister Spanien nominell deutlich stärker besetzt. Hier starten Deutschland, Frankreich und Portugal mit zwei Punkten in die jeweils vier Spiele.
Die beiden besten Teams jeder Hauptrundengruppe erreichen das Halbfinale.
"Stolz auf dich": Sohn von Giovanni Zarrella unterschreibt Fußball-Vertrag
Der Sohn von Sänger und Moderator Giovanni Zarrella, Gabriel Zarrella, hat einen neuen Vertrag beim Nachwuchs des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart unterschrieben. Der 17-Jährige soll auch über diese Saison hinaus für die Schwaben spielen, für die er zurzeit in der U19 im Einsatz ist. "Arbeit. Fleiß. Mut. Leidenschaft. Beharrlichkeit. Stolz auf dich", schrieb Vater Giovanni in einer Instagram-Story.
Nach einer Knieverletzung feierte Gabriel Zarrella im November vergangenen Jahres sein Comeback. Er spielt seit dem Sommer 2024 für den VfB. Laut "Bild" soll er einen Vertrag über zwei Jahre bekommen haben, auch andere Klubs sollen Interesse an dem Teenager gehabt haben. "Er ist ein physisch starker Spieler mit sehr guten technischen Anlagen und einem ausgezeichneten Spielverständnis. Wir glauben an die Perspektive Gabriels beim VfB über die U19 hinaus und freuen uns, dass er bei uns ist", sagte Stephan Hildebrandt als Direktor des VfB-Nachwuchsleistungszentrums.
Schalkes Transfersensation ist offenbar perfekt
Edin Dzeko steht unmittelbar vor einem späten Comeback in Deutschland und einem Wechsel in die 2. Fußball-Bundesliga zu Tabellenführer FC Schalke 04. Der 39 Jahre alte Bosnier, dessen Noch-Arbeitgeber AC Florenz und Schalke haben sich geeinigt. Entsprechende Medienberichte von Sky, "Bild" und "WAZ" decken sich mit Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Dzeko soll am Donnerstag den Medizincheck bei den Gelsenkirchenern absolvieren.
Dzeko war 2009 mit dem VfL Wolfsburg deutscher Meister geworden und im Januar 2011 zu Manchester City gewechselt. Der Stürmer spielte außerdem für die AS Rom, Inter Mailand, Fenerbahce Istanbul und zuletzt Florenz. In der Toskana kam Dzeko zuletzt aber kaum noch zum Zug. Offenbar hat auch Schalkes bosnisch-stämmiger Trainer Miron Muslic seinen Anteil an dem bemerkenswerten Transfer. Muslic, der als Kind mit seiner Familie aus Bosnien-Herzegowina vor dem Krieg nach Österreich geflohen war, soll ein gutes Verhältnis zu dem Stürmer haben.
Gute Nachrichten beim FC Bayern
Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich gibt nach über einem Monat sein Startelf-Comeback bei Bayern München. Der DFB-Kapitän steht im Champions-League-Heimspiel (21 Uhr/DAZN und im Liveticker bei ntv.de) gegen Union Saint-Gilloise aus Belgien in der Anfangsformation von Trainer Vincent Kompany. Kimmich war wegen einer Sprunggelenksverletzung seit Mitte Dezember ausgefallen, im Liga-Spiel bei RB Leipzig (5:1) war er zuletzt bereits eingewechselt worden.
Insgesamt nimmt Kompany im Vergleich zu der Partie gegen die Sachsen vier Änderungen an seiner Startelf vor. Kimmich rückt für Leon Goretzka in die Mannschaft, Min-Jae Kim ersetzt Dayot Upamecano, der krankheitsbedingt im Kader fehlt. Zudem beginnen Raphael Guerreiro und Michael Olise anstelle von Hiroki Ito und Serge Gnabry, Jamal Musiala sitzt nach seinem Comeback in Leipzig erneut auf der Bank. Mit einem Sieg können die Münchner den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse perfekt machen.
