"Zustand kritisch": Notfall auf Tribüne überschattet Bundesliga-Spiel
In der zweiten Halbzeit beim Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln ist es zu einem medizinischen Notfall auf der Haupttribüne gekommen. Wie die Hessen kurz nach dem 2:2 (0:0) mitteilten, sei der Zuschauer "umgehend versorgt und in eine Klinik gebracht" worden: "Der Zustand wird derzeit als kritisch eingeschätzt. Unsere Gedanken sind bei dem Betroffenen und seinen Angehörigen."
Mehrere Sanitäter kümmerten sich umgehend um die Person. Beide Fanlager stellten nach dem Notfall ihre Unterstützung zwischenzeitlich ein.
Ist Nagelsmann Schuld, dass Neuer nicht mehr ins DFB-Team zurückkehrt?
Das Verhältnis zwischen Bundestrainer Julian Nagelsmann und Manuel Neuer ist aus Sicht von Lothar Matthäus ein Grund dafür, dass der Torwart des FC Bayern nicht mehr ins Nationalteam zurückkehren möchte. "Dieses Tischtuch ist so zerschnitten, das kann der beste Schneider nicht mehr zusammennähen", sagte Rekordnationalspieler Matthäus in der Sendung "Sky90". Nagelsmann war vor seinem Bundestrainer-Engagement beim FC Bayern München tätig gewesen. Dort gab es damals großen Ärger über die Trennung von Torwarttrainer Toni Tapalovic, einem engen Vertrauten und Freund von Neuer.
Neuer hat mehrfach ein Comeback ausgeschlossen, über das auch mit Blick auf die WM im Sommer immer wieder diskutiert wurde. Der Weltmeister von 2014 war nach der Heim-Europameisterschaft 2024 aus der DFB-Auswahl zurückgetreten. Der 40-Jährige hat auch noch nicht darüber entschieden, ob er seinen auslaufenden Vertrag beim Rekordmeister in München noch einmal verlängert.
"Manuel Neuer gehört zu den Besten der Welt", sagte Matthäus (65) und fügte mit Blick auf Oliver Baumann, Neuers Nachfolger als aktuelle Nummer eins, hinzu: "Die anderen gehören nicht zu den fünf Besten der Welt." Neuer bestritt 124 Länderspiele. Beim 3:2 des FC Bayern nach 0:2-Rückstand beim SC Freiburg am Samstag war er nach einem kleinen Muskelfaserriss in der linken Wade ins Tor zurückgekehrt. Am Dienstag treten die Münchner zum Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Real Madrid an.
Die sportlichen Schlagzeilen am Abend
"Dank Gott bist du gesund" - Mesut Özil wird erneut Vater
Der Fußballspieler und Ex-Weltmeister Mesut Özil und seine Frau Amine sind abermals Eltern einer Tochter geworden. "Dank Gott bist du gesund auf die Welt gekommen unsere schöne Tochter Elisa", schrieb das Paar in türkischer Sprache bei Instagram. Elisas Schwester Ela war 2022 auf die Welt gekommen, die älteste Tochter Eda 2020. Das Paar ist seit 2019 verheiratet.
Özil spielte unter anderem bei Schalke 04, Werder Bremen, Real Madrid sowie dem Londoner Klub FC Arsenal und zuletzt bei türkischen Klubs. Nach einem umstrittenen Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem historischen WM-Aus 2018 zog sich Özil zurück und erklärte seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft.
Wolfsburg zittert sich im Elfmeterschießen ins Pokalfinale
Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind mit größter Mühe ins Endspiel des DFB-Pokals eingezogen und haben ihre letzte Titelchance in dieser Saison gewahrt. Das Team von Trainer Stephan Lerch setzte sich im Halbfinale beim Bundesliga-Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena im Elfmeterschießen mit 5:4 durch. Auch nach der Verlängerung hatte es noch 0:0 gestanden. Titelverteidiger FC Bayern kann an diesem Montag (15.30 Uhr/Sky) gegen die SGS Essen nachziehen. Das Finale findet am 14. Mai in Köln statt.
