Aogo steht bei Schalke vor dem Absprung
Dennis Aogo trägt offenbar nicht mehr lange das Trikot des FC Schalke. Wie der "Kicker" berichtet, wird der 30-Jährige den Verein im Sommer verlassen.
Die Option auf automatische Verlängerung wurde aus dem Arbeitsvertrag gestrichen.
Trainer Markus Weinzierl plant nicht mit dem Defensivspieler - so wird der den Verein im Sommer ablösefrei verlassen.
Aogo sagte: "Ich gehöre nicht zu denen, die morgen für fünf Millionen Euro nach China wechseln."
"Das Gesamtpaket muss stimmen, inklusive Umfeld."
Ski-Olympiasiegerin muss erneut lange pausieren
Die österreichische Skirennfahrerin Anna Veith muss nach einer Knie-Operation mindestens ein halbes Jahr pausieren, kann laut ihrem Arzt Christian Hoser aber auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen im Februar 2018 hoffen.
Zwei Tage zuvor hatte er der 27-Jährigen, die unter dem Mädchennamen Fenninger zweimal den Gesamtweltcup und 2014 Olympia-Gold im Super-G gewonnen hatte, entzündetes Gewebe aus dem linken Knie entfernt.
Der Eingriff war wegen einer chronischen Entzündung der Patellasehne und jahrelangen Problemen nötig geworden.
Veith kann sich den Prognosen zufolge erst im Herbst wieder auf Ski stellen. Die Winterspiele in Pyeongchang "werden sich ausgehen", meinte Hoser.
Die Österreicherin war erst im Dezember 2016 in den Weltcup zurückgekehrt, nachdem sie wegen einer schweren Verletzung im rechten Knie mehr als ein Jahr lang pausieren musste.
Russland wird mit Entzug der Biathlon-WM bestraft
Es ist die Strafe für den Dopingskandal: Der Biathlon-Weltverband IBU hat Russland die Weltmeisterschaften 2021 entzogen.
Der russische Verband RBU ließ den Zeitpunkt der Rückgabe am vergangenen Freitag verstreichen - der Vorstand des IBU zog daraus seine Konsequenzen. Das erklärte IBU-Pressesprecher Peer Lange.
Der neue WM-Austragungsort soll 2018 auf dem nächsten IBU-Kongress gewählt werden.
Wegen des Skandals um mutmaßliches russisches Staatsdoping hatte die IBU auf einem Außerordentlichen Kongress vor drei Wochen entschieden, dass der RBU die Titelkämpfe im sibirischen Tjumen bis zum 24. Februar offiziell zurückgeben soll. Ansonsten werde Russland die WM entzogen. Das ist nun eingetreten.
Ibrahimovic macht Manchester Hoffnung
Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic steht offenbar kurz davor, seinen Vertrag mit Manchester United um zwei Jahre zu verlängern. Das berichtet der englische "Mirror".
Der 35-Jährige spielt seit dieser Saison bei den Engländern.
Laut Berichten verdient er derzeit etwa 350.000 Euro pro Woche.
Manchester United will mit einem neuen, noch besser dotierten, Vertrag offenbar versuchen, ihre Konkurrenz aus Europa, China und den USA auszustechen. Denn auch viele andere Klubs sind an Ibrahimovic interessiert.
Fifa ruft Russen zum Kartenkauf auf
Stellen Sie sich vor, es sind die besten Fußball-Mannschaften der Welt im Land und nur wenige interessiert's. Das ist offenbar in Russland der Fall. So arg, dass der Fußball-Weltverband Fifa jetzt die Russen aufgerufen hat, mehr Tickets für den Confederations Cup in diesem Jahr zu kaufen.
Bislang sei der Verkauf mittelmäßig, es seien noch viele Karten vorrätig, sagte der Fifa-Funktionär Colin Smith.
"Mir wurde gesagt, dass die Fans in Russland erst im letzten Moment Eintrittskarten kaufen. Ich rufe Sie auf, kaufen Sie Ihre Tickets früher", sagte Smith.
In der ersten Verkaufsphase (Dezember bis Januar) waren bei der Fifa mehr als 82.000 Anfragen für Eintrittskarten eingegangen, davon rund 71.000 aus Russland. Die zweite Phase hatte am Mittwoch begonnen.