Zweitligist holt sich bulgarische Verstärkung aus Portugal
Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat sich für den erhofften Kampf um den Bundesliga-Aufstieg in der Defensive verstärkt. Der Bulgare Atanas Schernew wechselt auf Leihbasis bis Saisonende vom portugiesischen Erstligisten CF Estrela Amadora zum viermaligen Meister.
"Mit ihm gewinnen wir einen talentierten, kopfballstarken und aggressiven Spieler hinzu, der auch aufgrund seiner physischen Voraussetzungen eine Wucht mit sich bringt, die für unser Spiel wichtig ist", sagte FCK-Sportdirektor Marcel Klos über den 23 Jahre alten Verteidiger, der bisher zwei Länderspiele für sein Heimatland absolviert hat.
Ein "Schock": Deutscher WM-Kandidat fällt monatelang aus
Jung-Nationalspieler Assan Ouédraogo muss im Kampf um ein WM-Ticket einen schweren Rückschlag verkraften. Der 19-Jährige fällt mit einer Knieverletzung etwa zwei Monate aus. Damit verpasst der Mittelfeldspieler von Fußball-Bundesligist RB Leipzig die beiden letzten, für Ende März angesetzten Länderspiele vor der Nominierung.
Ouédraogo hatte sich die Verletzung beim 2:0 gegen den SC Freiburg am vergangenen Mittwoch zugezogen. Es handelt sich um dieselbe Sehnenproblematik, mit der der Teenager bereits seit Ende November bis zum Ende des vergangenen Jahres aussetzen musste. Eine Operation ist nach Leipziger Angaben nicht vorgesehen. "Die Verletzung von Assan war tatsächlich ein Schock für uns, nachdem er sich in den letzten Wochen erst wieder ins Team gekämpft hatte. Seine Entwicklung in dieser Saison war bislang so positiv, auch sein Debüt in der Nationalmannschaft absolut verdient und beeindruckend", sagte RB-Sportchef Marcel Schäfer.
Frankreichs Regierung hat klare Haltung zum WM-Boykott
Die französische Regierung lehnt einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko ab. Dies erklärte die französische Sportministerin Marina Ferrari laut dem britischen "Guardian". Die Debatte um einen möglichen Boykott des Turniers nahm zuletzt Fahrt auf, nach den Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump gegen Europa in der Grönland-Frage.
"Derzeit gibt es seitens des Ministeriums keine Absicht, diesen großartigen Wettbewerb zu boykottieren", sagte Ferrari. Auch sie könne nicht in die Zukunft sehen, aber: "Ich bin jemand, der daran glaubt, Sport und Politik voneinander zu trennen. Die Weltmeisterschaft ist ein äußerst wichtiger Moment für alle, die Sport lieben." Nach "Guardian"-Informationen beschäftigen sich erste europäische Nationalverbände damit, wie sie auf eine mögliche Grönland-Annektion durch Trump reagieren könnten. Auch ein WM-Boykott wurde diskutiert, sollte das US-Militär zum Einsatz kommen.
Nach "peinlicher" Pleite: Man-City-Stars sammeln Geld
Nach der peinlichen Niederlage bei Außenseiter FK Bodö/Glimt in seinem Heimatland suchte Erling Haaland erst gar nicht lange nach Ausreden. "Ich übernehme die volle Verantwortung dafür, dass ich keine Tore geschossen habe. Es ist peinlich", sagte der norwegische Stürmerstar von Manchester City. Das englische Starensemble von Trainer Pep Guardiola verlor in der Champions League völlig verdient mit 1:3 (0:2).
"Wir geben unser Bestes, aber irgendetwas fehlt. Ich übernehme die volle Verantwortung, zusammen mit unseren erfahrenen Spielern", sagte Haaland nach einem ganz schwachen Auftritt beim Sender TNT Sports: "Das ist nicht gut genug. Wir sind Manchester City. So sollte es nicht sein." Die Niederlage war für das Starensemble so beschämend, dass es angekündigt hat, die Stadiontickets der mitreisenden Fans zu übernehmen. "Unsere Fans bedeuten uns alles", teilte der Mannschaftsrat um Haaland laut BBC mit. Die Spieler sammelten dafür rund 9400 Pfund (etwa 11.000 Euro) ein.