Drei Tage nach dem Aus in der Champions League bei Olympique Lyon verwandelte Smilla Vallotto den entscheidenden Elfer für die Wolfsburgerinnen, Nationaltorhüterin Stina Johannes hatte zwei Bälle vom Punkt gehalten und den möglichen Sieg der Gastgeberinnen verhindert. Jena hielt den Gegner in der ersten Halbzeit meist weit weg vom eigenen Tor und wehrte sich auch bis zum Ende der Verlängerung unermüdlich gegen den Favoriten.
48 Jahre alten Rekord geknackt: PSV Eindhoven schreibt Geschichte
Die PSV Eindhoven hat so früh wie noch nie die niederländische Fußball-Meisterschaft gewonnen. Der dritte Titel in der Eredivisie der Mannschaft des ehemaligen Bundesliga-Trainers Peter Bosz nacheinander ist bereits am Ostersonntag perfekt, nachdem Verfolger Feyenoord Rotterdam beim FC Volendam nicht über ein 0:0 hinausgekommen war.
Eindhoven verbesserte damit seinen eigenen Rekord, der seit dem 8. April 1978 Bestand hatte. Der Europapokalsieger der Landesmeister von 1988 hatte bereits am Samstag mit 4:3 gegen den FC Utrecht gewonnen, die erfolgreiche Titelverteidigung fünf Spieltage vor Schluss und die insgesamt 27. Meisterschaft des Klubs erlebten die Profis um den Österreicher Paul Wanner auf dem Sofa.
Nach 29 Spieltagen liegt Eindhoven 17 Punkte vor Feyenoord, einen Zähler dahinter folgt das Überraschungsteam NEC Nijmegen. Rekordmeister Ajax Amsterdam ist vor dem Ende einer enttäuschenden Spielzeit nur Fünfter. Allein der Zeitpunkt ist eine neue Bestmarke, die mit den meisten verbleibenden Spielen hält weiterhin AZ Alkmaar. Im Jahr 1981 hatte sich Alkmaar sieben Spieltage vor dem Ende den Titel gesichert.
Panik im Erzgebirge: Zwei Entlassungen, ein Rücktritt in Aue
Der stark vom Abstieg bedrohte Fußball-Drittligist Erzgebirge Aue hat Trainer Christoph Dabrowski nach nur acht Wochen im Amt entlassen. Auch Co-Trainer Lars Fuchs muss gehen, dazu trat Sport-Geschäftsführer Michael Tarnat zurück. Das gab der Verein einen Tag nach dem 3:5 gegen die TSG Hoffenheim II bekannt. In neun Spielen unter Dabrowski hatte Aue nur zwei Punkte geholt.
"Ich bedauere sehr, mit dieser enttäuschenden Bilanz meiner Tätigkeit das Erzgebirge zu verlassen und wünsche dem Kumpelverein alles Gute", sagte Ex-Nationalspieler Tarnat, der erst im Januar das Amt übernommen hatte. Neben dem sportlichen Absturz hätten auch "unterschiedliche Auffassungen zur sportlichen Ausrichtung" zur Trennung geführt, hieß es in der Mitteilung des Vereins.
Ab sofort übernehmen Nachwuchsleiter Khvicha Shubitidze und Enrico Kern die Verantwortung für die Mannschaft. Den Kader der Zukunft sollen Steffen Ziffert, Sportvorstand Jens Haustein und Shubitidze planen. Aue liegt nach 31 Spieltagen weit hinter den Nicht-Abstiegsplätzen zurück und muss bereits für die Regionalliga planen.
"Kein Pardon mehr" - Minister Schuster schäumt nach Skandalspiel vor Wut
Der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) hat die Ausschreitungen beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC scharf verurteilt und Konsequenzen angedroht. "Nach diesem erneuten Skandalspiel kann es für die weiteren Verhandlungen oder Gespräche kein Pardon mehr geben. Meine Geduld hat hier endgültig ein Ende", sagte Schuster der Deutschen Presse-Agentur. Die Vorkommnisse am Samstagabend stünden symbolisch für eine "Gewaltfolklore" in deutschen Fußballstadien und stellten den gesamten bisherigen Verhandlungsweg mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) infrage.
