Der Sport-Tag
16. März 2026
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11:25 Uhr

Geldregen für Gladbach: Reitz-Wechsel ist fix

Die Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig haben sich auf einen Wechsel von Rocco Reitz verständigt. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler wird nach Medienberichten für eine Basisablöse von etwas unter 20 Millionen Euro zur neuen Saison nach Sachsen transferiert, Bonuszahlungen können die Summe erhöhen.

"Die Ablösesumme, die wir für Rocco erhalten werden, ist die höchste, die Borussia je für einen selbst ausgebildeten Spieler generieren konnte. Der frühe Zeitpunkt der Einigung hilft uns sehr bei unseren Planungen", erklärt Gladbach-Sportchef Rouven Schröder. 

Schröder hatte bereits Ende vergangener Woche angekündigt, dass eine Entscheidung zeitnah fallen werde. Im Kern ging es darum, dass Leipzig die in Reitz' Vertrag verankerte Ablösesumme von etwa 25 Millionen Euro nicht zahlen wollte. Nun einigte man sich, mit dem Spieler hatte sich Leipzig bereits zuvor über einen Vertrag bis 2031 verständigt. In Mönchengladbach stand Kapitän Reitz noch bis 2028 unter Vertrag.

Geldregen für Gladbach: Reitz-Wechsel ist fix
10:52 Uhr

Tor-Wut bei Werder: "Wenn es die Taube war, dann ist das scheiße"

Nicht der fiese Bremer Rückschlag, auch nicht das Kopfballtor des 1,69 Meter großen Paul Nebel, nein, eine Taube war das bestimmende Gesprächsthema nach Abpfiff des Kellerduells zwischen Werder Bremen und dem FSV Mainz 05: Eine Taube, die unmittelbar im Vorfeld des frühen Mainzer Führungstreffers für Aufruhr auf dem Spielfeld gesorgt hatte. "Das war anscheinend dann heute der Glücksbringer. Das ist dann eine ganz lustige Story vor dem Tor", sagte Torschütze Nebel nach dem wichtigen 2:0-Erfolg der 05er.

Deutlich weniger spaßig fanden die Situation naturgemäß die Bremer, die durch die Heimniederlage im Abstiegskampf Federn ließen. "Wenn es die Taube war, dann ist das natürlich scheiße. Trotzdem fällt das Tor vielleicht zu leicht", sagte Leonardo Bittencourt: "Egal, ob da jetzt 'ne Taube oder irgendetwas anderes auf dem Platz ist, das darf uns nicht ablenken."

Doch was war passiert? Unmittelbar vor dem Einwurf im Vorfeld des Treffers tapste der Vogel seelenruhig über das Spielfeld. Bremens Angreifer Marco Grüll versuchte vergeblich, die Taube zu verscheuchen - und schien kurz danach beim Verteidigen nicht auf der Höhe. Sehr einfach konnten die Mainzer Nebels Kopfballtreffer in der 6. Minute vorbereiten.

Tor-Wut bei Werder: "Wenn es die Taube war, dann ist das scheiße"
10:01 Uhr

Steckt eiskaltes Kalkül hinter der großen Wut des FC Bayern?

Der FC Bayern fühlt sich bei mehreren strittigen Situationen im Bundesligaspiel bei Bayer Leverkusen benachteiligt. Anschließend machen die Münchner ihrem Ärger Luft, legen Protest gegen die Gelb-Rote Karte gegen Luis Díaz ein. Ivo Hrstic, Leiter der RTL-Sportredaktion, erklärt, warum Bayerns Rundumschlag gegen die Schiedsrichter unberechtigt ist.

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09:25 Uhr

Timo Werner begeistert San José bei Startelf-Debüt

Timo Werner hat in seinem dritten Spiel für die San José Earthquakes zwar die erste Niederlage in der MLS einstecken müssen, dennoch hatte der 30 Jahre alte Angreifer Grund zur Freude. Werner stand bei der 0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen die Seattle Sounders zum ersten Mal in der Anfangself. "Wir alle wissen, dass er ein sehr guter Spieler ist. Er verschafft uns viele Torchancen, wie man auch heute gesehen hat", sagte Werners Teamkollege Ronaldo Vieira. "Für seinen ersten Einsatz in der Startelf hat er sich gut in die Mannschaft eingefügt, wir können nur noch besser werden."

In seinen ersten beiden Spielen in der MLS war Werner noch eingewechselt worden und hatte mit zwei Vorlagen großen Anteil an den beiden Siegen. Der 30-Jährige war in der Winterpause der Bundesliga von RB Leipzig nach San José gewechselt, nachdem er in Leipzig kaum noch zum Einsatz gekommen war.

Am kommenden Sonntag trifft Werner beim Spiel der San José Earthquakes gegen die Vancouver Whitecaps auf Thomas Müller. Der Ex-Bayern-Star geht mit einem 6:0-Sieg über Minnesota im Rücken in das Duell der beiden deutschen Stürmer, Müller erzielte nach seiner Einwechslung in der 78. Minute keinen Treffer.

