Ex-DFB-Kicker hat neuen Trainerjob
Nach seinem Bruder Lars kehrt auch Ex-Nationalspieler Sven Bender zur SpVgg Unterhaching zurück. Der Fußball-Drittligist gab die Verpflichtung des 35-Jährigen als Co-Trainer bekannt. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder kickte Bender einst in der Jugend für den bayerischen Klub. Lars Bender betreut die U17 der SpVgg.
"Es spricht natürlich schon für unseren Verein und insbesondere den eingeschlagenen Weg, dass sich nach Lars jetzt auch Sven Bender für unser Projekt entschieden hat", sagte Klubpräsident Manni Schwabl einer Vereinsmitteilung zufolge. Sven Bender war zuletzt bei Champions-League-Finalist Borussia Dortmund als Assistenztrainer angestellt. Nach dem Trainerwechsel beim BVB von Edin Terzić zu Nuri Şahin endete das Arbeitsverhältnis aber zum 30. Juni.
Deutsches Doppel schmeißt Olympiasieger raus
Dem deutschen Tennis-Doppel Jan-Lennard Struff und Dominik Koepfer ist mit einem Sieg über die Tokio-Olympiasieger ein Auftakt-Coup bei den Sommerspielen in Frankreich gelungen. Das Duo beeindruckte mit dem 6:3, 6:7 (5:7), 10:5-Erfolg gegen die Kroaten Nikola Mektic und Mate Pavic. Für die Entscheidung sorgte der Match-Tiebreak, der anstelle eines regulären dritten Satzes anstand. Im Achtelfinale gegen die Portugiesen Nuno Borges und Francisco Cabral dürfen sich Struff und Koepfer nun erneut Chancen ausrechnen. In der Runde der besten 16 steht zudem das deutsche Davis-Cup-Doppel Tim Pütz und Kevin Krawietz. Im Einzel fordert Koepfer im Achtelfinale den serbischen Tennis-Topstar Novak Djokovic heraus.
Ludwig/Lippmann setzen Auftakt in den Sand
Die Beach-Volleyballerinnen Laura Ludwig und Louisa Lippmann sind mit einer Enttäuschung unter dem Eiffelturm in das olympische Turnier gestartet. Rio-Olympiasiegerin Ludwig und die 29 Jahre alte Lippmann unterlagen den Französinnen Alexia Richard und Lézana Placette vor einer beeindruckenden Kulisse 14:21, 20:22.
Angefeuert von den vielen französischen Fans, die in einer Pause auch die Marseillaise anstimmten, lagen Richard und Placette früh vorn und bauten Momentum auf. Das deutsche Duo fand im Stadion im Herzen von Paris von Beginn an keine Konstanz und machte immer wieder einfache Fehler. Eine Aufholjagd im zweiten Satz kam zu spät. Nach der Niederlage gegen die am schwächsten eingeschätzten Gegnerinnen stehen Ludwig und Lippmann nun schon unter Druck. Sie treffen in der Gruppe noch auf die Europameisterinnen Nina Brunner/Tanja Hüberli aus der Schweiz und die EM-Zweiten Daniela Alvarez/Tania Moreno aus Spanien. Allerdings kommen auch insgesamt vier Gruppendritte ins Achtelfinale.
Deutscher Europameister scheidet sehr früh aus
Tischtennis-Europameister Dang Qiu ist bei den Olympischen Spielen in Paris schon in der zweiten Runde ausgeschieden. Der 27 Jahre alte Profi von Borussia Düsseldorf musste sich überraschend mit 3:4 dem Kasachen Kirill Gerassimenko geschlagen geben. Der an Position sieben gesetzte Dang hatte sogar schon mit 3:1 nach Sätzen geführt, verlor anschließend aber drei Sätze in Folge gegen den tapfer kämpfenden Gerassimenko, der sich den Einzug ins Achtelfinale verdiente.
Sein Auftaktmatch hatte der Weltranglisten-Elfte Dang noch mit 4:1 gegen den Portugiesen Tiago Apolonia gewonnen. Damit ist aus deutscher Sicht nur noch der frühere Weltranglistenerste Dimitrij Ovtcharov im Turnier. Der 35-Jährige kämpft am Dienstagvormittag um den Einzug in die Runde der besten 16.
