Der Sport-Tag
10. Februar 2026
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23:28 Uhr

"Mund zu weit aufgemacht": Norweger bricht mit deutschem Olympiasieger

Marius Lindvik sieht die Schuld an der zerbrochenen Freundschaft mit Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund beim Deutschen. "Nach letzter Saison hat er seinen Mund in den Medien ein bisschen zu weit aufgemacht", sagte Lindvik nach seiner Silbermedaille mit dem Mixed-Team bei den Winterspielen. Deswegen habe er nicht mehr mit Raimund befreundet sein wollen. "Es ist auf jeden Fall traurig."

Raimund hatte nach seinem Sieg auf der Normalschanze tags zuvor gesagt: "Ich habe Videospiele mit ihm gemacht, ich habe Livestreams mit ihm gemacht. Ich hätte ihn damals als Freund bezeichnet." Der 25-Jährige sagte zudem: "Nach der Situation in Trondheim hat es sich ein bisschen wie ein Betrug angefühlt, wie ins Gesicht gespuckt."

Bei den Weltmeisterschaften in der norwegischen Stadt im vergangenen Jahr waren Lindivk und dessen Teamkollege Johann André Forfang wegen manipulierter Sprunganzüge beim Wettbewerb von der Großschanze disqualifiziert worden. Zuvor hatte Lindvik auf der Normalschanze Gold vor Raimunds deutschem Mannschaftskameraden Andreas Wellinger gewonnen.

"Mund zu weit aufgemacht": Norweger bricht mit deutschem Olympiasieger
22:51 Uhr

"Sein Support wäre wichtig gewesen": Hertha-Trainer wundert sich über den Bürgermeister

Herthas Trainer Stefan Leitl hat Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner dafür kritisiert, dass dieser das Pokalspiel gegen den SC Freiburg aufgrund eines Besuchs bei den Olympischen Winterspielen verpasst. "Sein Support wäre heute auch wichtig gewesen. Da kritisiere ich ihn schon. Vielleicht kommt er ja Samstag dann gegen Hannover", sagte Leitl vor dem Anpfiff bei Sky.

Wegner reagierte gelassen auf die Kritik: "Ich finde das ja nett. Er hat das ja mit einem Augenzwinkern gesagt und ihm ist durchaus bewusst, dass meine Gedanken jetzt bei Hertha BSC sind", äußerte Wegner in Mailand. Er freue sich schon, bei einem möglichen Halbfinale dabei zu sein, sagte Wegner noch während der Partie. Am Nachmittag hatte sich Wegner unter anderem den Sieg der deutschen Eishockey-Frauen live in Mailand angesehen. Der CDU-Mann ist vor allem deshalb in Italien, weil sich Berlin auch um die Olympischen Sommerspiele bewerben will.

"Sein Support wäre wichtig gewesen": Hertha-Trainer wundert sich über den Bürgermeister
22:10 Uhr

Spaniens große Neuentdeckung verpasst die WM

Spaniens Fußball-Nationalmannschaft muss bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko auf Stürmer Samu Aghehowa verzichten. Der 21-Jährige vom FC Porto hat am Montag beim 1:1 gegen Sporting Lissabon einen Riss des vorderen Kreuzbands im rechten Knie erlitten und muss lange pausieren. Dies bestätigte Porto, Samu werde in den kommenden Tagen weiter untersucht.

Der Stürmer, der bereits 20 Pflichtspieltore in dieser Saison erzielt und das Interesse zahlreicher Topklubs auf sich gezogen hat, stand bislang in vier Länderspielen für Spanien auf dem Platz. Sein Ticket für die WM im Sommer unter Nationaltrainer Luis de la Fuente galt als sicher.

Spaniens große Neuentdeckung verpasst die WM
21:30 Uhr

DFL baut Bundesliga-Akademie in Abu Dhabi

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) arbeitet weiter an ihrer internationalen Präsenz. Während des Staatsbesuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben die DFL und die UAE Pro League (UAEPL) eine "langfristige Kooperationsvereinbarung" abgeschlossen.

Zentraler Baustein der Vereinbarung ist die Gründung einer Bundesliga-Akademie in Abu Dhabi. Ziel der Partnerschaft ist laut DFL "die Förderung des Wissensaustauschs beider Liga-Organisationen in Bereichen wie Technologie, Medienproduktion und -übertragung sowie Talententwicklung".

DFL baut Bundesliga-Akademie in Abu Dhabi
20:42 Uhr

Arzt erklärt mögliche Komplikationen bei Ski-Star Vonn

Ski-Star Lindsey Vonn tritt mit einem Kreuzbandriss im linken Knie bei Olympia an. Nur 13 Sekunden nach ihrem Start stürzt sie erneut und verletzt sich schwer. Warum die US-Amerikanerin zwei Mal operiert werden muss, erklärt Sport-Traumatologe Dirk Tenner bei ntv.