Timo Werner begeistert San José bei Startelf-Debüt
08:25 Uhr

Raimund begründet aufsehenerregende "Verweigerung"

Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund hat seine aufsehenerregende "Verweigerung" am Holmenkollen mit Gedanken an seine Liebsten begründet. "Ich dachte an meine Freundin", sagte Raimund dem norwegischen Rundfunk NRK und ergänzte: "Mein erster Gedanke war: Was würde sie dazu sagen? Mir kam sofort in den Sinn, dass sie immer sagt, das Wichtigste sei meine Sicherheit und eine sichere Landung, egal bei welchem Wetter."

Auch der Rest seiner Familie habe eine Rolle bei seiner Entscheidung gespielt, in Oslo vom Bakken zu steigen. "Es gibt viele Menschen, die mich gerne wieder zu Hause haben", sagte er. Raimund hatte beim Windchaos am Holmenkollen spontan auf einen Sprung verzichtet, der Weltcup wurde letztlich nach einem Durchgang abgebrochen. "Ich springe nicht. Den Scheiß mache ich nicht mit", hatte Raimund gesagt. Zuvor hatte er mitangesehen, wie sein Teamkollege Felix Hoffmann wild durch die Luft getrudelt und nur mit Mühe unversehrt gelandet war.

Bei der Konkurrenz erntete der Deutsche Anerkennung für seinen Schritt. "Das zeigt, dass er ständig Risikobewertungen vornimmt. Niemand verzichtet gerne auf ein Weltcupspringen, das zeugt von Reife", sagte der Norweger Kristoffer Eriksen Sundal und erklärte: "Wenn du dich nicht ganz wohl fühlst, solltest du auch nicht springen." Auch Renndirektor Sandro Pertile äußerte sich respektvoll über Raimund. "Wir drängen niemals einen Athleten zu springen, das ist einzig und allein ihre Entscheidung. Wenn er sich nicht wohl gefühlt hat, hat er die richtige Entscheidung getroffen."

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07:40 Uhr

Joachim Löw hat Mesut Özils Rücktritts-Erklärung nie gelesen

Rund acht Jahre nach dem Bruch zwischen Mesut Özil und dem Deutschen Fußball-Bund hat sich der damalige Bundestrainer Joachim Löw zu Özils Rücktrittsschreiben geäußert. "Die ganze Presseerklärung und die Gründe habe ich nie gelesen. Weil erstens war mir das zu lang und zweitens war ich in dem Moment enttäuscht, weil ich's eigentlich nicht von ihm persönlich gehört habe", sagte Löw in der ZDF-Doku "Mesut Özil - zu Gast bei Freunden".

Dass Özil auch dem jüngsten Treffen der Rio-Weltmeister von 2014 ferngeblieben war, nannte Löw schade. "Der Mesut lebt jetzt in der Türkei, ist weniger in Deutschland oder äußerst selten", berichtete Löw und bezeichnete Özil als "einen der besten Nationalspieler, den Deutschland je hatte". Der damalige DFB-Manager Oliver Bierhoff vermutet, dass Özil einen klaren Schlussstrich ziehen und die Brücken nach Deutschland abbrechen wolle. Nach dem umstrittenen Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan schlug die Stimmung 2018 um. Aus dem einstigen Helden wurde eine umstrittene Reizfigur.

Nach dem historischen Vorrunden-Aus bei der WM 2018 erklärte Özil in einem dreiteiligen Post seinen Rücktritt und beklagte Rassismus. DFB-Verantwortliche wiesen den Vorwurf stets zurück. "Für Mesut war von Anfang an klar: Wir müssen uns für nichts entschuldigen. Wir haben nichts Falsches gemacht. Ich sehe den Präsidenten fast jedes Jahr", berichtete sein früherer Berater Erkut Sögüt und verriet über das Rücktrittsschreiben auf Englisch: "Das war die Art und Weise, wie er das haben wollte."

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07:15 Uhr

Leon Draisaitl trifft und wird dann schmerzhaft abgeräumt

Erst zur Führung getroffen, dann schmerzhaft abgeräumt worden: Eishockey-Star Leon Draisaitl hat sich beim 3:1-Sieg seiner Edmonton Oilers über die Nashville Predators verletzt. Nach einem harten Hit von Nashvilles Ozzy Wiesblatt gegen die Bande konnte der gebürtige Kölner im ersten Drittel nicht mehr weiterspielen. Kurz zuvor hatte Draisaitl mit seinem 35. Saisontor das 1:0 erzielt.

"Er hat sich danach nicht gut gefühlt. Das medizinische Team hat aber gesagt, dass es nicht zu schlecht aussieht", sagte Headcoach Kris Knoblauch. Zur Art der Verletzung machten die Oilers keine Angaben, Knoblauch rechnet allerdings nicht mit einer langen Ausfallzeit des Stürmers: "Das werden wird aber später herausfinden."

Bei Edmonton, das zuvor zweimal verloren hatte, glänzte Connor McDavid mit drei Assists. Mit nun 114 Punkten in 68 Spielen baute der Kanadier seine Führung in der Scorerwertung aus. Die Oilers liegen als Sechster der Western Conference auf Playoff-Kurs.