Der Confed Cup findet vom 17. Juni bis 2. Juli in Kasan, Moskau, Sotschi und St. Petersburg statt.
Skispringer Wellinger holt erneut WM-Silber
Skispringer Andreas Wellinger hat bei der WM in Lahti auch von der Großschanze Silber gewonnen. Der 21-Jährige aus Ruhpolding flog auf 127,5 und 129,0 m und musste sich mit 278,0 Punkten wie schon vom kleinen Bakken nur dem Österreicher Stefan Kraft (279,3 Punkte) geschlagen geben. Bronze ging an den Polen Piotr Zyla (276,7).
"Mir fehlen ein bisschen die Worte. Dass es so ausgeht, hätte ich nie Leben geglaubt", sagte der Bayer. Für Wellinger war es nach Silber von der Normalschanze und Gold im Mixed das dritte Edelmetall der Titelkämpfe in Finnland. Bundestrainer Werner Schuster lobte: "Das ist ein super Erfolg für ihn und für uns."
Erst als dritter deutscher Skispringer bringt Wellinger mindestens drei Medaillen von einer WM mit: Vor zwei Jahren in Falun war dies Severin Freund gelungen, 2001 hatte Martin Schmitt ebenfalls in Lahti sogar viermal auf dem Podest gestanden. Die übrigen DSV-Adler hatten nichts mit der Entscheidung zu tun. Markus Eisenbichler, bereits mit Einzel-Bronze und Mixed-Gold dekoriert, belegte den 13. Rang. Stephan Leyhe und Richard folgten auf den Positionen 16 und 19.
Rüdiger wird wüst beschimpft
Pfiffe, Buhrufe, Affenlaute: Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger wurde bei der 0:2-Niederlage seines AS Rom im Stadt-Derby gegen Lazio im Halbfinal-Hinspiel des Pokals Opfer fieser Attacken.
Lazios Coach Simone Inzaghi verurteilte die Beleidigungen gegen Rüdiger. "Ich habe sie zwar nicht gehört, sie sind jedenfalls zu verurteilen."
Die Beziehungen zwischen Lazio und Rüdiger sind angespannt. Im Dezember hatte Mittelfeldspieler Senad Lulic Rüdiger im Anschluss an die Partie beleidigt und gesagt, dass er vor zwei Jahren in Stuttgart noch Strümpfe und Gürtel verkauft habe und jetzt das Super-Phänomen spiele. Nach heftigen Protesten hatte sich Lulic daraufhin via Facebook entschuldigt.
Per Lautsprecher wurden die Tifosi aufgefordert, die Schmähungen zu unterlassen, ansonsten drohe ein Spielabbruch.
Ex-DEL-Coach ist tot
Der frühere DEL-Coach Anton "Toni" Krinner ist tot. Der Ex-Eishockey-Profi starb am Donnerstagmorgen im Alter von 49 Jahren.
Das teilten die Ravensburg Towers aus der Deutschen Eishockey Liga 2 mit. Dort hatte Krinner bis zuletzt als Trainer gearbeitet.
Der gebürtige Bad Tölzer litt sein einigen Jahren an einer schweren Krankheit. In der vergangenen Wochen musste Krinner an der Galle operiert werden.
"Der jähe Tod von Toni stimmt die gesamte Ravensburger Eishockeyfamilie sehr, sehr, traurig", teilten die Towers mit.
Krinner trainierte von 2007 bis 2010 die Grizzlys Wolfsburg unter ihrem damaligen Namen Grizzly Adams und anschließend bis 2012 die Hannover Scorpions in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).
Sein größter Erfolg als Trainer war 2009 mit Wolfsburg der Gewinn des damals noch ausgespielten deutschen Pokals.
Neu-Wrestler Wiese kehrt ins Tor zurück
Vom Torwart zum Wrestler – zum Torwart? Tim Wiese wird mehr als vier Jahre nach seinem letzten Fußballspiel wieder im Tor stehen.
Der 35-Jährige "werde "zeitnah für uns auflaufen", sagte Christoph Nowak, erster Vorsitzender beim SSV Dillingen.
Am Freitag, den 1. April – hoffentlich kein Aprilscherz? – soll Wiese gegen den TSV Haunsheim das Tor hüten.