"Die Ergebnisse einer präzisen Aufarbeitung dieses Spiels durch die Vereine und die Stadt in Zusammenarbeit mit der Polizei lasse ich mir persönlich vorlegen", betonte Schuster. "Der Charakter einer kommenden Innenministerkonferenz wird auch maßgeblich davon geprägt sein, wie drakonisch die Konsequenzen sind, die aus diesen Krawallexzesse gezogen werden. DFB, DFL und die Vereine können nur noch mit Wirkung überzeugen."
Gladbachs Topstürmer überrascht mit seinen Aussagen
Nach einer langen Partynacht folgte für Haris Tabakovic die Ernüchterung: Vier Tage nach dem Triumph in der WM-Qualifikation gegen Italien saß der Bosnier in der Fußball-Bundesliga beim 2:2 (1:1) von Borussia Mönchengladbach gegen Schlusslicht 1. FC Heidenheim zunächst nur auf der Ersatzbank. "Es war die Entscheidung des Trainers", sagte der 31-Jährige, dessen Zukunft in Gladbach offen ist.
Der mit elf Toren in Abwesenheit des verletzten Tim Kleindienst beste Torschütze der Borussia ist bis Saisonende nur von der TSG Hoffenheim ausgeliehen. Eine Kaufoption gibt es nicht. "Es gibt auch keine Gespräche", verriet der Stürmer überraschend nach dem Schlusspfiff. Das sehe er aber entspannt.
"Ich habe noch ein Jahr Vertrag in Hoffenheim", sagte Tabakovic, der in der Vergangenheit jedoch stets betont hatte, dass er gerne in Gladbach bleiben würde. "Wenn keine Gespräche geführt werden, muss ich mir auch keine Gedanken machen. Für mich geht es jetzt darum, diese sechs Spiele, die noch sind, meine Leistung zu zeigen", sagte der Stürmer am Samstag.
Manchester United will acht prominente Spieler loswerden
Manchester United setzt den Rotstift an - mal wieder. Wie die "Sun" berichtet, wird sich Englands schwankender Fußballriese im Sommer von insgesamt acht Spielern trennen.
Bei den Streichkandidaten handelt es sich demnach um Manuel Ugarte, Joshua Zirkzee, Andre Onana, Rasmus Hojlund und Marcus Rashford. Bereit sicher sind zudem die Abschiede von Casemiro, Jadon Sancho und Tyrell Malacia, deren auslaufende Verträge nicht mehr verlängert werden. Ziel des Klubs ist es angeblich, im Sommer mindestens 100 Millionen Pfund an Transfereinnahmen zu generieren.
Nach Pokal-Fiasko: Trainer-Rauswurf beim FC Liverpool rückt näher
Nach dem desaströsen 0:4 im FA-Cup-Viertelfinale gegen Manchester City wird die Luft für Liverpool-Coach Arne Slot immer dünner. Englische Medien berichten von einem Rauswurf, sollten die Reds auch im anstehenden CL-Duell gegen Paris Saint-Germain scheitern. Die gute Nachricht: Ein Nachfolger steht den Berichten zufolge schon bereit. Angeblich zeichnet sich mehr und mehr ab, dass Xabi Alonso für den Niederländer übernehmen würde.
"Jetzt mal ich dir ein Bild": Tochter als Glücksbringer
Nach dem Abpfiff sank Phillip Tietz erst einmal auf die Knie, auch wenn das Standvermögen des Stürmers und des FSV Mainz 05 im Abstiegskampf bemerkenswert ist. Nach dem 2:1 (1:1) bei der TSG 1899 Hoffenheim und dem dritten Bundesliga-Sieg in Serie braucht sich bei den Rheinhessen niemand mehr groß Sorgen zu machen. Doppelpacker Tietz stand in Sinsheim natürlich im Mittelpunkt. Stolz und auch gerührt zeigte der 28-Jährige nach seinen zwei Toren (13. und 79. Minute) seinen Glücksbringer. Das kleine gemalte Bildchen von Mavie-Lou hatte Tietz unter seinem Schienbeinschoner versteckt und nahm es auch mit in die Interviewzone. Dort tobte das Töchterchen dann ausgelassen um ihn herum. "Sie war ziemlich kritisch mit mir und hat gesagt: 'Papa, Tore schießen ist doch ziemlich einfach. Jetzt mal ich dir ein Bild, damit du Tore schießt'", erzählte der Stürmer.
