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Statistisches BundesamtApfelernte fällt wegen Hitze und Trockenheit deutlich kleiner aus

18.08.2026, 10:12 Uhr
Wie-gut-faellt-das-Apfel-Jahr-2026-in-Brandenburg-aus-Archivbild

Wegen Hitze und Trockenheit stellen sich die deutschen Obstbauern in diesem Jahr auf eine kleinere Ernte ein.

Sie erwarten 2026 eine Apfelernte von rund 934.000 Tonnen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das sind nicht nur fast 18 Prozent weniger als im Rekordjahr 2025, sondern auch gut fünf Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Trotz des erwarteten Rückgangs bleibt der Apfel aber mit Abstand das am meisten geerntete Baumobst in Deutschland.

Grund für die verhaltene Ernteprognose sind den Statistikern zufolge wiederkehrende Hitzeperioden und anhaltende Trockenheit im Frühjahr und Sommer. "Dadurch fallen viele Äpfel vorzeitig vom Baum, bleiben sehr klein oder weisen Schäden durch Sonnenbrand auf", hieß es. "Zudem melden einzelne Obstbaubetriebe Hagelschäden mit punktuell fast vollständigen Ernteausfällen."

Die Ernteaussichten sind regional jedoch sehr unterschiedlich. Während in Thüringen ein Einbruch von mehr als 45 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel erwartet wird, rechnet das wichtigste deutsche Anbaugebiet Baden-Württemberg sogar mit einer leicht überdurchschnittlichen Ernte. In Niedersachsen, dem zweitgrößten Anbaugebiet, liegt die Prognose hingegen leicht unter dem Durchschnitt. Insgesamt erzeugen diese beiden Bundesländer zusammen knapp zwei Drittel der deutschen Äpfel.

Ein ganz anderes Bild zeigt sich bei den Pflaumen und Zwetschen. Hier dürfen sich Verbraucher auf eine reiche Ernte freuen. Die erwartete Menge von gut 49.000 Tonnen liegt mehr als elf Prozent über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Auch hier gibt es große regionale Unterschiede: Während Baden-Württemberg eine besonders gute Ernte erwartet, die 38 Prozent über dem Mittel liegt, müssen die Bauern in Rheinland-Pfalz mit spürbaren Einbußen rechnen.

Quelle: ntv.de, rts

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