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Statistisches Bundesamt3,8 Millionen Erwerbstätige wollen weniger arbeiten

04.09.2026, 09:24 Uhr
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(Foto: picture alliance / SULUPRESS.DE)

Viele Erwerbstätige in Deutschland wünschen sich eine kürzere Arbeitswoche.

Einer neuen Auswertung zufolge wollten im Jahr 2025 zwar 1,5 Millionen Menschen länger arbeiten, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Dem standen demnach jedoch 3,8 Millionen gegenüber, die ihre Arbeitszeit verkürzen wollten. Würden alle Wünsche in die Tat umgesetzt, würde sich die durchschnittliche Wochenarbeitszeit rein rechnerisch um 36 Minuten pro Person verringern.

Die Wünsche der beiden Gruppen sind dabei fast spiegelbildlich. Diejenigen, die ihre Arbeitszeit reduzieren möchten, arbeiten derzeit im Schnitt 40,9 Stunden pro Woche und streben eine Kürzung um durchschnittlich 10,5 Stunden an. Jene mit dem Wunsch nach mehr Arbeit kommen aktuell auf 26,2 Wochenstunden und würden diese ebenfalls gerne um 10,5 Stunden aufstocken.

Der Wunsch nach kürzeren oder längeren Arbeitszeiten hängt stark von der aktuellen Beschäftigungsform ab. So waren von den 3,8 Millionen Erwerbstätigen, die weniger arbeiten wollten, die allermeisten in Vollzeit tätig (3,3 Millionen). Umgekehrt wünschten sich vor allem Teilzeitkräfte mehr Arbeitsstunden. Von den 1,5 Millionen Menschen, die mehr arbeiten wollten, waren 1,1 Millionen in Teilzeit beschäftigt.

Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich Unterschiede. Vollzeit arbeitende Männer hatten mit 41,1 Stunden eine höhere Wochenarbeitszeit als Frauen (39,6 Stunden) und wollten seltener reduzieren. Bei den Teilzeitkräften arbeiteten Frauen mit 22,1 Stunden dagegen länger als Männer (19,9 Stunden). Dennoch wollten die teilzeitbeschäftigten Männer häufiger ihre Arbeitszeit ausweiten als ihre Kolleginnen.

Die Angaben basieren auf dem Mikrozensus 2025, einer jährlichen Befragung von Haushalten in Deutschland. Dabei sollten die Befragten berücksichtigen, dass sich ihr Verdienst bei einer Änderung der Arbeitszeit entsprechend anpassen würde.

Quelle: ntv.de, rts

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