Bereits seit Anfang des Jahres ist Wiese für den SSV Dillingen spielberechtigt, hat dieses Recht jedoch noch nicht genutzt.
"Für uns und den gesamten bayerischen Amateurfußball ist das eine gute Geschichte", hatte Dillingens erster Vorsitzender Christoph Nowak bei der Bekanntgabe von Wieses Plänen gesagt.
Nowak ist nach eigener Beschreibung seit 2009 mit Wiese gut befreundet: "Die Leute sehen, dass auch ein Achtligist ein tolles Event auf die Beine stellen kann. Das ist eine richtig geile Geschichte für unseren Verein."
Der SSV Dillingen kämpft übrigens gegen den Abstieg aus der Kreisliga Nord Schwaben.
Tim Wiese hatte zuletzt am 26. Januar 2013 für die TSG Hoffenheim gespielt.
Calhanoglu denkt über Vereinswechsel nach
Hakan Calhanoglu könnte Bayer Leverkusen zum Saisonende verlassen. "Wenn ein Angebot kommt, mit dem Bayer 04 einverstanden ist und das auch für Hakan passt, dann werden wir einen Wechsel vollziehen. Die Entscheidungshoheit liegt aber beim Klub", sagte Calhanoglus Berater Bektas Demirtas dem "Kicker".
Der türkische Mittelfeldspieler, der wegen Vertragsbruchs als 17-Jähriger seit 2. Februar gesperrt ist, hat in Leverkusen noch einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2019.
Sportchef Rudi Völler erklärte in einem Interview des "Kölner Stadtanzeiger", dass man grundsätzlich keinen Spieler verkaufen müsse. "Natürlich haben wir einen interessanten Kader mit vielen jungen Leuten. Das spüren wir in jeder Transferperiode an den Anfragen anderer Klubs."
"Und wenn ein großes Angebot kommt, mit einer großen Summe, dann müssen wir uns hier alle zusammensetzen und uns damit befassen, wie wir das immer tun."
Transgender-Ringer muss Eklat überstehen
Es ist eine unglaubliche Serie: Mit 56 Siegen und 0 Niederlagen im Ringen hat sich Mack Beggs in der Mädchen-Konkurrenz im US-amerikanischen Texas den Titel geschnappt. Darüber berichtet Sport1. Für viele Fans hat das allerdings einen Beigeschmack: Der 17-Jährige ist Transsexuell.
Als Mädchen zur Welt gekommen, hat sich Beggs einer Testosteronbehandlung unterzogen und sieht sich als Jungen. Er würde laut Sport1 gern gegen Jungen antreten, doch das geben die Regeln nicht her. Man muss gegen das Geschlecht ringen, das in der Geburtsurkunde vermerkt ist.
Immerhin: Durch die andauernden Diskussionen könnten die Regeln bald geändert werden.
NBA-Profi Schröder verurteilt sein eigenes Verhalten
Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder bereut seinen Kurztrip nach Deutschland während der kurzen Spielpause in der nordamerikanischen Profiliga NBA. "Das mache ich wohl nicht noch einmal", sagte der 23-Jährige von den Atlanta Hawks.
Schröder war in die Heimat geflogen, als der Spielbetrieb in der NBA wegen des Allstar-Games ruhte, kehrte aber wegen Problemen mit dem Visum verspätet zurück und bekam von seinem Klub eine Sperre aufgebrummt.
"Es ist passiert, ich kann es nicht ändern. Aber ein Führungsspieler darf das nicht machen", zeigte sich der Braunschweiger selbstkritisch.
Als es die Visa-Probleme gab, seien alle miteinbezogen worden, "auch die NBA. Jeder hat versucht, mir zu helfen. Aber es hat nicht geklappt", so Schröder.
Für die Strafe zeigte der Point Guard Verständnis. "Der Trainer wollte wahrscheinlich klar machen, dass niemand denken darf, er könne sich das auch erlauben", sagte Schröder: "Jeder muss wissen, dass er das Training nicht verpassen darf. Ich werde daraus lernen."
