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70 Jahre Anwerbeabkommen650.000 Menschen in Deutschland haben italienische Einwanderungsgeschichte

17.12.2025, 10:05 Uhr
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(Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa)

In Deutschland leben 650.000 Menschen mit italienischer Einwanderungsgesichte.

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden zum 70. Jubiläum des Beginn des Anwerbeabkommens mit Italien mitteilte, waren darunter 67.000 ehemalige Gastarbeiter, die zwischen 1955 und dem Anwerbestopp im Jahr 1973 nach Deutschland eingewandert sind.

Nach der Statistik lebten die in Italien geborenen und nach Deutschland eingewanderten Arbeitsmigranten und -migrantinnen im Jahr 2024 seit durchschnittlich 30,3 Jahren in Deutschland. Ein knappes Drittel wanderte erst seit 2014 nach Deutschland ein. Bei der Einreise waren italienische Einwanderer im Durchschnitt 19,8 Jahre alt.

41 Prozent aller selbst eingewanderten Italiener gaben der Statistik zufolge an, hauptsächlich zur Arbeit nach Deutschland gekommen sein. Ungefähr genauso stark - nämlich in 44 Prozent der Fälle - waren familiäre Gründe Hauptmotiv der Einwanderung. Weitere fünf Prozent nannten Bildung als Hauptmotiv, drei Prozent die EU-Freizügigkeit und sieben Prozent andere Gründe.

Menschen mit italienischer Einwanderungsgeschichte machten im Jahr 2024 einen Anteil von 0,9 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland aus. Sie waren vor allem in der Gastronomie (3,6 Prozent aller dort Beschäftigten), der Speisezubereitung (2,4 Prozent) sowie in Reinigungsberufen und der Metallbearbeitung (je 2,1 Prozent) überproportional vertreten.

Mit einem Anteil von 59 Prozent leben deutlich mehr Männer mit italienischer Einwanderungsgeschichte als Frauen (41 Prozent) in Deutschland. 85 Prozent besitzen die italienische oder eine andere Staatsangehörigkeit, 15 Prozent die deutsche. Mit 29 Prozent aller eingewanderten Italiener leben die meisten in Baden-Württemberg, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (23 Prozent) und Bayern (18 Prozent).

Quelle: ntv.de, AFP

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