Aktionen würden "öffentliche Meinung aufhetzen"Abu Dhabi nimmt Personen wegen Verbreitung von Fehlinformationen fest

Kritik an der Region steht in den Vereinigten Arabischen Emirate unter Strafe. Im Zuge des Iran-Kriegs kommt es nun zu Dutzenden Festnahmen.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind nach Polizeiangaben mehr als 100 Menschen wegen Vorwürfen der Verbreitung von Falschinformationen festgenommen worden. Die Polizei in der Hauptstadt Abu Dhabi teilte auf X mit, 109 Menschen seien festgenommen worden, weil sie während «der laufenden Ereignisse Orte und Vorfälle» gefilmt sowie falsche Informationen über soziale Medien verbreitet hätten.
Die Polizei erklärte, solche Aktionen könnten die «öffentliche Meinung aufhetzen» und Gerüchte in der Gesellschaft verbreiten. Es handle sich um Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. Weitere Details wurden nicht genannt. Kritik an der Regierung, den Behörden und ihrer Arbeit stehen in den Emiraten unter Strafe. Es drohen Geldstrafen in Höhe von mehreren Zehntausend Euro und auch mehrere Jahre Haft.
Als Vergeltung auf die israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran verübt Teheran auch immer wieder Attacken in den Emiraten. Seit Kriegsausbruch vor rund drei Wochen seien bisher rund 340 ballistische Raketen, 15 Marschflugkörper und 1.740 Drohnen abgefangen worden.