Zuletzt hatte Tietz mit einer Torflaute zu kämpfen, sein zuvor letzter Treffer war ihm Ende Januar beim 3:1 gegen den VfL Wolfsburg gelungen. "Ich hatte jetzt eine Leidenszeit, die nicht spurlos an mir vorbeigeht. Weil ich mich an Toren messen möchte und dafür letztendlich bezahlt werde", sagte der Ex-Augsburger. "Deswegen ist es umso schöner, dass ich zwei Tore erzielen konnte. Ich bin extrem froh, dass das heute so ein schöner Tag ist."
"Spieler an die Wand nagelt": Ex-Profis sauer auf Nagelsmann
Deniz Undav sieht keine Differenzen mit Julian Nagelsmann, doch zwei frühere Fußball-Nationalspieler kritisieren den Bundestrainer für dessen öffentliche Aussagen über den Stuttgarter Angreifer. "Ich kenne keinen Bundestrainer in der Vergangenheit, der seine eigenen Spieler so schlechtredet. Das ist für mich ein absolutes Novum", sagte Ex-Europameister Markus Babbel im "Doppelpass" von Sport1: "Ich kann mich nicht erinnern, dass es schon mal einen Bundestrainer gab, der öffentlich einen Spieler so an die Wand nagelt." Auch Stefan Effenberg zeigte kein Verständnis für Nagelsmanns Kommunikation in diesem Fall. Die sei für ihn "irritierend", meinte der 35-malige Nationalspieler: "So kannst du über einen Topstürmer nicht reden." Und generell über keinen Spieler aus dem eigenen Team. Nagelsmann habe sich damit selbst unter Druck gesetzt und auch dem Spieler keinen Gefallen getan, sagte Effenberg: "Du sägst ja im Endeffekt einen Undav weg."
Nagelsmann hatte in der Pressekonferenz nach dem 2:1 der DFB-Elf gegen Ghana, bei dem Undav den späten Siegtreffer erzielte, mit Aussagen über den 29-Jährigen für Aufregung gesorgt. "Er setzt sich mit seinen Aussagen ja selber unter Druck, von dem her ist es okay für mich. Sobald er dann anfängt, weniger Tore zu schießen...."
Schalke mit bitteren Ausfällen im Aufstiegsrennen
Schalke 04 muss im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga den nächsten Ausfall verkraften. Wie die Königsblauen vor dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC (seit 13.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) bekannt gaben, fällt Abwehrchef Nikola Katic wegen einer Knieverletzung, die er beim Sieg mit Bosnien-Herzegowina in den WM-Playoffs gegen Italien erlitten hatte, für mehrere Wochen aus. "Die Verletzung ist mit einem mehrwöchigen Ausfall verbunden, der einen Einsatz in dieser Saison höchstwahrscheinlich nicht mehr zulässt", vermeldete der Revierklub.
Bei Bosniens Sieg hatte sich auch Stürmerstar Edin Dzeko verletzt. Wie lange der 40-Jährige Schalke fehlt, ließ der Klub weiter offen. "Wann Dzeko in dieser Saison wieder eingesetzt werden kann, ist auch vom Heilungsverlauf abhängig", teilte Schalke mit.
Kommentator fassungslos: "Das war wirklich krank"
Tumulte, Platzsturm, Pyrotechnik: Die Szenen beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC schockieren auch Kommentator Corni Küpper. Fans beider Lager geraten aneinander, die Polizei muss eingreifen. Der Fußball-Experte findet deutliche Worte für die Szenen in Dresden.
