GDV veröffentlicht neue Regionalklassen4,8 Millionen Autofahrer müssen 2027 mit höheren Beiträgen rechnen

Wegen der Hochstufung ihrer Regionalklasse drohen rund 4,8 Millionen Autofahrerinnen und Autofahrern im kommenden Jahr höhere Beiträge bei ihrer Kfz-Versicherung.
Demgegenüber werden rund 5,2 Millionen Menschen in niedrigere Klassen eingestuft, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch mitteilte. Für den Großteil der Versicherten - rund 32 Millionen - ändert sich bei den Regionalklassen hingegen nichts.
Die Regionalklassen werden einmal im Jahr vom GDV berechnet und spiegeln die Schadensbilanz der 413 deutschen Zulassungsbezirke wider. Berücksichtigt werden unter anderem Unfallzahlen, Diebstahlhäufigkeit oder Unwetterschäden, aber auch die durchschnittlichen Reparaturkosten. Maßgeblich ist dabei nicht, wo ein Schaden entstanden ist, sondern in welchem Zulassungsbezirk der Fahrzeughalter seinen Wohnsitz hat.
"Besonders Großstädte schneiden häufig schlechter ab als ländliche Regionen", erklärte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Die schlechteste Schadenbilanz hat erneut Offenbach. Dort liegen die Schäden fast 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, gefolgt von Gelsenkirchen und Berlin. Die beste Schadenbilanz weist der brandenburgische Zulassungsbezirk Elbe-Elster auf.
Je besser die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt sich dies häufig auf den Versicherungsbeitrag aus. Allerdings lässt sich über eine Veränderung bei der Regionalklasse noch keine Aussage über die tatsächliche Entwicklung des Kfz-Versicherungsbeitrages treffen. Dieser sei "nur einer von mehreren Faktoren". Weitere sind demnach die Typklasse, die jährliche Fahrleistung und die Entwicklung der Reparaturkosten.