Vor Gesprächen in WashingtonAußenminister aus 17 Ländern fordern Libanon und Israel zur Einigung auf

Die Außenminister aus 17 Ländern haben Israel und den Libanon vor Gesprächen in Washington aufgerufen, "diese Möglichkeit zu nutzen".
Die Außenminister aus 17 Ländern haben Israel und den Libanon vor Gesprächen in Washington aufgerufen, "diese Möglichkeit zu nutzen". In einer Erklärung, die das britische Außenministerium am Dienstag veröffentlichte, hieß es: "Direkte Verhandlungen können den Weg zu dauerhafter Sicherheit für den Libanon und Israel sowie die Region ebnen." Neben Großbritannien und Frankreich sind die weiteren Unterzeichnerstaaten Australien, Belgien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Malta, Norwegen, Portugal, Schweden, Slowenien, Spanien und Zypern.
In der Erklärung verurteilen die Außenminister auch "in den schärfsten Worten" die Angriffe der pro-iranischen Miliz Hisbollah auf Israel sowie die "massiven israelischen Luftangriffe auf den Libanon am 8. April, bei denen nach den jüngsten von den libanesischen Behörden veröffentlichten Informationen mehr als 350 Menschen getötet und über 1000 verletzt wurden".
In Washington sollen am Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon beginnen. Die Gespräche auf Botschafterebene finden im US-Außenministerium statt. Über die Ziele herrscht Uneinigkeit: Die libanesische Präsidentschaft will über eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel verhandeln. Israel schließt dies vorerst aus und fordert eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Miliz.
Israel und der Libanon unterhalten bisher keine formalen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.