RB Leipzig überrascht auf dem Transfermarkt
RB Leipzig hat sich kurz vor Ende der Transferfrist überraschend mit U21-Nationalspieler Brajan Gruda verstärkt. Der 21-Jährige wird bis zum Sommer von Brighton & Hove Albion aus der englischen Premier League geliehen und erhält beim Fußball-Bundesligisten die Nummer 10. "Brajan will regelmäßig Fußball spielen und das konnten wir ihm für die zweite Saisonhälfte nicht garantieren", sagte Brightons Trainer Fabian Hürzeler.
Gruda erklärte, dass es in der Vergangenheit zwischen RB Leipzig und ihm immer wieder Kontakt gegeben habe. "Dieser Umstand gibt mir ein gutes Gefühl und zeigt, dass der Klub sowie die Verantwortlichen von mir überzeugt sind und mich wirklich in der Mannschaft haben wollen", sagte Gruda. Der U21-Vizeeuropameister von 2025 war im Sommer 2024 für über 30 Millionen Euro von Mainz nach Brighton gewechselt.
Der Mittelfeldspieler kam zwar in der Premier League in dieser Saison zu 18 Einsätzen, stand dabei aber nur achtmal in der Startelf. Einen ähnlichen Spielertypen wie Gruda hat Leipzig bisher nur durch Christoph Baumgartner im Kader, von daher sollte der Ex-Mainzer auf mehr Einsatzzeiten kommen.
Russischer Katastrophenschutz findet Extremsportler tot im Hotel
Es war ein verrückter Plan: Im Winter 900 Kilometer mit dem Fahrrad durch den kältesten Teil Sibiriens. Doch der polnische Extremsportler Adam Borejko hat es nicht geschafft. Er wurde auf halber Strecke in dem Ort Chandyga tot in seinem Hotel aufgefunden, wie der russische Katastrophenschutz in der ostsibirischen Republik Sacha (Jakutien) mitteilte. Angaben zur Todesursache wurden nicht gemacht.
Borejko war, wie aus seinem Blog auf Instagram hervorgeht, am 25. Januar in der Hauptstadt Jakutsk gestartet. Dort herrschen derzeit etwa 35 Grad Frost. Ziel des Polen war das Dorf Oimjakon, das als einer der kältesten dauerhaft bewohnten Orte der Erde gilt. Im Jahr 1933 wurden dort 67,8 Grad Frost gemessen. In den ersten Februartagen dieses Jahres war es in Oimjakon nachts minus 39 Grad kalt.
Die erbarmungslose Kälte im Osten Sibiriens zieht immer wieder Abenteurer an. Im Januar 2022 wurde in Oimjakon ein Marathon mit internationaler Beteiligung veranstaltet.
Ganz bitter für Schalke 04: Millionen-Transfer droht zu platzen
Dem FC Schalke 04 geht voraussichtlich ein bereits sicher geglaubter Millionen-Deal durch die Lappen. Laut "Kicker"-Reporter Toni Lieto droht der Wechsel von Angreifer Moussa Sylla in die MLS zu platzen. Nach jetzigem Stand werde der 26-Jährige am Montag aus den USA zurück nach Gelsenkirchen reisen und am Montag schon wieder auf Schalke auf dem Trainingsplatz stehen. Für den Tabellenführer der 2. Bundesliga würde das bedeuten, dass es keinen weiteren Spielraum für Offensiv-Transfers mehr gibt. Denn: Schalke wollte mit dem Sylla-Verkauf dem Vernehmen nach rund sechs Millionen Euro einnehmen.
Medien: Verärgter Superstar Ronaldo streikt in Saudi-Arabien
Der fünfmalige Weltfußballer Cristiano Ronaldo ist bei seinem Klub Al-Nassr offenbar in den Streik getreten. Dies berichtete die portugiesische Zeitung "A Bola". Demnach ist der Fußballstar mit dem Management des Saudi Arabian Public Investment Funds (PIF) unzufrieden. Im Spiel gegen Al-Riyadh wird Ronaldo fehlen, saudische Medien hatten berichtet, dass der 40-Jährige für das Duell mit dem Meister Al-Ittihad am kommenden Freitag geschont werde. Nach Informationen von "A Bola" hingegen sei Ronaldo der Auffassung, dass andere Klubs, die ebenfalls vom PIF geführt werden, bevorteilt würden. Der Star-Stürmer beklagt dabei vor allem die mangelnden Investitionen in seinen Klub.
