Der Sport-Tag"Jetzt mal ich dir ein Bild": Tochter als Glücksbringer
Nach dem Abpfiff sank Phillip Tietz erst einmal auf die Knie, auch wenn das Standvermögen des Stürmers und des FSV Mainz 05 im Abstiegskampf bemerkenswert ist. Nach dem 2:1 (1:1) bei der TSG 1899 Hoffenheim und dem dritten Bundesliga-Sieg in Serie braucht sich bei den Rheinhessen niemand mehr groß Sorgen zu machen. Doppelpacker Tietz stand in Sinsheim natürlich im Mittelpunkt. Stolz und auch gerührt zeigte der 28-Jährige nach seinen zwei Toren (13. und 79. Minute) seinen Glücksbringer. Das kleine gemalte Bildchen von Mavie-Lou hatte Tietz unter seinem Schienbeinschoner versteckt und nahm es auch mit in die Interviewzone. Dort tobte das Töchterchen dann ausgelassen um ihn herum. "Sie war ziemlich kritisch mit mir und hat gesagt: 'Papa, Tore schießen ist doch ziemlich einfach. Jetzt mal ich dir ein Bild, damit du Tore schießt'", erzählte der Stürmer.
Zuletzt hatte Tietz mit einer Torflaute zu kämpfen, sein zuvor letzter Treffer war ihm Ende Januar beim 3:1 gegen den VfL Wolfsburg gelungen. "Ich hatte jetzt eine Leidenszeit, die nicht spurlos an mir vorbeigeht. Weil ich mich an Toren messen möchte und dafür letztendlich bezahlt werde", sagte der Ex-Augsburger. "Deswegen ist es umso schöner, dass ich zwei Tore erzielen konnte. Ich bin extrem froh, dass das heute so ein schöner Tag ist."