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8,5 Prozent mehr als im VormonatBauhauptgewerbe in Deutschland erhält im November mehr Aufträge

23.01.2026, 09:08 Uhr
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In der deutschen Baubranche mehren sich die Hinweise auf ein Ende der jahrelangen Krise.

Im November zog das Bauhauptgewerbe 8,5 Prozent mehr Aufträge an Land als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das ist bereits der vierte inflationsbereinigte Zuwachs binnen fünf Monaten. Im weniger schwankenden Dreimonatsvergleich lag der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang von September bis November 2025 um 3,8 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor.

"Der kräftige Anstieg der Auftragseingänge im November ist ein weiteres Indiz dafür, dass sich die Bauwirtschaft von der Krise der vergangenen fünf Jahre erholt", sagte der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien. "Zwar folgt das dicke Plus auf ein Minus im Oktober, allerdings ist der Trend klar nach oben gerichtet." Der Bau werde im laufenden Jahr eine wichtige Rolle dabei spielen, dass sich die deutsche Wirtschaft aus der Flaute herausarbeitet. Er könne sogar "zu einem Wachstumsmotor werden". Das IMK prognostiziert ein Plus bei den Bauinvestitionen von 2,5 Prozent, wobei das Bruttoinlandsprodukt insgesamt um 1,2 Prozent zulegen dürfte.

Das Neugeschäft im Tiefbau, wozu der staatlich dominierte und oftmals auch von Großaufträgen geprägte Straßenbau zählt, nahm im November inflationsbereinigt um 10,1 Prozent zu. Im Hochbau - der vor allem durch den Wohnungsbau geprägt und überwiegend von der privaten Nachfrage abhängig ist - wuchs der Auftragseingang um 7,2 Prozent.

Die Unternehmen fuhren im November einen Umsatz von 12,3 Milliarden Euro ein, was einem Plus von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Inflationsbereinigt blieb ein Zuwachs von 4,3 Prozent übrig. Von Januar bis November nahmen die realen Umsätze um 2,1 Prozent zu. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe stieg zuletzt um 1,3 Prozent.

Quelle: ntv.de, rts

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