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Iran-Krieg verursacht KerosinengpässeAirlines in Asien kürzen Flüge und erhöhen Preise

07.04.2026, 11:32 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

In Asien kämpfen Fluggesellschaften zunehmend mit der stockenden Kerosinversorgung aufgrund des Iran-Krieges.

Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran kappt rund ein Fünftel der weltweiten Kerosinversorgung auf dem Seeweg, vor allem in Richtung Asien. Airlines in importabhängigen Ländern wie Vietnam, Myanmar und Pakistan arbeiten bereits im Krisenmodus, auf den sich bei längerer Kriegsdauer auch die Europäer einstellen müssen. Fluggesellschaften in Asien streichen wegen eines knappen Angebots an Kerosin Flüge, nehmen zusätzlichen Treibstoff mit oder legen Tankstopps ein.

Dies erhöht den Druck auf eine Branche, die bereits von einem starken Anstieg der Treibstoffkosten betroffen ist. "In meinen Gesprächen mit Fluggesellschaften stelle ich fest, dass sie sehr besorgt über die Zukunft sind", sagte Shukor Yusof, Gründer der Luftfahrtberatung Endau Analytics. "Denn wir wissen nicht, wann der Krieg enden wird und wann die Lieferkette, die Rohstoffe aus der Golfregion, wiederhergestellt sein werden." China und Thailand stellten Kerosinexporte bereits ein, Südkorea begrenzt die Mengen.

Die Billigfluglinie AirAsia X zum Beispiel nimmt in Malaysia zusätzlichen Treibstoff an Bord, bevor sie zu Flughäfen in Vietnam fliegt, wie Vorstandschef Bo Lingam sagte. "Es ist nicht so, dass sie uns keinen Treibstoff geben, aber sie begrenzen die Menge." Auch in Myanmar, Pakistan und auf Tahiti gibt es Einschränkungen. Piloten werden angewiesen, aus dem Ausland die maximale Treibstoffmenge mitzubringen. Diese als "Tankering" bekannte Praxis ist jedoch kostspielig, da das Mitführen von zusätzlichem Treibstoff den Verbrauch erhöht. "Einige Länder beschränken möglicherweise den Treibstoff für ausländische Fluggesellschaften, was dann zum Tankering führt", sagte der unabhängige Luftfahrtanalyst Brendan Sobie. Hintergrund sei die Sorge, dass der Treibstoff ausgehen könnte.

Die Verdopplung der Kerosinpreise seit Beginn des Iran-Krieges hat einige Fluggesellschaften dazu veranlasst, ihre Kapazitäten zu reduzieren. So hat Vietnam Airlines nach Angaben der Luftfahrtbehörde des Landes 23 Inlandsflüge pro Woche gestrichen, um Treibstoff zu sparen. Batik Air Malaysia hat ihre Inlandskapazität um 36 Prozent gekürzt. Vorstandschef Chandran Rama Muthy bezeichnete die Kürzungen als notwendige und proaktive Reaktion auf ein "Krisenumfeld".

Quelle: ntv.de, rts

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