"Gegen beide Vereine": Skandalspiel beschäftigt auch DFB
Die Fan-Ausschreitungen bei der Partie zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC beschäftigen auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB). "Wir können Ihnen bestätigen, dass der DFB-Kontrollausschuss nach den Vorkommnissen im Rahmen des Zweitligaspiels zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC zu Beginn der neuen Woche Ermittlungsverfahren gegen beide Vereine einleiten wird", teilte der Verband auf Anfrage mit. In einem ersten Schritt werden dann beide Vereine schriftlich zu Stellungnahmen aufgefordert, hieß es vom DFB.
Gestern war bei dem Spiel in beiden Fanlagern zunächst Pyrotechnik gezündet worden. Danach kletterten Fans beider Teams über die Zäune. Dresdner Anhänger rannten vermummt entlang des Spielfeldes zum Hertha-Fanblock. Pyrotechnik wurde hin und her geschossen. Schiedsrichter Sven Jablonski musste die Begegnung unterbrechen und schickte die Teams in die Kabine. Polizisten versuchten, die Dynamo-Anhänger zurück in ihren Block zu drängen. Dort wurde dann eine Hertha-Fahne abgebrannt. Angesichts diverser Delikte in der Vergangenheit müssen Dresden und die Hertha möglicherweise mit empfindlichen Strafen durch die Verbandsgerichtsbarkeit rechnen. Die Dresdner Polizei hatte mitgeteilt, mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren eingeleitet zu haben. Gegen die Fans werde wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung sowie Ticketbetrug ermittelt.
Kimmich bringt etwas Licht in die Sache mit der Goretzka-Hose
Eine Hose und viele Fragen: Der Jubel des FC Bayern München über den spektakulären Last-Minute-Sieg beim SC Freiburg fiel mitunter skurril aus. Serge Gnabry schlüpfte nach dem 3:2 plötzlich in eine spezielle Hose, die Doppeltorschütze Tom Bischof ihm gebracht hatte. Darauf zu sehen: das Gesicht von Teamkollege Leon Goretzka - und zwar in mehrfacher Ausführung.
Die Hose gehörte offenbar einem Fan. "Ich glaube, die wurde wieder abgegeben", sagte Joshua Kimmich nach der Partie mit einem Grinsen. Auch der 31-jährige Goretzka selbst musste über den kuriosen Auftritt der Mannschaftskameraden lachen. Der Nationalspieler, dessen Vertrag ausläuft, wird den Rekordmeister im Sommer nach insgesamt acht Jahren verlassen.
Köster über Fan-Eklat: "Debatte muss entmilitarisiert werden"
Nach dem Fan-Eklat beim Zweitliga-Topspiel in Dresden fordert Philipp Köster eine sachliche Aufarbeitung statt reflexartiger Verschärfungen. Mehr Kameras und personalisierte Tickets hält der 11-Freunde-Chefredakteur für wenig hilfreich. Entscheidend seien Dialog, klare Regeln und Verantwortung in den Fanlagern.
Presse rügt "Kapitulation" von Real vor Bayern-Duell
Eine verpatzte Generalprobe, das Ende der Meisterhoffnungen und heftige Kritik aus den spanischen Medien: Vor dem Viertelfinalduell in der Champions League gegen Bayern München ist die Stimmung beim spanischen Spitzenklub Real Madrid angespannt - das Selbstbewusstsein bleibt vor dem Highlight-Hinspiel am Dienstag (21 Uhr/Prime Video und im ntv.de-Liveticker) dennoch groß. "LaLiga ist ein Kreuzweg für Real", titelte die um martialische Formulierungen selten verlegene "Marca" nach dem nächsten "unerwarteten Tiefschlag", dem 1:2 (0:1) bei Abstiegskandidat RCD Mallorca in der spanischen Liga am Ostersamstag. "AS" bezeichnete die Spielweise Reals als "Kapitulation", das Team habe den Titel an den nun schon sieben Punkte enteilten FC Barcelona "verschenkt".
