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UN-BerichtAfghanistan-Pakistan-Konflikt: Bisher 372 Zivilisten getötet

12.05.2026, 10:32 Uhr
May-10-2026-Peshawar-Peshawar-Pakistan-Funeral-for-victims-of-attack-at-police-station-in-Pakistan-Relatives-and-police-officials-attend-the-funeral-of-victims-of-a-car-bomb-attack-at-a-police-post-in-Bannu-KPK-province-Pakistan-10-May-2026-According-to-police-officials-at-least-12-police-personnel-were-killed-and-several-others-injured-after-an-explosives-laden-vehicle-struck-the-checkpoint-followed-by-an-exchange-of-fire-with-militants-in-the-northwestern-Bannu-district-bordering-Afghanistan
(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Im Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan sind im ersten Quartal 2026 UN-Informationen zufolge mindestens 372 Zivilisten ums Leben gekommen.

Weitere 397 Menschen wurden verletzt, wie aus einem Bericht der UN-Unterstützungsmission (Unama) in Afghanistan hervorgeht. Die meisten Opfer wurden demnach nach Ausbruch des Kriegs Ende Februar verzeichnet.

Unama zufolge waren die pakistanischen Streitkräfte in 94 Fällen für zivile Opfer verantwortlich, in einem Fall Kräfte der in Afghanistan herrschenden Taliban. Bei einem besonders verheerenden Angriff in Kabul kamen Mitte März mindestens 269 Menschen ums Leben, als Pakistans Luftwaffe eine Entzugsklinik bombardierte. 122 weitere Menschen seien verletzt worden.

Die tatsächliche Opferzahl könnte laut der UN-Mission bei dem damaligen Angriff in der afghanischen Hauptstadt jedoch noch deutlich höher liegen. Mehrere Leichen seien nicht identifizierbar gewesen. Familien suchten bis heute nach ihren Angehörigen, da nicht alle Patientendaten offen liegen. "Berichten zufolge holten einige Angehörige die Leichen ihrer getöteten Verwandten direkt aus den Krankenhäusern ab und beerdigen sie", hieß es.

Regierungsvertreter der islamistischen Taliban hatten direkt nach dem Luftangriff von mehr als 400 Todesopfern gesprochen.

Quelle: ntv.de, dpa

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