Baerbock zu möglichem Boykott: "Wenn man sich nicht an Regeln hält, funktioniert eine Fußball-WM nicht"
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos äußert sich Annalena Baerbock zu einem möglichen Boykott der Fußball-WM 2026 in Nordamerika. Die Präsidentin der UN-Vollversammlung warnt: Wenn Regeln nicht eingehalten werden, sei ein fairer Wettbewerb nicht möglich. Das gelte für die Weltwirtschaft, ebenso für den internationalen Sport.
Hülkenberg hat "leider" noch keinerlei Gespür
Für Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg beginnt ein neues Formel-1-Kapitel. Das erste Auto des Audi-Teams sei "schnittig, griffig - ein richtiges Brett", sagte er im Interview mit RTL, ntv und sport.de. Mit dem R26 greift die Marke mit den vier Ringen erstmals in seiner Geschichte in der Formel 1 an. Die Optik passt, was das Auto mit der hauseigenen Power Unit auf der Strecke reißen kann, weiß Hülkenberg indes nicht. Er habe "leider" noch keinerlei Gespür, räumte der 38-Jährige ein. "Das ist aktuell das große Thema bei allen Teams. Keiner weiß, wo er steht und woran er ist."
Laut Hülkenberg wird sich das so schnell auch nicht ändern. Die ersten Tests in Barcelona Ende Januar seien "ein erstes Abtasten, ein Schnuppern, Gefühl kriegen", sagte er. "Aber die Lernkurve wird die ersten Wochen und Monate so extrem sein, wie sich die Dinge verändern. Es wird sehr spannend und dynamisch", prophezeite der einzige deutsche Fahrer im Feld. 2026 gilt in der Formel 1 ein neues Reglement, vor allem bei den Motoren geht es für die Rennställe zurück auf Los. Die Hälfte des Antriebs wird künftig elektrisch gewonnen, den Rest erledigt ein Verbrenner. Neuland für Audi, aber auch die arrivierten Hersteller wie Mercedes und Ferrari.
"Am Anfang wird es sich sicher neu, fremd und anders anfühlen", so Hülkenberg. Erst im Laufe der Saison werde es "mehr und mehr so sein wie es mal war. Aber alles kennenzulernen - das wird am Anfang eine Riesenaufgabe."
"Regelrecht beschissen": Für Karl Geiger gibt es eine kleine Hoffnung
Nach dem Olympia-Aus bekommt der ehemalige Skisprung-Weltmeister Karl Geiger bei einem anderen Großereignis eine Chance auf eine Medaille. Der 32 Jahre alte Allgäuer wurde als einer von fünf Deutschen für die Skiflug-Weltmeisterschaft an diesem Wochenende in seiner Heimat Oberstdorf nominiert. "Das ganze Jahr lief bis jetzt wirklich sehr, sehr schwierig - regelrecht beschissen. Deshalb bin ich jetzt froh, dass es ein bisserl besser wird und ich da draußen schöne Sprünge machen und gut Skifliegen kann", sagte Geiger, der sich nach verkorkstem Saisonstart zuletzt im japanischen Sapporo etwas verbessert gezeigt hatte.
Neben Geiger sind in den beiden Top-Athleten Felix Hoffmann und Philipp Raimund sowie Andreas Wellinger und Pius Paschke vier weitere Springer dabei. Bundestrainer Stefan Horngacher muss jeweils ein Quartett für das Einzel (Freitag und Samstag) sowie den Teamwettbewerb (am Sonntag) auswählen. Lobend erwähnte Horngacher Olympiasieger Wellinger und Paschke, die zuletzt in der Heimat trainiert hatten - statt wie Geiger zum Weltcup nach Japan zu fliegen.