Norwegens Langläuferinnen feiern Jubiläum
Die norwegische Damen-Staffel hat bei der WM in Lahti für ein Jubiläum gesorgt. Die nun dreimalige Lahti-Weltmeisterin Maiken Caspersen Falla, Heidi Weng, Astrid Jacobsen und Rekord-Weltmeisterin Marit Björgen deklassierten am Donnerstag die Konkurrenz und bescherten ihrem Land das 100. Weltmeisterschafts-Gold der Skilangläufer.
Mit 52:21,5 Minuten sicherte sich das Quartett den Titel mit 1:01,6 Minuten Vorsprung auf Schweden. Finnland kam 1:02,1 Minuten nach den Siegerinnen ins Ziel.
Das deutsche Team mit Katharina Hennig, Steffi Böhler, Nicole Fessel und Sandra Ringwald landete mit 2:38,3 Minuten Rückstand auf Platz sechs.
Von Beginn an lief das deutsche Quartett mit Abstand hinterher, nachdem Startläuferin Hennig böse eingebrochen war. Ihre Teamkolleginnen konnten sie anschließend kaum trösten.
Prügelopfer Großkreutz drohen Konsequenzen
Fußball-Weltmeister Kevin Großkreutz könnte nach seinem nächtlichen Streifzug sowie einem folgenden Krankenhaus-Aufenthalt bestraft werden. Sein Verein, der VfB Stuttgart, hat darüber aber noch nicht endgültig entschieden.
"Wir gehen mit diesem Thema verantwortungsbewusst und gewissenhaft um. Wir sind gerade in der Phase, das zu prüfen und werden zeitnah zu einer Entscheidung kommen", sagte Sportvorstand Jan Schindelmeiser.
Präsident Wolfgang Dietrich betonte: "Wir wollen uns die Entscheidung nicht leicht machen, aber auch möglichst zeitnah diese Entscheidung treffen." Der Vorfall vom frühen Dienstagmorgen sei aber nichts, "bei dem wir morgen zur Tagesordnung übergehen können".
Trainer Hannes Wolf sagte, dass er sich "darüber nicht freue", warnte aber auch vor voreiligen Schlüssen. "Er hat niemanden umgebracht. Er hat kein Verbrechen begangen, gar nichts. Insofern sollte man da sehr vorsichtig sein, wenn man ihn dafür jetzt verurteilt."
Hamilton sieht in der Formel 1 noch viel Potenzial
Der dreimalige Weltmeister Lewis Hamilton erhofft sich von den neuen Formel-1-Besitzern einen Schub für die Rennserie. "Das Potenzial der Formel 1 ist global betrachtet bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Wir sind weit davon entfernt", sagte der Mercedes-Pilot.
Der Brite begrüßte den Vorschlag des neuen Formel-1-Sportchefs Ross Brawn, Veränderungen am Grand-Prix-Format auszuprobieren. "Ein neues Format wird wirklich gebraucht. Es ist schon so lange das gleiche. Zum Beispiel in Monaco sollte es anders sein, weil man da nicht überholen kann", sagte Hamilton.
Brawn hatte zuvor den Wunsch geäußert, jede Saison ein Rennen ohne Wertung für die WM zu veranstalten, bei dem neue Ideen getestet werden könnten.
Die neuen Formel-1-Eigentümer Liberty Media, die im Januar den langjährigen Geschäftsführer Bernie Ecclestone entmachtet hatten, wollen die Königsklasse spektakulärer machen und dabei mehr auf die Fans hören.
Pelé-Sohn Edinho darf Gefängnis vorläufig verlassen
Zumindest vorläufig frei: Der wegen Geldwäsche und Drogenhandels zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilte Sohn von Brasiliens Fußball-Legende Pelé, Edson "Edinho" Cholbi do Nascimento, durfte das Gefängnis verlassen.
Wegen des schwebenden Berufungsverfahrens ordnete ein Richter am Mittwoch an, den 46-Jährigen bis auf Weiteres aus der Haft zu entlassen.
Edinho wurde zu fast 13 Jahren Haft verurteilt, nachdem ein bereits 2014 verhängtes Urteil bestätigt, allerdings von ursprünglich 33 Jahren auf zwölf Jahre und zehn Monate verkürzt wurde.
Der frühere Torhüter, der auch zwischenzeitlich für den ehemaligen Klub seines Vaters FC Santos spielte, bestreitet die Vorwürfe.
