Ursache sei inzwischen gefundenAirbus drosselt die Auslieferung des A330neo nach Werkzeugfund

Airbus hat die Auslieferungen seines Langstreckenflugzeugs A330neo nach dem Fund eines vergessenen Werkzeugs in einer Maschine gedrosselt.
Airbus hat die Auslieferungen seines Langstreckenflugzeugs A330neo nach dem Fund eines vergessenen Werkzeugs in einer Maschine gedrosselt. Die Ursache sei inzwischen gefunden und die Auslieferungen wieder aufgenommen worden, teilte der Flugzeugbauer am Donnerstag mit. "Wir bestätigen, dass wir kürzlich ein vereinzeltes Qualitätsproblem an einem A330-Höhenleitwerk festgestellt haben", hieß es in einer per E-Mail versandten Erklärung. Dies habe zu Inspektionen bei in der Fertigung befindlichen A330 geführt. In der Folge seien die monatlichen Auslieferungen über den Sommer verlangsamt worden. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über die Qualitätsprobleme und die Verzögerungen berichtet.
Im Juni und Juli lieferte Airbus keine A330-Maschine aus. Im August wurde dann eine A330 dem Kunden übergeben. Insgesamt lieferte der Konzern in dem Monat 57 Flugzeuge aus, wie aus Airbus-Daten hervorgehen dürfte, die kommende Woche veröffentlicht werden sollen. Einer mit der Angelegenheit vertrauten Person zufolge wurde das Werkzeug bei einer Inspektion vor der Auslieferung im Inneren der Flugzeugstruktur entdeckt.
Das Höhenleitwerk, das die Neigung der Flugzeugnase steuert, wird in den spanischen Airbus-Werken hergestellt. Der Fund stehe nicht im Zusammenhang mit den jüngsten Streiks in den spanischen Werken, sagte die Person weiter. Das Risiko von Schäden durch Fremdkörper (Foreign Object Damage, FOD) ist in der Luftfahrtindustrie ein bekanntes Problem. Dazu können bei der Produktion oder Wartung vergessene Gegenstände wie Werkzeuge oder auch Lappen gehören.