Arzt erklärt mögliche Komplikationen bei Ski-Star Vonn
20:00 Uhr

Für die Eishockey-Frauen kommt es knüppeldick

Die deutschen Eishockey-Frauen haben bei den Olympischen Spielen ihre Ausgangsposition für das Viertelfinale zumindest leicht verbessert. Im letzten Vorrundenspiel gegen Gastgeber Italien setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Jeff MacLeod knapp mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) durch und beendete die Gruppe B der schwächer eingestuften Teams auf Platz zwei.

Damit geht die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in der Runde der besten acht zumindest dem Gewinner der starken Gruppe A aus dem Weg. Doch so oder so: Der Gegner wird Kanada oder USA heißen, beide Nationen dominieren das Frauen-Eishockey und haben sämtliche Olympiasiege bislang unter sich ausgemacht. Bereits vor dem Spiel gegen die nicht zur erweiterten Weltspitze zählenden Italienerinnen hatte festgestanden, dass Deutschland das Minimalziel Viertelfinale erreicht hat, weil Japan erwartungsgemäß gegen Gruppensieger Schweden verlor (0:4).

Gegen Italien in der gut gefüllten Milano Rho Ice Hockey Arena musste das Team um Torhüterin Sandra Abstreiter hart kämpfen für den dritten Sieg im vierten Spiel. Italien ging durch Justine Reyes (21.) in Führung, Emily Nix (33.) und Laura Kluge (59.) drehten die enge Partie. Bei ihrer bislang letzten Olympiateilnahme waren die deutschen Frauen 2014 in Sotschi in der Gruppenphase ausgeschieden

Für die Eishockey-Frauen kommt es knüppeldick
19:24 Uhr

Medaille verpasst - Emotionen übermannen Ski-Freestyler

In Gedenken an seinen verstorbenen Vater ist Ski-Freestyler Andri Ragettli nach einer erneut knapp verpassten Olympia-Medaille von seinen Emotionen übermannt worden. Nach seinem vierten Platz im Slopestyle-Wettbewerb sagte der Schweizer unter Tränen in einem Interview des SRF: "Ich wollte ihn stolz machen. Aber ich glaube, er ist im Himmel trotzdem stolz auf mich." Seinen Vater hatte Ragettli in seiner Kindheit verloren.

Der 27-Jährige belegte bereits bei den Winterspielen in Peking 2022 sowie bei der Heim-Weltmeisterschaft im Engadin den vierten Platz im Slopestyle. Bei dieser Disziplin absolvieren die Athleten einen Parcours mit verschiedenen Hindernissen und zeigen dabei möglichst schwierige Tricks. Bewertet wird in drei Durchgängen der jeweils beste Versuch. Im Livigno Snow Park fehlten Ragettli 6,5 Punkte zur Bronzemedaille, die der Neuseeländer Luca Harrington gewann. Gold ging an Birk Ruud aus Norwegen. Der Ausgang sei "extrem hart" und tue "extrem weh", sagte Ragettli. "Ich habe so, so, so viel Arbeit reininvestiert - und heute ist es wieder nicht ganz aufgegangen."

Medaille verpasst - Emotionen übermannen Ski-Freestyler
18:27 Uhr

Ex-Hertha-Boss verunglückt beim Skifahren - Preetz im Krankenhaus

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Michael Preetz will bald wieder an der Seitenlinie stehen. (Foto: picture alliance / firo Sportphoto)

Fußball-Funktionär Michael Preetz ist einem Medienbericht zufolge beim Skiurlaub in Österreich schwer gestürzt. Der 58-Jährige brach sich laut "Bild"-Zeitung bei einer Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm drei Rippen, von der eine die Lunge durchbohrt haben soll. Das Blatt schreibt weiter, dass ein Notarzt ihn in eine Klinik gebracht habe, wo später dann ein Lungenkollaps diagnostiziert worden sei - ein Flügel der Lunge ist demnach zusammengefallen. Preetz selbst sagte dem Blatt, dass die Piste sehr vereist gewesen sei. Die Verletzung sei "sehr schmerzhaft, besonders beim Husten und Lachen". Der ehemalige Mittelstürme dürfe nun acht Wochen keinen Sport machen.

Preetz war von 2009 bis 2021 Geschäftsführer Sport von Hertha BSC. Bis heute ist er der Rekordtorschütze des Hauptstadtklubs. Nach einer längeren Pause arbeitet er derzeit als Geschäftsführer Sport beim MSV Duisburg. Sein Engagement ist dort bislang von Erfolg gekrönt: Der Traditionsklub steht mit guten Aufstiegschancen auf dem zweiten Tabellenplatz der dritten Liga.