Saisonaus? Hertha BSC bangt um das Supertalent, das jeder will
Mit gerade einmal 16 Jahren hat sich Kennet Eichhorn im Verlauf der Saison 2025/26 in Windeseile vom Rekordtalent zum Leistungsträger von Hertha BSC gemausert. Längst sollen der FC Bayern, RB Leipzig oder der BVB den Mittelfeldspieler auf dem Schirm haben. Vor dem nächsten Schritt folgt nun aber wohl ein Dämpfer.
Beim 0:0 von Hertha BSC gegen Tabellenführer FC Schalke 04 zeigte Kennet Eichhorn einmal mehr eine sehr starke Leistung, Coach Stefan Leitl musste den Youngster allerdings kurz vor dem Schlusspfiff aufgrund einer Sprunggelenkverletzung auswechseln. Angeblich könnte es aber noch erheblich schlimmer kommen.
Wie die "Bild" erfahren haben will, droht Eichhorn sogar das Saisonaus. Andere Berliner Medien äußern sich zurückhaltender. Weitere Untersuchungen stünden zwar noch an, im Raum steht aber, dass das Toptalent eine Syndesmose-Verletzung erlitten hat. Auf der Homepage der Berliner heißt es bislang, dass man "vorerst" auf Eichhorn verzichten müsse.
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"Ich plane absolut nicht ...": DHB-Titan macht deutschem Handball großes Versprechen
Torwart-Titan Andreas Wolff denkt noch lange nicht an ein Karriereende und möchte auch mit über 40 Jahren noch für die deutsche Handball-Nationalmannschaft spielen. "Unser Athletiktrainer Simon Overkamp versucht mir Trainingspläne zu erstellen bis zu Olympia 2032 in Brisbane. Ich plane absolut nicht, in den nächsten Jahren aufzuhören", verkündete Wolff vor dem EM-Hauptrundenauftakt der DHB-Auswahl gegen Portugal morgen (15.30 Uhr/ARD/Dyn und im Liveticker auf ntv.de) in Herning.
Wolff ist mit 190 Länderspielen der Erfahrenste im deutschen EM-Team und gilt als einer der besten Torhüter der Welt. Mit Deutschland gewann er vor zehn Jahren den EM-Titel und insgesamt zwei olympische Medaillen - Bronze 2016 in Rio de Janeiro und Silber 2024 in Paris.
Trotz seines Alters hat der 34-Jährige noch viel vor. "Ich habe schon mit einem Torhüter zusammengespielt, der noch in seinen Vierzigern bei Olympia gespielt hat. Ich halte mich für einigermaßen fit und denke nicht ans Aufhören", bekräftigte Wolff seine langfristigen Pläne.
Hochrisikospiel: Freiburg steht vor größtem Polizeieinsatz seit dem Papstbesuch
Wenn der SC Freiburg morgen Maccabi Tel Aviv zum Duell in der Europa League (ab 18.15 Uhr/RTL+ und im Liveticker auf ntv.de) empfängt, wird das Spiel von einem der größten Polizeieinsätze begleitet, seit 2011 Papst Benedikt die Stadt besucht hatte. "Aufgrund der Gesamtsituation handelt es sich für uns um eine besonders herausragende Einsatzlage", erklärt ein Polizeisprecher auf Anfrage von ntv/RTL. "Das Polizeipräsidium Freiburg hat auch das mit dem Nahostkonflikt verbundene hohe Emotionalisierungs- und Mobilisierungspotential fest im Blick."
Das Polizeipräsidium Freiburg sei einschließlich der Unterstützungskräfte als einsatzführende Dienststelle mit über zweitausend Beamtinnen und Beamten aus den verschiedensten Einsatzbereichen im Einsatz.
Derweil werden Teile der aktiven Fanszene des SC Freiburg dem Spiel wegen erhöhter Sicherheitsvorkehrungen fernbleiben. Nachdem der Klub im Hinblick auf die politische Lage schärfere Maßnahmen für die Partie verkündet hatte, gaben mehrere Gruppierungen in einer gemeinsamen Stellungnahme den Boykott bekannt. Darin ist von einer "Gesamtkulisse" die Rede, "die so gravierend in fankulturelle Freiheiten eingreift, dass wir uns entschieden haben, dem Spiel fernzubleiben".