Eine von zwei Medaillenchancen für Zverev schon futsch
Eine von zwei Medaillenchancen bei den Olympischen Spielen in Frankreich hat Deutschlands bester Tennisprofi Alexander Zverev früh vertan. Im Mixed-Wettbewerb mit Laura Siegemund schied der Hamburger gleich in der ersten Runde aus. Beim 4:6, 5:7 gegen das tschechische Duo Katerina Siniakova und Tomas Machac zeigte das deutsche Duo eine enttäuschende Vorstellung. Im Einzel trifft der Weltranglisten-Vierte Zverev im Kampf um das Erreichen des Achtelfinals ebenfalls auf den Tschechen Machac.
Prominenter Corona-Fall bei Olympia
Prominenter Covid-Fall im Team GB: Schwimmer Adam Peaty, der am Sonntag in Paris Olympiasilber über 100 Meter Brust geholt hatte, wurde am heutigen Montag positiv auf Corona getestet. Schon vor seinem Finale hatte sich der 29-Jährige unwohl gefühlt, danach hätten sich die Symptome verschlimmert, teilte die britische Mannschaft mit.
Peaty hoffe trotz der Erkrankung, in den Staffelwettbewerben (3. und 4. August) in der La Defense Arena wieder an den Start gehen zu können. "Wie bei jedem Krankheitsfall werden alle üblichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die Gesundheit der Delegation zu gewährleisten", hieß es in der Stellungnahme des Team GB. Der dreimalige Olympiasieger Peaty hatte acht WM- und 15 EM-Titel gewonnen, bis ihn nach den Sommerspielen 2021 in Tokio eine Fußverletzung aus der Bahn warf. Später zog er sich vorübergehend wegen mentaler Probleme aus dem Leistungssport zurück. In Paris musste er sich nur Nicolo Martinenghi (Italien) geschlagen geben.
Ralf Schumacher überrascht mit Motorsport-Comeback
Rasanter Vater-Sohn-Ausflug für Ralf und David Schumacher: Der ehemalige Formel-1-Fahrer und heutige TV-Experte gibt an der Seite von Sohn David sein einmaliges Comeback im Motorsport. Vater und Sohn Schumacher starten gemeinsam im Prototyp Cup Germany im Rahmen der DTM vom 16. bis 18. August auf dem Nürburgring. Der rund 455 PS starke französische Ligier-LMP3-Prototyp wird von US Racing eingesetzt, dem von Ralf Schumacher gemeinsam mit Gerhard Ungar geführtem Rennstall.
Ralf und David Schumacher haben sich am heutigen Montag bei einem ersten Testtag auf dem Nürburgring auf den Einsatz im Prototyp Cup Germany vorbereitet. "Es war schon lange mein Wunsch, einmal ein Rennen gemeinsam mit David zu fahren, dafür steige ich gerne wieder in einen Rennwagen. Nun mit David für mein eigenes Team zu fahren, ist ein Traum. Das Auto macht sehr viel Spaß, wir freuen uns auf den Start im Prototyp Cup Germany", sagt Ralf Schumacher.
Spezielle Rückkehr sorgt für Freude beim FC Bayern
Großes Hallo beim FC Bayern: Nach ihrem verlängerten EM-Urlaub haben sich auch die deutschen EM-Starter beim deutschen Fußball-Rekordmeister pünktlich zur Vorbereitung zurückgemeldet. Die Münchner veröffentlichten am Vormittag ein Video, das Kapitän Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Thomas Müller und Jamal Musiala beim herzlichen Wiedersehen zeigt.
"Sie kommen jetzt nicht völlig vom Strand, sie haben ihr Programm gehabt und werden dementsprechend schon einige Fitness haben", sagte Sportvorstand Max Eberl am Sonntag nach dem 1:1 im Testspiel beim 1. FC Düren über die Neuankömmlinge. Auch Konrad Laimer und Neuzugang Joao Palhinha sollten ihre Arbeit aufnehmen. Die EM-Halbfinalisten Kingsley Coman, Dayot Upamecano und Matthijs de Ligt sowie Finalverlierer Harry Kane und Alphonso Davies (nach Copa America) haben noch Urlaub. Leroy Sane pausiert aktuell nach seiner Leisten-OP. "Bei der Asienreise werden einige dabei sein", sagte Eberl über die Nationalspieler, "aber wahrscheinlich großteils noch nicht spielen".
Was wird aus Undav? VfB Stuttgart beißt offenbar auf Granit
Der Wechsel von Fußball-Nationalspieler Deniz Undav zum VfB Stuttgart droht einem Medienbericht zufolge zu scheitern. Wie der TV-Sender Sky berichtet, soll der englische Erstligist Brighton & Hove Albion auch das nächste Angebot des schwäbischen Vizemeisters abgelehnt haben. Demnach sollen die Stuttgarter bereit gewesen sein, eine Summe zwischen 27 und 30 Millionen Euro zu zahlen. Ob der VfB seine Offerte noch einmal aufstockt, ist unklar.
