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Beziehungen seit einiger Zeit massiv angespanntSüdafrikas Präsident nach US-Druck von G7-Gipfel in Frankreich ausgeschlossen

26.03.2026, 19:53 Uhr
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President Donald Trump meets with South Africa's President Cyril Ramaphosa in the Oval Office of the White House in Washington, DC, on Wednesday, May 21, 2025. Photo by Jim Lo Scalzo/UPI Photo via Newscom picture alliance (Foto: picture alliance / Newscom)

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa ist laut seinem Büro auf Drängen der USA vom G7-Gipfel im Juni in Frankreich ausgeladen worden.

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa ist laut seinem Büro auf Drängen der USA vom G7-Gipfel im Juni in Frankreich ausgeladen worden. "Wir haben erfahren, dass Frankreich aufgrund anhaltenden Drucks seine Einladung an Südafrika zur Teilnahme am G7-Treffen zurückziehen musste", sagte Ramaphosas Sprecher Vincent Magwenya am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Grund der Ausladung sei die Drohung der USA, nicht an dem Gipfeltreffen im französischen Evian teilzunehmen, falls Südafrika eingeladen werde.

Ramaphosa selbst äußerte sich zurückhaltend und verwies darauf, dass Südafrika kein Mitglied der G7 sei. Es gebe "viele Länder auf der Welt", die nicht zu den Treffen der Staatengruppe eingeladen werden, sagte er. Es wäre daher keine Überraschung, wenn sein Land an dem Gipfel in Frankreich nicht teilnehmen sollte. Im Vergangenen Jahr hatte Südafrika als Gastland am G7-Gipfel in Kanada teilgenommen.

Frankreich hat im Januar den rotierenden Vorsitz der Gruppe der sieben großen Industrienationen übernommen, zu der neben den USA auch Kanada, Japan, Deutschland, Großbritannien und Italien gehören.

Die Beziehungen zwischen den USA und Südafrika sind seit einiger Zeit massiv angespannt. US-Präsident Donald Trump hat Südafrika mit hohen Zöllen überzogen und wirft dem früheren Apartheid-Staat angebliche Menschenrechtsverletzungen und einen "Genozid" an Weißen vor. Südafrikas Regierung weist dies zurück. Den G20-Gipfel in Südafrika im November hatte Washington bereits boykottiert. Trump geriet zudem mit Ramaphosas Regierung aneinander, weil Südafrika den US-Verbündeten Israel wegen des Vorwurfs eines Völkermords im Gazastreifen vor den Internationalen Gerichtshof gebracht hat.

Quelle: ntv.de, afp

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