Das zweitälteste Kind des dreimaligen Weltmeisters war bereits 2005 nach einer Polizeirazzia verhaftet worden und saß sechs Monate im Gefängnis, bevor er auf Bewährung entlassen wurde.
Gold-Laura setzt ihre Siegesserie fort
Da gehen einem ja die Superlative aus! Laura Dahlmeier macht da weiter, wo sie bei den Weltmeisterschaften aufgehört hat: die Biathletin gewinnt schon wieder und setzt so ihre beeindruckende Siegesserie fort.
Beim Weltcup in Pyeongchang läuft sie im Sprint über 7,5 Kilometer zum vierten Einzel-Erfolg nacheinander.
Auf der Strecke, auf der im nächsten Jahr olympisches Edelmetall verteilt wird, ist sie 8,4 Sekunden schneller als die Norwegerin Tiril Eckhoff und 41,6 Sekunden schneller als Anais Chevalier aus Frankreich.
Franziska Hildebrand läuft als zweitbeste Deutsche auf Rang 7, Denise Herrmann wird 25., Maren Hammerschmidt und Nadine Horchler kommen auf Rang 28 und 49.
Großkreutz bedient nicht bei Charity-Essen
Nichts ist es mit der guten Tat: Im vergangenen Jahr war Kevin Großkreutz noch glücklich, mit Vertretern des VfB Stuttgart Essen an Obdachlose verteilen zu dürfen. Auch diesmal sollte er an dem Charity-Event in der Stuttgarter Leonhardskirche teilnehmen.
Nun wurde Großkreutz kurzfristig durch seinen Mitspieler Daniel Ginczek ersetzt.
Laut "Bild" liegt es am zu großen Wirbel, den der 28-Jährige mit den Verwicklungen in eine Prügelei erzeugt hat.
VfB-Sportchef Jan Schindelmeier wird sich noch heute zur Causa Großkreutz äußern, berichtet Sport1.
Elektronikfehler bremst Hamilton aus
Lewis Hamilton hadert mit der Elektronik: Technische Probleme an seinem Mercedes haben dem dreimaligen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien) den letzten Tag der Testfahrten in Barcelona verdorben.
"Ein Elektronikfehler hat uns heute Morgen in der Garage gehalten, deswegen habe ich mit dem Team zusammen entschieden, heute nicht mehr zu fahren, da ich nicht viel gelernt hätte", teilte Hamilton via Twitter mit.
Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya war am Schlusstag zunächst ein Test der neuen Regenreifen auf der künstlich bewässerten Strecke geplant. Hamilton musste diesen nach zuvor drei problemlosen Tagen auslassen.
"Schade, dass ich nicht fahren konnte, aber bisher waren es tolle Tage", so Hamilton, der sein Team lobte: "Die Jungs haben einen unglaublichen Job gemacht. Ich kann es gar nicht erwarten, nächste Woche wieder im Auto zu sitzen."
In der finalen Session am Nachmittag wird bei den Silberpfeilen Neuzugang Valtteri Bottas (Finnland) im Cockpit sitzen.
Ex-Schalker wird Nationaltrainer
Alexander Borodjuk wird der neue Trainer von Kasachstan. Der ehemalige Bundesligaprofi erhält laut "Sport1" einen Dreijahresvertrag und übernimmt damit den Posten von Talgat Baysufinov.
Borodjuk spielte von 1989 bis 1993 für Schalke 04 – dabei spielte er 124 Partien und schoss 41 Tore.
Zudem war der heute 54-Jährige in Freiburg und Hannover aktiv.
Für die Sowjetunion bzw. Russland bestritt er 21 Länderspiele.
Misshandlungen erschüttern Olympiastützpunkt
Der Hamburger Olympiastützpunkt (OSP) ist von einem Skandal um monatelange Kindesmisshandlung erschüttert worden. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung.
Zwei Nachwuchs-Hoffnungen im Badminton und Schwimmen sollen im Elite-Internat einen damals 14 Jahre alten Mitschüler über einen längeren Zeitraum gequält, geschlagen und gedemütigt haben.
Wie die "Bild" berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Kiel vor dem Amtsgericht Neumünster gegen den heute 19 Jahre alten Badmintonspieler Anklage wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung erhoben.