Undav wechselte in der Vorsaison auf Leihbasis zu den Schwaben. In 33 Pflichtspielen kam er auf 19 Treffer, zehn Tore bereitete er vor. Mit seinen Auftritten machte sich der Stürmer auch für Bundestrainer Julian Nagelsmann interessant, der Undav für die EM nominierte. Sollte es zu keiner Einigung kommen, gilt der französische Offensivspieler Arnaud Kalimuendo von Stade Rennes laut übereinstimmender Medienberichte als mögliche Alternative. Allerdings dürfte auch die Verpflichtung des 22-Jährigen aus finanzieller Sicht nicht so einfach zu stemmen sein.
"Jung und dumm": Becker will großen Triumph mit einstigem "Erzfeind" feiern - nach 32 Jahren
32 Jahre nach der Olympia-Goldmedaille mit Michael Stich würde Boris Becker gern gemeinsam mit seinem damaligen Doppelpartner den Erfolg doch noch richtig feiern. "Michael, wenn Du zuschaust, wir müssen unbedingt die Feier auf die Goldmedaille nachholen", sagte Becker als Olympia-Experte bei Eurosport und lud seinen einstigen Tennis-Rivalen Stich zur Party ein.
1992 hatten Becker und Stich bei den Sommerspielen in Barcelona triumphiert. Der frühere Davis-Cup-Teamchef Niki Pilic habe die beiden Tennisprofis damals zusammengebracht, sagte Becker im Rückblick. "Michael Stich und ich waren damals große Konkurrenten, quasi Erzfeinde", erinnerte der dreimalige Wimbledon-Sieger.
"Wir haben damals nicht miteinander gesprochen, sondern uns nur zum Match getroffen. Ab dem Halbfinale haben wir dann realisiert, lass mal Hallo sagen, denn wir können hier Gold für Deutschland holen", erzählte Becker: "Wir waren jung und dumm. Erst im Wettkampf haben wir realisiert, lass mal ein Team bilden."
Welche Bedeutung die olympische Goldmedaille habe, sei ihm erst im Nachhinein richtig bewusst geworden, so Becker. "Jetzt über die Jahre werde ich teilweise mehr auf den Olympiasieg angesprochen als auf meine Wimbledon-Siege. Deswegen steigt der Olympiasieg auch in meiner persönlichen Bedeutung."
Medaillen-Entscheidungen in Paris: "Deutsches Team hat heißes Eisen im Feuer"
Die Olympischen Spiele in Paris sind in vollem Gange. Die deutschen Sportler und Sportlerinnen feiern erste Erfolge, Schwimmer Lukas Märtens holt bereits das erste Gold für Deutschland. Auch an diesem Wettkampf-Tag hat das deutsche Team gute Chancen auf Medaillen, so ntv-Reporterin Vivian Bahlmann.
Sexistischer Spruch: Eurosport schmeißt Kommentator raus
Nach einer sexistischen Äußerung zieht Eurosport Konsequenzen: Der englischsprachige TV-Sender trennt sich von Olympia-Kommentator Bob Ballard, nachdem der sich abfällig über Australiens Schwimmerinnen geäußert hatte. Mollie O'Callaghan, Emma McKeon, Meg Harris und Shayna Jack hatten gerade die Goldmedaille gegen USA und China geholt.
Als die 4x100-Meter-Freistilstaffel in Paris das Schwimmbecken verließ, sagte Ballard, sie seien "am Ende" und fügte hinzu: "Sie wissen ja, wie Frauen sind... sie hängen herum und schminken sich". Seine Co-Kommentatorin und britische Schwimmmeisterin Lizzie Simmonds nannte seine Bemerkung sofort "unverschämt", was Ballard zum Lachen brachte. Eurosport nannte den Kommentar "unangebracht", der Rausschmiss gelte ab sofort.
Olympia-Aus für deutsches Badminton-Doppel
Deutschlands Badminton-Doppel Mark Lamsfuß und Marvin Seidel hat bei den Olympischen Spielen in Paris aufgeben müssen. Grund für den Rückzug ist nach Angaben des Deutschen Badminton-Verbandes eine Verletzung von Lamsfuß. "Mark bereitet sein Knie immer noch Probleme und sportfachlich beziehungsweise aus Leistungssicht ist es überhaupt nicht sinnvoll, dass sie weiterspielen", sagte Teilmannschaftsleiter Martin Kranitz.