Al-Nassr holte in der bisherigen Wintertransferphase nur Haydeer Abdulkareem aus dem Irak. Die direkte Konkurrenz war deutlich aktiver, Al-Hilal gab bereits 32 Millionen Euro aus und steht laut Medienberichten auch noch vor der Verpflichtung des ehemaligen Ballon-d'Or-Siegers Karim Benzema. Im Ligavergleich hat Al-Nassr (133. Mio Euro) hinter Al-Ittihad (141. Mio Euro) und Al-Hilal (190. Mio Euro) den dritthöchsten Kaderwert.
Die sportlichen Schlagzeilen am Mittag
Wegen Edin Dzeko: "Schalke 04 hat sich ein Problem geschaffen"
Dem plötzlich kriselnden FC Schalke 04 gelingt mit der Verpflichtung von Edin Dzeko ein Transfer-Coup. Auch sein erstes Tor kann der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig bereits verbuchen. Doch sein Ex-Coach Felig Magath warnt auch vor möglichen Problemen.
Zu politisch: Deutsche Eisschnellläuferin erhält Schuhverbot bei Olympia
Eisschnellläuferin Josephine Schlörb darf bei den am Freitag beginnenden Olympischen Winterspielen in Mailand nicht mit ihren gewohnten Schuhen starten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) untersagte der 22-Jährigen ihren Angaben zufolge wegen der aufgedruckten Botschaften die Nutzung. "Auf meinem alten Maßschuh hatte ich relativ viele Statements aufgedruckt. Zum Beispiel: Hass ist keine Meinung. Diskriminierung ist ein Verbrechen", sagte Schlörb der "Sächsischen Zeitung". Deshalb hatte die Vize-Europameisterin von 2024 frühzeitig Kontakt zum Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) aufgenommen.
Ein knappes halbes Jahr später kam vom IOC das Verbot mit Verweis auf die Regel 50 der olympischen Charta. Das Wettkampffeld "muss komplett frei von politischen Gedanken sein. Du darfst drumherum alles machen, alles tragen, alles sagen - aber beim Wettkampf selbst darfst du keine politischen Statements bringen", sagte die Dresdnerin. Daraufhin machte Schlörb die Aufschriften unkenntlich, doch diese Version untersagte das IOC ihr zufolge ebenfalls. Es könne ja Nachfragen geben, was darauf gestanden habe, habe es geheißen.
Schlörb entwickelte ein neues Design, druckte eine Weltkarte aus dem Wort Respekt in verschiedenen Farben auf die Schuhe. Dies wurde vom IOC genehmigt, allerdings steckte für Schlörb viel Arbeit dahinter. Sie musste nachweisen, dass alle Wörter tatsächlich "Respekt" bedeuten.
FC Liverpool tütet nächsten Mega-Transfer ein
Fußball-Nationalspieler Florian Wirtz bekommt beim englischen Rekordmeister FC Liverpool einen neuen Mitspieler. Die Reds haben übereinstimmenden Medienberichten zufolge das französische Abwehrtalent Jérémy Jacquet von Stade Rennes verpflichtet. Der 20 Jahre alte Innenverteidiger, der erst im Sommer an die Anfield Road wechseln wird, soll vorbehaltlich der medizinischen Untersuchung bis zu 69 Millionen Euro Ablöse kosten.
Im Ringen um den U21-Nationalspieler, der in Rennes noch bis 2029 unter Vertrag stand, hat Liverpool namhafte Konkurrenz ausgestochen. Unter anderem der Ligarivale FC Chelsea galt als stark interessiert, schreckte aber wohl vor der hohen Ablöse zurück. Jacquet hat erst 36 Ligaspiele bestritten.
Liverpool sieht den Rechtsfuß als langfristige Investition für die Defensive – auch vor dem Hintergrund, dass der Vertrag von Ibrahima Konaté im Sommer ausläuft. Damit steigt Jacquet zum teuersten Verkauf in der Klubgeschichte von Rennes auf. Bisheriger Rekordhalter war Jérémy Doku. Der Linksaußen hatte bei seinem Transfer zu Manchester City 2023 60 Millionen Euro gekostet.
Deutsche Handballer sorgen für gigantische TV-Quote
Die Endspielniederlage von Deutschlands Handballern gegen Dänemark hat dem ZDF die mit Abstand beste TV-Quote im Turnierverlauf beschert. Durchschnittlich 12,82 Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen sahen am Sonntagabend das 27:34 der Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason gegen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark. Dies entsprach einem Marktanteil von starken 50,8 Prozent – jeder Zweite schaltete beim Handball ein.
