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Notbetrieb bei U-Bahn in MünchenPokalkracher trotzt dem Streik im Nahverkehr

09.02.2026, 17:28 Uhr
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Die U6 fährt auch Mittwoch zum Bahnhof Fröttmaning und zur Allianz Arena, nur nicht aus Norden kommend. (Foto: IMAGO/Wolfgang Maria Weber)

Der FC Bayern empfängt am Mittwoch im Pokal-Viertelfinale RB Leipzig. Durch einen angekündigten Streik im Nahverkehr werden An- und Abreise zum Problem. Eine Entscheidung ist gefallen. Die MVG richtet einen Sonderbetrieb ein.

Der Pokal-Hit zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig soll trotz des Streiks im öffentlichen Nahverkehr stattfinden können. Die Münchener Verkehrsgesellschaft wird einen Sonderverkehr einrichten. Der FC Bayern warnt trotzdem vor Einschränkungen bei der An- und Abreise. Die Gewerkschaft Verdi hat für den Spieltag zu einem ganztägigen Nahverkehrs-Warnstreik unter anderem in München aufgerufen. Am Abend (20.45 Uhr) ist in der Münchner Arena vom DFB das Viertelfinalspiel angesetzt.

Der FC Bayern hatte am Sonntagabend nach dem 5:1 gegen die TSG Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga eine Verschiebung nicht ausgeschlossen, wenngleich er nicht davon ausgegangen war. "Wir haben die Entscheidung noch nicht gefällt. Wir werden das morgen miteinander besprechen. Und wenn wir glauben, dass das Spiel durchführbar ist, wovon wir alle ausgehen, dann werden wir es natürlich durchführen, weil die Ersatzmöglichkeiten auch sehr überschaubar sind", hatte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen gesagt.

Es habe eine Besprechung mit der Münchner Verkehrsgesellschaft, der Polizei und weiteren Behörden gegeben, berichtete der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern am Sonntag.

TV-Sender planen fest mit der Übertragung

Die MVG prüft nach eigenen Angaben, wie große Teile der Fußballfans auch ohne U-Bahn in die Allianz Arena kommen können. Die Erfahrung vom ersten Streiktag zeige, dass im U-Bahn-Bereich nicht genug Personal vorhanden sei, um den Betrieb aufnehmen zu können. Als Lösung richtet sie nun einen Sonderverkehr zwischen Marienplatz und Fröttmaning ein. Die dazwischen liegenden Bahnhöfe sind für einen Zustieg geöffnet.

Zudem wird der übliche Bus-Transfer ab der S-Bahn-Station Donnersberger Brücke aufgestockt, er steuert diesmal die U-Bahn-Station Kieferngarten an und fährt bei Bedarf nach der Partie direkt zum Karlsplatz. 75.000 Zuschauer haben Platz im Stadion.

"Trotz aller Bemühungen wird es bei der An- und Abreise zu Einschränkungen kommen. Der FC Bayern appelliert an alle Fans, mehr Zeit einzuplanen, im Fall einer Anreise mit dem PKW nach Möglichkeit in Fahrgemeinschaften zu planen und bittet generell um Verständnis. Die Allianz Arena wird am Mittwoch ab 18:30 Uhr zugänglich sein und dieses Mal länger geöffnet bleiben", teilte der Verein mit. Das Spiel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig wird live von Sky und der ARD im TV übertragen. Die Sender haben die Partie fest in ihren Programmen eingeplant.

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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