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Knapp 172 Millionen TonnenBinnenschiffer transportieren so wenig Güter wie nie seit 1990

25.03.2026, 09:24 Uhr
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(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Auf Deutschlands Flüssen werden so wenige Güter transportiert wie noch nie seit der Wiedervereinigung 1990.

Im vergangenen Jahr wurden auf den Binnenwasserstraßen insgesamt 171,6 Millionen Tonnen Güter befördert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 1,3 Prozent weniger als 2024. "Der Rückgang des Transportaufkommens ist in erster Linie auf den Güterversand ins Ausland zurückzuführen", erklärten die Statistiker. Die in andere Staaten beförderte Menge sank auf 41,1 Millionen Tonnen und lag damit 4,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Dagegen stieg die aus dem Ausland nach Deutschland transportierte Gütermenge mit 77,0 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent. Der innerdeutsche Verkehr blieb mit 42,8 Millionen Tonnen stabil (+0,2 Prozent), während sich der Transitverkehr stark auf 10,7 Millionen Tonnen verringerte (-5,4 Prozent).

Auf den Wasserstraßen transportiert werden vor allem trockene Massengüter, wozu etwa Steine und Erden, Erze oder Kohle gehörten. Sie summierten sich auf 92,5 Millionen Tonnen, ein Rückgang von 1,5 Prozent. Danach folgen die flüssigen Massengüter wie Mineralölerzeugnisse oder Chemikalien mit 49,0 Millionen Tonnen (-1,9 Prozent). Der Containerverkehr belief sich auf 16,6 Millionen Tonnen (-1,0 Prozent).

Einen besonders großen Stellenwert im Verkehr mit dem Ausland haben die niederländischen Häfen Rotterdam und Amsterdam sowie der belgische Hafen Antwerpen. Zwischen dem Hafen in Rotterdam und Deutschland wurden imm vergangenen Jahr auf Binnenschiffen 57,2 Millionen Tonnen Güter transportiert. "Damit war Rotterdam der mit Abstand wichtigste Hafen im grenzüberschreitenden Verkehr in der Binnenschifffahrt", hieß es. Auf Rang zwei folgt Antwerpen mit 17,7 Millionen Tonnen und auf Rang drei Amsterdam mit 9,0 Millionen Tonnen. Auf diese drei Häfen entfielen damit 71,1 Prozent des gesamten Güterverkehrs mit dem Ausland von 118,1 Millionen Tonnen.

Quelle: ntv.de, rts

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