Der Sport-Club bereite sich "seit Monaten und im engen Schulterschluss mit Polizei, Behörden und weiteren Institutionen" auf eine Partie vor, die "für den Verein kein Heimspiel wie jedes andere" sei, hieß es von Klubseite.
"Konnte nichts ausrichten": Tennisprofi schimpft auf "ignorante Betrunkene"
Alejandro Davidovich Fokina hat sich über einzelne "ignorante Betrunkene" im Publikum bei den Australian Open geärgert. Der an Position 14 gesetzte Spanier diskutierte in seinem Duell gegen Reilly Opelka beim Stand von 2:1 für den Amerikaner im vierten Satz lautstark mit Zuschauern in den vorderen Reihen der Kia Arena. Der deutsche Schiedsrichter Nico Helwerth eilte herbei, um die Situation zu beruhigen.
"Das kann hier passieren, das kann überall auf der Welt passieren", sagte Davidovich Fokina nach seinem 6:3, 7:6 (7:3), 5:7, 4:6, 6:4-Erfolg: "Es waren also vier ignorante Betrunkene, gegen die ich nichts ausrichten konnte. Mehr nicht." Ihn ärgerte, dass einige Fans gejubelt hatten, als er ausrutschte. "Ich bin umgeknickt, und er hat den Punkt gewonnen. Ich finde es unfair, dass sie diesen Punkt bejubelt haben", sagte Davidovich Fokina. In der dritten Runde geht für Davidovich gegen den US-Amerikaner Tommy Paul weiter.
"Unangenehme Geschichte": Kampf gegen die Fans besorgt deutsche Tennis-Hoffnung
Nach ihrem Mega-Comeback in der ersten Runde ist Laura Siegemund die letzte im Turnier verbliebene deutsche Tennisspielerin bei den Australian Open. Morgen muss die Metzingerin schon am frühen Morgen deutscher Zeit (ab 3 Uhr MEZ/Eurosport) ran. Mit ihrer Aufgabe in der zweiten Runde ist Siegemund allerdings nicht ganz glücklich.
"Gegen Australier ist es nicht schön. Da habe ich schon einmal die zweite Runde verloren", sagte die 37-Jährige vor ihrem Duell mit der Qualifikantin Maddison Inglis. "Es ist schwierig, weil die Fans wirklich gigantisch sind. Das ist schon eine unangenehme Geschichte." Dennoch geht Siegemund favorisiert in die Partie gegen die Nummer 168 der Welt.
Mehrere Knochenbrüche: Deutscher Radprofi stürzt schwer
Für Marius Mayrhofer hat die Radsport-Saison mit einem heftigen Sturz und mehreren Knochenbrüchen begonnen. Der 25-Jährige kam auf der ersten Etappe der Tour Down Under etwa 40 Kilometer vor dem Ziel in Tanunda in einer Abfahrt zu Fall. Mayrhofer zog sich Brüche am rechten Schlüsselbein, dem Schulterblatt und den Rippen zu.
"Marius wird in den nächsten Tagen nach Europa zurückkehren, wo er seine Reha starten wird, beginnend mit Physiotherapie", teilte sein Team Tudor Pro Cycling mit. Eine Operation soll nicht notwendig sein. Australien war für Mayrhofer bisher ein gutes Pflaster. 2023 gewann der Tübinger das Cadel Evans Great Ocean Race und feierte seinen ersten Profi-Sieg gleich in der World Tour. Nun wird er mehrere Wochen ausfallen.
Die Etappe wurde im Sprint entschieden. Dabei setzte sich der Däne Tobias Andresen überraschend vor Top-Favorit Matthew Brennan durch. Tim Torn Teutenberg sprintete als bester Deutscher auf Platz neun.
Deutscher Segler stirbt bei Transatlantik-Regatta
Ein Crewmitglied der deutschen Segelyacht "Walross 4" ist während einer Transatlantik-Regatta bei einem Unfall an Bord ums Leben gekommen. Die Yacht des Akademischen Segler-Vereins Berlin befand sich rund 2800 Kilometer von der Küste entfernt, als das Unglück auf dem Weg von Lanzarote nach Antigua geschah. "Wir sind zutiefst erschüttert und trauern mit den Angehörigen", teilte der ASV Berlin in einem Statement mit.
