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In NusaybinAusschreitungen bei pro-kurdischer Demonstration im türkisch-syrischen Grenzgebiet

20.01.2026, 14:34 Uhr
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(Foto: picture alliance / Anadolu)

Im Südosten der Türkei ist es bei Protesten gegen das Vorgehen syrischer Regierungskräfte gegen kurdische Kämpfer zu Ausschreitungen gekommen.

Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, ging die türkische Polizei an einem Grenzposten in der Stadt Nusaybin mit Tränengas und Wasserwerfern gegen pro-kurdische Demonstranten vor, die versuchten nach Syrien zu gelangen. Einige Demonstranten warfen Steine. Hunderte Protestierende waren angesichts der Kämpfe im Nachbarland einem Aufruf der pro-kurdischen türkischen Partei DEM gefolgt. Auch auf syrischer Seite gab es Proteste.

Zuvor hatte ein Kurdenvertreter in Syrien die Verhandlungen zwischen kurdischen Kämpfern und der syrischen Zentralregierung für gescheitert erklärt. Er warf der Regierung vor, die "bedingungslose Kapitulation" der Kurden zu fordern. Die Türkei ist mit der islamistischen Übergangsregierung in Damaskus verbündet.

In den vergangenen Tagen hatten syrische Regierungstruppen bei einer Offensive im Norden und Osten des Landes kurdische Kämpfer aus mehreren bisher von den Kurden kontrollierten Gebieten vertrieben, darunter zwei Stadtviertel der nordsyrischen Großstadt Aleppo. Am Sonntag stellte Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa ein Abkommen zwischen dem syrischen Zentralstaat und der SDF vor.

Die Vereinbarung sah die Übergabe der bislang kurdisch kontrollierten Provinzen Deir Essor und Rakka an die Zentralregierung vor, in denen die Bevölkerungsmehrheit aus Arabern besteht. Am Montag rückte die syrische Armee in Teile von Deir Essor vor. Beide Seiten meldeten danach erneute Kämpfe.

Quelle: ntv.de, AFP

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