Gegen den ein Jahr jüngeren Schwimmer ermittelt die Staatsanwaltschaft Lübeck wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung.
Laut Gesprächsprotokoll zwischen dem Opfer und der Stützpunktleitung, das der "Bild" vorliegt, sollen die beiden Täter regelmäßig auf den jungen Badmintonspieler eingeschlagen haben. Er habe "Nackenklatscher" bekommen und "Nippeltwister" ertragen müssen, bei denen die älteren Mitschüler ihm mit Gewalt an den Brustwarzen gedreht haben sollen. Sein Oberkörper sei deshalb mit Hämatomen übersät gewesen. Der Junge musste sich laut Protokoll in eine Kiste setzen. Diese sei verschlossen und verklebt worden, so dass er hilflos im Dunkeln sitzen musste.
Die älteren Sportler sollen den Jungen zudem gezwungen haben, sie mit "Großer Herr und Meister" anzureden. Dies soll laut Protokoll regelmäßig mit Schlägen eingefordert worden sein. Zudem sollen sie dem Minderjährigen so viel Wodka verabreicht haben, dass er nach eigener Angabe "nichts mehr mitbekam" und sich übergeben musste.
Die beiden Sportler, die zu den möglichen Kandidaten für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zählen sollen, wurden aus dem Internat suspendiert. Auch die beiden Fachverbände reagierten mit Suspendierungen und begleitenden Maßnahmen wie Besuche von Seminaren zur Gewaltprävention.
Deutsche Tennisspielerinnen scheitern im Achtelfinale
Endstation Achtelfinale: Die deutschen Feld-Cup-Spielerinnen Andrea Petkovic (Darmstadt) und Julia Görges (Bad Oldesloe) sind beim WTA-Turnier in Acapulco/Mexiko ausgeschieden.
Die 29 Jahre alte Petkovic, die an Position acht gesetzt war, unterlag der Französin Pauline Parmentier mit 4:6, 6:3, 1:6.
Die 28 Jahre alte Görges gab beim Stand von 1:6 und 0:2 gegen die Ukrainerin Lesia Zurenko auf. Görges hatte Anfang Februar beim 0:4 im Fed Cup in den USA eine Meniskusquetschung mit Bluterguss sowie eine Innenband- und Kapselzerrung im linken Knie erlitten, danach war sie aber beim Turnier in Budapest bis ins Halbfinale vorgedrungen.
Mutmaßliche Hooligans erhalten befristete Stadionverbote
Mit diesen Strafen sind sie recht glimpflich davongekommen: 88 mutmaßliche Hooligans erhalten bundesweite Stadionverbote zwischen vier Monaten und zwei Jahren. Das bestätigte der DFB.
Die mutmaßlichen Hooligans aus dem Dunstkreis von Borussia Dortmund hatten Pyrotechnik, Sturmhauben und Kampfsporthandschuhe bei sich, als die Polizei sie auf dem Weg zum Spiel in Darmstadt stoppte und zurückschickte.
"Ausschlaggebend für die unterschiedliche Länge ist vor allem das Alter der Personen, aber auch die Tatsache, ob sie früher auffällig geworden sind", sagte DFB-Sicherheits-Chef Hendrik Große Lefert.
Kühnhackl muss Niederlage einstecken
Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl hat mit seinen Pittsburgh Penguins im Spitzenspiel der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL eine Niederlage kassiert.
Die Pens mussten sich bei den Chicago Blackhawks mit 1:4 geschlagen geben.
Kühnhackl stand 8:20 Minuten auf dem Eis, blieb aber ohne Scorerpunkt.
Überragender Mann auf dem Eis war Chicagos Patrick Kane, dem der zweite Hattrick binnen drei Spielen glückte.
Kovac: Ohne Schmerzmittel geht es nicht
"Im Fußball geht es ohne Schmerzmittel nicht!" – mit diesem betrüblichen Satz zitiert die "Bild" Eintracht-Trainer Niko Kovac.
"Diejenigen, die denken, dass es Profifußball ohne den Einsatz von Schmerzmitteln gibt, sind auf dem Holzweg. Die Profis verlangen ihrem Körper wirklich sehr viel ab."
