Wegen Iran-Krieg und hoher Energiepreise Arbeitsagenturen melden schlechtere Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt

Die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt haben sich angesichts des Iran-Krieges und der gestiegenen Energiepreise nach Einschätzung der Arbeitsagenturen weiter eingetrübt.
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer sank im März zum vierten Mal in Folge und fiel um 0,1 auf 99,4 Punkte, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Freitag mitteilte.
"Angesichts von Irankrieg und Ölpreisschock gibt es weiterhin keine Erholungssignale vom deutschen Arbeitsmarkt", erklärte Enzo Weber vom IAB. Der Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage bei allen Arbeitsagenturen beruht, signalisiert für die kommenden Monate eine weiter steigende Arbeitslosigkeit bei stagnierender Beschäftigung.
"Sowohl die Konjunkturrisiken als auch die demografische Schrumpfung setzen die Beschäftigung unter Druck", sagte Weber. Das IAB rechnet vorerst auch nicht mit einer Besserung. Erst für die zweite Jahreshälfte erwartet das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (BA) einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Auf das ganze Jahr bezogen dürfte die Zahl der Arbeitslosen aber um 40.000 steigen, hieß es im IAB-Jahresausblick Anfang der Woche. Erstmals seit der Finanzkrise 2009 dürfte die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nicht mehr steigen. Die BA legt am kommenden Dienstag die Arbeitsmarktbilanz für März vor.