Es war der nächste Rückschlag für eine Mannschaft, die in der heimischen Liga in dieser Saison große Probleme in Sachen Konstanz aufweist. Der Fokus scheint bei den erfolgsverwöhnten Madrilenen aber ohnehin in erster Linie auf dem Europapokal zu liegen. Trainer Álvaro Arbeloa ließ daran im Anschluss keinen Zweifel. "Ich erwarte, dass sie in der Champions League ihr Bestes geben, in einem Wettbewerb, der von größter Bedeutung ist. Wenn sie die Umkleidekabine verlassen, dürfen sie nur noch an Bayern denken", riet Arbeloa seinen Spielern: "Ich weiß, wozu meine Spieler fähig sind, und dass sie um die Bedeutung der Partie am Dienstag Bescheid wissen."
Winter findet ihren Siegeszug "komplett verrückt"
Tischtennisspielerin Sabine Winter hat den größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert. Ihr Siegeszug beim World Cup in Macau endete zwar im Halbfinale, weil die 33-Jährige der Weltranglistenersten Sun Yingsha 0:4 unterlag. Nachdem Winter als erste Europäerin seit elf Jahren die Runde der besten Vier bei dem prestigeträchtigen Turnier erreicht hatte, war sie gegen die Weltmeisterin aus China chancenlos. Dennoch jubelte Winter: "Bronze beim World Cup ist der größte Erfolg meiner Karriere." Ungläubig fügte sie hinzu: "Es ist komplett verrückt, dass ich mit einer Bronzemedaille nach Hause fliegen darf." Den Einzug ins Halbfinale hatte aus Deutschland zuvor nur Winters langjährige Teamkollegin Petrissa Solja 2015 geschafft.
Winters Lohn: In der kommenden Woche wird sie in der Weltrangliste zu einem elitären Kreis gehören. "Es scheint so, als ob ich tatsächlich in den Top 10 sein werde. Auch da kann ich mich nur wiederholen: Das ist eigentlich komplett verrückt. Das habe ich selbst nicht für möglich gehalten", sagte Winter. Zuletzt hatte sie bereits beim hochdotierten Singapore Smash das Halbfinale erreicht, musste sich dort nur der Weltranglistenzweiten Wang Manyu aus China geschlagen geben.
Zoff mit "Herr Nagelsmann"? Was DFB-Stürmer dazu sagt
Deniz Undav sieht zwischen sich und Bundestrainer Julian Nagelsmann keine Probleme. "Ich will gar nicht so auf das Thema eingehen. Ich habe mit dem Bundestrainer geredet. Die Sache ist durch, es ist alles gut zwischen uns", sagte der Stürmer des VfB Stuttgart nach dem 0:2 (0:0) gegen Borussia Dortmund bei Sky: "Was wir besprochen haben, werde ich hier nicht sagen. Wir haben kurz geredet, es ist alles gut." Für ihn sei "nur wichtig, weiter Leistung zu bringen, der Mannschaft zu helfen und dem Land zu helfen, etwas Großes zu erreichen", führte Undav aus: "Dafür werde ich immer alles geben. Egal ob ich eine Minute oder 90 Minuten spiele. Der Rest ist eigentlich irrelevant."
Nach dem riesigen Aufschrei liege sein Fokus jetzt erstmal voll "auf dem VfB. Richtung Sommer kann man dann gucken, wenn man dabei ist, dass man alles für das Land gibt". Das Thema sei für ihn "durch". Nagelsmann hatte dem Stuttgarter Angreifer in seine Rollengesprächen eine als WM-Joker zugewiesen. Undav, der am Montagabend zum Sieg gegen Ghana (2:1) traf, will aber mehr: "Durch Tore - und auch wichtige Tore - kann sich die Rolle vielleicht verändern." Der Bundestrainer ("eher unwahrscheinlich") machte ihm allerdings wenig Hoffnung.
Pyro und Platzsturm: Fans eskalieren auf dem Rasen
Das Zweitliga-Topspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC eskaliert: Vermummte Fans schießen Pyrotechnik aufeinander und sorgen für chaotische Szenen. Der Schiedsrichter unterbricht die Partie, ein Abbruch droht. Erst nach rund 20 Minuten geht es weiter.