Der durch Verletzungen stark dezimierte Kader von Eintracht Frankfurt scheint Kovac zu entsprechenden Maßnahmen zu nötigen.
Laut "Bild" zeigt eine Untersuchung des Fußball-Weltverbandes Fifa, dass bei der WM 2014 knapp 70 Prozent der Profis Medikamente nahmen. 30 Prozent konsumierten sie sogar bei jedem Spiel.
Dabei sagt der ehemalige Chef-Arzt der Fifa, Jiri Dvorak: "Für uns ist der Einsatz von Schmerzmitteln im Fußball ganz klar ein Missbrauch von Medikamenten." – illegal allerdings ist es nicht.
Olympiasiegerinnen verlieren Cup-Auftakt
Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage gegen die USA in den SheBelieves Cup gestartet. Das Team von Bundestrainerin Steffi Jones verlor am Mittwoch (Ortszeit) in Chester gegen die Gastgeber mit 0:1 (0:0).
Die US-Amerikanerin Lynn Williams erzielte in der 56. Minute den Siegtreffer für die Mannschaft von Trainerin Jillian Ellis.
Im ersten Länderspiel des Jahres hatten Isabel Kerschowski und Sara Däbritz bereits in der Anfangsphase die besten Gelegenheiten für den achtmaligen Europameister.
Es war die erste Niederlage von Trainerin Jones im sechsten Match.
In den weiteren Partien trifft die DFB-Elf am Samstag in Harrison auf Frankreich und am Dienstag in Washington D.C. auf die englische Auswahl.
Podolski-Wechsel nach Japan ist fix
Weltmeister Lukas Podolski zieht nach Japan. Im Sommer wechselt der 31-Jährige zu Vissel Kobe.
Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, erhält sein derzeitiger Klub Galatasaray Istanbul für den Transfer 2,6 Millionen Euro.
Podolski selbst soll pro Saison bis zu acht Millionen Euro kassieren.
Bereits seit einigen Wochen gab es Gerüchte über Podolski und den japanischen Verein.
Rollrasen könnte Pokalspiel retten
Am 14. März findet das Nachholspiel im DFB-Pokal-Viertelfinale statt. Die Sportfreunde Lotte treffen auf Borussia Dortmund. Wo, ist allerdings noch unklar.
Lotte würde verständlicherweise gern im eigenen Stadion spielen. Dort ist der Rasen allerdings arg ramponiert.
Jetzt könnte neuer Rollrasen verlegt werden. "Das ist auf jeden Fall eine Option", zitiert der "Kicker" Lottes Fußball-Obmann Manfred Wilke.
Sowohl der DFB als auch der BVB hatten vorher Zweifel gehegt, ob das Spiel überhaupt in Lotte ausgetragen werden kann. Eine Verlegung - etwa nach Osnabrück - wäre ebenso eine Möglichkeit.
Unfall beendet Williams-Testfahrten
Vorzeitiges Aus für Williams: Die erste Testwoche vor der neuen Formel-1-Saison in Barcelona ist für den Traditionsrennstall Williams bereits beendet.
Durch den erneuten Unfall von Neuling Lance Stroll (18/Kanada) am Mittwoch wurde das Chassis des Autos so stark beschädigt, dass ein Einsatz am Abschlusstag nicht mehr möglich war.
Die Schäden am FW40 wurden bei einer Inspektion in der Nacht zu Donnerstag entdeckt.
Für Williams liefen die ersten vier Testtage des Jahres äußerst bescheiden. Bereits am Dienstag war der Rennstall nach einem heftigen Dreher von Stroll nicht mehr in der Lage, die Tests fortzusetzen. Beschädigte Teile mussten sogar zurück ins eigene Werk geschickt werden.
Williams will mit Stroll und Felipe Massa (Brasilien) in der kommenden Woche bei den zweiten und letzten Tests vor dem Saisonstart am 26. März in Melbourne/Australien wieder voll einsatzfähig sein.
Nowitzki verliert deutsches Duell
Dennis Schröder siegt gegen Dirk Nowitzki: Die Atlanta Hawks haben das Spiel in der nordamerikanischen Profiliga NBA gegen die Dallas Mavericks für sich entschieden.