Das betroffene Besatzungsmitglied sei nach dem Unfall an Bord im Rahmen einer koordinierten Rettungsaktion auf ein nahegelegenes Handelsschiff gebracht worden, starb jedoch später. Die verbleibende Besatzung der "Walross 4" werde auf dem Weg zu ihrem Zielhafen professionell betreut, berichtete der ASV Berlin weiter. Details zu dem Unfall und der Nationalität des Toten gab der Verein bislang nicht bekannt.
Auch die Veranstalter der Transatlantik-Regatta trauern. "Im Namen des Royal Ocean Racing Club spreche ich der Familie, den Freunden und Angehörigen des Besatzungsmitglieds unser tiefstes Beileid aus. Unsere Gedanken sind in dieser äußerst schwierigen Zeit auch bei der Besatzung der Yacht. Wir möchten allen, die an der Notfallmaßnahme beteiligt waren, für ihre Professionalität danken", sagte der RORC-Kommodore Deb Fish in einem Statement des RORC.
"Kein böses Blut": Bayerns Ex-Toptalent freut sich trotz dornigen Abschieds auf besonderes Duell
Offensivspieler Paul Wanner vom niederländischen Spitzenklub PSV Eindhoven fiebert dem Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub Bayern München in der Champions League entgegen. "Es wird kein alltägliches Spiel. Ich werde Teamkollegen, bekannte Gesichter wiedersehen", sagte Wanner der "Sport Bild": "Ich freue mich jedenfalls sehr auf dieses Match."
Die PSV, souveräner Spitzenreiter in der Eredivisie, empfängt den deutschen Rekordmeister am 28. Januar (21 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) am letzten Spieltag der Champions-League-Ligaphase. "Wir wissen, dass Bayern aktuell eines der besten Teams der Welt ist. Aber wir haben auch Qualität: Wir wollen die Bayern ärgern und versuchen, sie zu Hause zu besiegen."
Wanner war im Alter von 13 Jahren an den FC Bayern Campus gekommen, bei den Profis kam er auf acht Einsätze. Nach Leihen an die SV Elversberg sowie an den 1. FC Heidenheim war er im Sommer 2025 fest nach Eindhoven gewechselt. Der Schritt war von Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl unterschwellig kritisiert worden. "Es gibt im Fußballgeschäft immer mal verschiedene Meinungen, das gehört dazu. Ich bin froh, dass ich hier bin. Es gibt kein böses Blut, es ist alles in Ordnung", sagte Wanner.
"Bälle kamen wie eine Bombe": Deutscher Außenseiter nervt Alcaraz lange
Yannick Hanfmann gab in der mächtigen Rod Laver Arena alles, er ließ sein Herz auf dem Platz - doch die Sensation blieb aus. Der Tennisprofi hat sein Highlightmatch in der zweiten Runde der Australian Open gegen den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz mit 6:7, (4:7), 3:6, 2:6 verloren. Hanfmann verkaufte sich dabei aber teuer.
"Ich wusste, dass er großartig spielen wird, ich kenne sein Niveau. Es war trotzdem schwerer als gedacht am Anfang", lobte Alcaraz: "Ich habe den Ball nicht so gespürt - und seine Bälle kamen wie eine Bombe. Deswegen bin ich froh, diesen schwierigen ersten Satz überstanden zu haben."
Nach 2:44 Stunden verwandelte Alcaraz, der vor allem zu Beginn hart arbeiten musste, seinen dritten Matchball. Der Spanier trifft auf der Jagd nach seinem siebten Grand-Slam-Titel nun auf Corentin Moutet (Frankreich) oder den US-Amerikaner Michael Zheng. Hanfmann muss hingegen weiter auf seinen ersten Drittrundeneinzug bei einem Major-Turnier warten.