Die Europameister von 2022 hatten am Samstag ihr erstes Gruppenspiel gegen ein Doppel aus Indonesien mit 0:2 verloren. Heute sollten Lamsfuß/Seidel gegen die an Nummer drei gesetzten Inder Satwiksairaj Rankireddy/Chirag Shetty aufschlagen. Die Partie wurde ebenso wie das letzte Vorrundenduell mit Lucas Corvee/Ronan Labar aus Frankreich abgesagt.
Pariser Vermieter hofften auf Geschäft ihres Lebens - und wurden bitter enttäuscht
Schon weit vor Start der Olympischen Spiele hofften private Zimmervermieter und Wohnungsbesitzer in Paris auf ein lohnendes Geschäft. Zu astronomischen Summen wollten sie Quartiere an Besucher der Spiele vermieten - nun aber gibt es große Ernüchterung. Wie die Zeitung "Le Parisien" gestützt auf Angaben des auf die Analyse von Vermietungsdaten spezialisierten Unternehmens AirDNA berichtet, bleiben viele Zimmer an vielen Wettkampftagen leer.
Über große Buchungsplattformen gibt es demnach im Großraum Paris 87.000 Zimmerangebote, von denen 43.500 an allen Wettkampftagen verfügbar sind. Nur zwölf Prozent dieser Zimmer konnten laut der Analyse aber tatsächlich durchgängig vermietet werden. Und für etwa ein Fünftel der Quartiere gab es keinerlei Reservierung.
Als einer der Gründe wird genannt, dass parallel zu einem starken Anstieg der Reservierungen um 128 Prozent das Angebot ebenso um 129 Prozent in die Höhe schnellte. Denn zahlreiche Menschen entschlossen sich angesichts von Olympia, ihre Zimmer oder Wohnungen zeitweise zu vermieten.
Wie es heißt, ist ein Privatquartier in Paris während Olympia inzwischen nur noch 1,4 Mal so teuer, wie während eines gewöhnlichen Sommers. Wie ein Branchenvertreter der Zeitung erklärte, gebe es den meisten Leerstand bei Quartieren im Herzen der französischen Hauptstadt, wo Vermieter versucht hätten, die absurdesten Preise für einen Übernachtungsplatz zu verlangen.
Schweinsteiger liebäugelt mit Fußball-Comeback
Bastian Schweinsteiger, Weltmeister von 2014, kann sich eine Rückkehr in den Fußball vorstellen - sogar als Trainer. "Vielleicht irgendwann einmal", sagte der 39-Jährige im "Kicker"-Interview auf die Frage, ob dies für ihn denkbar sei. Es würde ihn "generell durchaus reizen, in einer Rolle in der Nähe einer Mannschaft zu arbeiten, aber auch nicht zu nahe. Grundsätzlich würde ich gerne in der Zukunft mein Wissen und meine Erfahrungen an eine Mannschaft weitergeben", ergänzte die Vereinsikone des FC Bayern, der aktuell als ARD-Experte arbeitet.
Ihm mache es Spaß, so Schweinsteiger, "ein paar Dinge auf dem Feld zu sehen, wo ich mir dann denke, das könntest du jetzt anders machen und es den Spielern sagen, um ihnen zu helfen. Vielleicht ergibt sich das alles einmal, aber es muss eben alles passen, der Zeitpunkt muss der richtige sein", sagte der frühere Profi.
Die richtige Rolle müsse laut Schweinsteiger "gut überlegt sein. Ich will sicherstellen, dass ich dann in einer Funktion bin, in der ich tatsächlich etwas bewegen kann. Vielleicht kommt das noch irgendwann bei einem Verein oder einer Nationalmannschaft." Es gebe "keine konkreten Pläne, aber die Möglichkeit für ein Comeback bleibt".
"Das kannst du vergessen": Kerber-Gala verzückt Zverev
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat höchst amüsiert auf die Rücktritts-Ankündigung von Angelique Kerber reagiert. "Die hört doch jetzt nie im Leben auf", sagte Zverev angesichts von Kerbers Auftaktsieg bei den Sommerspielen in Paris gegen Japans Startspielerin Naomi Osaka lachend: "Das kannst du vergessen - die spielt viel zu gut, um aufzuhören."