"Das EM-Endspiel war ein Lagerfeuer, vor dem sich die deutschen Fernsehzuschauer versammelt haben - Handball hat begeistert und inspiriert", sagte Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes: "Mehr als 50 Prozent Marktanteil sind überragend und ein Meilenstein. Diese fantastischen Zahlen, übrigens noch ohne Livestreams und digitale Nachverwertung, sind Komplimente für das gesamte Team. Was unsere Handball-Nationalmannschaft da in den vergangenen Wochen im Doppelpass mit ARD und ZDF geleistet hat, ist Gold wert."
Damit lag das Endspiel in absoluten Zahlen knapp unter der TV-Quote vom bis dato letzten deutschen EM-Triumph vor zehn Jahren in Polen. Damals hatten beim Finalsieg gegen Spanien 12,98 Millionen (42 Prozent) in der ARD zugesehen.
Hamburger SV eröffnet Deadline-Day mit überraschendem Doppelwechsel
Der Hamburger SV will nach Sky-Informationen am letzten Tag der Transferfrist einen überraschenden Doppel-Wechsel vollziehen. Demnach holt der HSV den Leihspieler Otto Stange vorzeitig von der SV Elversberg zurück und verleiht Immanuel Pherai im Gegenzug an den Tabellenzweiten der 2. Fußball-Bundesliga.
Mit den Elversbergern ist demnach eine Kaufoption für Pherai vereinbart worden, die nach dem Ende dieser Saison greifen kann. Bislang galt der 1. FC Nürnberg als großer Favorit auf die Verpflichtung des 24 Jahre alten Ex-Braunschweigers.
Der 18-jährige Stange wurde beim HSV ausgebildet und im vergangenen Sommer nach Elversberg verliehen. Dort schoss er bei elf Zweitliga-Einsätzen drei Tore. Beim Bundesligisten in Hamburg kann er nach der Suspendierung von Jean-Luc Dompé und der Verletzung von Alexander Rössing-Lelesiit eine weitere Option für die Offensive sein.
Hartensteins Thunder setzen Statement gegen Denver
Die Basketballer der Oklahoma City Thunder haben sich in der NBA stark zurückgemeldet. Der Titelverteidiger mit dem wieder fitten deutschen Center Isaiah Hartenstein feierte im Spitzenspiel bei den Denver Nuggets einen 121:111-Erfolg und baute damit die Tabellenführung an der Spitze der Western Conference aus. Oklahoma hatte drei der vergangenen vier Spiele verloren.
In der Höhe von Denver gaben die Thunder jedoch vom ersten Ballbesitz weg den Ton an und brachten die Führung sicher ins Ziel. Überragender Mann war Shai Gilgeous-Alexander mit 34 Punkten und 13 Vorlagen. Hartenstein holte in gut 21 Minuten vier Punkte, fünf Rebounds, einen Assist und einen Steal, war aber vor allem in der Defensive gegen Nuggets-Star Nikola Jokic gefordert. Der Serbe war genau wie Hartenstein erst am Donnerstag von einer längeren Verletzungspause zurückgekehrt und kam auf für ihn mäßige 16 Zähler. Bester Scorer der Gastgeber war Peyton Watson mit 29 Punkten.
Das sagte Bundeskanzler Merz den deutschen Handballern
"Die Dänen haben in ihrem Land die Europameisterschaft gewonnen. Und wir haben im nächsten Jahr im eigenen Land die Weltmeisterschaft, oder?" - Mit einer Kampfansage will Bundeskanzler Friedrich Merz in der DHB-Kabine Mut und Trost spenden. Auch angestoßen wird nach der Finalniederlage mit dem Kanzler.
Cleveland träumt mit Schröder-Deal von der Meisterschaft
Der Wechsel von Dennis Schröder zu den Cleveland Cavaliers ist perfekt. Der Kapitän der deutschen Basketball-Nationalmannschaft verlässt die Sacramento Kings und spielt künftig für den Play-off-Kandidaten aus Ohio. Mit dem Welt- und Europameister geht Keon Ellis zu den Cavs, Cleveland bestätigte den Trade am Sonntag. Schröder hatte zuvor bereits "Thx Sacramento" bei Instagram geschrieben, am Abend ergänzte er seine Story: "Cleveland. LFG!!!"(Let's Fucking Go, d. Red.).
Im Gegenzug für den 32 Jahre alten Spielmacher und Shooting Guard Ellis bekommt Sacramento De'Andre Hunter, Dario Saric wechselt von den Kings zu den Chicago Bulls. Für Schröder sind die Cavaliers das bereits elfte NBA-Team, für das er spielt. Bis zum Rekord von Ish Smith (13) fehlt nicht mehr viel.