Thomas Müller trifft und leitet Weg auf Erfolgsspur ein
Nach der ersten Saisonniederlage in der nordamerikanischen Fußball-Liga MLS hat Thomas Müller mit den Vancouver Whitecaps in die Erfolgsspur zurückgefunden. Mit 3:2 (1:2) setzte sich Vancouver zu Hause gegen die Portland Timbers durch und fuhr den fünften Sieg im sechsten Saisonspiel ein. Dabei gelang Müller sein dritter Saisontreffer. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler glich in der Nachspielzeit nach einem erfolgreichen Handelfmeter zum 2:2 (90.+1) aus, in der fünften Minute der Nachspielzeit besorgte US-Nationalspieler Sebastian Berhalter den 3:2-Siegtreffer für Vancouver. Der Vorjahresfinalist rangiert mit 15 Punkten auf dem zweiten Platz der Western Conference.
Marco Reus verlor mit LA Galaxy 1:2 (0:0) bei Minnesota United. Der ehemalige Nationalspieler glich in der 57. Minute zum 1:1 und traf damit zum zweiten Mal in dieser Saison. Nach sechs Saisonspielen hat das Reus-Team erst einen Sieg auf dem Konto. Inter Miami um Superstar Lionel Messi ist im ersten Spiel in seinem neuen Stadion nicht über ein 2:2 (1:1) gegen den Austin FC hinausgekommen. Im 26.700 Zuschauer fassenden Nu Stadium in der Nähe von Miamis Flughafen trafen Messi (10.) und Luis Suarez (81.) jeweils zum Ausgleich, Messi gelang im fünften Saisonspiel sein fünftes Tor. Bislang hatte Inter Miami seine Heimspiele in Fort Lauderdale ausgetragen.
Trikottausch zur WM? Kurioses Werben um Nicht-Qualifizierte
Kuriose Aktion im Gastgeberland: Kanada hat wenige Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft um die Unterstützung der italienischstämmigen Bevölkerung geworben. Der kanadische Verband lud in einem kleinen Café in Torontos Stadtteil "Little Italy" Fans der Squadra Azzurra dazu ein, ihr traditionelles Blau oder Weiß gegen des rote Heimtrikot der Ahornblätter zu tauschen. "Der Fußball in Kanada wurde von Generationen von Spielern, Fans und Gemeinschaften aufgebaut, darunter auch italienische Kanadier, die geholfen haben, die Leidenschaft für unser Spiel zum Leben zu erwecken", sagte Paulo Senra, Kommunikationschef von Canada Soccer. "Wir wollen, dass jeder Kanadier - unabhängig von seinen historischen Loyalitäten - sich der Dynamik rund um unsere Männer-Nationalmannschaft anschließt, denn dieses Mal ist es Kanada."
Hintergrund der Aktion war das erneute Scheitern der Italiener in den Playoffs, nach der bitteren Pleite gegen Bosnien-Herzegowina (1:4 nach Elfmeterschießen) verpasst der viermalige Weltmeister zum dritten Mal in Folge die WM - und damit auch das Duell mit Kanada in der Gruppe B. Nach Angaben der Volkszählung von 2021 leben rund 1,5 Millionen Menschen italienischer Herkunft in Kanada, mehr als 80 Prozent davon in Ontario und Québec. Und so standen am Samstag italienischstämmige Staatsbürger stundenlang Schlange, um ihre blauen oder weißen Italien-Trikots abzugeben. Sie erhielten das neue rote Heimtrikot Kanadas, durften ihre originalen Jerseys der Azzurri jedoch behalten.
Verletzter Kane geht steil: "Wird auch mit dem Rollstuhl spielen"
Die Verletzung war Harry Kane nicht anzumerken, als er nach dem furiosen Comeback-Sieg seiner Kumpels steil ging. "Wow, wow, wow! Was für ein Comeback! Ein Lob an die Jungs", jubelte der angeschlagene Torjäger des FC Bayern in einem selbstgedrehten Handy-Video über das 3:2 (0:0) des deutschen Rekordmeisters in der Fußball-Bundesliga nach 0:2-Rückstand beim SC Freiburg: "Was für eine Mentalität. Was für ein Sieg. Ein großartiger Auswärts-Dreier."