Ex-Hertha-Boss verunglückt beim Skifahren - Preetz im Krankenhaus
17:56 Uhr

Taubitz ganz nah an erstem Olympiagold: Riesiges Drama um Fräbel

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Fräbel war fassungslos. (Foto: picture alliance/dpa/Revierfoto)

Rennrodlerin Julia Taubitz steht dicht vor ihrem ersten Olympiasieg. Die 29-Jährige aus dem Erzgebirge führt bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo nach dem dritten Lauf deutlich und profitierte dabei von einem schweren Patzer von Konkurrentin Merle Fräbel, für die nun sogar eine Medaille außer Reichweite scheint. Taubitz geht mit 0,704 Sekunden Vorsprung auf die Lettin Elina Bota in den entscheidenden Durchgang. Dritte ist die US-Amerikanerin Ashley Farquharson (+0,755).

Für Fräbel ist es ein Drama. Die 22 Jahre alte Vizeweltmeisterin aus Suhl ging mit nur 61 Tausendsteln Rückstand auf Taubitz in den zweiten Wettkampftag, fuhr beim Start aber sofort rechts in die Bande und verlor über eine Sekunde. Sie rutschte aus den Topplätzen.

Taubitz könnte derweil das dritte Gold für das Team Deutschland bei den Wettkämpfen in Norditalien gewinnen, im traditionell starken Eiskanal wäre es nach dem Olympiasieg von Max Langenhan zum Auftakt bereits das zweite. Nach dem ersten Wettkampftag hatte sich im Cortina Sliding Centre noch ein Showdown zwischen Taubitz und Fräbel angedeutet. Der vierte Lauf beginnt um 18:34 Uhr.

Taubitz ganz nah an erstem Olympiagold: Riesiges Drama um Fräbel
17:36 Uhr

Ukrainischer Olympionike schert sich nicht um IOC-Verbot

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Wladyslaw Heraskewytsch hätte gern Klarheit. (Foto: picture alliance / empics)

Im Training am Dienstag trug Wladyslaw Heraskewytsch noch immer den Helm, der für so viel Wirbel in der olympischen Welt gesorgt hat. Um das IOC-Verbot scherte sich der Skeletoni aus der Ukraine nicht, er wollte seine Botschaft loswerden. "Das waren großartige Menschen", sagte Heraskewytsch im Gespräch mit dem SID über seine im Krieg mit Russland getöteten Landsleute. Mit deren Bildern auf seinem Helm wolle er ihr Andenken ehren.

Das allerdings erlauben die Regeln des Internationalen Olympischen Komitees nicht, erklärte IOC-Sprecher Mark Adams. Stattdessen solle Heraskewytsch im Wettkampf ein schwarzes Armband tragen, das sei doch ein "guter Kompromiss", was der Athlet offensichtlich anders sieht. Völlig verständlich sind ihm die Vorgaben zudem offenbar nicht. "Ich sehe jeden Tag verschiedene Statements, ich hätte gerne Klarheit", sagte Heraskewytsch. "Ich hoffe, wir kriegen bald mehr Informationen, aber jetzt werde ich den Helm nicht wechseln", fügte er trotzig hinzu.

Ukrainischer Olympionike schert sich nicht um IOC-Verbot
16:50 Uhr

Unter Tränen: Bronze-Gewinner beichtet Seitensprung im Live-TV

Biathlet Sturla Holm Lägreid hatte gerade seine erste Einzelmedaille bei Olympia gewonnen - und klar, Bronze war "groß". Doch sein Jubel-Interview im norwegischen Rundfunk NRK nahm plötzlich eine unerwartete Wendung: Lägreid gestand live im TV, dass er seine Freundin betrogen habe. "Vor einem halben Jahr habe ich die Liebe meines Lebens getroffen", sagte der 28-Jährige unter Tränen, "die schönste, tollste Person der Welt. Aber vor drei Monaten habe ich den größten Fehler meines Lebens begangen und war ihr untreu."

Der Gesamtweltcupsieger der vergangenen Saison berichtete bewegt, er habe seiner Freundin seine Untreue unmittelbar vor den Winterspielen von Mailand gestanden, sie habe sich daraufhin von ihm getrennt. Er blicke auf die "schwerste Woche meines Lebens" zurück, sagte Lägreid, er habe das Gefühl, die "Goldmedaille meines Lebens" weggeworfen zu haben: "Ich wünschte, ich könnte das hier mit ihr teilen."

Unter Tränen: Bronze-Gewinner beichtet Seitensprung im Live-TV
16:17 Uhr

Formel-1-Pilot erlebt Schrecksekunde auf dem Weg zur Rennstrecke

Formel-1-Pilot Kimi Antonelli hat vor der Abreise zu den Testfahrten in Bahrain noch eine Schrecksekunde erlebt. Der 19 Jahre alte Italiener hatte einen Unfall nahe seiner Heimat in San Marino. Wie sein Rennstall Mercedes bestätigte, blieb Antonelli unverletzt, er rief demnach auch selbst die Polizei. Ein anderes Auto war in den Unfall am Samstag den Angaben zufolge nicht verwickelt.