Zverev habe Kerber gleich nach ihrem Erfolg kontaktiert. "Ich habe ihr eine Sprachnachricht geschickt, dass sie doch nie im Leben aufhört", berichtete er: "Dazu hat sie nur gelacht." Die frühere Weltranglistenerste Kerber hatte nach dem Sieg gegen Osaka noch einmal klargestellt, dass ihr Entschluss, nach den Spielen von Paris ihre Karriere zu beenden, unumstößlich sei: "Ich bin damit absolut glücklich", sagte die 36-Jährige. Sie und Zverev hatten am Freitag gemeinsam die Eröffnungsfeier ausgiebig miterlebt.
Ein paar Mal "falsche Welle genommen": Deutscher Surfer verpasst Achtelfinale
Surfer Tim Elter hat bei den olympischen Wettbewerben auf Tahiti den Sprung ins Achtelfinale verpasst. In der zweiten Runde verlor der 20-Jährige gegen den Japaner Connor O'Leary deutlich. Elter holte eine Gesamtpunktzahl von 6,07, O'Leary kam auf 14,50 Punkte. Zuvor war bereits Camilla Kemp gescheitert. Die 28-Jährige schied ebenfalls in der zweiten Runde gegen Sarah Baum aus Südafrika nach zwischenzeitlicher Führung aus.
"Leider", sagte Co-Bundestrainer Martin Walz, habe Kemp wie schon in der ersten Runde "ein paar Mal taktisch die falschen Wellen" genommen, die "Puzzleteile" seien für sie damit "nicht so zusammengefallen". Hinzu kam ein Sturz. Insgesamt sei Kemp sehr zufrieden, berichtet Walz, sie wisse aber auch, "dass sie einen der beiden Läufe hätte gewinnen" und damit das Achtelfinale erreichen können. Surfen ist erst zum zweiten Mal olympisch, in Tokio 2021 war Leon Glatzer der einzige Deutsche gewesen. Kemp hatte sich im März bei der WM für die Spiele qualifiziert, wie auch der gebürtige Spanier Elter.
Nach DFB-Klatsche: Hrubesch kann von seiner Sache doch schwärmen
Kurz vor Mitternacht und nach der herben 1:4-Niederlage der deutschen Fußballerinnen gegen die USA kam Bundestrainer Horst Hrubesch doch noch ins Schwärmen. Dabei ging es in den Katakomben des Stade Vélodrome von Marseille allerdings nicht um eine olympische Disziplin - sondern um Pétanque. Hrubesch hatte sich dieser Tage im Fernsehen eine Stunde lang einen Wettkampf des französischen Nationalsports angeschaut und war nach eigener Aussage "fasziniert".
"Ich fand das ganz überragend", berichtete Hrubesch begeistert. Bei der Übertragung verstand er allerdings nichts, "da mein Französisch nicht vorhanden ist." Er habe zwar auch schon Boule gespielt, die Freizeitvariante des Spiels mit den Eisenkugeln. Aber so etwas habe er noch nicht erlebt: "Ein junger Mann und eine Dame um die 60, 70 Jahre alt - die haben das Ding gewonnen."
Olympia-Sport schaute Hrubesch übrigens auch: Bogenschießen, Schwimmen und Handball habe er verfolgt. Seine Leidenschaft Angeln steht allerdings nicht im Programm der Spiele: "Ich glaube, solange ich lebe, wird das nicht olympisch werden", meinte das HSV-Idol.
"Hammerleistung" macht Bundestrainer zuversichtlich
Langstrecken-Bundestrainer Bernd Berkhahn blickt zuversichtlich auf den ersten Start von Topschwimmer Florian Wellbrock bei den Olympischen Spielen von Paris. "Er war sehr stark und hat auch im Training eine Hammerleistung gezeigt", sagte der Coach über die jüngsten Trainingseindrücke. "Wir sind sehr zufrieden und sehr zuversichtlich." Angesichts der aus seiner Sicht so guten Form von Wellbrock ergänzte der Coach, der auch Olympiasieger Lukas Märtens in Magdeburg trainiert: "Es muss losgehen jetzt."
Wellbrock startet heute im Vorlauf über 800 Meter Freistil. Auf der Distanz war der 26-Jährige bei den Weltmeisterschaften im Februar in Katar überraschend schon im Vorlauf ausgeschieden. Als Nebenstrecke sieht der Magdeburger Freiwasser-Olympiasieger die Strecke aber nicht, auch wenn er sich über 1500 Meter Freistil mehr ausrechnet. "Es ist Olympia, da kann man nicht sagen, ich gebe auf der einen Strecke nur 80 Prozent, auf der anderen dann 100. Das funktioniert nicht", sagte er. "Aber realistisch betrachtet muss man sagen, dass meine Medaillenchancen auf der 1500-Meter-Strecke schon höher sind."