Kurznachrichten

Bitkom-UmfrageDurchschnittspreis für Smartphones in Deutschland steigt 2025 auf 646 Euro

25.02.2026, 11:53 Uhr
Claudia-Nemat-Technik-Vorstaendin-der-Deutsche-Telekom-zeigt-das-neue-KI-Phone-der-Deutschen-Telekom
(Foto: picture alliance/dpa)

Deutsche Verbraucher müssen für ihr Smartphone immer tiefer in die Tasche greifen.

Der Durchschnittspreis werde im laufenden Jahr um drei Prozent auf 646 Euro steigen, prognostizierte der Digitalverband Bitkom anlässlich der nahenden Fachmesse Mobile World Congress in Barcelona. Dies sei mehr als doppelt so viel, wie Konsumenten eigentlich ausgeben wollten. Daher rechnet der Verband für 2026 mit einem weiteren Rückgang des Smartphone-Absatzes um etwa vier Prozent auf 18,8 Millionen Geräte. Andere Experten halten ein zweistelliges prozentuales Minus für möglich.

Ein Preistreiber für Smartphones sei der Kostenanstieg bei Speicherchips, erläuterte Sebastian Klöß, Leiter des Bereichs Technologien und Märkte beim Bitkom. Bei Mittelklasse-Geräten machten sie etwa 15 bis 20 Prozent der Materialausgaben aus. Um die Verkaufspreise stabil zu halten, würden einige Hersteller voraussichtlich weniger Speicher einbauen. Daher rechne er nur mit einem moderaten Einfluss auf die Verkaufspreise. Wegen des Baubooms bei Rechenzentren können Anbieter von Speicherchips die rasant wachsende Nachfrage kaum bedienen.

Die Verbraucher reagieren der Bitkom-Erhebung zufolge unter anderem mit einer längeren Nutzungsdauer auf die steigenden Kosten. Knapp die Hälfte habe ihre Geräte zwei oder mehr Jahre in Gebrauch. Die Quote habe 2022 noch bei 16 Prozent gelegen. Daher legen 97 Prozent der mehr als 1000 Befragten Wert auf ein robustes Handy. Nachhaltigkeit (92 Prozent) und Reparierbarkeit (82 Prozent) seien ebenfalls wichtige Kaufkriterien.

Ein Comeback sogenannter Dumbphones sei dagegen nicht zu beobachten. Darunter verstehen Experten Mobiltelefone im Stil der 1990er Jahre mit Tasten statt Touchscreen und ohne Apps. Lediglich zehn Prozent der Deutschen nutzten derartige Geräte. Dabei handele es sich vor allem um Personen ab 65 Jahren. Für alle anderen spiele Künstliche Intelligenz (KI) eine immer größere Rolle. "KI-Funktionen setzen sich dort durch, wo sie im Alltag entlasten", sagte Marcel de Groot, Bitkom-Präsidiumsmitglied und Chef von Vodafone Deutschland. "Beim schnellen Schreiben von Mails, bei der Suche nach Informationen oder beim Schutz vor betrügerischen Anrufen."

Quelle: ntv.de, rts

Regionales