Laut der italienischen "Gazzetta dello Sport" prallte der Wagen mit Antonelli auf einer Schnellstraße gegen die Leitplanken. Die Ursachen und der Hergang des Unfalls würden derzeit von den Ordnungskräften untersucht. Wer am Steuer eines exklusiven Sportwagens des deutschen Autobauers gesessen hat, ist laut der Sportzeitung unklar. Antonelli machte vor rund einem Jahr erst seinen Führerschein, sein Formel-1-Renndebüt feierte er nur wenige Wochen später. In diesem Jahr tritt er zu seiner zweiten Saison in der Motorsport-Königsklasse an.

Für ihn und Teamkollege George Russell beginnen ebenso wie für die anderen Formel-1-Piloten an diesem Mittwoch die ersten öffentlichen Testfahrten auf dem Grand-Prix-Kurs in Bahrain.

Formel-1-Pilot erlebt Schrecksekunde auf dem Weg zur Rennstrecke
15:37 Uhr

Schiri-Boss: Fehler "hinterlassen faden Beigeschmack"

Schiedsrichter-Chef Knut Kircher möchte die jüngsten Fehlentscheidung seiner Schützlinge in der Fußball-Bundesliga nicht schönreden und gelobt Besserung. "Natürlich trübt das den guten Start nach der Winterpause und hinterlässt einen etwas faden Beigeschmack", sagte Kircher im kicker: "Fachlich sind die Fälle aus unserer Sicht mit den Betroffenen klar besprochen und analysiert worden, weshalb wir davon ausgehen, dass wir solche Fehler idealerweise gar nicht mehr, zumindest aber nicht mehr in dieser Häufung sehen werden."

Zuletzt machten die Unparteiischen gleich in mehreren Begegnungen keine gute Figur. "Durch jeden einzelnen Fall wollen wir in Zukunft besser werden", äußerte Kircher: "Wobei nicht alle Fälle miteinander vergleichbar sind und es deshalb keine Schablonen-Lösung gibt, die künftig alle Fehler verhindert. Es sind immer noch Menschen an der Pfeife und an den Bildschirmen."

Schiri-Boss: Fehler "hinterlassen faden Beigeschmack"
14:42 Uhr

Deutsche Eishockey-Frauen bejubeln Viertelfinal-Einzug

Deutschlands Eishockey-Frauen sind bereits vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Gastgeber Italien für das Olympia-Viertelfinale qualifiziert. Da Konkurrent Japan am heutigen Mittag gegen Gruppensieger Schweden 0:4 (0:1, 0:2, 0:1) verlor, ist das deutsche Team nicht mehr aus den Top drei der Gruppe zu verdrängen. Deutschland hatte am Montag 2:1 nach Verlängerung gegen Frankreich gewonnen.

Das Team von Trainer Jeff MacLeod spielt damit am Freitag entweder gegen die USA oder Kanada. Beide Teams gelten als Top-Favoriten auf die Goldmedaille. Die deutschen Frauen sind erstmals seit 2014 wieder bei Olympischen Winterspielen dabei.

Deutsche Eishockey-Frauen bejubeln Viertelfinal-Einzug
13:55 Uhr

Video-Call: Er ist bei Olympia, als sein Sohn geboren wird

Die Geburt seines Kindes erlebte er live per Videocall mit, an Entspannung ist für Österreichs Rodel-Ass Wolfgang Kindl im Vorfeld seines nächsten Einsatzes bei den Olympischen Spielen deshalb nicht zu denken. "Die letzten zwei Nächte waren definitiv mit weniger Schlaf verbunden, und nicht, weil wir Jonas Müller so lange gefeiert haben", erklärte der 37 Jahre alte Weltmeister von 2017 der "Kleinen Zeitung". "Ich bin wie auf Nadeln gesessen und in der Nacht, als es dann in der Früh dazu gekommen ist, habe ich vorher aufs Handy geschaut und gewusst: Jetzt geht es wirklich los", erzählte Kindl: "Ich habe auch echt kurz überlegt, ob ich nach Innsbruck fahren soll, aber das wäre sich nicht mehr ausgegangen. Ich bin überglücklich, dass alles gut geklappt hat. Beide sind gesund und wohlauf."

Am Montag war Kindls zweites Kind zwei Monate zu früh auf die Welt gekommen, kurz zuvor war der Olympia-Zweite von 2022 im Einsitzer beim Sieg von Max Langenhan auf Rang acht ins Ziel gekommen. Am Mittwoch (17.51 Uhr) ist er gemeinsam mit Thomas Steu in Cortina wieder im Doppelsitzer gefordert. Die Geburt immerhin per Video verfolgen zu können, sei "unglaublich" gewesen, sagte Kindl, "auf diese Art live dabei zu sein, ist doch nicht alltäglich. Es war sehr schön und emotional."

Video-Call: Er ist bei Olympia, als sein Sohn geboren wird
13:21 Uhr

IOC bietet Reklamations-Service für Schrott-Medaillen an

Olympioniken mit Mangel-Medaillen der Winterspiele in Mailand und Cortina haben Anspruch auf eine Reklamation. Das Organisationskomitee hat betroffene Athletinnen und Athleten gebeten, ihre beschädigten Plaketten "über die entsprechenden Kanäle zurückzusenden, damit sie umgehend repariert und zurückgegeben werden können".

