Statistisches Bundesamt 3,8 Millionen Menschen leben mit Zahlungsrückständen bei Strom oder Gas

In Deutschland haben im vergangenen Jahr rund 3,8 Millionen Menschen in Haushalten mit Zahlungsrückständen bei Strom- oder Gasanbietern gelebt.
Dies entsprach einem Anteil von 4,6 Prozent der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. 2024 waren es noch fünf Prozent. Besonders betroffen waren demnach Menschen in Mieterhaushalten. Hier lag der Anteil von Personen mit Zahlungsrückständen bei Versorgungsbetrieben bei 5,8 Prozent. Bei Menschen in Eigentümerhaushalten betrug die Quote hingegen 3,3 Prozent.
Die Wohnungsnebenkosten sind zuletzt leicht überdurchschnittlich gestiegen. Sie lagen im August 2026 um 3,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat, während die Verbraucherpreise insgesamt um 2,9 Prozent zulegten. Zu den Wohnungsnebenkosten zählen die Kosten für Wasserversorgung und Müllabfuhr, Gebäudereinigung, Wartung von Aufzügen oder Ähnliches sowie weitere Aufwendungen.
Für Haushaltsenergie mussten Verbraucher dagegen weniger bezahlen. Die Preise sanken binnen Jahresfrist um 0,7 Prozent. Allerdings befinden sich die Preise für Strom, Gas und Heizöl nach den starken Anstiegen im Zuge der Energiekrise 2022 - also nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine - weiter auf einem hohen Niveau, wie das Bundesamt erklärte.