Genau den soll es nach dem Willen der Bayern auch am Dienstag (21 Uhr/Prime Video und im ntv.de-Liveticker) beim Kracher im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Rekordsieger Real Madrid geben - und zwar mit Kane. Joshua Kimmich glaubt jedenfalls fest an den Einsatz des englischen Starstürmers. "Der wird da auch mit dem Rollstuhl spielen", sagte der DFB-Kapitän: "Ich erwarte, dass er am Dienstag fit auf dem Platz steht." Trainer Vincent Kompany äußerte sich ähnlich. "Vom Gefühl her wird er es schaffen", meinte der Belgier. Etwas zurückhaltender blickte Max Eberl auf die Situation Kanes, der das Spiel im Breisgau aufgrund von Sprunggelenk-Problemen verpasste. "Die Physios arbeiten daran. Er ist ständig auf dem Gelände und lässt sich pflegen. Wir glauben daran, dass es funktioniert", sagte der Sportvorstand.
"War unterirdisch": Hecking meckert nach 3:6 über Schiri
Nach dem neuerlichen Rückschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ist Dieter Hecking hart mit Schiedsrichter Martin Petersen ins Gericht gegangen. Er sei zwar weit davon entfernt, die Schuld für das 3:6 (3:2) des VfL Wolfsburg bei Bayer Leverkusen beim Referee zu suchen. "Aber diese Leistung war unterirdisch", sagte der Wölfe-Trainer nach dem elften Spiel nacheinander ohne Sieg. "Ja, wir dürfen keine sechs Gegentore kriegen, die Art und Weise, wie wir sie kriegen, das ist zu billig. Trotzdem hätte der Spielverlauf ein anderer sein können. Und das ist in unserer Situation mehr als ärgerlich", sagte Hecking. Jeder dürfe auch mal ein schlechtes Spiel pfeifen: "In unserer Situation war es leider der falsche Tag."
Die Verantwortlichen des Tabellenvorletzten beschwerten sich über mehrere Szenen. Über den strittigen Elfmeter für Leverkusen zum 1:1, den VAR-Eingriff, der für den Elfmeter zum 3:1 der Wolfsburger nötig gewesen war, eine Situation, in der Bayer-Verteidiger Edmond Tapsoba in einem Zweikampf mit Jonas Wind aus ihrer Sicht eine Gelb-Rote Karte hätte sehen müssen, und ein vermeintliches Foul vor dem 4:3 für Leverkusen.
Skandalspiel "für Fußball-Deutschland sehr enttäuschend"
Der glückliche Sieg bei Dynamo Dresden in Unterzahl und nach einem gehaltenen Elfmeter ist für Herthas Trainer Stefan Leitl völlig in den Hintergrund gerückt. Nach dem Skandal-Abend mit zwei Spielunterbrechungen aufgrund von Pyrotechnik und einem Platzsturm kann er das 1:0 seiner Hertha nur schwer einordnen. "Ich wurde angesprochen, was überwiegt? Ich freue mich für meine Mannschaft. Ich freue mich, dass wir das Spiel gewonnen haben, denn es geht um den Sport. Alles andere hat auf dem Fußballplatz nichts verloren. Für Fußball-Deutschland ist es schon sehr enttäuschend, was heute Abend hier leider in Dresden passiert ist", sagte Leitl.
Weiter ergänzte der Hertha-Trainer: "Zwei großartige Klubs, ein tolles Stadion, die Rahmenbedingungen sind nahezu perfekt, um einen Fußballabend genießen zu können, dann so etwas." Auch Dynamo-Coach Thomas Stamm war mehr als zerknirscht. Es sei alles für einen tollen Fußballabend angerichtet gewesen, sagte er. Doch nun im Nachgang überwiegen andere Dinge. "Jetzt stehen Dinge im Vordergrund, die nichts zu suchen haben im Fußball", kritisierte Stamm.