Einige Medaillengewinnerinnen und -gewinner haben bei diesen Spielen über Materialfehler an Gold, Silber oder Bronze geklagt. Beim deutschen Biathleten Justus Strelow gab es nach Bronze mit der Mixed-Staffel ebenso Probleme mit dem Steg, an dem das Medaillenband hängt, wie bei Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson (USA). Auch die schwedische Langläuferin Ebba Andersson (Silber) oder US-Eiskunstläuferin Alysa Liu (Team-Gold) waren betroffen.

Das OK sprach von "einer kleinen Anzahl von Medaillen". Der Sachverhalt sei "umgehend" und in Zusammenarbeit mit der staatlichen Münzprägeanstalt, die die Medaillen hergestellt hatte, überprüft worden. "Eine Lösung wurde gefunden", hieß es.

IOC bietet Reklamations-Service für Schrott-Medaillen an
12:50 Uhr

Footballprofi wird Opfer einer Schießerei

Footballprofi Keion White ist Opfer einer Schießerei geworden. Der Defensive End der San Francisco 49ers wurde dabei in der kalifornischen Metropole am Knöchel getroffen und musste sich einer Operation unterziehen. Das gab der Klub aus der US-Profiliga NFL bekannt. Der Vorfall ereignete sich am frühen Montagmorgen, am Sonntag war der Super Bowl im nahegelegenen Santa Clara ausgetragen worden.

Nach Angaben der Polizei von San Francisco sind Whites Verletzungen nicht lebensbedrohlich. Es hat noch keine Festnahmen gegeben, die Ermittlungen laufen. Nach ersten Erkenntnissen soll es in einem Geschäft eine verbale Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gegeben haben, bevor ein Unbekannter Schüsse abgab. White war während der abgelaufenen Saison von den New England Patriots zu den 49ers gewechselt und mit dem Team im Playoff-Viertelfinale am späteren Champion Seattle Seahawks gescheitert.

Footballprofi wird Opfer einer Schießerei
12:09 Uhr

Trauer überlagert Olympia: Skispringer "weint den ganzen Tag"

Johann André Forfang trauert. "Es war eine ganz besondere Vorbereitung. Ich habe eigentlich den ganzen Tag nur geweint", sagte der norwegische Skispringer. Vor seinem Olympia-Wettkampf in Predazzo hörte er eine Playlist, die er zusammen mit seinem kürzlich verstorbenen Vater hatte. "Ich habe noch nicht so viele Wettkämpfe bestritten, ohne dass er da war. Es ist sehr schwer und speziell", sagte Forfang der norwegischen Boulevardzeitung "Dagbladet".

Beim Olympiasieg von Philipp Raimund belegte er den neunten Platz. Das Ergebnis tritt angesichts seines Schicksalsschlags völlig in den Hintergrund. Mit extra beschriftetem Handschuh gedachte der 30-Jährige im Auslauf seinem Vater, der im Alter von 68 Jahren einer Krebserkrankung erlag. Die Beerdigung soll erst nach den Winterspielen stattfinden. "Ich bin erleichtert, dass ich mich nicht zwischen den Olympischen Spielen und der Beerdigung entscheiden musste", sagte Forfang dem norwegischen Sender NRK.

Trauer überlagert Olympia: Skispringer "weint den ganzen Tag"
11:40 Uhr

Konkurrenz aus Saudi-Arabien? Eberl äußert sich zu Kane

Bayern München hat noch keine konkreten Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit seinem Superstar Harry Kane aufgenommen. Er habe nie gesagt, "dass wir verhandeln. Verhandlungen haben noch nicht angefangen", betonte Sportvorstand Max Eberl vor dem Pokal-Viertelfinale des deutschen Rekordmeisters morgen gegen RB Leipzig. Zuletzt hatte Eberl den Eindruck erweckt, dass die Vertragsgespräche bereits begonnen haben könnten.

Natürlich würde der FC Bayern "mit Harry Kane, einem Führungsspieler, immer wieder reden - aber dann eben über Momente, über Spiele, über Situationen, über die Wichtigkeit einer Saisonphase. Das ist normal, aber die Verhandlungen sind noch nicht gestartet", betonte Eberl nun.

Der Vertrag des 32 Jahre alten Engländers in München läuft noch bis Sommer 2027. Kane soll Anfragen aus der Premier League und aus Saudi-Arabien haben. "Über das, was jetzt um uns herum wieder spekuliert wird, dass jemand irgendetwas vorbereitet, kann ich nichts sagen", so Eberl: "Ich kann nur sagen, dass wir mit Harry im intensiven Austausch sind, was ihn betrifft, was unseren Erfolg betrifft - und die anderen Schritte werden danach kommen." Kane, der bisher in 129 Pflichtspielen 123 Tore für die Bayern erzielte, hatte immer wieder betont, wie sehr es ihm in München und bei den Bayern gefalle.

