300 Menschen kamen ums LebenAmatrice erinnert sich an schweres Erdbeben vor zehn Jahren

Vor zehn Jahren - am 24. August 2016 - erschütterte ein Beben die mittelitalienische Gemeinde und ihre Umgebung. Mit Glockenschlägen wird an die Todesopfer erinnert.
In der mittelitalienischen Gemeinde Amatrice wird an diesem Montag an das schwere Erdbeben erinnert, bei dem vor genau zehn Jahren in der Region annähernd 300 Menschen ums Leben kamen. Die Nacht über wird mit einer Mahnwache der Opfer gedacht. Um 3.36 Uhr - dem Zeitpunkt des schlimmsten Bebens - ist eine Schweigeminute. Dann läuten die Glocken. Später wird Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in der Gemeinde mit heute offiziell noch etwa 2.100 Einwohnern erwartet.
Das verheerende Hauptbeben in der Nacht zum 24. August 2016 hatte eine Stärke von 6,2. Allein in Amatrice und der Nachbargemeinde Accumoli kamen 249 Menschen ums Leben. Für jedes einzelne dieser Todesopfer soll es einen Glockenschlag geben - insgesamt 249. In der angrenzenden Region starben weitere 50 Menschen. Mehrere Hundert wurden verletzt, viele davon schwer. Tausende verloren ihr Zuhause.
Das Gebiet kam erst nach vielen Nachbeben, die sich über Monate hinzogen, wieder zur Ruhe. Mit dem Wiederaufbau geht es trotz staatlicher Milliardenhilfen nur schleppend voran. Offiziellen Angaben zufolge sind nicht einmal 40 Prozent der beschädigten Gebäude wiederhergestellt.