Das Team aus Georgia setzte sich mit 100:95 gegen die Texaner durch.
Die beiden Deutschen zeigten eine gute Vorstellung.
Spielmacher Schröder kam während seiner 33 Minuten Einsatzzeit auf 17 Punkte und 6 Assists. Auch die Wurfquote war mit knapp 54 Prozent stark.
Nowitzki verbuchte in seinen 27 Minuten als Center 11 Punkte und 10 Rebounds - schaffte also ein Double-Double.
Atlanta (34 Siege, 26 Niederlagen) liegt im Osten als Fünfter weiter auf Play-off-Kurs.
Für Dallas (24 Siege, 36 Niederlagen) sieht es als Zwölfter im Westen nicht so gut aus. Die Mavericks haben vier Siege Rückstand auf den letzten freien Platz in der K.o.-Runde.
Schalke-Trainer motzt über seine Spieler
Da war wohl jemand mit dem Auftreten seiner Mannschaft mal so gar nicht einverstanden: Schalke-Trainer Markus Weinzierl ist nach dem 0:3 (0:3) im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayern München hart mit einzelnen seiner Profis ins Gericht gegangen.
"Du musst den Zweikampf hundertprozentig konzentriert bestreiten und gewinnen", sagte der Coach bei Sky über Kapitän Benedikt Höwedes, der vor dem 0:1 den Ball gegen Franck Ribéry verloren hatte. Höwedes selbst sprach von einem "super ärgerlichen" Fehler.
Sein Fett weg bekam auch Max Meyer: "Max Meyer ist Nationalspieler und hat einen hohen Anspruch an sich selbst. In der ersten Halbzeit hat er sechs Zweikämpfe bestritten und einen gewonnen - die Zahlen sprechen für sich selbst."
Allerdings: "Das bedeutet, dass wir ausgeschieden sind, mehr nicht", sagte er, "wir werden uns schnell wieder aufrichten. Es warten schwere Aufgaben, aber andere Gegner, die nicht so stark sind wie Bayern München."
Alles im Zeichen des Schnees - der Sport-Tag
Moin und Servus – suchen Sie es sich aus – an diesem Donnerstag!
Der heutige Tag wird dominiert vom Wintersport – während die nordische Ski-WM noch läuft, haben sich die Biathleten von ihren Weltmeisterschaften hoffentlich bereits erholt. Denn heute starten sie in den Olympia-Test auf den Strecken von Pyeongchang, wo es nächstes Jahr um Olympisches Edelmetall geht. Um 12.15 starten die Frauen über die Sprintdistanz – mit dabei ist auch Laura Dahlmeier.
Ab 14 Uhr steht das Staffel-Rennen der Langläuferinnen in Lahti an. Für Deutschland gehen Nicole Fessel, Stefanie Böhler, Sandra Ringwald und Katharina Hennig auf die 4x5 Kilometer.
Auch die Skispringer greifen wieder nach Medaillen. Nach einer zähen Qualifikation soll es heute ab 17.30 besser laufen. Geht man von den bisherigen Leistungen aus, könnte es ein sehr erfolgreicher Abend werden.
Auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona geht es heute noch einmal zur Sache. Am vorerst letzten Testtag der Formel 1 könnten Mercedes und Ferrari ihre Dominanz erneut unter Beweis stellen.
Seine Dominanz unter Beweis gestellt hat gestern Abend auch der FC Bayern. Nichts war mehr vom pomadigen Spiel zu sehen. Die Schalker gingen löblicherweise nach dem Spiel auch dementsprechend kritisch mit sich selbst ins Gericht. Hut ab vor Kapitän Benedikt Höwedes - "Sie waren deutlich überlegen in der ersten Halbzeit und haben dadurch das Spiel auch leider deutlich gewonnen" - und Torhüter Ralf Fährmann – "Die erste Halbzeit war einfach nichts von uns".
Weniger unter die Räder gekommen ist der sonst sicher zu recht gescholtene HSV. Hier können Sie das Spiel noch einmal nachlesen.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie trotz grauer Wolken mit einem Lächeln in den Tag starten. Mein Name ist Anja Rau, ich werde mich bemühen, Ihnen diesen Donnerstag mit interessanten Sport-Nachrichten zu versüßen.