Konkurrenz aus Saudi-Arabien? Eberl äußert sich zu Kane
11:11 Uhr

"Um die Beamten zu schützen": Mexikanische Polizei setzt bei WM auf kuriose Helfer

Mit unkonventioneller Technik will die mexikanische Polizei bei der Fußball-Weltmeisterschaft für Sicherheit sorgen. Vierbeinige Roboterhunde sollen während der Endrunde in gefährlichen Situationen eingesetzt werden und die Einsatzkräfte unterstützen, teilten die Behörden des WM-Austragungsortes Monterrey mit.

"Bevor die Sicherheitskräfte eintreffen und um die Beamten zu schützen, werden die Roboter im Falle von Auseinandersetzungen oder bei alkoholisierten Personen eingesetzt", sagte Bürgermeister Hector Garcia bei der Vorstellung von der Roboterhunde, die die Polizeibeamten frühzeitig, etwa mit Videomaterial, über Gefahren am Einsatzort informieren sollen.

Die Technologie sei vom Stadtrat für rund 2,5 Millionen Pesos (gut 120.000 Euro) angeschafft worden. In einem von der örtlichen Polizei veröffentlichten Video ist zu sehen, wie einer der Roboterhunde ein verlassenes Gebäude erkundet, den Beamten vorausgeht und einen bewaffneten Mann per Lautsprecher auffordert, seine Waffe niederzulegen. Die Roboterhunde würden "in Echtzeit patrouillieren, analysieren und Alarm schlagen. Sie ersetzen keine Polizisten", schrieb die örtliche Polizei zu dem veröffentlichten Video.

"Um die Beamten zu schützen": Mexikanische Polizei setzt bei WM auf kuriose Helfer
10:23 Uhr

Zimmer ist zu klein: Sensations-Olympiasieger feiert auf dem Flur

Ein Bier auf dem Gang, mehr war nicht drin: Skispringer Philipp Raimund hat seinen Gold-Coup von Predazzo nur mit einer kurzen Party im Olympischen Dorf gefeiert. Weil dort nicht alle Teamkollegen in ein Zimmer passen, stießen die DSV-Adler kurzerhand auf dem Flur an. Nach einem schnellen Bier war die nächtliche Party auch schon wieder beendet, schließlich kämpft Raimund am Dienstagabend (18.45 Uhr/ZDF, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) im Mixed schon um die nächste Medaille.

Bundestrainer Stefan Horngacher hatte zuvor bereits mit einem Augenzwinkern das Party-Motto "Ein Bier für die Athleten, zwei für die Trainer" ausgegeben. Weil Raimund nach der Dopingkontrolle aber erst um 23.30 Uhr von der Schanze wegkam, fiel die Feier noch kürzer aus als gedacht. Zuvor hatte der neue Olympiasieger immer und immer wieder von seinen Goldflügen erzählen müssen. "Ich bin sehr stolz. Ich hätte niemals gedacht, dass es dafür reichen könnte. Ich wusste, es könnte für eine Medaille reichen. Aber dass ich jetzt am Ende mit Gold hier sitzen darf, ist unbeschreiblich", sagte Raimund.

Zimmer ist zu klein: Sensations-Olympiasieger feiert auf dem Flur
09:24 Uhr

"Kann jeder": Deutscher belächelt Olympia-Herausforderung

Nach dem Ritt auf dem im Schlussteil "leichtesten Slalomhang, den ich je auf diesem Niveau gefahren bin", bemühte sich Linus Straßer um Pragmatismus: "Das hier kann gefühlt jeder", sagte er nach dem olympischen Wettbewerb in der Team-Kombination über den Slalom-Kurs auf der Abfahrtsstrecke von Bormio, aber "am Schluss ist es so wie es ist." Mit Blick auf die Slalom-Entscheidung am Montag der kommenden Woche (1. Lauf 10.00 Uhr, 2. Lauf 13.30 Uhr, ZDF, Eurosport und im ntv.de-Liveticker) sei es nun wichtig, die Bedingungen anzunehmen und "das richtige Rezept" zu finden.

Als besondere Herausforderung empfand der 33-Jährige insbesondere den letzten Abschnitt des Slalomkurses auf der Stelvio, wenngleich er feststellte: "Das darfst du eigentlich keinem erzählen, wie einfach das ist." Gerade diesem Umstand aber sei es geschuldet, dass man sich "am Limit" bewegen müsse "von der Linie, von der Bewegung und von der Geschwindigkeit her. Und du darfst gleichzeitig keine Fehler machen."