"Nach sorgfältiger Analyse sind wir überzeugt, dass die Verpflichtung von Dennis und Keon unsere Kaderbreite stärkt, unsere Flexibilität erhöht und uns die Möglichkeit bietet, auch in Zukunft ein Team mit Meisterschaftspotenzial aufzubauen", sagte Koby Altman, Basketball-Präsident des Klubs: "Dieser Schritt bringt uns in eine bessere Position für einen tieferen Play-off-Run."
Trainer-Ikone bringt sich selbst bei Werder ins Gespräch
Der SV Werder Bremen entlässt seinen erst im Sommer angestellten Übungsleiter Horst Steffen. Nun muss ein neuer Mann her, eine externe Lösung, wie Sportdirektor Clemens Fritz betont. Felix Magath, Koriphäe an der Bundesliga-Seitenlinie, bringt promt einen Namen ins Gespräch: sich selbst.
Verletzungsschock: BVB grübelt, was nun passieren wird
Die Muskelverletzung von Abwehrspieler Filippo Mané hat bei Borussia Dortmund Überlegungen zu einem möglichen Last-Minute-Transfer ausgelöst. BVB-Trainer Niko Kovac rechnet beim 20 Jahre alten Italiener nicht mit einer kurzen Ausfallzeit. "Wenn man so zu Boden geht, ist das sicher kein kleiner Faserriss. Ich denke schon, es ist mehr", sagte Kovac nach dem 3:2 (1:1) am Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim. Mané hatte das Laufduell gegen Mathias Honsak vor dem 1:1-Ausgleich Heidenheims durch Julian Niehues (45.+5) abgebrochen und musste in der Halbzeit ausgewechselt werden. «"Ich hoffe, dass keine Sehne betroffen ist", sagte Kovac weiter.
Nach seiner Aussage habe die Verletzung sogleich zu einer Besprechung mit Sportdirektor Sebastian Kehl zum Für und Wider einer Verpflichtung eines weiteren Abwehrspielers am letzten Tag der Transferfrist geführt. Dafür wäre nur noch an diesem Montag Zeit. "Stand jetzt würde ich sagen, wir brauchen keinen", sagte Kovac, fügte aber hinzu: "Wir werden das sicher nochmal besprechen. Es muss ja auch Sinn machen." Kehl bestätigte die grundsätzlichen Überlegungen. "Ich werde heute sicher nochmal ein, zwei Telefonate führen. Hätte Filippo sich nicht verletzt, hätten wir nichts mehr gemacht. Jetzt werden wir sicher zumindest nochmal drüber nachdenken", meinte der Dortmunder Sportdirektor.
Rot für Abwehrchef: Bundestrainer Gislason ärgert sich sehr
Bundestrainer Alfred Gislason hat sich nach dem verlorenen EM-Endspiel der deutschen Handballer gegen Dänemark über die Rote Karte für Tom Kiesler geärgert. "Das war in meinen Augen eine Zwei-Minuten-Strafe, aber kein Rot. Selbst Mathias Gidsel hat mir zugeflüstert, dass das keine Rote Karte war", sagte Gislason nach der 27:34-Niederlage der DHB-Auswahl.
Nach dem kurzfristigen Ausfall von Justus Fischer wegen eines Infekts wurde die deutsche Abwehr durch den Ausschluss von Kiesler zusätzlich geschwächt. "Das hat uns viel gekostet", sagte Gislason. Auch Marko Grgic war nicht glücklich mit der Leistung der Unparteiischen. "Wir haben drei, vier Pfiffe im Angriff nicht bekommen", sagte der Rückraumspieler der ARD. "Und wenn Gidsel quer in der Luft liegt, bekommt er einen Siebenmeter."
Kiesler selbst haderte nach dem Abpfiff mehr mit sich als mit den Schiedsrichtern. "Ich treffe Gidsel am Hals. Er taucht ein bisschen ab, das war sehr unglücklich. Ich war etwas zu ungestüm", schilderte der 25-Jährige vom VfL Gummersbach die Aktion nach nicht einmal 15 Minuten .Dabei hatte sich Kiesler nach seinem Ausfall in den Spielen gegen Frankreich und Kroatien wegen eines Magen-Darm-Infekts viel vorgenommen. "Ich wollte dem Team helfen. Dass dann so etwas passiert, ist extrem ärgerlich. Ich bin darüber natürlich sehr enttäuscht", sagte der Abwehrspezialist.