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06:37 Uhr

Funkel wundert sich über Reaktion des FC Bayern

Trainer-Ikone Friedhelm Funkel stimmt in die Kritik am FC Bayern wegen des Umgangs mit dem Platzverweis gegen Luis Diaz ein. "Fakt ist, mit dem Einspruch werden die Bayern überhaupt keinen Erfolg haben. Warum sie das machen, weiß ich nicht. Sie sprechen nur aus ihrer Sicht, dass sie benachteiligt worden sind, und nicht davon, dass andere Vereine auch benachteiligt werden", sagte Funkel im Fußball-Talk "Sky90".

Der FC Bayern sei zuletzt auch durch Schiedsrichterentscheidungen bevorteilt worden, betonte Funkel. "gegen Hoffenheim zum Beispiel". Der 72-Jährige führte aus: "Direkt am Anfang die Rote Karte, dadurch haben sie dieses Spiel im Grunde so klar gewonnen, weil sie fast die komplette Spielzeit mit einem Mann mehr gespielt haben. Und das ist auch in der einen oder anderen Situation so. Dann reden sie nicht davon, dass sie bevorteilt werden. Und das finde ich einfach nicht korrekt."

Diaz hatte im Bundesligaduell mit Bayer Leverkusen am Samstag (1:1) wegen einer vermeintlichen Schwalbe die zweite Gelbe Karte gesehen und war damit vom Platz geflogen. CEO Jan-Christian Dreesen hatte am Sonntag bei "Sky" bestätigt, dass der deutsche Rekordmeister inzwischen Einspruch beim DFB-Sportgericht gegen den Platzverweis eingelegt hat. Zudem monierte Dreesen grundsätzlich "fragwürdige Entscheidungen", die in den letzten Wochen gegen den FC Bayern getroffen worden seien.

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06:22 Uhr

Tennis-Gigant Sinner triumphiert an "ganz besonderem Tag für Italien"

Tennisstar Jannik Sinner hat erstmals das prestigeträchtige ATP-Masters in Indian Wells gewonnen. Der Südtiroler setzte sich in der kalifornischen Wüste bei Temperaturen um 35 Grad mit 7:6 (8:6), 7:6 (7:4) gegen den Russen Daniil Medwedew durch und feierte seinen 25. Karrieretitel. Im Halbfinale hatte Sinner Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev locker in zwei Sätzen ausgeschaltet. Medwedew verpasste nach seinem beeindruckenden Halbfinalsieg gegen den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz (Spanien) den 24. Titel auf der ATP-Tour.

"Ich bin überglücklich. Das ist heute ein ganz besonderer Tag für Italien", sagte Sinner auch mit Hinweis auf den ersten Karrieresieg von Formel-1-Newcomer Kimi Antonelli am Sonntag in China: "Ich bin ein großer F1-Fan. Und dass Kimi Italien dort zurück an die Spitze bringt, ist wunderbar." Für Sinner war es der 100. Erfolg bei einem der neun Masters-Turniere und der erste Titel in diesem Jahr. Bei den Australian Open war er im Januar im Halbfinale an Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic gescheitert, in Doha schied er zuletzt im Viertelfinale aus. Der Südtiroler verkürzte den Abstand in der Weltrangliste zu seinem Dauerrivalen Alcaraz.

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05:48 Uhr

"Scheiß auf die Hand" - Bundesliga-Torhüter sorgt für Aufsehen

Mit bandagierter rechter Hand und wässrigen Augen versuchte Matheo Raab nach seinem Bundesliga-Debüt, seine Emotionen in Worte zu fassen: "Ich bin einfach nur unheimlich glücklich", sagte der Keeper bei DAZN, "scheiß auf die Hand." Dass er sich bei seinem ersten Einsatz im deutschen Oberhaus für Union Berlin womöglich ernsthaft verletzt hatte, war dem 27-Jährigen in diesem Moment egal.

Mit einer spektakulären Flugparade tief in der Nachspielzeit hatte Raab seinem Team am Sonntagabend den immens wichtigen 1:0 (0:0)-Sieg beim SC Freiburg gesichert. Dabei stand seine Premiere wenige Augenblicke zuvor bereits vor einem frühzeitigen Ende. In der sechsten Minute der Nachspielzeit klärte die etatmäßige Nummer zwei der Berliner mit der Faust einen hohen Ball vor Bruno Ogbus - und tat sich dabei ordentlich weh.

Freiburg forderte Elfmeter, Schiedsrichter Sven Jablonski aber sah kein strafbares Vergehen. Und doch hatte Union nun ein Problem, hatte Trainer Steffen Baumgart doch schon fünfmal gewechselt. Also hieß es für Raab, der wegen der Fußprobleme des Stammkeepers Frederik Rönnow zu seinem Debüt gekommen war: "Auf die Zähne beißen, irgendwie die Handschuhe wieder anziehen und das Ding über die Bühne bringen." Was er mit seiner Glanztat kurze Zeit später dann auch fulminant tat.

"Scheiß auf die Hand" - Bundesliga-Torhüter sorgt für Aufsehen