"Kann jeder": Deutscher belächelt Olympia-Herausforderung
08:28 Uhr

"Herz eines Champions": Arnold Schwarzenegger wendet sich an Lindsey Vonn

Terminator an Speed-Queen: Nach dem schweren Abfahrtssturz bei den Winterspielen hat Lindsey Vonn aufbauende Worte von Arnold Schwarzenegger bekommen. "Lindsey wird von Olympia nicht mit einer Medaille heim fahren. Sie wird mit dem Herz eines Champions heimkehren", schrieb der Schauspieler in den sozialen Medien. "Danke Arnie", antwortete die schwer verletzte Skirennfahrerin in der Nacht auf X.

Die 41-Jährige war bei der Abfahrt von Cortina d'Ampezzo gestürzt und hatte sich einen komplizierten Schienbeinbruch zugezogen. Schwarzenegger zeigte großen Respekt für Vonn. "Ich hoffe, sie weiß, dass sie uns allen einen großen Dienst erwiesen hat", schrieb er. "Sie hat gezeigt, dass Erfolgreichsein bedeutet, sich auf dem schmalen Grat zwischen Sieg und Niederlage wohlzufühlen. Sie hat uns daran erinnert, dass Scheitern in einer wichtigen Sache besser ist, als zu einer dieser kalten und ängstlichen Seelen zu werden. Sie hat uns gezeigt, wie man lebt, nicht nur existiert. Dafür gibt es keine Medaille. Die größten Siege des Lebens feierst du in dir selbst."

"Herz eines Champions": Arnold Schwarzenegger wendet sich an Lindsey Vonn
07:55 Uhr

Franz Wagner feiert sein Comeback in der NBA

Basketball-Nationalspieler Franz Wagner hat in der NBA sein Comeback für Orlando Magic gefeiert. Nach seiner Knöchelverletzung gewann der Welt-und Europameister mit der Franchise aus Florida 118:99 gegen die Milwaukee Bucks, die weiter ohne Superstar Giannis Antetoukounmpo auskommen mussten. Wagner erzielte in fast 17 Minuten von der Bank 14 Punkte, ebenso wie sein älterer Bruder Moritz. "Es ist schön, wieder dabei zu sein. Es macht viel Spaß, mit dieser Gruppe zu spielen", sagte Franz Wagner, der sechs seiner zehn Würfe aus dem Feld traf und zudem fünf Assists beisteuerte, bei Peacock: "Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Wir haben ein ziemlich konstantes Spiel gezeigt."

Der 24-Jährige hatte zuletzt am 18. Januar das London-Game gegen die Memphis Grizzlies bestritten, dann aber erneut an Knöchelbeschwerden laboriert, nachdem er Anfang Dezember gegen die New York Knicks umgeknickt war. Orlando feierte den dritten Sieg in Serie, liegt mit 28:24 Siegen auf Rang sieben der Eastern Conference und hat die Playoffs im Blick.

Franz Wagner feiert sein Comeback in der NBA
07:34 Uhr

Für Siegerehrung muss sich Skispringer erstmal Klamotten leihen

Damit hatte niemand gerechnet: nicht einmal Gregor Deschwanden selbst. Der Schweizer Skispringer gewinnt Bronze von der Normalschanze. Das Problem: Es gibt streng vorgeschriebene Kleidung, die die Sieger zur Ehrung tragen sollen. "Ich hätte mir das selber nicht zugetraut. Ich habe mein Zeug nicht einmal mitgenommen für die Medaillenfeier. Die Kleider sind alle ausgeliehen", sagte Deschwanden dem SRF.

Der 34-Jährige wusste gar nicht so recht, was er im Freudentaumel sagen sollte: "Manchmal braucht man etwas Glück und den Tag dafür. Es ist der Hammer, dass es so geklappt hat. Es ist noch nicht ganz angekommen bei mir."

Für Siegerehrung muss sich Skispringer erstmal Klamotten leihen
06:54 Uhr

Verbot für Olympia-Helm: Ukrainer ehrt im Krieg gefallene Athleten

Der Einsatz eines Helms mit besonderem Design bei Olympia ist dem ukrainischen Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch nach eigenen Angaben zunächst verboten worden. "Eine Entscheidung, die mir einfach das Herz bricht", schrieb er zu einem Video. Mit dem Kopfschutz will der 27-Jährige an durch den Krieg gefallene Sportkollegen erinnern. Auf dem Helm sind die Bilder von rund einem halben Dutzend Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Heraskewytsch trug den Helm im offiziellen Training bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo am Montag - unklar ist, ob er diesen auch im Wettkampf Ende der Woche aufsetzen darf.

Das IOC untersagt in ihren Statuten politische Botschaften. "Wir haben keine Regeln verletzt, und ich sollte mit diesem Helm antreten dürfen", sagte Heraskewytsch der Nachrichtenagentur AP und ergänzte: "Ich kann nicht verstehen, wie dieser Helm irgendjemanden verletzen könnte. Er ist eine Hommage an Athleten und einige von ihnen waren Medaillengewinner bei den Olympischen Jugendspielen. Das bedeutet, sie gehören zur olympischen Familie."

