Bereits reservierte Flächen zurückgebenBericht: TotalEnergies will aus Windparks in der Nord- und Ostsee aussteigen

Der französische Energiekonzern TotalEnergies will laut einem Bericht von NDR und "Süddeutscher Zeitung" aus Windparks in der Nord- und Ostsee aussteigen.
Der französische Energiekonzern TotalEnergies will laut einem Bericht von NDR und "Süddeutscher Zeitung" aus Windparks in der Nord- und Ostsee aussteigen. TotalEnergies wolle bereits reservierte Flächen zurückgeben, berichteten die Medien am Montag unter Berufung auf ein internes Positionspapier des Unternehmens. Dort sollten Windräder künftig insgesamt 7,5 Gigawatt Strom liefern. Aktuell sind vor den deutschen Küsten Windräder mit einer Kapazität von weniger als zehn Gigawatt im Betrieb.
2023 hatte TotalEnergies laut Bericht noch fast sechs Milliarden Euro für die Flächen geboten und 2024 nochmal mit fast zwei Milliarden Euro nachgelegt. Wenn der Konzern nun aussteige, stehe der Erfolg der deutschen Energiewende auf dem Spiel, schrieben die Medien.
Im Positionspapier heißt es demnach, einzelne Projekte aus den Auktionsrunden 2023 bis 2025 könnten "voraussichtlich nicht realisiert" werden. Als Grund führe das Unternehmen die Verzögerungen im Netzausbau und Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an. Das Unternehmen wolle seine Flächen deshalb zurückgeben.
TotalEnergies teilte NDR und "Süddeutscher Zeitung" mit, das Unternehmen habe bereits viel in die Umsetzung seiner Offshore-Wind-Projekte investiert. "Unsere Priorität ist und bleibt die Entwicklung der Flächen", erklärte demnach ein Unternehmenssprecher. Es sei ein Vorschlag zum Umgang mit den entstandenen Verzögerungen.
Dem Bericht zufolge hat TotalEnergies erst zehn Prozent der Gebotssumme bezahlt - knapp 800 Millionen Euro - sowie eine Sicherheitsleistung in Höhe von 750 Millionen Euro hinterlegt. Die Erträge aus früheren Offshore-Versteigerungen sind demnach aber bereits verplant, ein Großteil soll dafür genutzt werden, die Netzentgelte und damit die Strompreise zu deckeln. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte NDR und "Süddeutscher", es sei gesetzlich geregelt, "dass ein Zuschlag nicht zurückgegeben werden darf". Derzeit gebe es keinen Grund, an der Realisierung des Projekts zu zweifeln.