Vinicius Junior und Bernabeu wagen das Liebescomeback
Nach der Versöhnung mit den Fans im Estadio Bernabéu gab Vinicius Júnior einen Einblick in sein Seelenleben. "Die letzten Tage waren sehr schwierig für mich, für meine Mitspieler, aber besonders für mich wegen der Pfiffe und all der negativen Äußerungen über mich", sagte der Starspieler von Real Madrid. All das mache ihn "sehr traurig", so der 25-Jährige, er möchte "nicht zuhause ausgepfiffen werden, wo ich mich so wohlfühle."
Vinicius und andere Spieler waren zuletzt von ihren eigenen Fans ausgepfiffen worden, ehe die Real-Stars am Dienstagabend mit einem 6:1 (2:0) in der Champions League gegen die AS Monaco für Wiedergutmachung sorgten. Besonders "Vini Jr." glänzte hierbei, engagierte sich in der Defensive, heimste dafür Szenenapplaus ein und steuerte obendrein drei Vorlagen und einen Treffer (63.) bei.
"So liebt euch das Bernabéu", schrieb "Marca" nach dem dritten Spiel seit der Entlassung von Trainer Xabi Alonso, während seine Teamkollegen mit Vinicius fühlten. "Ich glaube, er ist ein Spieler, der aufblüht, wenn er Liebe bekommt. Man konnte heute sehen, wie sich die Stimmung ihm gegenüber verändert hat", sagte Jude Bellingham. Der Flügelstürmer scheine, "ein wenig von diesen Fesseln befreit zu sein. Und hoffentlich kann er so weitermachen.
Ter Stegen verabschiedet sich emotional vom FC Barcelona
Nach knapp zwölf Jahren beim FC Barcelona ist Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen der Abschied sehr schwer gefallen. "So viele Erinnerungen und Emotionen gehen mir gerade durch den Kopf. Fast zwölf Jahre lang war dieser Verein und insbesondere diese Umkleidekabine mein Zuhause. Ein Ort, an dem ich als Spieler und als Mensch gewachsen bin und an dem ich unvergessliche Momente erlebt habe", schrieb der 33-Jährige bei Instagram.
Um sich seinen WM-Traum zu erfüllen, wechselt ter Stegen auf Leihbasis bis Saisonende von Barca zum FC Girona. Er habe aber "wirklich gemischte Gefühle. Ich liebe diesen Verein, diese Stadt und diese Region. Sie haben ein Gefühl in mir geweckt, das niemals verblassen wird", ergänzte der Keeper. Er trage den FC Barcelona "immer in meinem Herzen. Ich bin zutiefst dankbar und stolz."
Er freue sich nun zwar "sehr auf das, was vor mir liegt", so ter Stegen. Aber gleichzeitig wünschte er seinem ehemaligen Team "alles Gute für den Rest der Saison. Ich hoffe, dass noch viele weitere Trophäen gewonnen werden." Er bedanke sich "für die vielen gemeinsamen Jahre, für das tägliche Zusammenleben, das Lachen, die Kämpfe und den Respekt".
"Nicht richtig": Beim BVB ärgern sie sich über Rote Karte
Nach Borussia Dortmunds Champions-League-Niederlage bei Tottenham Hotspur hat sich Sportdirektor Sebastian Kehl kritisch über den Platzverweis für Daniel Svensson in der ersten Halbzeit geäußert. "Ich finde, dass die Rote Karte sehr hart ist", sagte er nach dem Spiel in London, das der BVB mit 0:2 verlor.
Svensson hatte zunächst die Gelbe Karte gesehen, nach VAR-Einsatz korrigierte der Schiedsrichter die Entscheidung jedoch und zeigte dem Schweden in der 25. Minute Rot. "Am Ende trifft er den Ball zunächst und ja, dann ist der Kontakt an der Wade da", räumte Kehl ein. "Wenn man sich das auf einem Standbild anschaut, dann kann man sagen, das ist eine Rote Karte. Aber für mich fehlt in dieser Aktion jegliche Intention, jegliche Intensität. Daher war die Rote Karte für mich nicht richtig."