Verbot für Olympia-Helm: Ukrainer ehrt im Krieg gefallene Athleten
06:34 Uhr

Für diese beiden wird Olympia zum unerwarteten Klassentreffen

Moritz Seider traute seinen Augen nicht. Der deutsche Eishockey-Star hatte kaum das Olympische Dorf in Mailand bezogen, da wurde der NHL-Verteidiger in seine Kindheit zurückversetzt. Unerwartet und ungeplant lief Seider Eisschnellläufer Moritz Klein über den Weg - einem alten Klassenkameraden aus Kindheitstagen. "Wir haben uns in der Mensa gesehen und dann war es irgendwie relativ klar, dass wir uns kennen. Dann hat man zusammen die Mittagspause verbracht und sich viel Glück gewünscht", berichtete Seider. Die gemeinsame Schulzeit in Erfurt liegt weit zurück, "das war so die vierte, fünfte, sechste Klasse", sagte Seider und ergänzte: "Seine Eltern werden kommen, meine Eltern werden kommen. Ich glaube, das wird ziemlich lustig."

Überhaupt ist Seider, der zum Kapitänstrio im DEB-Kader in Mailand zählt, von der Erfahrung im Olympischen Dorf angetan. "Man trifft so viele tolle Nationen und unfassbar erfolgreiche Athleten. Da jetzt irgendwo dazuzugehören, ist natürlich eine Riesenehre. "Seider startet am kommenden Donnerstag im Spiel gegen Dänemark in das Eishockey-Turnier. Eisschnellläufer Klein ist erstmals am Mittwoch über 1000 Meter gefordert. Realistische Medaillenchancen besitzt er nicht.

Für diese beiden wird Olympia zum unerwarteten Klassentreffen
06:12 Uhr

Das bringt der Olympia-Dienstag - 10. Februar

Langlauf: Sprint klassisch der Frauen, ab 09.15 Uhr - mit Laura GImmler, Coletta Rydzek, Katherine Sauerbrey und Sofie Krehl

Langlauf: Sprint klassisch der Männer, ab 09.57 Uhr - mit Jan Stölben und Janosch Brugger

Ski alpin: Team-Kombination der Frauen, 10.30 und 14.00 Uhr - mit Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher

Ski Freestyle: Slopestyle der Männer, Finale 12.30 Uhr - ohne deutsche Beteiligung

Shorttrack: 2000-Meter-Staffel Mixed, Finale 13.03 Uhr - ohne deutsche Beteiligung

Biathlon: Einzel der Männer, 13.30 Uhr - mit Philipp Nawrath, Philipp Horn, David Zobel und Lucas Fratzscher

Rodeln: Einsitzer der Frauen, 3. und 4. Durchgang, ab 17.00 Uhr - mit Merle Fräbel, Julia Taubitz und Anna Berreiter

Curling: Mixed, Finale 18.05 Uhr - ohne deutsche Beteiligung

Skispringen: Team Mixed, ab 18.45 Uhr - mit Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Agnes Reisch und Selina Freitag

Das bringt der Olympia-Dienstag - 10. Februar
05:49 Uhr

"Verrat": Sensations-Olympiasieger Raimund nach Gold ganz wehmütig

Im Moment seines größten Triumphs wurde Philipp Raimund nachdenklich. Der Skisprung-Olympiasieger hätte gerne mit seinem früheren Kumpel Marius Lindvik gefeiert, doch die Beziehung der beiden ist am Anzugskandal zerbrochen. "Ich hatte ihn wirklich als Freund betrachtet. Aber nach dem Vorfall in Trondheim fühlte es sich wie ein Verrat an, wie ein Schlag ins Gesicht", sagte Raimund.

Lindvik war bei der WM 2025 Silber aberkannt worden, weil durch ein geheim aufgenommenes Video eine Manipulation an seinem Anzug aufgedeckt worden war. Der Norweger, der zuvor Weltmeister von der Normalschanze geworden war, bestreitet bis heute, von dem Eingriff gewusst zu haben. "Wir waren ziemlich gut befreundet, bevor das alles passiert ist. Wir haben zusammen Videospiele gespielt und zusammen live gestreamt. Aber ich habe nie eine Entschuldigung oder Ähnliches bekommen. Das macht mich aus menschlicher Sicht etwas traurig". sagte Raimund. Gleichzeitig machte der DSV-Adler den Norwegern aber auch ein Angebot. "Wenn einer von ihnen zu mir käme und sagen würde: 'Hey, es tut mir wirklich leid, dass das passiert ist', dann würde ich ihnen wahrscheinlich verzeihen und sagen: 'Hey, wisst ihr was, wir sind auch nur Menschen, so etwas passiert eben. Wir konzentrieren uns einfach gemeinsam auf die Zukunft.' Ich bin schon etwas traurig, dass es nie dazu gekommen ist, vor allem, weil ich mit ihm befreundet war."

"Verrat": Sensations-Olympiasieger Raimund nach Gold ganz wehmütig