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Anteil bleibt geringIfo: Möblierte Zeitwohnungen machen höchstens 0,8 Prozent des deutschen Mietmarkts aus

13.04.2026, 13:46 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung schätzt den Anteil der auf Zeit vermieteten möblierten Wohnungen am gesamten deutschen Mietmarkt auf höchstens 0,8 Prozent.

Wie aus Berechnungen des Münchner Instituts hervorgeht, wuchs dieses spezielle Marktsegment, das Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) künftig stärker regulieren will, in den größten deutschen Städten zwischen 2012 und 2016 etwas stärker als der gesamte Mietmarkt. In den Jahren darauf habe es sich dagegen ungefähr parallel zum Mietmarkt insgesamt entwickelt, heißt es in einem Forschungsbericht des Instituts.

Beim Wohnen auf Zeit werden in der Regel möblierte Wohnungen für mehrere Monate oder ein Jahr vermietet. Diese Praxis nimmt in Berlin nach Beobachtungen von Mieterverbänden und anderen Fachleuten immer mehr zu, weil Vermieter damit die Mietpreisbremse und andere Regeln umgehen und höhere Profite als bei regulärer Vermietung einfahren können.

In der Ifo-Untersuchung betonen die vier Autoren nun, die Bedeutung der möblierten Vermietung auf Zeit werde häufig überschätzt, "weil Wohnungen, die zeitlich begrenzt vermietet werden, häufiger inseriert werden als dauerhaft mietbare Wohnungen". Außerdem sei, anders als bei Wohnraum zur langfristigen Vermietung, die häufig ohne Inserat vermietet würden, davon auszugehen, dass der Offline-Markt in diesem speziellen Segment gering sei.

Quelle: ntv.de, dpa

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